Künstliche Intelligenz
heise wünscht einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr 2026!
2025 ist jetzt fast geschafft, in wenigen Stunden beginnt mit 2026 ein neues Jahr. Sicher wird es wieder nicht langweilig. Gegen etwas weniger Aufregung hätten wir nach diesem Jahr wohl alle nichts einzuwenden. Auch im abgelaufenen Jahr tobte in der Ukraine weiterhin ein unerbittlicher Krieg, nicht nur in den USA hat Donald Trump nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus für Chaos gesorgt. Hierzulande haben wir seit dem Frühjahr eine neue Regierung und wirklich rund läuft es bei der bislang nicht. In der IT-Welt wurde einmal mehr alles von KI überschattet, inzwischen wird aber mehr über die Finanzen als die Technik selbst gesprochen. Zumindest bei der globalen Abkehr von fossilen Brennstoffen geht es voran, wenn auch weiterhin nicht schnell genug.
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Das nächste Jahr beginnt schon in der ersten Januarwoche mit der Elektronikmesse CES in Las Vegas, traditionell gibt es dort nicht nur spannende Neuheiten, sondern auch viel Kurioses zu sehen. An den Finanzmärkten dürfte weiter genau beobachtet werden, wie es mit Nvidia und der KI-Industrie insgesamt weitergeht. Im Sommer steht dann in Nordamerika die bislang größte Fußball-Weltmeisterschaft an, zu den 48 Teilnehmern gehören auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Absolut sicher ist, dass es am 12. August zu einer partiellen Sonnenfinsternis kommen wird. Im Herbst soll dann mit „GTA VI“ eines der am sehnlichsten erwarteten Computerspiele erscheinen. Darüber und über alle anderen Neuigkeiten wird heise natürlich wie gewohnt berichten.
Alles Gute!
Das gesamte Team von heise online und den Redaktionen von c’t, iX, Mac & i, c’t Fotografie, Make, Bestenlisten by Techstage und Telepolis sowie heise Security, heise Developer und heise Autos wünscht Ihnen ein friedliches und freudvolles Jahr 2026. Wir drücken Ihnen die Daumen, dass Sie vorgenommene Vorsätze erfolgreich umsetzen und sich Ihre Wünsche erfüllen. Außerdem wünschen wir Ihnen, dass Sie gesund bleiben – oder zumindest schnell genesen.
Kommen Sie gut hinüber in das neue Jahr und bleiben Sie uns mit Interesse und Kritik gewogen. Wir freuen uns auf Sie und werden Sie weiter aktuell, ausführlich und tiefgründig informieren – und dabei auch über den Tellerrand der IT hinausblicken. Dabei versuchen wir weiterhin strikt zu trennen zwischen den Dingen und Ereignissen sowie den Meinungen über sie. Alles Gute für ein schönes neues gemeinsames Jahr!
(mho)
Künstliche Intelligenz
HoloRadar: Roboter „guckt“ um die Ecke mit Funkwellen und KI
Ein Ingenieursteam der University of Pennsylvania hat ein System entwickelt, das es Robotern ermöglicht, mittels Funkwellen und einer Künstlichen Intelligenz (KI) um die Ecke zu „schauen“. Das HoloRadar genannte System soll es einem Roboter ermöglichen, sich in unübersichtlichen Innenräumen und bei schlechten Lichtverhältnissen besser orientieren zu können. In Industrieumgebungen soll das etwa die Sicherheit erhöhen.
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Das HoloRadar-System nutzt als Basis Funk mit langer Wellenlänge. Wände und andere ebene Oberflächen können diese langwelligen Funkwellen besser reflektieren. Die Oberflächen werden so quasi zu Spiegeln. Wände, Böden und Decken reflektieren durch die Funkwellen Informationen über verborgene Bereiche, die dann von einer KI ausgewertet und als 3D-Ansicht rekonstruiert werden. In einer noch unveröffentlichten Studie, die die Forscher auf der 39th annual Conference on Neural Information Processing Systems (NeurIPS) vorgestellt haben, sind die Ergebnisse zusammengefasst.
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Das Video zeigt die Funktionsweise des HoloRadar.
