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Hunderttausende Links: Wikipedia verbannt Archive.today nach Cyberangriff
Die Nachricht schlägt in der Community der Onlineenzyklopädie derzeit hohe Wellen: Die englischsprachige Wikipedia hat beschlossen, den Archivdienst Archive.today sowie alle zugehörigen Domains wie archive.is und archive.ph mit sofortiger Wirkung zu sperren. Oberflächlich wirkt das wie ein technischer Streit über die Verlinkung von Quellen. Doch bei näherem Hinsehen entpuppt sich der Schritt als handfester Digitalskandal um Rachefeldzüge, manipulierte Zeitzeugnisse und den Missbrauch von Nutzerhardware für Cyberangriffe.
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Hintergrund der Entscheidung ist ein Konflikt zwischen dem Betreiber von Archive.today und dem Blogger Jani Patokallio. Dieser hatte in seinem Webjournal Gyrovague.com über die verschleierte Identität der Hintermänner des Archivdienstes berichtet und dabei Verbindungen nach Russland sowie verschiedene Pseudonyme wie „Denis Petrov“ oder „Masha Rabinovich“ thematisiert. Die Reaktion des Betreibers von Archive.today sprengte jedoch jeden Rahmen einer üblichen Auseinandersetzung.
Gekaperte Browser für den Rachefeldzug
Wikipedia-Editoren stellten fest, dass Archive.today den Besuchern seiner Seite schädlichen Code unterjubelte. Über die Captcha-Abfragen des Dienstes wurde die Rechenkraft der ahnungslosen Nutzer gekapert, um eine Distributed-Denial-of-Service-Attacke (DDoS) gegen Patokallios Blog zu fahren. Ein solches Vorgehen verstößt fundamental gegen die Richtlinien der Wikimedia Foundation. Diese will ihre Leser nicht auf Webseiten schicken, die deren Computer für Angriffe missbrauchen.
Doch die Vorwürfe wiegen noch schwerer: Im Zuge der internen Untersuchungen entdeckten die Wikipedia-Autoren, dass Archive.today offenbar die Integrität seiner Snapshots korrumpiert hat. Beweise deuten darauf hin, dass der Betreiber gezielt Inhalte in archivierten Seiten veränderte, um Patokallio zu diskreditieren. So wurde etwa in archivierten Blogposts der Name einer anderen Person durch den Namen des verhassten Bloggers ersetzt.
Für ein Onlinelexikon, dessen Kernprinzip die Verifizierbarkeit und Belegbarkeit durch unveränderliche Quellen ist, stellen solche Vorgänge den Super-GAU dar. Wenn ein Archivdienst anfängt, die Geschichte nach eigenem Gutdünken umzuschreiben, verliert er seine Daseinsberechtigung als Referenzquelle.
Manipulation rüttelt an Wikipedias Pfeilern
In internen Diskussionen äußerten sich die Wikipedia-Editoren schockiert. Ein Archiv, das als neutraler Zeuge fungieren soll, dürfe nicht als Waffe in persönlichen Fehden eingesetzt werden. Befürworter von Archive.today hielten dagegen, der Service sei aufgrund seiner Fähigkeit, Paywalls zu umgehen, unverzichtbar. Doch dieses Argument verfing angesichts der Sicherheitsrisiken und der nachgewiesenen Manipulationen nicht mehr. Die Community kam zum Schluss, dass die Zuverlässigkeit der Quellen Vorrang vor der Bequemlichkeit beim Umgehen von Bezahlschranken hat.
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Die Dimension des Vorhabens ist gewaltig. Schätzungen zufolge finden sich auf rund 400.000 Wikipedia-Seiten mehr als 695.000 Links, die auf Archive.today verweisen. Sie sollen nun sukzessive entfernt oder durch sicherere Alternativen wie Internet Archive (archive.org) oder Ghostarchive ersetzt werden. An die Editoren ging der Appell, Links manuell zu prüfen und – sofern die Originalquelle noch online ist – den Archivlink komplett zu löschen oder auf seriöse Anbieter umzustellen. Dabei betonen die Wikipedianer ausdrücklich, dass das renommierte und in den USA ansässige Internet Archive in keiner Verbindung zu den Vorfällen rund um Archive.today steht.
