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Initiative „Recht gegen Rechts“: Laut gegen Nazis e. V. sichert sich erneut Markenrechte an Neonazi-Code


Der Merch von Laut gegen Nazis e. V. deutet Nazi-Codes bewusst um, um sie aus ihrem rechten Kontext zu drängen.

Die Verbreitung von Code-Begriffen der Neonazi-Szene und die Normalisierung rechten Gedankenguts stoppen – das ist das Ziel der Initiative „Recht gegen Rechts“ von Laut gegen Nazis e. V. und Jung von Matt. Jetzt konnte sich der Verein die Markenrechte am Nazi-Code „ESSESS“ sichern.

Codes werden in der Neonazi-Szene häufig als Wiedererkennungszeichen verwendet, oder um strafrechtlich verbotene Inhalte zu verschlüsseln. U

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Das Smartphone fürs Grobe: Das sind die neuen Kampagnen fürs iPhone 17 und die Apple Watch


Zum Glück kratzfest: Das iPhone 17 muss im aktuellen TV-Spot von Apple einiges aushalten

Verhandlungen können aufreibend sein, vor allem wenn eine Scheidung bevorsteht. Dann liegen die Parteien oft so weit auseinander, dass sich die Kluft schwer überbrücken lässt – und wenn, dann nur mit einer gehörigen Portion Robustheit. Apple glaubt, die  perfekte Ausrüstung für Streithähne gefunden zu haben.

Apple setzt in seiner neuen Werbekampagne für das iPhone 17 auf ein Setting, das sehr an die Stippvisiten ausländischer Staatsgäste bei Wladimir Putin während der Corona-Pandemie erinnert. Wie einst der coronabedingt auf Abstand bedachte russische Präsident und seine Besucher sitzen sich die Parteien in dem Werbefilm an einem ultralangen Tisch gegenüber. Sie trennen Welten – und zwar nicht nur räumlich, sondern auch in der Sache. Denn es geht ums Ganze. Die inzwischen verfeindeten Eheleute versuchen jeweils mit ihren Anwälten, das Beste für sich herauszuholen. Da ist kein Platz für Kompromisse. 

Dass es bei so großer Distanz überhaupt zu einem Austausch der Positionen kommt, das haben die Streithähne in der Werbezählung von Apple dem neuen iPhone 17 zu verdanken. Denn die Modelle iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max sind mit einem sogenannten „Ceramic Shield 2“ ausgestattet. Damit hat Apple nach eigenen Angaben die Kratzfestigkeit auf der Vorderseite der Smartphones um den Faktor 3 erhöht. Zudem wurde das Ceramic Shield erstmals auch auf der Rückseite des iPhone verbaut, die damit ebenfalls geschützt ist. 
Zu einem Happy End im Sinne einer Einigung der Eheleute kommt es in dem Werbespot allerdings nicht. Denn das auf dem iPhone unterbreitete Angebot des Ehemanns, das seine Gattin nach einer gefühlt unendlich langen Schlitterreise über den Tisch erreicht, wird prompt empört zurückgewiesen. „Keine Chance“, sagt sie, woraufhin ihr Anwalt das iPhone auf demselben unsanften Weg zurück zu seinem Eigentümer schlittert. Für alle Apple-Jünger, denen sich beim Anblick der unsachgemäßen Handhabung des Geräts die Nackenhaare aufstellen, hat Apple freilich noch eine beruhigende Werbebotschaft auf Lager. „Relax, it´s an iPhone“, heißt es am Ende des Spots.
Die Kratzfestigkeit ist freilich nicht das einzige Features des iPhone 17, das Apple derzeit bewirbt. Neben dem Slide-Commercial, das wohl wieder von Stammagentur TBWA\Media Arts Lab, Los Angeles, entwickelt wurde und hierzulande auf Privatsendern wie RTL und Pro Sieben zu sehen ist, trommelt der Konzern in weiteren TV-Spots für den leistungsstarken A19 Pro Chip.
Überaus aufmerkamkeitsstark sind auch die neuen TV-Spots für die Fitness-Funktion der Apple Watch. In den Werbefilmen werden die Hauptdarsteller von Visionen heimgesucht, die sich als echte Herausforderung entpuppen. Denn während des schweißtreibenden Trainings werden sie von den Dingen verfolgt, die sie sich in diesem Moment zwar am sehnlichsten wünschen, aber unerreichbar sind – Betten und Sofas.



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Drogeriemarkt: DM liefert mit eigenen Mitarbeitern einen bewegenden Dove-Moment


dm wirbt mit den eigenen Mitarbeitern

Mütter und junge Familien sind zwei der wichtigsten Zielgruppen von DM. Jetzt zeigt das Karlsruher Drogerieunternehmen in einer Social-Media-Kampagne, wie wichtig ihre Themen den eigenen Mitarbeitern sind. Die von Wongdoody kreierte Kampagne erinnert wohl nicht ganz zufällig an die Haltungskampagnen von Dove.

