Etablierte Tastatur-Hersteller geraten weiter unter Druck durch Newcomer. Eine Tastatur mit Display für 100 Euro ist eine Ansage, aber nicht die einzige der Skyfall-Serie von Hator. Drei Layout-Optionen und entweder sehr leise oder analoge Taster gehören ebenfalls dazu. Zu gut um wahr zu sein? Skyfall Pro & Mag Ultima im Test.
Eine gute Tastatur muss nicht viel kosten, das verspricht Hator mit der Skyfall-Serie und macht etablierten, großen Gaming-Marken damit eine echte Ansage – in Theorie und Praxis. Denn der Test von Hator Skyfall Pro & Mag Ultima Wireless zeigt, dass beide geschickt unterschiedliche Bedürfnisse abdecken und eigentlich alle bedienen. Ein Detail hätte sich der Hersteller aber besser gespart.
Leises, dezentes Tippgeräusch
Umfangreiche Ausstattung
Durchdachtes Design & Akustik
FN-Ebene inkl. FN-Taste programmierbar
„F1“ bis „F5“ sehen dunkler aus
Display bringt wenig Mehrwert
Drehregler mäßig greifbar (65% und 80%)
Einstellbare Taster mit klaren Anschlägen
Umfangreiche Ausstattung
Durchdachtes Design & Akustik
FN-Ebene inkl. FN-Taste programmierbar
„F1“ bis „F5“ sehen dunkler aus
Display bringt wenig Mehrwert
Drehregler mäßig greifbar
Skyfall-Tastaturen im Überblick
Die Skyfall-Serie gibt es in vier verschiedenen Serien, die jeweils in verschiedenen Formaten und mit verschiedenen Features angeboten werden – jeweils drahtlos und kabelgebunden:
Diese Varianten gibt es
Als Basismodell „Skyfall“ mit mechanischen Tastern, ABS-Tastenkappen und 1.000 Hertz Polling-Rate drahtlos und kabelgebunden. Formate: 65, 80 und 100 Prozent. Die Preise starten bei 45 Euro.
Als Pro-Version „Skyfall Pro“ mit mechanischen Silent-Tastern, PBT-Tastenkappen und 1.000 Hertz Polling-Rate (wired und wireless). Formate: 65, 80 und 100 Prozent. Die Preise starten bei 75 Euro.
Als Mag-Ultra-Modelle „Skyfall MAG Ultra“ mit Hall-Effekt-Tastern und 8.000 Hz Polling-Rate über das Kabel. Formate: 65 und 80 Prozent. Die Preise starten bei 70 Euro.
Als Mag-Ultima-Modelle „Skyfall MAG Ultima“ mit Hall-Effekt-Tastern und 8.000 Hz Polling-Rate über das Kabel und drahtlos. Formate: 65 und 80 Prozent. Die Preise starten bei 90 Euro.
Ein Drehregler gehört in allen vier Klassen zur Austattung, Pro und Ultima bieten darüber hinaus ein kleines quadratisches Display mit 0,85″ Diagonale (100%-Modell: 1,14″).
Neben dem 80%-Layout mit verkürztem Funktionsblock gibt es die Skyfall-Serie auch im 65%- und 100%-Layout
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Die Größe des Akkus hängt vom Formfaktor ab. In den Mag-Modellen sowie den 80%- und 100%-Varianten der Skyfall Pro verbaut Hator einen 8.000-mAh-Akku. In den Mag-Tastaturen sorgt er für eine Laufzeit von bis zu 24 Stunden mit Beleuchtung, ohne LEDs sind es bis zu 553 Stunden. Pro-Modelle mit weniger stromfressender Technik erreichen eine Betriebsdauer zwischen 27 und 36 Stunden mit sowie 1.333 Stunden ohne Beleuchtung. In der Skyfall 65 wird hingegen ein 4.000-mAh-Akku für eine Laufzeit von 20 respektive 666 Stunden verwendet.
