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Künstliche Intelligenz

Jahresauftakt: Was von der CES 2026 zu erwarten ist


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Kurz nach Silvester setzt traditionell die Elektronikmesse CES die ersten Techniktrends des Jahres. Offiziell geht’s am 6. Januar los, doch zeigen viele Aussteller ihre Neuheiten schon in den Tagen davor. Längst hat die Messe ihren Fokus von der Unterhaltungselektronik auf andere Branchen erweitert – so wird auch der CES 2026 die Autoindustrie ihren Stempel aufdrücken, auch wenn der kleiner ausfällt als in der Vergangenheit.

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Die Messe steht 2026 unter dem Motto „Innovators Show Up”. Unter den zahlreichen Fachbesuchern (2025 waren es über 140.000) wird sicher der eine oder andere „Innovator“ dabei sein. Ob sie aber auch tatsächliche Innovationen im Gepäck haben, bleibt offen. Branchenbeobachter erwarten nicht die ganz großen Überraschungen.

In Las Vegas zeigen zahlreiche kleine und große Aussteller ihre Produkte und Konzepte. Gerade im Start-up-Bereich sieht man hier oft Ideen oder Technologien, die sich erst Jahre später durchsetzen – aber auch so manche Eintagsfliege. Vielleicht war der im Umfeld der CES 2024 mit viel Tamtam vorgestellte Rabbit R1 auch nur seiner Zeit voraus.

Apropos KI: Die allgegenwärtige Künstliche Intelligenz wird auch die CES 2026 prägen. Ein Trend des Jahres dürfte sein, dass sich die Branche verstärkt bemüht, sinnvolle Anwendungen für ihre „intelligenten“ Modelle zu finden und vielleicht auch ein Geschäftsmodell. Denn über dem Ganzen schwebt immer noch eine Blase, die 2025 nicht kleiner geworden ist.

Der Veranstalter der CES, die Consumer Technology Association (CTA), widmet der KI mit der „CES Foundry” ein eigenes Ausstellungsformat mit Konferenzteil im Hotel Fontainebleau nahe dem Messegelände des Las Vegas Convention Centers (LVCC). Die „Foundry” wird maßgeblich von Nvidia bespielt, dessen CEO Jensen Huang auch wieder nach Las Vegas kommt.


Ein Highlight – für alle, die einen Platz ergattern konnten – war die Keynote von Delta Airlines in der Sphere. Neben CEO Ed Bastian trat auch Lenny Kravitz auf. (vbr) (Bild:

Delta Air Lines

)

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Huang wird sich zum Auftakt des ersten Messetages am Dienstagmorgen die Bühne mit Siemens-CEO Roland Busch teilen. Am Vorabend wird AMD-Chefin Lisa Su die CES 2026 offiziell eröffnen. Lenovo bespielt in diesem Jahr die Bühne der Las Vegas Sphere, wo CEO Yuanqing Yang die Auswirkungen von KI auf unseren Alltag erläutern will.

AMD und Nvidia werden sicher nicht mit leeren Händen nach Las Vegas kommen, allerdings sind echte Hardware-Neuheiten erst im Laufe des Jahres zu erwarten. Im Falle von AMD ist mit wirklich neuen Ryzen-Prozessoren samt Zen-6-Architektur erst im zweiten Halbjahr zu rechnen. Nvidia wird sich voraussichtlich auf KI und den Automobilsektor konzentrieren.

Von Qualcomm und seinen Partnern dürfte es Geräte mit dem Snapdragon X2 Elite geben. Intel hat den Core Ultra 300 (Panther Lake) im Gepäck, allerdings nur für Notebooks.

Auch bei den Fernsehern steht die CES mehr im Zeichen der Evolution als der Revolution. LG zeigt jetzt auch Geräte mit Micro-RGB-LEDs, die Samsung im vergangenen Jahr auf CES und IFA vorgestellt hat. Samsung und LG produzieren darüber hinaus OLED-Panels jetzt mit vertikal angeordneten RGB-Subpixeln, was sich 2026 auf dem Monitor-Markt niederschlagen dürfte.