Drohungen und Suche nach Alternativen
Der Fall wirft auch ein Schlaglicht auf die intransparenten Strukturen hinter vielen „Grauzonendiensten“ im Netz. Archive.today galt jahrelang als nützliches Werkzeug für Journalisten und Faktenprüfer. Doch die Identität der Betreiber blieb stets im Dunkeln. Selbst das FBI soll bereits versucht haben, über den Registrar Tucows Informationen über die Hintermänner zu erzwingen – bislang ohne Erfolg.
Die nun bekannt gewordenen Drohungen gegen Patokallio, die laut Berichten sogar die Erstellung gefälschter Dating-Profile und KI-generierter Pornografie unter seinem Namen beinhalteten, unterstreichen das aggressive Gebaren der Macher der Seite.
Für Archive.today bedeutet die Verbannung aus dem Wikipedia-Universum einen schweren Reputationsverlust. Das Onlinelexikon selbst sieht das Einschreiten als schmerzhaften, aber notwendigen Reinigungsprozess an. Die Wikimedia Foundation erklärte vor wenigen Tagen, dass sie im Zweifel auch direkt eingreifen würde, falls die ehrenamtlichen Editoren keine Einigung erzielen sollten. Sie hielt die Sicherheit der User durch die infizierten Captcha-Seiten unmittelbar bedroht. Könnte dieser Vorfall nun die Geburtsstunde eines eigenen Wikimedia-Archivdienstes sein? Blogger Patokallio hofft zumindest genau darauf, wie er Ars Technica erklärte.
(nb)
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Starlink-Sperre und Hacker-Falle: Russlands digitale Front bröckelt
Lange Zeit nutzten russische Einheiten das Starlink-Satellitensystem von SpaceX intensiv, obwohl das Unternehmen von Elon Musk den Dienst für Russland offiziell blockiert hatte. Über Drittstaaten und illegale Wege gelangten die markanten weißen Empfänger in die Hände der Invasoren. Diese verwendeten sie in den besetzten Gebieten der Ukraine, um eine stabile und abhörsichere Kommunikation zu gewährleisten und so etwa Drohnenschläge durchzuführen. Die konsequente Abschaltung der illegal genutzten Terminals Anfang Februar bringt das russische Militär jetzt jedoch in Erklärungsnot und es droht ein taktisches Desaster.
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Zwischen Beruhigungspille und Front-Realität
Offiziell gibt sich Moskau gewohnt unbeeindruckt. Der stellvertretende Verteidigungsminister Aleksej Kriworutschko betonte im russischen Fernsehen, die Deaktivierung habe keinerlei Einfluss auf die Einsatzfähigkeit. Die Kommunikation sei über eigene, geschützte Kanäle gesichert. Unter Experten und Beobachtern wird diese Aussage jedoch als reine Schutzbehauptung gewertet. Dass die Realität an der Front eine andere ist, belegen Berichte russischer Militär-Blogger, die oft über direkte Kontakte mit den Truppen verfügen. Dort sei von ernsthaften Problemen die Rede, da viele Einheiten ihre taktische Koordinierung fast vollständig auf die zuverlässige Starlink-Verbindung gestützt hatten.
Die Folgen dieser digitalen Funkstille zeigten sich schnell auf der Landkarte. Analysten des US-amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) sehen einen direkten Zusammenhang zwischen den Kommunikationsschwierigkeiten und jüngsten ukrainischen Erfolgen. In der Region Saporischschja gelang es demnach der ukrainischen Armee, durch gezielte Gegenstöße rund 300 Quadratkilometer Territorium zurückzuerobern. Ohne die gewohnte Echtzeitvernetzung durch Starlink scheint die russische Verteidigung an entscheidenden Stellen zu langsam und unkoordiniert zu reagieren.
Whitelist als scharfe Trennlinie
Die regulären ukrainischen Truppen können ihre Geräte über eine „Whitelist“ des Verteidigungsministeriums und eine Einzelfreischaltung durch SpaceX weiterhin problemlos gebrauchen. Cyber-Aktivisten, die sich für Kiew starkmachen, haben die Verzweiflung auf der Gegenseite nun für ein Husarenstück genutzt. Hacker der „256. Cyber-Sturmdivision“, einer seit der Krim-Annexion 2014 aktiven Privatinitiative, stellten den russischen Einheiten laut der Tagesschau eine Falle.
