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Instagram-Studie 2026: Diese Formate dominieren
Über 24 Millionen analysierte Beiträge zeigen: Instagram gewinnt an Views und Interaktionen, doch die zugrunde liegenden Formate unterscheiden sich deutlich. Gerade ein altbekanntes Format verliert an Relevanz.
Mit weit mehr als drei Milliarden monatlich aktiven Usern ist und bleibt Instagram eine der populärsten Social-Media-Plattformen überhaupt. Für Creator, Brands, aber auch Advertiser gehört sie seit Jahren zum Content-Mix. Und seit Jahren fragen sich diese Gruppen, was auf Instagram am besten funktioniert. Um darauf datenbasierte Antworten liefern zu können, hat das Analyseunternehmen Metricool eine Instagram-Studie für 2026 veröffentlicht. Dafür hat Metricool weltweit insgesamt 24.364.803 Posts von 375.118 Accounts mit unterschiedlicher Größe und aus unterschiedlichen Branchen untersucht. Im Fokus der Analyse aus den Monaten Januar und Februar 2025 sowie Januar und Februar 2026 standen Beiträge, Karussell-Posts, Reels und Stories. Während Instagram im Jahr 2026 ein klares Plus bei Views und Interaktionen aufweist, müssen Creator besonders darauf achten, welche Formate sie nutzen. Denn nicht alle versprechen eine gute Performance.
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Mehr Views und Interaktionen: Klare Zuwächse bei Reels und Karussell-Posts
Metricools neue Instagram-Analyse zeigt, dass die Plattform 2026 ein klares Plus bei den Views verzeichnen konnte. 26,6 Prozent mehr waren es im Vergleich zum Vorjahr. Seit 2024 sind Views auf Instagram die Metrik für alle Formate, getrieben auch vom Wachstum der Reels. Die Views werden durch vielfältige Interaktionsformen unterstützt. Das Team gibt in der Analyse beispielhaft das Öffnen weitergeleiteter Memes, das erneute Öffnen gespeicherter Rezepte und geteilte Reels an. So steht auch für die Interaktionen 2026 ein Plus von 19,3 Prozent zu Buche. Doch wer die Aufmerksamkeit auf die eigenen Inhalte und Themen lenken möchte, sollte bei der Wahl der Formate genau aufpassen. Nach Daten aus der Analyse sind Reels und Karussell-Posts besonders vielversprechend, Beiträge mit Einzelbildern aber nicht mehr.
Die Einzelbild-Posts haben 2026 knapp 22 Prozent Reichweite und über 25 Prozent bei den Interaktionsraten eingebüßt. Auch die Engagement Rate liegt mit 1,99 Prozent hinter jener von Karussell-Posts (3,08 Prozent) und Reels (4,30 Prozent). Trotzdem sind 2026 knapp zwölf Prozent mehr Einzelbild-Posts erstellt worden, was auch zu rund 33 Prozent mehr Aufrufen geführt hat.
Dagegen haben Karussell-Posts mehr zu bieten, wenn es um nützliche Interaktionen geht. Laut Metricool erzielen sie neunmal mehr Saves als Bildbeiträge – und die gelten längst als wichtige Metrik. Instagram-Chef Adam Mosseri hat mehrfach betont, dass Reichweite allein nicht zentral ist, sondern dass Interaktionen wie Saves, Shares und Co. den Algorithmus über Relevanz informieren. Die Karusselle bieten im Vergleich zu Einzelbild-Posts in beinahe allen Messgrößen Vorteile, etwa bei der Reichweite, bei Views, Shares, Likes und Kommentaren. Dennoch liegt das Format bei den Beträgen pro Woche deutlich hinter Einzelbild-Posts. Womöglich, weil letztere schnell erstellt sind.
Doch Creatorn gehen Potentiale verloren, wenn sie nicht auf die Karusselle setzen. Denn diese haben noch mehr Reichweiten- und Interaktionschancen zu bieten. Die Integration von Musik beispielsweise qualifiziert sie für die Ausspielung im Reels Feed, wo sie noch mehr Aufmerksamkeit erlangen können. Zudem können Creator jetzt pro Slide im Karussell eine dedizierte Caption erstellen, um noch besser visuelles Storytelling zu betreiben. Erste Creator können zudem auf Instagram ihre Karussell-Posts neu ordnen, auch nach dem Posten noch. Das kann ebenfalls mehr Chancen fürs Engagement freisetzen.
