Künstliche Intelligenz
iX-Workshop: Linux-Server absichern – effektiv und umfassend
Malware und Hacker-Angriffe sind längst nicht mehr nur ein Windows-Thema – auch Linux-Server und die darauf laufenden Dienste geraten immer häufiger unter Beschuss. Der fünftägige Intensiv-Workshop Linux-Server härten: Verschlüsselung, Zugriffskontrolle, Integritätschecks beschäftigt sich umfassend mit der Sicherheit von Linux-Servern. Das Themenspektrum reicht von der physischen Sicherheit über Mechanismen der Zugriffskontrolle bis hin zu Logging, Monitoring und Intrusion Detection.
Weiterlesen nach der Anzeige
Sicherheitsframeworks, Zugriffskontrolle und Authentifizierung
Sie lernen, wie Sie Daten verschlüsseln und Netzwerkdienste absichern, fortgeschrittene Methoden der Zugriffskontrolle wie Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten und die bekannten Sicherheitsframeworks SELinux und AppArmor einsetzen. Florian Winkler erklärt, wie man Logfiles mit sicherheitsrelevanten Vorfällen analysiert und geht auch auf das Thema Einbruchserkennung ein. Darüber hinaus erhalten Sie eine theoretische Einführung in das Penetration Testing und erfahren, wie Sie Sicherheitslücken in der eigenen IT gezielt aufspüren.
|
September 21.09. – 25.09.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 24. Aug. 2026 |
|
November 09.11. – 13.11.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 12. Okt. 2026 |
Lernen von den Erfahrungen des Linux-Profis
Florian Winkler ist Berater und Trainer bei B1 Systems und ist spezialisiert auf Konfigurationsmanagement, DevOps, Deployment, Security und Automatisierung. Im Workshop verbindet er sein Fachwissen mit langjähriger Praxiserfahrung und vermittelt praxisnahe Ansätze zur Absicherung und Härtung von Linux-Servern.
Eine Trainingsumgebung bietet Zugriff auf ein Linux-System, sodass Sie nicht nur ein theoretisches Wissen erhalten, sondern praktische Erfahrungen sammeln, die direkt in Ihrem Unternehmen einsetzen können. Für eine intensive Betreuung ist die Teilnehmerzahl auf maximal 12 Personen begrenzt. Dank der begrenzten Teilnehmerzahl bleibt viel Raum für den persönlichen Austausch, individuelle Fragen und die gemeinsame Diskussion konkreter Herausforderungen.
Für wen ist dieser Workshop geeignet?
Weiterlesen nach der Anzeige
Der Workshop richtet sich an Linux-Administratoren und IT-Sicherheitsverantwortliche, die ihre Server-Infrastruktur systematisch härten und besser gegen Angriffe absichern möchten.

(ilk)
Künstliche Intelligenz
Apple-Chef Ternus und Marketingchef Joswiak zum neuen Falt-iPhone
Dass Apple sein erstes Foldable ausgerechnet mit einem Nanotextur-Display ausstattet, war eine der Überraschungen bei der Vorstellung des iPhone Duo. Zwar konnte der US-Konzern viele Details des Falt-iPhones im Vorfeld nicht geheim halten, ausgerechnet eine der auffälligsten Neuerungen blieb jedoch unter Verschluss. In zwei Video-Interviews haben der neue Apple-Chef John Ternus und Marketingchef Greg Joswiak nun Einblicke in die Entwicklung des Duo gegeben – und erklärten unter anderem Display, Bedienkonzept und den hohen Preis.
Weiterlesen nach der Anzeige
Mit Nanotextur, die Reflexionen reduziert und dem Display eine matte Oberfläche verleiht, hat Apple bereits jahrelange Erfahrung bei Macs und iPads gesammelt. Für das iPhone Duo musste das Verfahren laut Ternus allerdings neu entwickelt werden: Anders als dort wird die Nanotextur auf eine Polymeroberfläche aufgebracht. Sie soll unter anderem die Bildschirmfalte am Scharnier reduzieren, die Ternus bei Foldables der Konkurrenz kritisiert. Weitere Grundprinzipien seien Stabilität und maximale Flachheit gewesen. Apple habe deshalb Display und Scharnier Hand in Hand entwickelt, erklärten die beiden gegenüber TechRadar und Tom’s Guide.
Joswiak zufolge wurde das Duo stärker abgeschottet als andere Projekte. Selbst beim internen Codenamen habe Apple eine ungewöhnliche Wahl getroffen. Hintergrund waren offenbar auch die zahlreichen Leaks zur Bauform des Geräts.