Über den Messenger Telegram gaben sich Vertreter der Online-Bürgerwehr als korrupte Helfer oder Insider aus, die gegen Bezahlung gesperrte Starlink-Terminals wieder aktivieren könnten. Russische Soldaten, die händeringend auf der Suche nach einer stabilen Leitung sind, sind angeblich in Scharen in die Falle getappt. Um die vermeintliche Freischaltung vorzubereiten, fragten die Hacker demnach sensible Daten ab – darunter die exakten Standorte der Geräte. Trotz anfänglicher Skepsis einiger Soldaten lieferten dem Bericht zufolge fast 1500 Einheiten ihre Geodaten an die vermeintlichen Dienstleister.
Tödliche Geodaten statt stabiler Verbindung
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Das Ergebnis war für die Aktivisten selbst überraschend umfangreich: Binnen einer Woche verfügten sie über ein präzises Zielverzeichnis russischer Stellungen, schreibt die Tagesschau. Dieses hätten sie umgehend an die ukrainische Artillerie weitergeleitet. Neben dem militärischen Schaden habe die Aktion einen massiven psychologischen Effekt erzielt. In abgehörten Funksprüchen sollen russische Soldaten panische Angst davor geäußert haben, ihre Starlink-Geräte überhaupt noch einzuschalten. Sie seien besorgt gewesen, damit ihr eigenes Todesurteil zu unterschreiben.
Als zusätzlichen Erfolg verbuchten die Hacker rund 6000 US-Dollar in Kryptowährungen, heißt es. Diese hätten sie den russischen Offizieren für die „Dienstleistung“ abgeknöpft und das Geld anschließend an die ukrainische Armee gespendet.
Zwar wird die russische Armee versuchen, auf alternative Kommunikationswege auszuweichen, doch Experten sind sich einig, dass diese weder die Stabilität noch die Abhörsicherheit des Satellitensystems von SpaceX erreichen. Für Moskau bedeutet der Verlust des Starlink-Zugangs nicht nur eine technische Schwächung. Dazu kommt das indirekte Eingeständnis, dass die eigene militärische Infrastruktur den Anforderungen eines hochmodernen vernetzten Krieges ohne westliche Technologie kaum gewachsen ist.
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(nie)
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Linux-Systemhärtung mit Lynis | heise online
Aufwendige Audits mit umfangreichen Prüfobjekten sind Teil jeder guten Sicherheitsstrategie. Ohne Unterstützung durch Tools sind größere Audits kaum zu leisten. Das Sicherheitsauditing-Werkzeug Lynis ermöglicht ein softwaregestütztes Audit, Systemhärtung sowie die Überprüfung auf Compliance auf Linux-Systemen. Als freie Software (GPLv3) erlaubt Lynis einen direkten Einstieg sowie das Konfigurieren gemäß den eigenen Bedürfnissen. Es basiert auf Shellskripten, was das Nachvollziehen und selbstständige Erweitern der Funktionalität erleichtert.
Das Tool ist dabei vergleichbar mit dem CIS-Benchmark Assessor: Eine vorkonfigurierbare Menge an Testfällen lässt sich gegen ein System prüfen und basierend darauf gibt das System einen Bericht aus, der eine Einschätzung zum Härtungsgrad erlaubt. Darüber hinaus können Nutzerinnen und Nutzer daraus Maßnahmen entnehmen, die die Sicherheit des Systems verbessern. Hinter dem Tool steht das Unternehmen CISOfy, das kommerziellen Support anbietet. Die Entwicklung ist öffentlich in einem Git-Repository dokumentiert.
- Lynis unterstützt als Open-Source-Tool bei Systemhärtung, Auditierung und Complianceprüfungen und ist flexibel an die eigene Umgebung anpassbar.
- Durch den modularen Aufbau und frei erweiterbare Tests lässt sich das Tool individuell konfigurieren und in bestehende Prozesse integrieren.