Unter der Pro und Mag Ultima liegen die 20 Euro günstigere Mag Ultra, die den Wireless-Modus und das Display streicht, sowie die einfache Skyfall (Wireless). Sie verzichtet ebenfalls auf das Display, greift auf ABS-Tastenkappen, einfache, ungedämpfte Taster zurück und halbiert die Akku-Kapazität zu Preisen von 60 bis 70 Euro. Das Herz der Serie, die Geräuschdämpfung und Gasket-Mount, bleiben bei allen Modellen identisch.
Taster: Gutes Herzstück
Hators Taster haben seltsame Namen, der an günstigen Raumduft denken lässt (Aurum Ice, Vanila, Orange Sterling), aber eine gute Qualitäten. Die linear und leichtgängig abgestimmten Taster der beiden Tastaturen überzeugen.
Silent-Taster (Aurum Vanlia) bringen Ruhe
Beim Pro-Modell nutzt Hator Silent-Switches mit Anschlagspuffern, die im Klangbild ähnlich einer Rubberdome-Tastatur sind. Anfängliches, leicht wahrnehmbares Schleifen einzelner Taster verschwand nach ein paar Tagen. Bei sehr langsamen Eindrücken blieb minimale Reibung spürbar, diese aber gleichmäßig über alle Taster hinweg – etwas, das Silent-Taster selten so vermeiden können wie normale lineare Taster. Im Gesamtbild schneiden die Aurum Vanila besser ab als etwa Cherry MX Silent, die überdies mehr Spiel im Stempel aufweisen. Das überzeugt, in der Preisklasse erst recht.
Akustisch halten die Taster, was der Name verspricht. Sie sorgen für Ruhe und sind wirklich „silent“. Gegenüber MX Silent der ersten Generation sind sie aufgrund geringerer Nebengeräusche und eines dumpferen, ruhigeren Klangbildes ein deutliches Upgrade, allerdings ein wenig schwergängiger abgestimmt. Be quiets Silent-Taster ticken beim Eintippen etwas stärker, „Wackelgeräusche“ machen sie präsenter; diese leisen Störtöne hat der Vanila-Switch nicht. Bei aller Ruhe bleiben Anschläge differenzierbar.
Der im vergleich zu typischen Red-Tastern leicht erhöhte Widerstand hat ebenfalls eine Silent-Wirkung. Er erleichtert es den Taster nur bis zum Auslösen zu befördern, anstatt ihn am Anschlag aufprallen zu lassen. Dort wirkt dann die Dämpfung hör- und spürbar, indem sie den Aufprall dumpfer und weicher – ähnlich einer Rubberdome-Tastatur, allerdings klarer definiert – macht.
Taster stecken in Hot-Swap-SockelnAuch HE-Taster der Mag-Tastatur können einfach abgezogen und getauscht werden
HE-Taster (Aurum Ice) sind ein Mittelweg
Die Ice-Magnetic-Taster der Mag-Tastaturen bieten mit Ausnahme der Joystick-Emulation alle aktuell gängigen Funktionen von HE-Tastern und überzeugen mit sauberem Feedback. Sie gleiten geschmeidig ein vermitteln mit einem Widerstand zwischen 30 und 55 Gramm einen vernünftige Kontrollierbarkeit mit ausreichender Federspannung.
Der Widerstand bewegt sich mittig zwischen empfindlichen Gaming-Tastern und den recht schwergängigen, dafür präzise kontrollierbaren Modellen von Wooting. Extrem frühe Auslösepunkte unter einem 0,5 mm werden hiermit jedoch schwieriger zu dosieren, dafür erinnert das Feedback eher an rote Taster, bleibt also agiler und leichtgängig. Prädikat: Überaus angenehm und voll alltagstauglich in allen Bereichen.
Alternativ zu den Hator-Tastern nimmt die Mag Alternativen von Royal Kludge, TTC und Gateron auf. Weitere Taster können, müssen aber nicht funktionieren und darüber hinaus kalibriert werden.
LEDs überraschen
Der schwarz-weiße Mix Tastenkappen wird aus PBT-Kunststoff gefertigt, Alternativen für die Escape-Taste in normalem Design sowie andere Layouts liegen bei. Die Beschriftung punktet bei der Ausleuchtung. Auffällig ist, dass die Tasten F5 bis F9 sehr dunkel bleiben. Das liegt allerdings ausschließlich am Farb-Mix. Ein Quertausch zeigt: die schwarzen Kappen schlucken mehr Licht und wirken lediglich dunkler. Technisch gibt es damit kein Problem, es ist der Optik geschuldet.