Die Frage der Bedienelemente
Viel Aufmerksamkeit erhielten während und nach der Vorstellung des Duo auch die Bedienelemente. Viele Buttons, die beim klassischen iPhone oben in der Navigation Bar oder unten in der Toolbar sitzen, sind beim Duo an den rechten Bildschirmrand umgezogen. Hintergrund dieser Entscheidung sei gewesen, im aufgeklappten Zustand vertikalen Platz zurückzugewinnen, so Ternus. Ein weiterer Vorteil: Die Bedienelemente liegen sowohl im aufgeklappten als auch im zugeklappten Zustand jeweils unter dem rechten Daumen.
Ob das vielen Käufern tatsächlich mindestens 2299 Euro wert ist, bleibt offen. Nach ersten Hands-on-Eindrücken von Journalisten im Anschluss an die Keynote zeigten sich dabei auch erste Defizite des Foldables, etwa bei der Innenkamera und der Linkshänder-Bedienung. Bei der Erklärung des hohen Preises bleibt Ternus nüchtern: Das Duo sei ein komplexes und aufwendig konstruiertes Gerät und biete trotz des höheren Preises einen guten Gegenwert. Zugleich verweist er auf iPhone 18 Pro und Pro Max. Apple wolle bewusst Geräte für unterschiedliche Prioritäten anbieten.
iPhone bleibt im Zentrum
Eine Abkehr vom klassischen Smartphone zugunsten des Foldables oder anderer Geräte sieht Ternus nicht. Auf die Frage, ob Apples neue Positionierung des iPhones als „Intelligent Personal Hub“ eine Verschiebung weg vom bisherigen Wearable-Trend bedeute, widerspricht der Apple-Chef. Wearables wie Apple Watch und AirPods blieben wichtig. Das iPhone habe aber entscheidende Vorteile, darunter seine Rechenleistung, Akkulaufzeit und das Display. Die neue Bezeichnung sei daher weniger eine Kurskorrektur als eine Beschreibung der ohnehin verfolgten Strategie.
Weiterlesen nach der Anzeige
Einen vermeintlichen Tabubruch sieht Ternus auch beim Apple Pencil nicht. Schon bei dessen Einführung für das iPad bemühten Beobachter immer wieder ein altes Zitat des Apple-Mitbegründers Steve Jobs, der einen Stift für das iPhone entschieden abgelehnt hatte. Ternus sieht den Pencil-Support des Duo dagegen als logische Erweiterung – ähnlich wie seinerzeit beim iPad. Das Foldable lasse sich aber selbstverständlich auch ohne Stift bedienen. Zu einem möglichen Pencil-Support künftiger anderer iPhones wollte sich Ternus nicht äußern. Joswiak erklärte zudem, der Name „Duo“ stehe bewusst für zwei Produkterfahrungen in einem Gerät.
Das zeigt sich auch bei der Software. Auf die Frage, ob der spätere Verkaufsstart im Oktober Entwicklern mehr Zeit für speziell an das Duo angepasste Apps geben soll, zog Joswiak einen Vergleich zum iPad. Wie damals solle auf dem größeren Display nicht einfach eine aufgeblasene Smartphone-Oberfläche erscheinen. Stattdessen sollen Apps die zusätzliche Fläche gezielt nutzen.
Variable Blende im iPhone 18 Pro
Weitere Fragen betrafen das neue iPhone 18 Pro und dessen variable Blende in der Weitwinkelkamera. Sechs Blendenlamellen werden dabei automatisch gesteuert. Für Alltagsnutzer soll das unter anderem bessere Aufnahmen bei wenig Licht ermöglichen und mehr Kontrolle über die Schärfentiefe etwa bei Gruppenfotos bieten.
Bedenken wegen zusätzlicher beweglicher Teile im Smartphone teilt Ternus nicht. Solche Komponenten seien für Apple nichts Neues: Auch Bildstabilisierung und Autofokus arbeiten bereits mit beweglichen Bauteilen. Apple sichere sich mit der Auswahl geeigneter Materialien und langjährigen Zuverlässigkeitstests gegen böse Überraschungen ab. Auf die scherzhaft gestellte Frage, ob die neue Blendenmechanik von Hand oder von Robotern gefertigt werde, ließ sich Ternus dagegen keine Details entlocken.
