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Iran-Krieg: Was für die Weltwirtschaft auf dem Spiel steht und was Anleger wissen sollten


Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar 2026 befinden sich Weltbörsen im Abwärtssog. Was als Militäroperation begann, hat sich im Nahen Osten in eine kriegerische Auseinandersetzung verwandelt, die täglich weiter eskaliert – und deren Ausgang weiter vollkommen offen ist. Das verunsichert die Märkte und auch private Anleger stellen sich die Frage, wie sich diese Krise auf ihre Anlagen auswirken wird – und wie man gegensteuern kann.

Die aktuelle Lage ist außergewöhnlich, weil sie einen der empfindlichsten Punkte der Weltwirtschaft trifft. Durch die Straße von Hormus – eine Meerenge zwischen Iran und Oman – verkehren in Tankern normalerweise rund 20 Prozent des globalen Öl- und LNG-Handels. Die Internationale Energieagentur (IEA) sprach Mitte März von einer Energiekrise, deren Auswirkungen jene der Ölkrisen der 1970er-Jahre übertreffen könnten. So rechnet die IEA aktuell mit Verlusten der Ölproduktion im Nahen Osten von schätzungsweise 11 Millionen Barrel pro Tag. Goldman Sachs hob daraufhin die Prognose für Öl der Sorte Brent 2026 von 77 auf 85 US-Dollar an und rechnet für März und April 2026 mit einem Durchschnitt von 110 US-Dollar je Barrel; in einem schweren Störungsszenario hält die Bank auch 135 US-Dollar für möglich.

  • Der Irankrieg könnte größere Auswirkungen zeitigen als die Ölkrisen der Siebzigerjahre.
  • Über die Energiepreise wirkt er auf alle Branchen ein und beeinträchtigt zum Beispiel auch das Wachstumspotenzial von KI-Unternehmen.
  • Für private Anleger gilt wie immer: Ruhe bewahren.

Genau deshalb ist der Iran-Krieg wirtschaftlich so fatal: Öl ist nicht nur ein Rohstoff, sondern der Schmierstoff der Weltkonjunktur. Es steckt im Transport, in der Chemie, in Kunststoffen, im Luftverkehr, in der Landwirtschaft, in Düngemitteln, in Logistik und damit letztlich auch in der Inflationsrate. Die Ölkrise von 1973/74 war deshalb so tiefgreifend, weil ein Angebotsengpass nicht bei Tankstellen endete, sondern sich durch die gesamte Volkswirtschaft fraß; der Preis für Öl vervierfachte sich damals von 2,90 auf 11,65 US-Dollar pro Barrel. Dass Öl auch heute noch ein solcher Konfliktherd ist, liegt an dieser Doppelrolle: Es ist zugleich geopolitisches Machtinstrument und makroökonomischer Hebel. Wer die Straße von Hormus kontrolliert oder blockiert, trifft nicht nur Energiekonzerne, sondern den Preis der globalen Mobilität und industriellen Produktion. Und damit auch Anleger, deren Aktien unter dem Krieg leiden oder von ihm profitieren.


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