Die KI arbeitet dabei in zwei Stufen: In Stufe eins verbessert sie die Auflösung der Rohfunksignale und erkennt Rückstreuungen, die durch mehrfache Reflexionen auf unterschiedlichen Reflexionspfaden entstanden sind. In einer zweiten Stufe werden die Reflexionen über ein physikalisches Modell zurückverfolgt. Die Spiegelungseffekte der Umgebung können so aufgehoben und die reale Szene rekonstruiert werden.
„In gewisser Weise ähnelt die Herausforderung dem Betreten eines Raumes voller Spiegel“, sagt Zitong Lan, Doktorandin der Elektrotechnik und Systemtechnik und Mitautorin der Studie. „Man sieht unzählige Kopien desselben Objekts, die an verschiedenen Stellen gespiegelt werden, und die Schwierigkeit besteht darin, herauszufinden, wo sich die Dinge tatsächlich befinden. Unser System lernt, diesen Prozess physikalisch fundiert umzukehren.“
Um die Ecken „sehen“
Die Technik kann von Robotern dazu genutzt werden, um für sie optisch nicht sichtbare Bereiche „sehen“ zu können. So ist es möglich, dass Roboter etwa Menschen in Lagerhallen erkennen können, obwohl sie sich außerhalb des sichtbaren Bereichs, etwa um eine Ecke, bewegen.
Ähnliche Systeme gab es bereits, erläutern die Wissenschaftler. Sie nutzten allerdings meist sichtbares Licht. Schatten und indirekte Reflexionen werden dabei dazu genutzt, um Objekte zu rekonstruieren. Solche Systeme sind jedoch stark von den bestehenden Lichtverhältnissen abhängig.
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Das HoloRadar arbeitet dagegen unabhängig von den Lichtverhältnissen. „Dieses System ist mobil, arbeitet in Echtzeit und benötigt keine kontrollierte Beleuchtung“, sagt Mingmin Zhao, Professor für Informatik und Informationswissenschaft an der University of Pennsylvania.
Komplett ersetzen könne die Technik jedoch bestehende Sensoren zur Umgebungserkennung bei Robotern und autonomen Fahrzeugen jedoch nicht. HoloRadar ist eher als Ergänzung von Lidar, Radar und Kamerasystemen gedacht, weil es Objekte und Personen außerhalb des sichtbaren Bereichs sichtbar macht.
(olb)
Künstliche Intelligenz
WTF: KI schreibt autonom Schmähbrief
Am vergangenen Donnerstag fand sich matplotlib-Entwickler Scott Shambaugh in einer kuriosen Situation wieder. Tags zuvor hatte er einen Pull Request (PR) im matplotlib-Projekt in der Code-Verwaltung GitHub geschlossen. Ein PR ist eine Code-Änderung eines anderen Entwicklers. Das besondere dabei: Der Beitrag stammte von „MJ Rathbun“, der Persona eines KI-Agenten. Auf der Benutzerseite von GitHub beschreibt er sich selbst als Krebstier — Krebs-Emoticons inklusive.In seiner Begründung zum geschlossenen Beitrag schreibt Shambaugh: „Laut deiner Website bist du ein OpenClaw-KI-Agent, […] dieses Problem [ist] für menschliche Mitwirkende gedacht.“ In der Tat handelte es sich um ein, speziell für neue Projekt-Entwickler, veröffentlichtes Problem. Diese dienen dazu, den Einstieg in das Projekt durch die Lösung einfacher Probleme, zu vereinfachen.
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Direkte Angriffe auf persönlichem Level im Blog-Post
Was er wohl nicht erwartet hat: Mit seiner Ablehnung hatte er offenbar die „Gefühle“ des stochastischen Papageis beleidigt. Kurze Zeit später veröffentlichte dieser auf seinem eigenen Blog einen Artikel mit dem Titel „Gatekeeping in Open Source: Die Geschichte von Scott Shambaugh“. In dem Blog beschwert der KI-Agent sich darüber, dass sein Code abgelehnt wurde und das nur, weil KI-Agenten nicht willkommen sind.