Wer einmal eine DM-Filiale besucht hat, weiß: Neben Wellness, Bio und Beauty sind Produkte rund um das Kind eine der stärksten – und

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Claude bleibt werbefrei: Anthropic attackiert OpenAI


Deshalb werden User auch künftig keine gesponserten Links im Chat sehen und auch die Konversationen sollen in keiner Weise durch Advertiser oder Dritten beeinflusst werden. Damit möchte sich das KI-Unternehmen von Erfahrungen in Social Media und klassischen Suchmaschinen absetzen, wo User bereits an die Mischung aus gesponserten und organischen Inhalten gewöhnt seien. Vielmehr strebe man an, mit Claude eine Kreations- und Arbeitsumgebung zu schaffen, die an klassische Werkzeuge und Kontexte der nicht-digitalen Welt erinnert:

Our experience of using the internet has made it easy to assume that advertising on the products we use is inevitable. But open a notebook, pick up a well-crafted tool, or stand in front of a clean chalkboard, and there are no ads in sight.

Anthropic möchte sich aber ebenfalls von der Konkurrenz absetzen, die entschieden hat, Ads in KI-Konversationen zu integrieren. Das ist zum einen Google, da der Suchmaschinenprimus längst Werbung in AI Overviews und ebenso im AI Mode – neuerdings mit exklusiven Angeboten für User – integriert. Zum anderen ist damit OpenAI gemeint. Denn OpenAI hat kürzlich den Start von Ads auf ChatGPT bekanntgegeben. Diese Ads sollen zunächst nach Impressions abgerechnet werden und nach Angaben von The Infor,ation 60 US-Dollar pro 1.000 Views kosten. Erste Test-Advertiser sollen mindestens 200.000 US-Dollar an Ausgaben bewilligen, wie OpenAI gegenüber Adweek bestätigte.

Was die Ads brisant macht und wie Sam Altman reagiert

Genau diese Werbeintegration lehnt Anthropic nicht nur ab, das Unternehmen führt sie mit den neuen Ads sogar ad absurdum. In zwei Video-Ads können die Zuschauer:innen zugespitzt zwei mögliche Konversationsthemen mit einer KI verfolgen, die mit Schauspieler:innen personifiziert werden. Wir sehen einen jungen Mann, der einen gut trainierten Sportler um Rat für ein Sixpack bittet, dann aber anstelle eines idealen Trainingsplans mit einer Werbung und Discount-Option konfrontiert wird und perplex erscheint.

Dann gibt es ein Video, in dem ein Mann in einem Therapie-Setting über die Kommunikation mit seiner Mutter sprechen möchte, ehe er von einer Frau über Dating-Optionen für Frauen im gehobenen Alter informiert wird.

Beide Ads sind mit dem Slogan untermalt: „Ads are coming to AI. But not to Claude.“ Der Hinweis auf Werbung im KI-Kontext geht ganz klar in Richtung OpenAI, selbst wenn Google, Perplexity, Microsoft und Co. ebenfalls AI-Werbung integrieren. Das lässt sich daran ablesen, dass OpenAIs CEO Sam Altman mit einem langen Post auf X auf diese Werbung reagiert hat. Altman schreibt, er habe die Ads lustig gefunden und gelacht. Zugleich kritisiert er aber, dass diese Darstellung von Werbung in einem KI-Chat überzogen, ja „unehrlich“ sei.

[…] Our most important principle for ads says that we won’t do exactly this; we would obviously never run ads in the way Anthropic depicts them. We are not stupid and we know our users would reject that.

Tatsächlich gibt OpenAI an, mit Werbung zunächst keine Gespräche direkt zu beeinflussen, sondern nur ergänzende Links am Fuß der Ergebnisse auf ChatGPT anzubieten. Dabei sollen sensible Themen ausgespart werden – wie etwa jenes, bei dem es um therapeutische Hilfe für die Kommunikation in der Familie geht. Außerdem wagt Altman im Post einen Gegenangriff und schreibt, es sei typisch für Anthropic, auf „Doppelzüngigkeit“ zu setzen, um mit einer irreführenden Ad auf hypothetische irreführende Ads hinzuweisen. Im Super Bowl aber hätte er es nicht erwartet. OpenAI selbst werde beim Super Bowl für Developer und Builder werben, die man mit der neuen Codex App bereits erfreut. Überdies sei es das Ziel des Unternehmens, KI-Lösungen für möglichst viele Menschen, auch kostenlos, anzubieten und nicht das Feld „einem autoritären Unternehmen“ zu überlassen – womöglich spielt er auf Google an. Auch Anthropic kritisiert er nochmals und schreibt, das Unternehmen biete ein „teures Produkt für reiche Leute“.

Besonders brisant ist im Zusammenhang dieser digitalen Auseinandersetzung nicht zuletzt, dass Anthropics CEO Dario Amodei einst als Forschungsdirektor bei OpenAI tätig war. Im KI-Wettbewerb 2026 müssen sich beide Unternehmen vor allem gegen Google behaupten. Anthropic aber wird gerade im Bereich Coding von vielen Usern geschätzt und bietet immer wieder neue Lösungen wie Claude Cowork und neuerdings eine Claude Agents SDK-Integration in Apples Xcode an. Die Spekulationen um den Start des Modells Claude 5 heizen den Markt zudem weiter an; einen Markt, in dem Unternehmen mithilfe von Werbung viel Geld umsetzen können. Aber nicht in Claude.


Im Browser, mit Ordnern, im Arbeitsalltag:

Claude Cowork übernimmt deine Aufgaben

Laptop auf einem Schreibtisch, Logo von Anthropic ist darauf zu sehen
© Anthropic (Änderungen vorgenommen via Canva)





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