Keine Antwort zum fehlenden iPhone 18
Deutlich weniger auskunftsfreudig zeigten sich Ternus und Joswiak beim auffälligsten Loch im neuen Portfolio. Apple hat zusammen mit den neuen Pro-Modellen kein reguläres iPhone 18 vorgestellt. Auf die Frage nach den Gründen ließen sich die Manager keine konkrete Antwort entlocken.
Medienberichten zufolge soll das iPhone 18 erst im Frühjahr 2027 folgen. Apple würde damit die Veröffentlichung der günstigeren iPhones erstmals von den Pro-Modellen im Herbst trennen.
Lesen Sie auch
(mki)
Künstliche Intelligenz
Top 5: Der beste Akku-Bohrschrauber im Test – Makita vor Bosch und Einhell
Für die meisten Handwerksaufgaben rund ums Haus ist der Akku-Bohrschrauber das Werkzeug der Wahl. Wir stellen die besten Modelle aus unseren Tests vor.
Wer umgangssprachlich vom „Akkuschrauber“ spricht, meint in den meisten Fällen einen Akku-Bohrschrauber. Beide Werkzeuge ähneln sich im Aufbau, doch der Bohrschrauber verfügt über ein Bohrfutter, in das sich Bohrer einspannen lassen – dem reinen Akkuschrauber fehlt diese Aufnahme. Und weil sich in dasselbe Bohrfutter auch eine Bitaufnahme klemmen lässt, erledigt das Gerät Schraubarbeiten gleich mit.
Technisch stellen diese beiden Aufgaben allerdings gegensätzliche Anforderungen: Zum Bohren benötigt man vor allem Tempo, also eine hohe Drehzahl, während das Drehmoment eher zweitrangig ist. Beim Schrauben kehrt sich das Verhältnis um – gefragt ist dann viel Kraft bei niedriger Drehzahl.
Damit ein Gerät beides beherrscht, verfügen die meisten Akku-Bohrschrauber der Mittel- und Oberklasse über ein Zweiganggetriebe, die unterschiedliche Drehzahlbereiche abdecken. Wir stellen die besten Modelle aus unseren Tests vor.
Welcher ist der beste Akku-Bohrschrauber?
Das hängt ganz von den geplanten Aufgaben und den bereits vorhandenen Elektrowerkzeugen im eigenen Haushalt ab. Wer schon Garten- oder Elektrowerkzeuge eines Herstellers besitzt, sollte der Marke treu bleiben. Akkus müssen dann nicht neu gekauft werden und lassen sich bei Bedarf zwischen den Geräten tauschen – vorausgesetzt, sie gehören derselben Spannungsklasse an, denn 12- und 18-V-Akkus sind selbst innerhalb einer Marke inkompatibel.
Wer bisher keine Akku-Werkzeuge besitzt, muss sich primär zwischen Marken- und Budget-Modellen entscheiden. Für seltene Nutzung und einfache Aufgaben reichen auch günstige Geräte aus. Soll dagegen mittelfristig eine Werkstatt entstehen und das Werkzeug häufig und langfristig zum Einsatz kommen, ist ein Markenhersteller die bessere Wahl. Qualitätsmerkmale sind ein Zweiganggetriebe, ein Schnellspannbohrfutter (möglichst aus Metall), eine feinfühlige Drehzahlregelung und eine gut abgestufte Drehmomentvorwahl.
Unser Testsieger ist das Modell Makita DF333D – ein kräftiger und kompakter Bohrschrauber für ambitionierte Heimwerker. Im Test punktete er mit ordentlicher Kraft, zuverlässiger Drehmomentbegrenzung und guter Handhabung. Das Komplettset DF333DSAE inklusive Makpac, Ladegerät und Akkus gibt es ab 130 Euro. Die Solo-Version DF333DZ ohne Zubehör kostet 44 Euro.
Knapp dahinter als Technologiesieger landet der Bosch Professional GSR 12V-15, der mit sehr kompakten Abmessungen und hoher Leistung überzeugt. Im Set mit Ladegerät, zwei Akkus und Koffer liegt der Preis bei 110 Euro. Ohne Zubehör geht es ab 58 Euro los.
Unser Preis-Leistungs-Sieger ist der Einhell TE-CD 12/1 Li. Das Bohrschrauber-Set aus dem Baumarkt für günstige 60 Euro arbeitete im Test zuverlässig, kräftig und ausdauernd. Mit 1,2 kg und dank guter Ausbalancierung liegt er angenehm in der Hand und eignet sich so auch für größere Projekte.