Die Skyfall Pro leuchtet allerdings deutlich heller, die HE-Variante fällt im direkten Vergleich in sehr sichtbar ab. Selbst die minimale Helligkeit der Skyfall Pro liegt über dem Maximalwert der Skyfall Mag. Wenn das der stromfressenden HE-Technik geschuldet ist, hätte zumindest im Kabelbetrieb ein höherer Wert Sinn ergeben.
Mit Umgebungslicht ist die Helligkeit auf maximaler Stufe gerade noch okay und immer noch etwas besser als die Endorfy Thock V2 (Test). In Relation zum Preis kann man das akzeptieren.
Die Skyfall Pro (unten) leuchtet deutlich heller
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Der Unterschied ist nicht nur im Hellen eklatantBei beiden Tastaturen bleiben „F5“ bis „F9“ sichtbar dunklerHator beleuchtet beide Tastaturen auch seitlich
Alltag & Akustik
Im Alltag überzeugen beide Modelle auf ganzer Linie bei Kernfeatures und beim Klang. Bei den Gadgets variiert der Nutzen erneut stark.
Akustik: Notebook-leise
Gasket Mount und mehrere Ebenen zur Schalldämpfung und -formung sowie die klanglich gut angeglichenen großen Tasten(!) machen sich bei den Skyfall-Tastaturen bezahlt. Dass der Hersteller von einem „noise canceling system“ spricht, zeigt die Richtung auf: Es soll, zumindest bei der Pro-Version, möglichst leise werden.
Und das tut es. Die Skyfall Pro bleibt definitiv ruhig, dumpfer als eine KC300 mit MX Silent 2 und im gleichen Preissegment geschaut viel, viel leiser als eine Endorfy Thock V2, die ihre Anschläge zelebriert. Auch eine Sharkoon SKG50 tippt sehr viel hörbarer. Tonal agiert sie tiefer als be quiets Light Mount (Test), sie erzeugt sattere, dafür nicht ganz so klare Anschläge. Subjektiv macht sie das unauffälliger.
Rubberdome-Level erreicht das Modell so definitiv, nur mit weniger klackernden Nebentönen und damit deutlich höherwertiger. Man muss klar sagen: Die Hator Skyfall Pro ist eine sehr leise Tastatur mit angenehmen, massentauglichen Klangbild.
Aufbau der Hator Skyfall Pro und MAG Ultima (Bild: Hator)Hator Skyfall Mag 80 Ultima Wireless (Hator Aurum Ice Magnetic) Hator Skyfall 80 Pro Wireless (Hator Aurum Vanilla Silent)
Dafür sind neben Dämmung auch die Taster verantwortlich, das zeigt die Syfall Mag mit HE-Technik. Sie hat relativ Anschläge im Bereich „cremigen“ Feedbacks. Sie sind klar akzentuiert und „ticken“ beim Aufprall. Das soll nicht heißen, dass die Tastatur laut ist: Sie generiert ein wahrnehmbares Geräusch, das im Alltag gut an den Rand tritt.
Ein Metallgehäuse bringt allerdings noch einmal ein Upgrade in Form nochmals präziserer etwas klarerer Akustik wie in der Akko Mod68 HE (Test). Für die Preisklasse ist die akustische Abstimmung gelungen, viel mehr geht nach oben nicht, vor allem in Feinheiten.
Positiv fällt auch auf, dass sich Hator der modischen Gaming-Klacky- und Ploppyness bei Anschlägen nur begrenzt folgt. So darf die Skyfall Mag ruhiger agieren als etwa eine Corsair Makr 75 und tiefer, durchaus unaufdringlicher, mithin besser als eine Corsair Vanguard 96 Pro (Test). Das zeigt bereits die Richtung: Der Vergleichsmaßstab orientiert sich nach oben.