- Mit der Enterprise-Variante skaliert Lynis vom Einzelsystem bis zur gesamten Unternehmensstruktur und unterstützt CISO-Prozesse durch zentrale Ergebnisaufbereitung.
Lynis installieren
Eine Installation über den Paketmanager ist für die gängigen Distributionen verfügbar, die Pakete sind aber teilweise veraltet. Für aktuelle Versionen lässt sich das Git-Repository direkt klonen. Die Auswahl eines Release über git checkout gewährleistet die Stabilität des Programms. Lynis ist so aufgebaut, dass es ohne weitere externe Abhängigkeiten auskommt. Innerhalb weniger Minuten kann die Untersuchung eines Systems beginnen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Linux-Systemhärtung mit Lynis“.
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GitLab 18.9: Eigene KI-Modelle und KI-gestützte Sicherheitsfeatures
Nachdem GitLab seine Duo Agent Platform zum Jahresbeginn allgemein verfügbar gemacht hatte – inklusive Agentic Chat, Planner Agent und Security Analyst Agent –, legt das Unternehmen mit dem Release GitLab 18.9 nach. Die Neuerungen konzentrieren sich unter anderem auf die Anbindung eigener KI-Modelle, einen umfangreichen Ausbau der Sicherheitswerkzeuge und die Lieferung eines von Entwicklerinnen und Entwicklern lang gewünschten Features: Project-level Epics.
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Eigene KI-Modelle per Token-Authentifizierung anbinden
Unter dem Motto Bring Your Own Key (BYOK) führt GitLab in einem ersten Schritt die Möglichkeit ein, unternehmenseigene KI-Modell-Abonnements über das GitLab AI Gateway zu nutzen. Unternehmen sollen damit bestehende Verträge mit KI-Anbietern weiterhin nutzen können, während sie gleichzeitig Zugriff auf die agentischen Workflow-Funktionen der Duo Agent Platform erhalten. Die Anbindung erfolgt über tokenbasierte Authentifizierung. Das Feature baut auf der Self-Hosted-Option der Duo Agent Platform und der Modellauswahl aus früheren Releases auf.
Ebenfalls erweitert wird der Agentic Chat: Er soll künftig Datei-Uploads und Web-Inhalte als vollwertigen Kontext verarbeiten können. Teams könnten damit Logs, Spezifikationen und Dokumentationen direkt in Agenten-Konversationen einbringen, ohne zwischen externen Dokumenten und GitLab wechseln zu müssen. Laut Ankündigung soll damit ein Schritt weg von rein Repository-basiertem Reasoning hin zu quellenübergreifender Fehleranalyse und Planung gelingen.
KI gegen Fehlalarme und für automatische Schwachstellenbehebung
In puncto Sicherheit setzt GitLab verstärkt auf KI-Hilfe. Eine neue Funktion zur KI-gestützten False-Positive-Erkennung soll Befunde der Secrets-Erkennung analysieren, bevor sie Entwicklerinnen und Entwickler erreichen. Laut GitLab identifiziert das System Test-Credentials, Beispielwerte und Platzhalter-Secrets und liefert dabei Erklärungen sowie Konfidenzwerte. Validierte Fehlalarme sollen sich per Bulk-Dismiss verwerfen lassen. GitLab betont, dass Präzisions- und Recall-Metriken erhoben werden, um die Erkennungsgenauigkeit kontinuierlich zu verbessern.
Die agentenbasierte Massenbereinigung von Schwachstellen geht einen Schritt weiter: Wenn dasselbe Verwundbarkeitsmuster an mehreren Stellen im Code auftritt, soll das System verwandte Befunde nach gemeinsamer Ursache gruppieren und konsolidierte Merge Requests (MR) erzeugen. Damit will GitLab auch der „Review-Müdigkeit“ entgegenwirken, die auftreten kann, wenn für jede einzelne Instanz ein separater MR erstellt wird. Die Funktion baut auf dem bestehenden SAST-Resolution-Flow auf.