FAQ: Akku-Bohrschrauber
Wie viel Nm sollte ein Akku-Bohrschrauber haben?
Das hängt vom Einsatz ab – und die Zahlen sind nur eingeschränkt vergleichbar, weil Hersteller zwischen weichem, hartem und teils maximalem Drehmoment unterscheiden. Beim weichen Schraubfall nimmt der Widerstand allmählich zu (etwa in Holz), beim harten steigt er abrupt an (etwa bei einer festsitzenden Schraube in Metall). Das harte Drehmoment fällt deshalb gewöhnlich deutlich höher aus. Manche Hersteller nennen zusätzlich einen kurzzeitigen Maximalwert, der eine höhere Leistungsfähigkeit suggeriert.
Zur Orientierung: Einfache Akkuschrauber für die Möbelmontage kommen teils mit weniger als 10 Nm aus, 12-V-Bohrschrauber liefern meist 30 bis 40 Nm, 18-V-Geräte 50 bis 80 Nm, besonders kräftige Modelle auch 100 Nm und mehr.
Wie viel Kraft nötig ist, hängt von Schrauben- oder Bohrerdurchmesser, Schraubenlänge und Werkstoff ab. Wichtiger als ein hoher Spitzenwert ist ohnehin die Rutschkupplung: Sie löst bei der eingestellten Kraft aus und verhindert so, dass Schrauben zu tief eingedreht, Schraubköpfe beschädigt oder Materialien gequetscht werden.
Wie viel Volt sollte ein guter Akku-Bohrschrauber haben?
Die elektrische Spannung suggeriert hohe Leistung, sagt für sich genommen aber wenig aus. Drei in Reihe geschaltete Lithium-Ionen-Zellen besitzen eine Nennspannung von 10,8 V und erreichen vollgeladen 12,6 V. Aus Marketinggründen bezeichnen viele Hersteller diese Akkus und Geräte als 12-V-Klasse.
- 12 V: punktet mit niedrigem Gewicht und besserer Handlichkeit – ideal für Möbelmontage, Innenausbau, Elektroarbeiten und beengte Stellen. Solche Geräte wiegen oft nur 800 g bis 1,3 kg.
- 18 V: häufigste Klasse im Handwerk und der Allrounder für anspruchsvolle Heimwerker und Profis. Kompakte Modelle bringen mit Akku teils nur rund 1,5 kg auf die Waage.
Vorsicht bei Angaben wie „20V Max“: Dahinter steckt in der Regel dieselbe Akkuklasse wie bei 18 V, genannt wird lediglich die maximale Zellspannung statt der Nennspannung. Ein Leistungsvorteil lässt sich daraus nicht ableiten.
Was ist der Unterschied zwischen Akku-Bohrschrauber und Akku-Schlagbohrschrauber?
Der Akku-Bohrschrauber ist der eigentliche Allrounder und das meistgenutzte Heimwerkerwerkzeug: Schnellspannbohrfutter, zwei Gänge, Drehmomentvorwahl. Er bohrt und schraubt in Holz, Metall und Kunststoff und ersetzt oft die kabelgebundene Bohrmaschine – allerdings ohne Schlagfunktion.
Der Akku-Schlagbohrschrauber ergänzt ihn genau darum: um ein zuschaltbares mechanisches Schlagwerk, bei dem zwei verzahnte Scheiben schnelle Schläge auf die Bohrspitze erzeugen. Damit lassen sich Ziegel und anderes leichtes Mauerwerk bearbeiten.
Nicht zu verwechseln ist beides mit dem reinen Akkuschrauber: Er hat statt eines Bohrfutters eine Sechskantaufnahme für Bits, ist sehr kompakt und hat oft nur einen Gang. Als Schraubendreher-Ersatz für die Möbelmontage ist er ideal, zum Bohren taugt er dagegen kaum.
Kann man mit einem Akku-Bohrschrauber Löcher in die Wand bohren?
Das kommt auf die Wand an. In Rigips, Holz oder Kunststoff kein Problem – für Ziegel und leichtes Mauerwerk brauchen Sie dagegen einen Schlagbohrschrauber. Bei Beton und Stahlbeton führt kein Weg an einem Akku-Bohrhammer vorbei: Sein pneumatisches Schlagwerk überträgt deutlich stärkere Einzelschläge und arbeitet in hartem Untergrund ungleich wirkungsvoller. Viele Bohrhämmer lassen sich per Schlagstopp und passendem Bohrfutter übrigens auch für Holz und Metall nutzen.