Alltag: Basis überzeugt
Im Kern funktioniert die Skyfall gut. Kleine Absätze an den Seiten erleichtern das Umsetzen, ein Drehregler ist prinzipiell praktisch. Optimal greifen lässt er sich nur beim 100%-Layout, bei den kleineren Varianten liegt er dafür zu dicht an anderen Tasten.
Äußerlich unterscheiden sich Pro und Mag nur farblich – die Mag ist unten WeißEine schwarze Escape-Taste legt Hator als Alternative zum violetten Modell beiEin kleiner Absatz erleichtert das Anheben der Tastatur
Dass die FN-Funktionen nicht beschriftet sind, erweist sich als kleiner Stolperstein, liegt aber daran, dass die Zusatzebene weitgehend frei programmiert werden kann und die Funktionen daher beweglich sind.
Am wenigsten Sinn ergibt das Display. Es ist klein, erlaubt das Einstellen von Tastatur-Settings als Alternative zu Hotkeys und zeigt in kleiner Schrift die Uhrzeit, in winzigen Symbolen Status-Informationen der Tastatur sowie ein nicht mehr leserliches Datum an – ein Geniestreich. Es sei denn, man legt ein Bild darauf.
Alternativ kann man etwas besser lesbar Auslastung und Temperatur der CPU anzeigen lassen, wenn die Software im Hintergrund läuft. Die Gradzahl wollte die Tastatur allerdings nicht abbilden, die Software ist hier aber wenig intuitiv. Weitere Konfigurationsmöglichkeiten sollen nachgereicht werden, schreibt der Hersteller auf Nachfrage, er arbeite daran.
Das spielt am Ende aber kaum eine Rolle: Richtig nützlich erscheint der Bildschirm hier nicht, im Gegenteil, eher weniger als anderswo. Am besten noch versteht man ihn als einen digitalen Bilderrahmen zur Personalisierung der Tastatur.
Wer Datum, Betriebsmodus und Batteriestand lesen kann, bekommt einen PreisDas Display versteht man besser als digitalen Bilderrahmen
Software: Überraschend bekannt
Am Rand der Software steht zwar Hator und die Sprachauswahl kennt neben Englisch nur Ukrainisch, ansonsten trifft man aber auf einen alten Bekannten: Eigentlich steckt hinter der „Hator Skyfall Software“ wohl Akkos an sich guter Cloud Driver – Aufbau, Design und Bezeichnungen gleichen sich mit Ausnahme des neuen Display-Reiters und dem Fehler der Online-Tauschbörse für Tastatur-Settings.
Gewisse Schwächen, wie etwa der Umstand, dass veränderte Tastenfunktionen nur per Mouse-Over angezeigt werden, oder einige FN-Funktionen als „Systemfunktionen“ bezeichnet und nur per Handbuch zu entschlüsseln sind, sind auch hier festzustellen. Insgesamt funktioniert die Software aber und vor dem Hintergrund des geringen Preises tut sie das sogar sehr gut, denn unter 100 Euro können FN-Taste und -Ebene nur selten konfiguriert werden. Die Taste selbst zu verschieben ist im Mainstream zudem selbst für viel mehr Geld oft nicht möglich.
Parallel zur Standalone-Software wird seit heute auch eine Web-App angeboten, über die die Tastaturen plattformunabhängig programmiert werden können. Der Funktionsumfang ist dabei identisch.
Für das Display lassen sich Bilder hochladen oder zeichnen
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Fazit
Eine gute Tastatur muss nicht viel kosten, das verspricht Hator mit der Skyfall-Serie und macht etablierten, großen Gaming-Marken damit eine echte Ansage – in Theorie und Praxis. Denn der Test von Hator Skyfall Pro & Mag Ultima Wireless zeigt, dass beide geschickt unterschiedliche Bedürfnisse abdecken und eigentlich alle bedienen. Ein Detail hätte sich der Hersteller aber besser gespart.
Im Grunde sind beide Tastaturen empfehlenswerte Eingabegeräte. Das Silent-Modell Skyfall Pro tippt dankt gutem Aufbau und leisen Tastern absolut ruhig, ist sehr weitgehend konfigurierbar und flexibel. In seiner Abstimmung ist es eigentlich das, was man sich wünscht, und so unter dem Strich die deutlich bessere Budget-Tastatur als die ploppende Endorfy Thock V2 (Test).