Bei anderer Hardware ist schon mehr los. Die Smart-Home-Hersteller füllen die Hallen mit ihren Reinigungs- und Mährobotern. Nachdem auf der IFA 2025 ein treppensteigender Saugroboter viel Aufmerksamkeit bekommen hat, geht es zur CES gerüchteweise in die Luft. Ungeachtet dessen dürfte sich der Trend zu Saug- und Mährobotern mit multifunktionalen Greifarmen fortsetzen.



LGs „Cloid“ wird auf der CES sein Debüt geben.

(Bild: LG)

Mit Armen nach menschlichem Vorbild dürften auch ein paar Haushaltsroboter ausgestattet sein. LG bringt seinen „CLOiD“ mit nach Las Vegas, von dem es vorab nur ein paar Schnipsel auf Social Media zu sehen gibt. Auch andere Hersteller haben humanoide Helfer im Gepäck. Und Autos: Dreame, hierzulande für seine Haushaltsroboter bekannt, zeigt auf der CES wohl einen elektrischen Sportwagen.

Unterdessen glänzt die europäische Autobranche in Las Vegas mit Zurückhaltung und verzichtet auf pompöse Keynotes und Fahrzeugvorstellungen. Auch Zulieferer wie Aumovio (Ex-Continental), Bosch und ZF müssen sparen und konzentrieren ihre Messeauftritte auf Produkte und Technologien.

heise online ist Medienpartner der CES 2026.


(vbr)



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Informationsrecht und Insolvenz: Wenn es keine Akten gibt, reicht Cloud-Zugang


Die fortschreitende Digitalisierung zwingt auch die deutsche Justiz dazu, altgediente Rechtsinstitute an moderne Technik anzupassen. Ein Beschluss des Bayerischen Obersten Landesgerichts (BayObLG) vom Herbst 2025 (Az. 101 W 136/24 e), der eine Entscheidung des Landgerichts München I bestätigt, markiert einen Wendepunkt.

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Im Kern der Auseinandersetzung stand die Frage, wie ein Gesellschafter sein Informations- und Einsichtsrecht durchsetzen kann, wenn ein Unternehmen seine Aktenordner gegen virtuelle Datenspeicher getauscht hat. Der Fall zeigt exemplarisch, dass das Beharren auf physische Akteneinsicht in der digitalen Welt an Grenzen stößt.

In dem Rechtsstreit fordert ein Gesellschafter einer GmbH im Insolvenzverfahren umfassende Einsicht in die Geschäftsunterlagen. Ein entsprechender Titel zur Einsichtnahme lag vor, doch die praktische Umsetzung gestaltete sich schwierig. Denn die GmbH gab an, dass sämtliche Dokumente ausschließlich digital in Microsofts OneDrive-Cloud gespeichert seien. Sie bot befristeten Zugang zu den digitalen Daten, aber keine Ausdrucke.

Physische Originale existierten laut Feststellung der Münchner Richter nicht. Das habe auch daran gelegen, dass die Staatsanwaltschaft im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens die verbliebenen Papierdokumente beschlagnahmt hat. Der Gläubiger beharrte dennoch auf persönlicher Einsichtnahme in analoge Ausdrucke in den Geschäftsräumen der Gesellschaft.

Neben der rechtlichen Frage, welche Vollstreckungsverfahren im Cloud-Zeitalter anzuwenden sind, ging es darum, ob die Informationsrechte eines Gesellschafters während eines Insolvenzverfahrens ruhen. Denn normalerweise führt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zur Unterbrechung anderer laufender Verfahren, um die Insolvenzmasse zu schützen.

Da es sich um keinen klassischen Vermögensanspruch handle, werde das Verfahren auf Akteneinsicht nicht unterbrochen, legten die Münchner Gerichte fest. Es gehe dabei um ein fundamentales Kontrollrecht des Gesellschafters. Dies sichere Gesellschaftern in einer Unternehmenskrise den Zugang zu wichtigen Informationen, sofern sie bereit sind, sich auf die technischen Gegebenheiten einzulassen.