Als Faustregel gilt: Holz, Metall und Kunststoff verlangen einen Bohrschrauber, Mauerwerk einen Schlagbohrschrauber, Beton einen Bohrhammer.
Brushless oder Bürstenmotor – was ist besser?
Der klassische Bürstenmotor überträgt den Strom über Kohlebürsten auf den Rotor. Durch die Reibung entstehen Wärme und Verschleiß, irgendwann müssen die Kohlen gewechselt werden – bei günstigen Modellen ist das oft nicht möglich oder unwirtschaftlich, die Geräte werden zu Elektroschrott. Dafür ist die Technik günstig und für gelegentliche Reparaturen und Möbelmontage völlig ausreichend.
Beim bürstenlosen Motor (Brushless) versorgt eine Elektronik die feststehenden Wicklungen wechselweise mit Spannung, der Rotor trägt Permanentmagnete. Solche Motoren arbeiten in der Regel effizienter, entwickeln weniger Wärme und kommen ohne verschleißende Kohlebürsten aus – das kann längere Akkulaufzeit und Lebensdauer bedeuten.
Wozu zwei Gänge?
Ein Zweiganggetriebe gehört bei guten Bohrschraubern zur Grundausstattung, weil Bohren und Schrauben gegensätzliche Anforderungen stellen. Der erste Gang arbeitet langsam und mit hohem Drehmoment – für große Schrauben, große Bohrdurchmesser, Lochsägen und alles mit hohem Widerstand. Der zweite Gang liefert höhere Drehzahlen und eignet sich für kleine Bohrdurchmesser und feine Schraubarbeiten.
Worauf kommt es beim Bohrfutter an?
Moderne Geräte haben ein Schnellspannbohrfutter, das den Werkzeugwechsel ohne Schlüssel erlaubt – bei einhülsigen Ausführungen sogar einhändig, sofern eine Spindelarretierung vorhanden ist. Bei zweihülsigen Ausführungen hält eine Hand die hintere Hülse fest, während die andere die vordere dreht. Ein Spannbereich bis 10 Millimeter genügt für viele typische Heimwerkerarbeiten; 13 Millimeter erlauben größere Bohrerdurchmesser und sind bei kräftigeren 18-V-Geräten Standard. Metallfutter sind in aller Regel langlebiger als Kunststoff-Exemplare.
Was bedeuten Ah, Wh und Ladezyklen beim Akku?
Lithium-Ionen-Akkus haben sich durchgesetzt, weil sie eine hohe Energiedichte bieten, keinen Memory-Effekt haben und sich kaum selbst entladen.
- Kapazität (Ah): beeinflusst die Laufzeit. Für leichte, kurze Arbeiten reichen häufig kompakte 2-Ah-Akkus; 3 bis 5 Ah bieten mehr Ausdauer, erhöhen aber Gewicht und Abmessungen.
- Energie (Wh): hilfreicher beim Vergleich unterschiedlicher Spannungsklassen. Ein 18-V-Akku mit 5 Ah speichert 90 Wh, einer mit 6 Ah kommt auf 108 Wh.
- Laden und Lebensdauer: Schnelllader füllen einen 2-Ah-Akku in rund 30 bis 45 Minuten, Standardlader benötigen länger. Markenakkus überstehen typischerweise 500 bis 1000 Ladezyklen, bevor die Restkapazität auf 70 bis 80 Prozent sinkt – für Nicht-Profis sind das mehrere Jahre. Auch ungenutzte Zellen verlieren pro Jahr einige Prozent an Kapazität.
Warum ist das Akkusystem so wichtig?
Mit dem Gerät entscheiden Sie sich für eine Akku-Plattform. Wer mehrere Werkzeuge besitzt oder anschaffen möchte, sollte nicht für jedes Gerät eigene Akkus und Ladegeräte kaufen müssen – ein gemeinsames System reduziert Kosten und spart Platz. Viele Hersteller nutzen eigene Akkuanschlüsse, und selbst innerhalb einer Marke sind 12- und 18-V-Akkus inkompatibel. Wer einmal investiert hat, bleibt meist dabei, weil Akkus und Ladegeräte teuer sind. Neben dem aktuellen Sortiment zählen deshalb Akkuqualität, Preise, Ersatzteilangebot und Zukunftssicherheit.
Daneben gibt es herstellerübergreifende Allianzen:
- AMPShare: Profibereich, Teilstandardisierung im 18-V-Segment über zahlreiche Hersteller hinweg.
