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Gründerszene Sommercamp: Mit KI in zehn Wochen ein Startup bauen?

Von KI, die dir Handwerker vermittelt, bis zu einer App, die endlich die Frage „Wo gehen wir essen?“ beantwortet. Acht KI-Builder ziehen ins Gründerszene-Startupcamp „Gründerszene sucht die Supergründer“ ein, mit nur einem Ziel: ihre Ideen in die Realität umzusetzen.
Das Sommercamp „Gründerszene sucht die Supergründer“ ist ein zehnwöchiges Fellowship von Gründerszene. Acht ausgewählte Fellows entwickeln dabei mithilfe von Künstlicher Intelligenz Consumer-Apps. Unterstützt wird das Programm von unseren Partnern Dash0, DHL, OpenAI & Vercel.
Die Fellows könnten unterschiedlicher kaum sein. Die einen haben bei Google oder Uber programmiert, die anderen Startups mit aufgebaut, in Venture-Capital-Fonds gearbeitet oder Unternehmen beraten. Doch am Ende zählt nicht der Lebenslauf, sondern wer in zehn Wochen die beste Idee baut. Unterstützung gibt es zwar jede Menge, geschenkt wird sich trotzdem nichts.
Hier kommen die acht Köpfe, die in diesem Sommer um den Titel „Supergründer“ – und 10.000 Euro Preisgeld – kämpfen.
1. Theodora Both: Vom Dating in die Restaurants
Theodora Both (24) liebt den Startup-Alltag und sagt selbst, dass sie schon mit 16 wusste, Unternehmerin werden zu wollen. Druck ist für sie dabei kein Problem: „Ich liebe Druck, dann arbeite ich noch härter und besser.“ Dass sie Aufmerksamkeit erzeugen kann, hat sie bereits bewiesen: Mehrfach ist sie mit ihren Inhalten viral gegangen. Die anderen Teilnehmer sollten also aufpassen, denn Theodora weiß, wie man Menschen erreicht.
Theodora hat mit SheLeads bereits eine Community von über 1.200 jungen Frauen aufgebaut und gezeigt, dass sie Menschen zusammenbringen und Projekte wachsen lassen kann. Neben Erfahrungen bei PwC und EY studiert sie Entrepreneurship an der WHU und arbeitet heute an ihrer eigenen Personal-Brand-Agentur. Jetzt will sie beweisen, dass sie nicht nur Communities aufbauen, sondern auch ein Startup skalieren kann. Anfangs wollte sie eine Dating-App bauen, jetzt geht sie in Richtung Restaurants oder vielleicht doch was anderes? Was klar ist: Sie mag Pivots.
2. Suna Marie Tamboga: Der Handwerker kommt – und weiß schon, was kaputt ist
Kaum etwas testet die Geduld so sehr wie ein kaputter Wasserhahn und die Suche nach jemandem, der ihn repariert. Suna Marie Tamboga (20) will beides deutlich entspannter machen. Ihre Plattform soll Haushalte mit lokalen Handwerksbetrieben verbinden.
Startup-Luft hat Suna bereits reichlich geschnuppert. Neben ihrem Studium an der Zeppelin Universität hat sie als Founders Associate bei Bounti und opus direkt an Themen wie Vertrieb, Produkt und Wachstum gearbeitet. Mit ihrer Leidenschaft für Unternehmertum und Innovation sitzt sie jetzt selbst auf der Gründerseite des Tisches. Ihr Motto dabei: „Gas geben.“ Warum sie an den Sieg glaubt? „Ich glaube, dass ich Supergründerin werden kann, weil ich sehr an meine Idee glaube und sie ein Problem löst“, so Suna.
3. Minh Vu Ngo: Wenn KI-Zwillinge zuerst flirten
Auch Minh Vu Ngo (30) wollte anfangs eine Dating-App bauen. Konkurrenz für Theodora? Oder ein großer Merger? Wir werden sehen!
Minh bringt einen starken KI- und Engineering-Background mit: Nach Stationen bei Google, Amazon und Uber sowie Forschungserfahrung an der Harvard University gründete er mit Cevee seine eigene KI-basierte Karriereplattform. Mit seinem Wissen aus Computer Science, Machine Learning und Produktentwicklung baut er heute daran, Karriereorientierung für die nächste Generation neu zu denken.
„Meine Freunde glauben immer an mich“, sagt er. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass viele seine Soft Skills unterschätzen. Und was sein Ziel im Camp angeht, lässt er keinen Zweifel: „Ich bin ein super kompetitiver Mensch. Ich bin natürlich hier, um zu gewinnen.“
4. Vincent Betz: Prognosen statt Glücksspiel
Vincent Betz (25) setzt auf Vorhersagen statt Wetten: Seine Idee ist eine Social-App, in der Nutzer Prognosen zu aktuellen Ereignissen abgeben und sich mit Freunden messen können, ganz ohne echtes Geld und damit außerhalb klassischer Glücksspielregeln (Glück gehabt!).
Er sagt gegenüber Gründerszene, das Startup-Camp fühlt sich für ihn ein bisschen wie „Love Island für Startups“ an. Druck verspürt Vincent nach eigener Aussage selten – mal schauen, wie lange das noch anhält.
