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Industrie & Handel muss nicht dröge sein: Scholz & Friends erneuert die IHK › PAGE online


Wirtschaft und Handel? Das ist keineswegs das Erste, was einem zu Berlin einfällt. Politik klar, Party – und auch Start-ups. Und da ist man schon bei der IHK, dem größten Wirtschaftsnetzwerk der Stadt. Dass es dennoch wenig bekannt ist, will Scholz&Friends jetzt ändern und startete dabei ganz Berlin-like.

»WTF Is IHK?« Ist das die Abkürzung für Initiative Hardcore Karaoke? Igel-Helfer Kommando? Internet Humor Kommitte?

Diese Finten plakatierte Scholz & Friends im Mai in Berliner Kiezen, in denen besonders viele Unternehmen angesiedelt sind – und in den Social Media.

Saßen welche der 330.000 Unternehmen, die von der Berliner Industrie- und Handelskammer gerade vertreten werden, in der Nachbarschaft, wussten sie natürlich, wer sich hinter der IHK verbarg. Oder sie gerieten vielleicht dennoch so ins Grübeln wie der Rest der Anwohner:innen.

Denn obwohl die IHK das größte Wirtschaftsnetzwerk der Stadt ist, ist ihr umfassendes Angebot vielen Unternehmer:innen noch wenig bekannt. Und auch nicht Start-ups, die von der IHK maßgeblich unterstützt werden.

Das soll sich jetzt mit einem neuen Markenauftritt und einer mehrstufigen Imagekampagne ändern, die Scholz & Friends entwickelte.

Berliner Unternehmen für die IHK

»Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft« heißt der neue Claim, der an die Partnerschaften in Sport und Kultur erinnert, die vieles überhaupt erst ermöglichen.

Und es ist ein kluger Schachzug auf zurückzugreifen, was als Begriff so etabliert und positiv besetzt ist.

Denn was vielen nicht bewusst sei: dass die IHK für ihre Mitglieder »politisches Sprachrohr, Gründungs-Coach, Fördermittel-Lotsin, Bürokratiedschungel-Guide, Ausbildungs-Scout und vieles mehr ist«, heißt es von den Kreativen.

Die neue Kampagne, die heute startet, soll zeigen, dass es sich lohnt, dabei zu sein. Und sie setzt dabei auf zehn Berliner Unternehmer:innen, die das breite Leistungsangebot nahbar machen.

Zu ihnen gehören Phornphilai und Michael Näckel, die in Berlin mehrere »Papaya«-Restaturants betreiben. Matthias Krinke von pi4_robotics ist dabei, Tina Brack von The Western Grand Berlin und auch Ali A-Hakim von Boreal Light, einem Start-up für erneuerbaren Energien, das immer wieder in Kriegsgebieten wie in der Ukraine und auch in Gaza hilft.

Nah an den Problemen dran

Als Markenbotschafter:innen erzählen die zehn Unternehmer:innen, wie die IHK sie unterstützt – und das ist ganz lebensnah und wird mit augenzwinkernden Headlines unterstützt:

»Du hast 24/7 offen, aber das Amt nur dienstags 9 bis 12?« oder »Deine Azubis wollen lieber Influencer werden?« sind diese überschrieben.

Und die Kampagne wird weiträumig verbreitet. Ab heute wird sie in der ganzen Stadt plakatiert, wird rund um Berliner Wirtschafts- und IHK-Events und in digitalen Kanälen zu sehen sein. Es gibt Display-Werbung in Wirtschaftsmedien, Podcast-Spots und Social-Paid-Kampagnen auf LinkedIn und Meta.

Gleichzeitig ist sie mit einem weiterentwickelten Corporate Design der IHK versehen, das im Gegensatz zum Kampagnen-Ton etwas braver wirkt.

Rebrush, der nach vorne zieht

Im Mittelpunkt des überarbeiteten Corporate Design steht der Berliner Bär, der mit klaren Kanten und einem tatkräftigen Blick nach vorne versehen wurde.

Das IHK-Blau wurde mit einem Orange ergänzt, der Farbverlauf mit einer Körnung versehen, die das raue, authentische Berlin symbolisiert und gleichzeitig auch für die vielen Unternehmen der Stadt, die sich so zu einem großen Ganzen fügen.

Zudem wurde aus dem Logo ein flexibler »Identitätsbogen« abgeleitet, der sich durch Erscheinungsbild und Kampagne zieht und den Drang nach vorne symbolisiert.

Was sich in der Gestaltung aber mitreißend abhebt, ist die Schrift, deren R und K mit einem Schwung versehen ist und einen sozusagen in die richtige Richtung kickt.



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