- CAS (Cordless Alliance System): basiert auf Metabos LiHD-Akkus; Metabo zählt für 2026 rund 50 Partner mit mehr als 500 kompatiblen Akkugeräten.
- Power for All: für Heimwerker interessant, mit kompatiblen Akkus für Geräte-Serien von Bosch, Gardena, Gloria, Wagner und Rapid.
Die Akkus der drei Allianzen sind untereinander nicht kompatibel.
Wie stelle ich das Drehmoment richtig ein?
Die passende Stufe trifft man selten beim ersten Versuch. Bei neuer Schraubenart oder unbekanntem Material testet man am besten an einer später nicht sichtbaren Stelle. Löst die Kupplung aus, bevor die Schraube bündig sitzt, war die Einstellung zu niedrig. Rattert die Rutschkupplung weiter, obwohl die Schraube längst versenkt ist, war sie zu hoch. Tasten Sie sich dabei von unten heran, nicht von oben – eine zu hohe Stufe reißt im schlimmsten Fall den Schraubenkopf ab oder drückt die Schraube zu tief ins Material. Zum Bohren wählt man eine Stufe, in der die Kupplung gar nicht erst greift.
Woran erkenne ich, dass die Drehzahl nicht stimmt?
Das Ergebnis verrät es: Riecht Holz beim Bohren verbrannt, war die Drehzahl zu hoch oder der Bohrer ist stumpf. In Metall sollten sich korkenzieherartige Späne bilden – passiert das nicht, stimmt entweder die Drehzahl oder der Anpressdruck nicht. Bei dünnem Blech können die Späne allerdings anders aussehen.
Fazit
Ein Akku-Bohrschrauber ist das vielseitigste Werkzeug im Heimwerker-Sortiment – die hohen Zahlen auf der Verpackung sind dabei aber die schlechtesten Ratgeber, denn weder Volt noch Newtonmeter sagen für sich genommen viel über die Praxistauglichkeit aus. Wichtiger sind ein Zweiganggetriebe, ein solides Schnellspannbohrfutter und vor allem eine feinfühlige Drehzahlregelung mit gut abgestufter Drehmomentvorwahl, weil sie über sauberes Arbeiten entscheidet.
Für Möbelmontage und Innenausbau reicht ein handliches 12-V-Gerät mit 30 bis 40 Nm völlig aus, während 18 V mit 50 bis 80 Nm der Allrounder für anspruchsvollere Aufgaben ist – ein bürstenloser Motor lohnt sich vor allem bei häufigen und langen Einsätzen.
Wer in Ziegel oder Beton bohren will, benötigt allerdings zusätzlich einen Schlagbohrschrauber oder Bohrhammer, denn ein reiner Bohrschrauber ist auf Holz, Metall und Kunststoff ausgelegt. Und die vielleicht folgenreichste Entscheidung fällt nicht beim Gerät selbst, sondern beim Akkusystem: Wer sich hier einmal festlegt, bleibt aus Kostengründen meist langfristig dabei.
Künstliche Intelligenz
Social Media und Kinder: Prien will zügig ins Kabinett, bleibt aber weiter vage
Zum Abschluss der Expertenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt kündigte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) erste Schritte an: Mit Änderungen am achten Sozialgesetzbuch (SGB VIII) und dem Jugendschutzgesetz will sie zeitnahe Schlussfolgerungen aus dem heute übergebenen Abschlussbericht ziehen – flankiert von einem „Sofortprogramm“. Welche Regelungen genau sie dabei plant, verriet die Ministerin in Berlin bei dieser Gelegenheit allerdings noch nicht.
Weiterlesen nach der Anzeige
Alleingänge vermeiden, wenn möglich
Die Wahrscheinlichkeit für einen deutschen Alleingang mit harter Altersgrenze ist nach den Debatten der vergangenen Monate jedoch gesunken. In den kommenden Tagen will die EU-Kommission unter EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eigene Maßnahmen für einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum vorstellen. Dennoch könnte ein deutsches Gesetzgebungsvorhaben auch eine nationale Initiative für ein Mindestalter umfassen, wenn die Vorschläge der EU-Kommission für unzureichend erachtet werden. In fast allen europäischen Staaten wird derzeit über Maßnahmen zur Beschränkung des Zugangs oder – teils auch parallel – über bessere Schutzmaßnahmen für minderjährige Nutzer diskutiert.
