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Identitätsdienst-Anbieter Verimi stellt Betrieb zum Jahresende ein


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Der Berliner Identitätsdienst Verimi zieht sich bis Ende 2026 aus dem Markt zurück. Das teilte das Unternehmen mit. „Die Gesellschafter der Verimi GmbH haben beschlossen, den Geschäftsbetrieb des Unternehmens zum Ende des Jahres 2026 einzustellen“, heißt es von Verimi, das eigenen Angaben zufolge profitabel gearbeitet hat: „Verimi beschäftigt aktuell rund 80 Mitarbeitende am Standort Berlin, erreichte im Jahr 2024 die Gewinnschwelle und operiert seither profitabel“. Ausschlaggebend seien veränderte strategische Rahmenbedingungen.

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Verimi, das in der Vergangenheit wegen Sicherheitsproblemen in der Kritik war, begründet das Einstellen des Geschäftsbetriebs unter anderem mit der novellierten eIDAS-Verordnung, mit der die europäische EUDI-Wallet eingeführt wird. Die Umsetzung der EUDI-Wallet für Deutschland erfolgt unter Leitung der staatlichen Agentur für Sprunginnovationen (Sprind). Als einen weiteren Grund nennt Verimi neue regulatorische Vorgaben wie die europäische Geldwäscheverordnung (AMLR). Die Gesellschafter hätten vor diesem Hintergrund die Erfolgsaussichten des Unternehmens im Markt für digitale Identitäten neu bewertet.

Verimi war 2018 als Gemeinschaftsunternehmen mehrerer deutscher Konzerne gestartet und gehörte zu den ersten Anbietern einer digitalen Identitäts-Wallet in Deutschland. Nutzer konnten dort Identitätsdaten, etwa aus dem Personalausweis, hinterlegen und sich damit bei Banken, Versicherungen oder Mobilitätsanbietern online identifizieren. Im Laufe der Jahre baute das Unternehmen sein Angebot um Identifizierungsverfahren, digitale Signaturen und Identitätslösungen für Geschäftskunden aus.

Eine wichtige Rolle spielte Verimi auch im Gesundheitswesen. Gemeinsam mit T-Systems entwickelte das Unternehmen die GesundheitsID für mehrere gesetzliche Krankenkassen. 2024 erhielt das Konsortium auch den Zuschlag der AOK. Zuvor hatte das Unternehmen einen Auftrag der Barmer gewonnen. Verimi kündigt an, alle Leistungen bis Ende 2026 unverändert fortzuführen.

„Diese Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht“, erklärte Aufsichtsratschef Stefan Imme. Angesichts der neuen strategischen Rahmenbedingungen sei sie jedoch der richtige Schritt. Zugleich würdigte er die Arbeit des Teams, das Verimi in den vergangenen acht Jahren zu einem Pionier für digitale Identitäten in Deutschland gemacht habe.


(mack)



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