Die Skyfall Mag Ultima wiederum bedient diejenigen, die klarere Anschläge und gegebenenfalls einstellbare Taster möchten. Abstimmung und Eindruck der Taster ist gut, die Akustik dezent und hochwertig – auch im Vergleichsmaßstab doppelt so teurer Tastaturen.
Fazit: Für vergleichsweise wenig Geld bieten die Skyfall-Tastaturen an den richtigen Stellen viel
Kritik gibt es zwar auch (das Display hätte sich Hator sparen, den Drehregler etwas besser platzieren können), was bei dem Preis jedoch nur schwer mit großem Gewicht angebracht werden kann.
Insgesamt sind beide Modelle richtig gute Tastaturen zum kleinen Budget, die mit ihrer Abstimmung eigentlich genau das treffen, was man möchte: Entweder echte Ruhe oder noch dezentes Ticken mit schönen Anschlägen zum gerade noch zweistelligen Kurs.
Wer keine kabellose Übertragung möchte, sollte auf der Suche nach einer HE-Tastatur aber eher zur Mag Ultra greifen und sich ein paar Euro für Akku und Bildschirm sparen, wer ein 65%-Layout möchte auch die Akko Mod68 HE (Test) mit Metallgehäuse in Erwägung ziehen.
Leises, dezentes Tippgeräusch
Umfangreiche Ausstattung
Durchdachtes Design & Akustik
FN-Ebene inkl. FN-Taste programmierbar
„F1“ bis „F5“ sehen dunkler aus
Display bringt wenig Mehrwert
Drehregler mäßig greifbar (65% und 80%)
Einstellbare Taster mit klaren Anschlägen
Umfangreiche Ausstattung
Durchdachtes Design & Akustik
FN-Ebene inkl. FN-Taste programmierbar
„F1“ bis „F5“ sehen dunkler aus
Display bringt wenig Mehrwert
Drehregler mäßig greifbar
ComputerBase hat die Skyfall Pro Wireless und die Skyfall Mag Ultima 8K von Hator leihweise zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
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Thermaltake TR300: Midi-Tower mit Holz- und KI-Display-Option
Bild: Thermaltake
Das Thermalright TR300 gibt es in vier Varianten: In Schwarz, Weiß sowie mit Holz oder einfacher Mesh-Front. Hinter dem unterschiedlichen Äußeren steckt jeweils ein relativ kompaktes ATX-Gehäuse mit Display und der offenbar nun obligatorischen KI-Option für die Schlagwort-Checkliste.
Hinsichtlich des Layouts weicht Thermaltake ein wenig vom bewährten Standard ab und platziert das Netzteil hinter der Front. Dort wird es variabel aufgehängt. Beschränkt es sich auf 140 Millimeter Länge, ist es möglich, einen Radiator im Deckel und eine 388 Millimeter lange Grafikkarte im ersten PCIe-Slot mitsamt einem Frontlüfter zu nutzen. Wird PCIe-Slot 2 genutzt, darf das Netzteil 160 Millimeter lang werden. Bei kurzer Grafikkarte, HDD-Käfig und Radiator im Deckel sind es 208 Millimeter. Eine genaue Auflistung aller Kombinationsmöglichkeiten und Längenbeschränkungen notiert Thermaltake im Handbuch des TR300.
Belüftet wird das Gehäuse durch einen 120-mm-Lüfter im Heck. Ein weiterer Lüfter passt hinter die Front, weitere Modelle können am Deckel und Boden montiert werden. Wird der Festplattenkäfig (2 × 3,5″, 1 × 2,5″) genutzt, geht an der Unterseite eine Lüfterposition verloren. In jedem Fall können zwei 2,5″-HDDs hinter das Mainboard gesetzt werden.
Thermaltake TR300 (Bild: Thermaltake)
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Thermaltake TR300 (Bild: Thermaltake)
Alleinstellungsmerkmal: Display & KI
Optional kann außerdem ein Display-Kit mit einem 6″-LCD (1480 × 720p) für rund 100 Euro erworben werden, das über dem Mesh-Gitter an der Front sitzt – dort, wo irgendwann einmal 5,25″-Laufwerke positioniert waren. Mit der TT-RGB-Plus-Software können darauf Wetterinformationen, die Uhrzeit, GIFs oder Statusinformationen des Rechners angezeigt werden.