Prien betonte zum Abschluss der Kommission, dass Digital und Analog für Kinder und Jugendliche längst nicht mehr klar zu trennen seien: Chats, soziale Medien und Sportvereine seien parallel Teil ihrer Wirklichkeit. Zugleich aber gebe es Probleme, die weltweit aufträten. Über PISA wolle sie gar nicht reden, aber die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit lasse nach, die psychische Belastung nehme zu und extremistische Gruppen würden Kinder und Jugendliche zuerst mit harmlosen, später mit anderen Inhalten zu erreichen versuchen. Jedes vierte Kind zeige Zeichen von Abhängigkeiten. Der besondere Wert der Kommission sei es, dass viele unterschiedliche Perspektiven vertreten waren und auch, aber eben nicht nur, über Mindestaltersfragen beraten wurde. Prien dankte ausdrücklich den Kindern und Jugendlichen, die an den Empfehlungen mitgewirkt haben.
Sie erklärte zudem, dass es vor der Kommission lange an einem systematischen Blick gefehlt habe. Inzwischen sei der Handlungsbedarf aber nicht nur in Deutschland evident – und die Entwicklung sehr dynamisch. Das müsse sich auch in der weiteren Arbeit zu den drei Teilzielen Schutz, Befähigung und Teilhabe für Kinder und Jugendliche widerspiegeln. Es gehe nun vor allem darum, was welche Akteure aus den Schlussfolgerungen machen könnten, von den Kinderärzten bis zu einem Sofortprogramm durch das Bundesministerium.
Kommission lässt Optionen für Umsetzung
Die deutsche Expertenkommission hat dabei sowohl die Möglichkeit mehrerer starrer Altersgrenzen als auch deutlich differenzierterer Modelle der Zugangsregulierung als Empfehlung gegeben. Ein altersgestufter Ansatz sei von Anfang an Konsens gewesen, sagte Olaf Köller, Co-Vorsitzender der Kommission. Die Experten seien von beiden Varianten überzeugt – und hätten der Politik damit Entscheidungs- und Handlungsräume offen gelassen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Beides seien „wissenschaftlich gut begründbare Wege“, und das sei absolut legitim, kommentierte Prien. „Entscheidend ist, dass es um Safety-by-design geht und dass es am Ende darum geht, die Plattform dazu zu gewinnen oder zu zwingen.“ Denn es gehe nicht um ein abstraktes Verbot für Kinder und Jugendliche, sondern um ein sicheres Aufwachsen. Der lang erwartete Vorschlag der EU müsse daraufhin geprüft werden, erklärte Prien. „Ohne die Lösung bei den Produktdesignfragen wird es keine Lösung beim Kinder- und Jugendschutz geben.“ Sie unterstrich abermals: „Und trotzdem brauchen wir eine Altersgrenze.“
Einigkeit bestehe darin, dass es Aufgabe des Gesetzgebers sei, eine biometrische und KI-Erkennung von Minderjährigen zu verhindern. Es brauche eine datensparsame und nicht für Profilbildung nutzbare Möglichkeit, zog die Ministerin eine klare Grenze. Aus Sicht der Kommissions-Co-Vorsitzenden Nadine Schön, selbst lange Bundestagsabgeordnete, ist vor allem eines entscheidend: Klarheit. Sie wünsche sich, dass „mit klarer Haltung im Digital Services Act und wirksamer Regulierung die Themen direkt angegangen werden und [daraus] kein jahrelanges juristisches Kräftemessen wird.“
Finanzierung und Umsetzung
Dass einige der nun vorgeschlagenen Maßnahmen auch Geld kosten würden, ist den Beteiligten bewusst. Prien sprach die finanziellen Fragen bei angespanntem Bundeshaushalt auch offen an. Potenzielle Geldquellen sieht sie mit Verweis auf Debatten und gerichtliche Auseinandersetzungen in den USA am Horizont. „Wir reden über 18 Milliarden, die Teil des Vergleichs sind“, sagte die Ministerin zu dem Vergleich zwischen Meta und den US-Bundesstaaten. Sie schloss: „Wieso soll Meta eigentlich nur in den Vereinigten Staaten dafür zahlen, dass der Medienschutz besser wird?“ Wie eine Zahlung in Deutschland ausgestaltet sein könnte, ließ sie indessen offen.
Köller hofft auf eine schnelle Umsetzung der Kommissionsergebnisse in den kommenden Monaten. Ihm sei jedoch bewusst, dass 56 Empfehlungen nicht binnen weniger Wochen umsetzbar seien. Statt um Schuldzuweisungen gehe es um eine „verteilte Verantwortung, wo jeder seinen Teil beitragen muss“, betonte Schön. Umfangreiche Empfehlungen haben die Experten dabei auch für stärkere Pflichten der Anbieter und deren Durchsetzung gegeben.
