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Im Test vor 15 Jahren: SSDs von Crucial, OCZ und Extremememory im Duell

Im Test vor 15 Jahren standen drei SSDs von Crucial, OCZ und Extremememory (Test). Obwohl die SSDs in theoretischen Tests ganz klar unterschiedlich schnell waren, gab es in Praxistests nahezu keine messbaren und vor allem keine spürbaren Unterschiede.
Viel Speicher für viel Leistung
Alle drei Testmodelle waren mit 240 bis 256 GByte Flash-Speicher ausgestattet. Für Anwender war das nicht nur aufgrund der Kapazität attraktiv, die größeren Modelle arbeiteten prinzipiell schneller als die gleichen SSDs mit weniger Speicherplatz. Die technischen Spezifikationen der Crucial M4 machten das deutlich.
Während die maximale (sequentielle) Leserate bei allen vier Größen identisch war, stieg die maximale Schreibrate von 95 MByte/s auf mit 260 MByte/s mehr als das Doppelte an. Das gleiche Bild zeichnete sich bei den IOPS unter Schreiblast ab. Zudem spezifizierte der Hersteller die SSDs mit mehr als 64 GByte Kapazität mit der doppelten Lebensdauer von 72 TByte Schreibvolumen.
Die Crucial M4 setzte als Nachfolger der beliebten und sehr guten Crucial C300 auf Marvells 88SS9174-BLD2 als Controller, während die C300 auf den BJP2 mit der gleichen Hauptbezeichnung setzte. Bei der OCZ Agility 3 kam hingegen ein SandForce SF-2281 als Controller mit asynchronem ONFI-NAND zum Einsatz. Das dritte Modell im Test stammte vom deutschen Hersteller Extremememory und hörte auf den Namen XLR8 Express. Dieses Modell setzte ebenso wie die OCZ Agility 3 auf einen SandForce SF-2281, verfügte aber über synchronen ONFI-NAND-Speicher von Micron. OCZ setzte den gleichen Speicher in dem Premiummodell Vertex 3 Max IOPS ein.
Theorie und Praxis
In den theoretischen Tests zeigten sich starke Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen. Die XLR8 Express übernahm sowohl in AS SSD als auch in ATTO klar die Führung. Die OCZ Agility 3 war trotz des gleichen Controllers deutlich abgeschlagen in AS SSD. Der schnellere NAND-Speicher der XLR8 Express machte sich in den Tests deutlich bemerkbar. In ATTO waren die Unterschiede hingegen verschwindend klein und beide Modelle nahezu ebenbürtig. Die Crucial M4 gab hingegen ein gemischtes Bild ab, wobei sie manchmal schneller und gelegentlich langsamer als der Vorgänger war. Im direkten Vergleich mit den beiden SandForce-Modellen lag sie vor allem bei den sequentiellen Transferraten zurück.
Während die theoretischen Tests klare Vor- und Nachteile für die Modelle ergaben, sah das in praktischen Tests ganz anders aus. Der Bootvorgang lief bei allen Modellen quasi identisch schnell ab. Das gleiche Bild zeichnete sich bei Anwendungsstarts ab, die nur wenige Prozent schneller abliefen. Beim Entpacken zeigten sich die ersten wahrnehmbaren Leistungsunterschiede zwischen den Modellen, die auf die maximale Transferrate zurückzuführen waren. Die XLR8 Express war hier immerhin über 30 Prozent schneller als die OCZ Agility 3. Beim Installieren von Programmen und einem Antivirus-Check war der Leistungsvorteil der schnelleren Modelle wieder eher mess- als spürbarer Natur.
Preislich lagen die Modelle weit auseinander. Wer die beste Leistung wollte, der fand sie zu hohem Preis bei der XLR8 Express und der Vertex 3. Für preisbewusste Anwender war die Crucial C300 die beste Wahl, die allerdings nicht mehr verfügbar war und durch die M4 ersetzt wurde. Die Agility 3 war nur wenig teurer als die M4 und lieferte eine bessere Leistung ab, vor allem mit einem potenziell leicht fallenden Preis war sie attraktiv.
Fazit
Die XLR8 Express war unangefochten die schnellste SSD im Test. Dafür waren die Mehrkosten erheblich und die Vorteile in der Praxis meist verschwindend gering. Für die hohe Leistung erhielt die XLR8 Express eine Empfehlung, aber generell waren Anwender mit einer günstigeren Alternative wie der Crucial M4 oder OCZ Agility 3 ebenfalls gut beraten.
In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:
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