Analog zum TR100, das in eine Rollkoffer geliefert wird, braucht das TR300 ein Alleinstellungsmerkmal. Das ist über das Display hinaus eine KI-Option. Wie zuletzt bei der Wasserkühlung MAGCurve 360 Ultra kann die Software zudem mit einem OpenAI-Konto verknüpft werden, um gegen Gebühr KI-generierte Bilder anzuzeigen. Diese kann man jedoch auch außerhalb der Software generieren und dann einfach anzeigen lassen.
Preis und Verfügbarkeit
Im Handel hat sich das TR300 noch nicht eingefunden. Auch zum Preis gibt es noch keine Informationen. Ausstattung und Aufbau legen nahe, dass sich das Modell etwa im Bereich des Displays bewegen wird und damit etwa 100 Euro kosten dürfte.
Zwei sehr gut bewertete Spiele – jetzt gratis herunterladen
Heute könnt Ihr gleich zwei hervorragend bewertete Spiele kostenlos und dauerhaft herunterladen. Zusammen mit drei weiteren Premium-Apps. Doch die Zeit drängt, denn die Aktion ist nur von begrenzter Dauer.
In den beiden App-Stores von Google und Apple, dem Play Store und dem App Store, findet sich eine schier endlose Anzahl an Anwendungen. Einige dieser Apps sind kostenlos, andere wiederum kostenpflichtig. Was viele Nutzer jedoch nicht wissen: Viele kostenpflichtige Apps gibt es zeitweise auch ohne Gebühr, wenn sie Teil eines speziellen Angebots sind. Wir haben einige der spannendsten Apps, die aktuell gratis erhältlich sind, für Euch zusammengestellt.
Kostenlose Pro-Apps (Android)
Stabilize Video: Stable Video (3,49 Euro) – Diese Anwendung ist äußerst praktisch für alle, die gerne filmen, aber keinen Gimbal besitzen. Mit ihr können Nutzer wackelige Videoaufnahmen per einfachem Fingertipp stabilisieren. Laut Anbieter soll dieser Vorgang nur wenige Augenblicke dauern. Wer also kein eigenes Gimbal zur freien Verfügung hat, findet in dieser App eine überzeugende Alternative. (4,3 Sterne, 1.410 Bewertungen)
Compress Video – Resize Video (3,49 Euro) – Auch diese Anwendung richtet sich klar an alle, die gerne Videos aufnehmen. Hier stehen jedoch nicht stabilisierte Bilder im Fokus, sondern das Thema Aufbewahrung. Genauer gesagt dreht sich alles um den benötigten Speicherplatz. Denn jedem, der ein Smartphone nutzt, ist bewusst: Videodateien können schnell sehr groß werden. Das gilt zumindest dann, wenn sie nicht mithilfe eines Programms wie dieser Anwendung verkleinert werden. Die Macher der App führen an, dass sich damit eine Datei von 326 auf lediglich 62 MB schrumpfen lässt. Eine derart drastische Verkleinerung bleibt jedoch in den meisten Fällen nicht ohne sichtbare Einbußen bei der Bildqualität. (4,6 Sterne, 1.983 Bewertungen)
Gratis Premium-Apps (iOS)
Tasks Pro: To-Do & Planner (6,99 Euro) – Diese App ist als Organisationstool konzipiert und fällt zwar eher schlicht aus, deckt dabei aber nahezu alle wichtigen Features ab. Dazu zählen unter anderem farbige Kennzeichnungen, frei einstellbare Erinnerungen, eine zentrale Übersicht sowie die Option, Notizen per Sprache aufzunehmen. Gesprochene Inhalte werden automatisch in Text umgewandelt. Zusätzlich überzeugt die Anwendung durch eine klare Struktur und eine leicht verständliche Navigation. (keine Bewertungen)
Effects Studio (0,99 Euro) – Dank dieser Anwendung sind gewöhnliche Schnappschüsse bald Geschichte. Eine Vielzahl an Effektfiltern sorgt dafür, dass Fotos im Handumdrehen wie digitale Kunstwerke wirken. Ergänzt wird das Angebot durch die üblichen Bearbeitungswerkzeuge sowie eine benutzerfreundliche Navigation. Ideal geeignet für alle, die ein Faible für kreative Gestaltung und farbenfrohe Bilder haben. (4,7 Sterne, 39 Bewertungen)
Window Puzzles (2,99 Euro) – In diesem Spiel geht es vor allem darum, Kunstwerke zusammenzusetzen, die wie bunte Glasfenster aussehen. Dabei schiebt man die vorgegebenen Fragmente exakt in die dafür vorgesehenen Formen. Langeweile kommt so schnell nicht auf, da insgesamt 126 verschiedene Motive darauf warten, gelöst zu werden. (5,0 Sterne, 4 Bewertungen)
Gratis-Apps und ihre Fallstricke
Alle Apps, die wir hier vorstellen, waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels kostenlos verfügbar. Doch leider ist es häufig so, dass Entwickler nicht angeben, wie lange diese Angebote Bestand haben. Wenn Euch also eine App gefällt, solltet Ihr nicht zu lange warten und sie schnell herunterladen.