Bildschirmfrei bis 3?
Schön lenkte den Blick zudem zu jüngeren Kindern: Bei allen Debatten über die Social-Media-Nutzung älterer Kinder sollten auch die besonders Kleinen nicht vergessen werden. Insbesondere in den ersten 1000 Tagen eines Kindes trügen Eltern eine ganz besondere Verantwortung. Es sei wichtig, sich nicht allein auf die Debatte rund um eine Altersgrenze für Social Media zu fokussieren. Ähnlich sieht das auch Köller: Schule sei insbesondere dann erfolgreich, wenn sie auch die Eltern erreiche, und da müsse es eben auch um deren Mediennutzung gehen.
In Fachforen diskutierten die Teilnehmer des Expertengremiums bei der Abschlusskonferenz einzelne Aspekte der Diskussion, etwa die Frage, was für Kleinstkinder angemessen sei. „Das Kind, das den Blickkontakt ersehnt, das ist das, was ‚Bildschirmfrei bis 3‘ adressieren soll“, erklärte Michael Hubmann vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärztinnen. Auch „der Handyhalter am Kinderwagen“ müsse thematisiert werden. Nicht nur die Kinder müssten analoge Räume nutzen und die digitale Nutzung wieder bewusster steuern.
Knödelkompetenz statt Beschäftigungsdaddeln
Es gehe bei der jüngsten Altersgruppe vor allem um die Haltung der Eltern zu ihren Kindern, berichtete Reinhard Berner vom Universitätsklinikum Dresden. Es gehe um eine gezielte und begleitete Nutzung, erläutert Susanne Eggert vom Institut für Medienpädagogik. Das könne etwa auch eine zehnminütige Spielnutzung sein, wenn die Mutter dringend telefonieren müsse. „Man könnte das Kind aber auch zehn Minuten einen Knödelteig kneten lassen“, legte Michael Hubmann eine Alternative nahe, „dann braucht es vielleicht später auch keine Ergotherapie.“
Auch weitere Aspekte wie etwa die Rolle der Plattformen bei der Gefährdung von Kindern und Jugendlichen und die Durchsetzung von Rechten Betroffener spielten bei der Abschlusskonferenz eine große Rolle. Die Welt könnte dabei ganz einfach sein, sagte der ehemalige Vorsitzende der Kommission für Jugendmedienschutz der Länder (KJM), Marc Jan Eumann: Alle Anbieter würden heute ein Mindestalter von 13 Jahren in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorgeben. Es gehe nun darum, die Anbieter zu „ermuntern“, diese Grenze dann auch einzuhalten. „Diese Anbieter reagieren nur auf eines: Druck und Geld“, setzte er nach. Mit diesen Plattformen zu reden, sei eine Verschwendung von Zeit und Geld. „Der DSA hat die Instrumente“ – und die 6-Prozent-Jahresumsatz-Höchststrafengrenze auszuschöpfen sei die Möglichkeit, sie „an den Hammelbeinen zu packen“. Und damit wurde der Ball dann doch wieder zur EU-Kommission gespielt.
Prien fasste eine Erkenntnis zum Abschluss der Kommission so zusammen: „Einig sind wir uns schnell, dass wir in der Reaktion spät sind.“
(kbe)
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatKommentar: KI-Verbote in Open-Source-Projekten können KI nicht stoppen
-
UX/UI & Webdesignvor 2 MonatenRegional & mit Gefühl: Identity für Klimafonds Baden-Württemberg › PAGE online
-
UX/UI & Webdesignvor 2 MonatenVom Scribble zur Sammelkarte: Kreativer KI-Workflow mit Adobe Photoshop, Illustrator und Firefly Boards › PAGE online
-
Datenschutz & Sicherheitvor 2 MonatenKommentar: OpenAI – KI-Sicherheit nur ein Marketing-Gag?
-
Online Marketing & SEOvor 2 MonatenGoogle Unternehmensprofil optimieren ► Anleitung & Tipps
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Der beste ergonomische Bürostuhl im Test – Herman Miller vor Flexispot
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Der beste Saugroboter mit Wischfunktion im Test – Testsieger Roborock
-
UX/UI & Webdesignvor 3 MonatenSchriftfamilie Mainboard: Technisch und windschnittig › PAGE online