Einen Exit kann Vincent schon von seiner To-do-Liste streichen. Nach seinem Studium in Management & Technology an der TUM und einem Austauschjahr an der UC Berkeley gründete er mehrere AI/ML-Startups. Mit Jarts, einer Plattform für KI-Sichtbarkeit von Unternehmen, baute er in nur wenigen Monaten ein Produkt auf, das von über 2.000 Agenturen und Marken genutzt wurde und erfolgreich übernommen wurde. Jetzt widmet er sich bereits der nächsten Idee.
5. Jolina van Laaten: Gesundheit beginnt beim Lesen
Was wäre, wenn man beim Lesen eines Gesundheitsartikels direkt den passenden Test bestellen könnte? Genau daran arbeitet Jolina van Laaten (22). Ihre Idee verbindet Gesundheitsanalysen mit medizinischen Testangeboten. Nutzer können Tests bestellen, erhalten ihre Ergebnisse verständlich von einer KI erklärt und bekommen konkrete Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte. „Die Idee ist, dass ihr mit meiner App gesund bleiben könnt. Ich will es für euch möglich machen, Daten über euren Körper zu verstehen“, beschreibt Jolina ihre Vision. Druck im Camp sieht sie dabei nicht nur als Herausforderung – er motiviert sie, an ihre Grenzen zu gehen.
Jolina bringt einen bunten Mix aus Venture Capital, Beratung und E-Commerce mit. Während ihres Studiums in Entrepreneurship and Business Innovation sammelte sie Erfahrungen bei Stationen wie Heartfelt, PwC und Oiko International Consulting – von Investments über Venture Development bis hin zu digitalen Geschäftsmodellen. Heute verbindet sie diesen Blick auf Innovation mit ihrer Begeisterung für digitale Gesundheitslösungen und die Frage, wie Technologie Gesundheit smarter machen kann.
6. Garry Lazovskis: Restaurantsuche nach Bauchgefühl
„Ich habe Lust auf etwas Gemütliches, vegetarisch wäre gut und bitte nicht zu laut.“ Genau solche Anfragen soll Garry Lazovskis (21) App beantworten. Eine KI schlägt passende Restaurants vor, inklusive Reservierungsmöglichkeiten und personalisierten Empfehlungen.
Wie er mit dem Druck im Camp umgehen wird? „Das werde ich herausfinden“, sagt Garry. Er hoffe natürlich, dass es gut klappt. Beim Ausgang des Wettbewerbs zeigt er sich dagegen selbstbewusst: „Ich werde euch zeigen, warum ich der Supergründer bin. Wir sehen uns am Final Day – dann schauen wir, wer die 10.000 Euro bekommt.“
Bereits als Jugendlicher gründete Garry seine erste Agentur und sammelte früh Erfahrung im Aufbau digitaler Projekte. Heute arbeitet er an Softwarelösungen für die Gastronomie, die Gastro-Welt kennt er also nicht nur vom Tisch aus. Zudem hat er sich sehr mit Theodora und Vu angefreundet. Vielleicht machen sie eine App zu dritt?
7. Amerigo Velletti: Der KI-Einkäufer für Secondhand
Nachhaltig shoppen? Klar. Stundenlang durch tausende Angebote scrollen? Eher nicht. Amerigo Velletti (21) möchte Secondhand-Suche automatisieren und damit Zeit sparen.
Sein KI-Agent durchforstet im Netz Plattformen wie Kleinanzeigen oder Vinted und findet genau die Angebote, die zu den Wünschen der Nutzer passen. Statt sich stundenlang durch Listings zu klicken, lässt man einfach die KI suchen.
Amerigo bringt einen starken technischen Hintergrund mit: Nach Stationen im IT-Umfeld und seinem Studium der Wirtschaftsinformatik an der TU München arbeitet er heute als Founding Engineer an KI-Anwendungen und Automatisierungslösungen.
Warum er am Ende der Supergründer werden will? „Weil ich innovativ bin, aber auch die entsprechenden Tech-Erfahrungen mitbringe“, sagt Amerigo.
8. Klaas Wibker: Jeder kann Influencer werden
Influencer sein war lange ein Spiel für Menschen mit riesiger Community. Klaas Wibker (23) sagt: Muss nicht sein. Seine App macht aus alltäglichen Nutzern kleine Werbestars. Sie drehen kurze Clips für Marken und werden belohnt, wenn ihre Videos durchstarten.
Vom Jurastudium in Leipzig über Stationen in der Tech- und Finanzwelt bis zum eigenen Startup: Klaas Wibker verbindet rechtliches Know-how mit einer großen Portion Gründergeist. Nach Erfahrungen unter anderem im Umfeld von Trade Republic wagt er jetzt den Schritt ins Unternehmertum. Sein persönlicher Leitsatz: „Das Wichtigste ist, die Probleme anzupacken, die einem begegnen, und sich nicht unterkriegen zu lassen.“ Ob seine Idee durchstartet? Wird sich zeigen. Spannend wird dieser Sommer auf jeden Fall.