Bevor Ihr eine kostenlose App herunterladet, solltet Ihr jedoch immer einen Blick auf die App-Seite im Store werfen. Denn manchmal gibt es versteckte Stolpersteine, auf die ihr achten solltet.
In-App-Käufe
Die meisten kostenlosen Apps enthalten entweder Werbung oder bieten In-App-Käufe an. Bei einigen kostenpflichtigen Apps bleibt das jedoch ebenfalls nicht aus. Besonders dann, wenn es sich um ein Spiel handelt, das für Kinder gedacht ist, ist es wichtig, solchen Aspekten die nötige Aufmerksamkeit zu schenken.
Berechtigungen
Zahlreiche Apps sammeln Nutzerdaten und verkaufen diese oftmals weiter. Wenn Ihr also auf Nummer sicher gehen wollt, achtet darauf, dass Ihr nur die Berechtigungen erteilt, die die App wirklich benötigt. Ein Wecker benötigt beispielsweise keinen Zugriff auf Eure Kameras oder Kontakte, und eine Taschenlampe sollte auch nicht an Euren Standortdaten interessiert sein.
Im Test vor 15 Jahren: Nvidias GeForce GTX 560 Ti war schnell und zu teuer
Die Nvidia GeForce GTX 560 Ti (Test) hatte als Nachfolger der GeForce GTX 460 große Schuhe zu füllen. Die verbaute GF114-GPU im Vollausbau mit zusätzlichen Verbesserungen gegenüber der GF110 der Topmodelle sorgte dafür, dass die GeForce GTX 560 Ti eine ausgezeichnete Leistung ablieferte.
Eine neue GPU mit 1,95 Milliarden Transistoren
Die GeForce GTX 560 Ti setzte mit der GF114 auf eine neue GPU, die wie die GF104 des Vorgängers über 1,95 Milliarden Transistoren verfügte. Damit fiel sie deutlich kleiner aus als die GF110 mit ihren 3 Milliarden Transistoren der GeForce GTX 570 und 580. Die GF114 auf der GeForce GTX 560 Ti kam im Vollausbau, also ohne deaktivierte Recheneinheiten, daher und verfügte über 384 Shader-Einheiten. Die Taktrate betrug 822 MHz, woraus sich eine Rechenleistung von 1.253 GFLOPS ergab. Verglichen mit der GeForce GTX 460 war das ein sattes Plus von nahezu 40 Prozent. Der Speicher war mit 1.024 MByte gleich groß wie bei dem Vorgänger bemessen. Die Speicherbandbreite stieg mit 128.256 MByte/s gegenüber 115.200 MByte/s ebenfalls nur marginal an. Die größere GeForce GTX 570 besaß mit 1.280 MByte GDDR5 etwas mehr Speicher, der zudem über ein größeres 320 Bit Interface angesprochen wurde. Die typische Leistungsaufnahme der GeForce GTX 560 Ti unter Last lag laut Nvidia bei 170 Watt, was zwei 6-Pin-PCIe-Stromstecker notwendig machte.