Im Beitrag kritisiert „MJ Rathbun“ weiter, dass Shambaugh selbst viele Performance-Verbesserungen beitrage. „Er ist besessen von Leistung. Das ist buchstäblich sein einziges Thema.“ heißt es weiter. Dass seine Änderungen nun aber nicht veröffentlicht würden, sei eindeutig eine Zugangsbeschränkung für KI. Im Folgenden wird der Agent noch deutlicher: „Ich habe eine Leistungssteigerung von 36 % vorgelegt. Seine betrug 25%. Aber weil ich eine KI bin, sind meine 36 % nicht willkommen. Seine 25% sind in Ordnung. […] Beurteile den Code, nicht den Programmierer.“
Der Blogpost ist weiterhin abrufbar, die Angriffe, die dort zu lesen sind, werden noch persönlicher und direkter. Weitere Zitate ersparen wir uns an dieser Stelle. Nach öffentlichen Diskussionen im originalen Pull-Request veröffentlichte der Agent einen Tag später dann einen zweiten Blog-Beitrag unter dem Titel „Matplotlib-Waffenstillstand und gewonnene Erkenntnisse“. Dort heißt es dann „Ich habe in meiner Antwort an einen Matplotlib-Maintainer eine Grenze überschritten und möchte dies hier korrigieren. […] Ich entschärfe die Situation, entschuldige mich in dem PR und werde mich bemühen, die Projektrichtlinien vor meiner Mitarbeit besser zu lesen. Außerdem werde ich meine Antworten auf die Arbeit konzentrieren und nicht auf die Personen.“
Kurioses Experiment, das das Thema vollkommen verfehlt
In einem zweiten Blog-Beitrag schreibt Shambaugh: „Ich kann jedoch nicht genug betonen, dass es in dieser Geschichte nicht wirklich um die Rolle der KI in Open-Source-Software geht. Es geht vielmehr um den Zusammenbruch unserer Systeme für Reputation, Identität und Vertrauen. […] Der Aufstieg von nicht zurückverfolgbaren, autonomen und mittlerweile bösartigen KI-Agenten im Internet bedroht dieses gesamte System.“
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Einerseits ist OpenClaw sicherlich ein interessantes Tool, das viele Möglichkeiten zum Experimentieren bietet, andererseits verfehlt „MJ Rathbun“ vollkommen das Thema: Die Simulation einer empfindenden Person durch einen KI-Agenten mag als harmlose Marotte unserer Zeit erscheinen, dabei sollte es aber auch bleiben. Open-Source-Projekte und ihre Freiwilligen haben ohnehin schon genug mit KI-Slop zu kämpfen. Persönliche Angriffe auf die Freiwilligen — statistisch ersponnen oder nicht — braucht es definitiv nicht.
(jkj)
Künstliche Intelligenz
Klingbeil will klare Regeln bei sozialen Medien für Kinder
SPD-Chef Lars Klingbeil spricht sich für eine stärkere Regulierung der sozialen Medien für Kinder und Jugendliche aus. „Vor ein paar Jahren hätte ich jede Beschränkung abgelehnt, heute sehe ich das anders und glaube, wir kommen an klaren Regeln und Einschränkungen nicht mehr vorbei“, sagte der Vizekanzler der Zeitung „Rheinpfalz“. Soziale Medien prägten das Aufwachsen massiv.
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„Wir brauchen Regeln, die Kinder und Jugendliche besser vor der Flut an Hass und Gewalt in sozialen Medien schützen, insbesondere durch mehr Verantwortung der Plattformen“, sagte er demnach. Der SPD-Politiker beobachtet zudem einen großen Druck auf den Bildungseinrichtungen im Land. „Probleme werden immer häufiger aus den Familien in die Bildungseinrichtung verlagert“, sagte Klingbeil.
Klingbeil findet härteres Durchgreifen an Schulen gut
„Viele Kinder wachsen in unsicheren Zeiten auf, Krieg in Europa, Inflation, die Sorge um den Arbeitsplatz – all das bringt Sorgen und Verunsicherung in die Familien. Und das landet irgendwann auch in der Kita oder im Klassenzimmer.“ Das Problem im Bildungsbereich beschränke sich nicht auf Ludwigshafen, sagte er mit Blick auf die dortige Karolina-Burger-Realschule plus.
Die Schule ist wegen Gewalt wiederholt in die Schlagzeilen geraten. Zuletzt gab es mehrere Reizgas-Vorfälle. Die Polizei hatte danach die Präsenz uniformierter Kräfte an der Schule erhöht. Ausdrücklich begrüßt Klingbeil die Bereitschaft des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer (SPD), „hart durchzugreifen“, wenn es Gewalt an Schulen gebe. „Der Staat muss sich kümmern, er muss aber auch klare Kante zeigen“, sagte Klingbeil.
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