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Ergänzend dazu erweitert GitLab die automatische Behebung durch Dependency Bumping: Die Auto-Remediation soll konfigurierbare Schweregrade von LOW bis CRITICAL unterstützen und die Wahl zwischen Major-, Minor- und Patch-Versionssprüngen ermöglichen. Betroffene Abhängigkeiten lassen sich dann wahlweise in gruppierten oder einzelnen Merge Requests aktualisieren.
Schwachstellenmanagement über den Default-Branch hinaus
Eine laut GitLab häufig geforderte Funktion ist das Tracking von Schwachstellen auf Nicht-Default-Branches. Bisher erfasst die Plattform Verwundbarkeiten ausschließlich auf dem Default-Branch, was Organisationen mit langlebigen Release-Branches keine Sicht auf die Sicherheitslage ihres produktiven Codes bietet. Künftig sollen Teams konfigurieren können, welche Branches für das Schwachstellenmanagement verfolgt werden. Statusänderungen lassen sich lokal auf einzelne Branches oder global anwenden, und der Vulnerability Report erhält Branch-bezogene Filter.
Diese Branch-Awareness soll sich auch auf das Security-Dashboard und die Software Bill of Materials (SBOM) erstrecken: Schwachstellentrends, Abhängigkeitslisten und SBOM-Exporte – in den Formaten CycloneDX, JSON und SPDX – sollen künftig branch-spezifisch abrufbar sein.
Risikobasierte Richtlinien und neue Sicherheitsrolle
GitLab erweitert die Merge-Request-Genehmigungsrichtlinien um KEV- und EPSS-Filter. KEV (Known Exploited Vulnerabilities) und EPSS (Exploit Prediction Scoring System) eröffnen die Möglichkeit, Genehmigungspflichten nicht mehr allein am CVSS-Schweregrad festzumachen, sondern an der tatsächlichen Ausnutzbarkeit einer Schwachstelle. Sicherheitsteams können damit künftig Richtlinien formulieren, wie „Merge blockieren, wenn eine Abhängigkeit einen bekannten Exploit aufweist“.
Mit der neuen Security-Manager-Rolle adressiert GitLab ein Berechtigungsproblem: Bisher benötigten Sicherheitsteams Developer- oder Maintainer-Zugang für das Schwachstellenmanagement und erhielten damit weit mehr Rechte als nötig. Die neue Rolle erbt vom Reporter und ergänzt sicherheitsspezifische Berechtigungen – laut GitLab ein nicht-hierarchisches Modell, das die lineare Guest-to-Owner-Vererbung durchbricht.
CI/CD, DORA-Metriken und Project-level Epics
Für die CI/CD-Pipeline stehen nun Job-Inputs für manuelle Pipeline-Jobs parat. Bisher existieren Inputs nur auf Pipeline-Ebene; wenn sich die Parameter für einzelne manuelle Jobs ändern, ist ein vollständiger Pipeline-Neustart nötig. Künftig sollen individuelle Job-Parameter konfigurierbar sein, auch basierend auf Ergebnissen vorheriger Jobs. GitLab hofft, mit dieser Neuerung insbesondere Teams, die von Jenkins wechseln möchten, die Migration zu erleichtern.
Die DORA-4-Metrics-API soll eine vollständige Abdeckung aller vier DORA-Metriken – Deployment Frequency, Lead Time for Changes, Change Failure Rate und Time to Restore Service – bieten. So sollen Entwicklerinnen und Entwickler programmatischen Zugriff für Dashboards, Executive Reporting und automatisiertes Alerting ohne Abhängigkeit von der GitLab-Oberfläche erhalten.
Mit Project-level Epics liefert GitLab eine der meistgewünschten Funktionen aus. Bisher sind Epics ausschließlich auf Gruppenebene verfügbar, was Teams laut GitLab dazu zwingt, unnötige Untergruppen anzulegen oder Milestones zweckzuentfremden. Künftig sollen Epics im Premium-Tier auch auf Projektebene nutzbar sein, inklusive Roadmap-, Board- und View-Unterstützung. GitLab beschreibt dies als dokumentierten Blocker für Migrationen.
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Einen vollständigen Überblick aller Änderungen sowie mehr Details zu den einzelnen Aspekten in GitLab 18.9 liefern der Blogbeitrag sowie die Release Notes.
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