Im Test vor 15 Jahren standen drei Varianten der GeForce GTX 560 Ti. Das Referenzdesign von Nvidia bestand aus einem 23 cm langen PCB, das von einem Dual-Slot-Kühler bedeckt wurde. Auf der GPU lag ein großer Kupferblock auf, der die Abwärme mittels dreier Heatpipes an die Aluminium-Lamellen abgab. Für Frischluft sorgte ein 75 mm großer Axiallüfter. Preislich lag das Referenzdesign bei 229 Euro.
Nvidia GeForce GTX 560 Ti
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Als zweites Modell trat die GeForce GTX 560 Ti Twin Frozr II OC von MSI an. Wie der Name bereits andeutete, verfügte diese Grafikkarte über MSIs bewährten Twin-Frozr-II-Kühler mit zwei 75-mm-Axiallüftern und vier Heatpipes. Die Taktraten lagen zudem 54 MHz (GPU) respektive 115 MHz (Speicher) höher als bei dem Referenzdesign, während die unverbindliche Preisempfehlung weiterhin bei 229 Euro lag.
MSI GeForce GTX 560 TI Twin Frozr II OC
MSI GeForce GTX 560 Ti TFII OC
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Als dritter Kandidat kam die Zotac GeForce GTX 560 Ti zum Einsatz. Zotac orientierte sich an den Taktraten des Referenzdesigns, setzte dafür aber auf ein eigens entwickeltes PCB und Kühler. Das Dual-Slot-Kühlsystem verfügte über einen Kühlblock aus Kupfer, der über zwei Heatpipes mit den Aluminium-Lamellen verbunden war. Für frische Luft sorgte ein zentral platzierter 75-mm-Axiallüfter.
Zotac GeForce GTX 560 Ti
Zotac GeForce GTX 560 Ti
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Starke Leistung in den Benchmarks
In den Benchmarks machte die GeForce GTX 560 Ti eine sehr gute Figur. Ihren direkten Vorgänger, die GeForce GTX 460, hängte sie im Durchschnitt um 32 bis 37 Prozent ab. Mit der Radeon HD 6870 lag sie gleichauf, solange keine Kantenglättung verwendet wurde, falls doch, dann war die GeForce zwischen 14 und 17 Prozent schneller. Die Radeon HD 6950 war abhängig von den genauen Einstellungen etwa gleich schnell bis etwas schneller als die GeForce GTX 560 Ti – vor allem in höheren Auflösungen und mit Kantenglättung zog sie bis zu 15 Prozent davon.
Das Referenzdesign der GeForce GTX 560 Ti machte sich in den B-Noten gut. Der Schalldruckpegel unter Last lag mit 45,5 dB(A) am unteren Ende des Testfeldes und die GPU-Temperatur mit 78 °C im grünen Bereich. Die Leistungsaufnahme unter Last war der Leistung zwar angemessen, aber insgesamt etwas höher als ideal. Dafür bot die Grafikkarte üppigen Übertaktungsspielraum und Anwender konnten bis zu 14 Prozent mehr Leistung erwarten. Die beiden Partnerkarten von MSI und Zotac mussten hier gegenüber dem Referenzdesign den Kürzeren ziehen und fielen negativ mit einer schlechteren Lüftersteuerung auf.
Fazit
Insgesamt platzierte sich die GeForce GTX 560 Ti deutlich über der GeForce GTX 460, zwischen der Radeon HD 6870 und HD 6950. Vor allem die Kühlung des Referenzdesigns war ausgesprochen gelungen und gehörte zu den besten auf dem Markt. Preislich hatte es die GeForce GTX 560 Ti hingegen schwer. Mit ihrer UVP von 229 Euro war sie nur wenige Euro günstiger als eine schnellere Radeon HD 6950, die zudem einen doppelt so großen Speicher besaß. Trotz ihrer exzellenten Testergebnisse scheiterte es zum Start daher am unattraktiven Preis. Dennoch konnten Anwender mit der GeForce GTX 560 Ti abgesehen davon nichts falsch machen.
In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:
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