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Hersteller-Benchmarks: AMD Venice schlägt Nvidia Vera in eigener Testauswahl


Hersteller-Benchmarks: AMD Venice schlägt Nvidia Vera in eigener Testauswahl

Vor wenigen Wochen wählte Nvidia für erste Benchmarks der Vera-CPU selbst die Tests aus, nun setzt AMD mit eigenen Tests auf Venice dagegen. Wer da wohl gewinnen wird!? Das ist natürlich eine rein rhetorische Frage, denn wenn ein Hersteller auf einen anderen reagiert ist die Antwort bereits vorab zu 100 Prozent klar.

Die Intention von AMD, auf den neuen starken Mitbewerber im Prozessorsegment zu reagieren, ist dabei klar: Alles, was Nvidia bieten will, gibt es doch schon und wird in ganz naher Zukunft durch AMDs Zen-6-Prozessor in der Epyc-Familie nur noch deutlicher ausgebaut. Dass Venice dabei mit bis zu 256 Kerne und einer gesteigerten IPC durchaus stark wird, steht auch außer Frage, dennoch lassen Hersteller-Benchmarks stets einen gewissen „Cherry-Picked“-Geschmack. Das nun damit auf Nvidias Cherry-Picked-Tests, ausgeführt durch Phoronix, reagiert wird, entbehrt dabei natürlich auch nicht einer gewissen Ironie.

In einem Blog-Post inklusive Fußnoten zur Methodik (PDF-Dokument) zeigt AMD die kommenden Epyc-Prozessoren in jeder Lebenslage in Front. Das Gesamtergebnis sieht den 256-Kerner weit in Front, gleichzeitig zieht AMD aber auch Intels CPU mit nach oben – diese waren bei Nvidias Vorabtests noch weit abgeschlagen angezeigt worden und zogen deshalb bereits deutliche Zweifel nach sich.

AMD-Benchmarks vs. Nvidia Vera (Bild: AMD)

Im Detail beleuchtet AMD noch ein wenig mehr, wo und wie man gegen Nvidia gewinnt. Die Basis ist dabei stets ein Rack, das 100 kW als Power-Budget zur Verfügung hat. Das lässt auch gewisse Rückschlüsse auf die Steigerungen im eigenen Haus zu: Mit 33 Prozent mehr Kernen soll beispielsweise 50 Prozent mehr Leistung in SPEC herauskommen – Takt und IPC spielen hier also auch eine Rolle. In allen anderen Benchmarks ist der Vorsprung aber nicht so groß, hier sind es maximal 39 Prozent Zuwachs im eigenen Haus, was am Ende auch als Durchschnitt angegeben ist.

AMD-Benchmarks vs. Nvidia Vera (Bild: AMD)

Genau diese Angaben verdeutlichen am Ende jedoch, was von Hersteller-Benchmarks oder einer durch den Hersteller gewählten Auswahl von Tests zu halten ist: nicht viel. Sie ermöglichen lediglich in ganz gewissen Punkten eine grobe Einordnung, stehen aber nie für das komplette Produkt und manchmal nicht einmal ihr geplantes Einsatzgebiet. Das bedeutet nicht, dass die Werte falsch sind – das erlauben sich die Firmen nicht. Das Produkt arbeitet in den gewählten Tests einfach oft nur nicht da, wo es hingehört, was besonders schnell für jeden Gegenspieler gilt.

Heute bleibt als Erkenntnis zurück, dass AMD Venice sehr schnell wird, sogar der wohl schnellste Prozessor im Serversegment werden dürfte. In rund sechs Wochen wird es weitere Details geben, zum Event AMD Advancing AI 2026 dürfte der Hersteller die Produkte und mehr offiziell vorstellen.



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