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Die 72-Stunden-Marke und Reels als größter Wachstumstreiber
Ein Großteil der Interaktionen und Views für Instagram Content entsteht innerhalb von drei Tagen nach dem Veröffentlichungszeitpunkt. Nach Daten aus Metricools Analyse entfallen 76 Prozent der Views und 75 Prozent der Interaktionen bei Bild-Posts und Karussell-Posts auf diesen Zeitraum. Bei Reels sind es 65 und 61 Prozent.
Die Reels sind auf Instagram ein zentraler Wachstumsfaktor. Marken haben laut Metricool 2026 zwölf Prozent mehr Bildbeiträge, 24 Prozent mehr Karussell-Posts und 36 Prozent mehr Reels veröffentlicht. Nur bei den Reels ist die Engagement Rate angestiegen, um knapp 25 Prozent. Auch die durchschnittliche Wiedergabedauer der Kurzvideos hat sich von vier auf 8,5 Sekunden mehr als verdoppelt. Die gesamte Wiedergabezeit in der Analyse wuchs gegenüber dem Vorjahr um 139 Prozent und die Zahl der Views stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht an (um zwei Prozent).
Überdies wurden Reels zu 67 Prozent häufiger geteilt, fünf Prozent häufiger gespeichert, erhielten im Schnitt 17 Prozent mehr Likes und elf Prozent mehr Kommentare. Zwar erreichen Reels im Vergleich zu TikTok deutlich weniger Views (29 Prozent weniger) und Interaktionen (14 Prozent weniger), wenn es um Kurzvideos geht. Doch Karussell-Posts performen auf Instagram sehr viel besser als bei der Konkurrenz von ByteDance und erhalten das 4,7-Fache an Views und das 5,8-Fache an Interaktionen.
Auch dieser Vergleich bestärkt Creator und Marken in der Ansicht, dass sie mehrere Formate kombinieren sollten, um ihr Social Media Storytelling zu optimieren. Lea Sindel, PR, Events und Education Spezialistin bei Metricool, meint::
Instagram wird häufig noch als ein einheitlicher Feed betrachtet, in dem alle Inhalte gleich funktionieren. Unsere Daten zeigen jedoch ein anderes Bild. Reels und Karussells übernehmen heute klar unterschiedliche Rollen in der Performance-Logik. Reels sorgen für Reichweite und neue Zielgruppen, Karussells für vertiefte Inhalte und deutlich höhere Save-Raten. Gleichzeitig verlieren Einzelbild-Posts und Hashtags messbar an Relevanz. Wer diese Unterschiede versteht, optimiert nicht mehr am Feed entlang, sondern entlang der tatsächlichen Nutzung auf der Plattform.
Hashtag-Verzicht, Fragen als Booster und immer der Blick auf die Community
Zu den weiteren Erkenntnissen der Instagram-Studie 2026 von Metricool gehört, dass Beiträge mit Hashtags im Schnitt 31,7 Prozent weniger Views und 33,9 Prozent weniger Interaktionen als der Plattformdurchschnitt erhalten. Das muss nicht zwingend mit den Hashtags selbst zusammenhängen, kann genauso an der Gestaltung der Posts selbst liegen. Aber die Auffindbarkeit hat sich schon in Richtung natürlicher Sprache und Keywords verschoben. Instagram entwickelt sich zunehmend zu einer search- und keywordgetriebenen Plattform, in der Inhalte über Themen und Suchintention gezielt auffindbar werden. Immerhin zeigt Google seit 2025 in den Suchergebnissen öffentliche Instagram Posts und andere Elemente der Plattform an.
Als Engagement-Hebel können Creator und Brands indes auf Calls-to-Action oder konkrete Fragen setzen. Beiträge mit einer Frage erhalten durchschnittlich 36,7 Prozent mehr Kommentare als Beiträge ohne eine Frage. Solche Fragen können vielfach auch in einem anderen Format auftauchen, das über Einzelbild-Posts, Karussell-Posts und Reels nicht vergessen werden sollte: Stories. Die Reichweite des Formats ist gegenüber 2026 leicht zurückgegangen (um zwei Prozent). Aber die Zahl der Antworten ist um 88 Prozent gestiegen und auch die Zahl der vorzeitigen Abbrüche ging um sechs Prozent zurück. Stories bleiben daher ein wichtiges Element für die Community-Nähe – um die es im Instagram Game ohnehin geht. Zuletzt testete Instagram für dieses Format einen Voice Sticker und Reveal Sticker für AI-Inhalte, ein Retro-Fotostreifen-Sticker ist schon verfügbar.
Instagram Stories erhalten Retro-Fotostreifen-Sticker
Noch mehr Insights zur Instagram-Entwicklung auf Basis der analysierten Beiträge findest du in der ausführlichen Studie von Metricool, die auch noch einige Beispiel-Cases und Tipps für die Plattform anführt.
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