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Die Richter setzen Leitplanken für die digitale Ära. Ihr Tenor: Zugang zu digitalen Dokumenten in der Cloud reicht aus, um dem Informationsanspruch zu genügen, wenn die Dokumente ausschließlich in dieser Form existieren. WEr trotzdem auf Papierakten besteht, riskiert, dass das Begehren als unbegründet oder sogar treuwidrig abgewiesen wird.

Die Richter betonen: Wenn keine Papierdokumente existieren, ist der digitale Zugriff nicht nur eine Krücke, sondern die primäre Form der Pflichterfüllung. Das spiegelt die heutigen Gepflogenheiten digitaler Dokumentenverwaltung wider und entlastet Unternehmen von der Pflicht, digitale Daten für die Einsichtnahme auszudrucken.

Zugleich sanktionieren die Richter die Schuldnerin aber dort, wo sie Zugriff auf die Cloud verzögert oder unnötig erschwert hat. Die Kostenentscheidung des Verfahrens fällt entsprechend differenziert aus: Der Gläubiger muss einen Großteil der Kosten tragen, da sein Beharren auf der analogen Welt in weiten Teilen unberechtigt war. Die Schuldnerin zogen die Gerichte für ihre Hinhaltetaktik aber ebenfalls zur Rechenschaft.

Der IT-Rechtler Jens Ferner sieht ein wichtiges Signal für die Praxis von Firmen und Justiz. Deutlich werde, dass die Cloud ein etabliertes Medium sei, das bestehende Rechte transformiere. Firmen sollten ihre digitale Archivierung daher so strukturieren, dass sie im Streitfall geordneten Zugriff ermöglichen können.


(vbr)



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Web-Tipp: Großes Star-Trek-Gedächtnis | heise online


Wer die Vereinte Föderation der Planeten nach dem Ort fragt, an dem das geballte Wissen über die vier galaktischen Quadranten gespeichert ist, der bekommt zur Antwort: „Memory Alpha“. Der Planetoid, der nach der Star-Trek-Topologie etwa 20 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt, beherbergt die größte Bibliothek wissenschaftlicher, geschichtlicher und kultureller Informationen von Menschen, Vulkaniern, Andorianern, Tellariten und vielen anderenin der Galaxis beheimateten Völkern.



Vieles, was in der Spannung der Serienfolgen beinahe untergeht, entpuppt sich beim Sichten von Memory Alpha als enorm reizvoll gestaltet, etwa Schriftzeugnisse der Ferengi.

Gewissermaßen das Onlinegegenstück zu Memory Alpha in der Welt des Star-Trek-Film- und Fernsehkanons bildet das 2004 gestartete gleichnamige Wiki, das es mittlerweile in 18 Sprachen gibt. Die englischsprachige Variante umfasst nahezu 64.000 Artikel, die deutschsprachige etwas mehr als die Hälfte.

Hunderte von Autoren tragen dort in minutiöser Arbeit eine Vielfalt dessen zusammen, was die kanonischen Quellen an Filmhandlungen, Personen, Technik und anderen Details hergeben. Garniert mit reichlich Bildmaterial und durchsetzt von zahllosen Querverbindungen ist so eine Riesenmenge von Stoff zum Schmökern und Nachschlagen entstanden. Ein so hochkomplexer Gegenstand wie das Star-Trek-Universum lohnt nach Meinung von Autoren und Nutzern den enzyklopädischen Aufwand.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Web-Tipp: Großes Star-Trek-Gedächtnis“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



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Realbotix: humanoide Roboter mit austauschbarem Design


Das Startup Realbotix entwickelt an seinem Sitz in Las Vegas humanoide Roboter für dialogorientierte Anwendungen. Im Jahr 2025 konnte das Unternehmen nur erste Prototypen vorweisen. Auf der CES 2026 stellte Realbotix gleich drei fertige Ganzkörpermodelle vor: Aria, Melody und David.

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Sie sollen in den Bereichen „Service“ und „Interaktion“ zum Einsatz kommen. Gemeint sind Messestände, Schulungsumgebungen, Empfangsbereiche von Hotels, Versicherungen oder Einkaufstempeln, aber auch medizinische Anwendungen, sagte Realbotix-CEO Andrew Kiguel im Gespräch mit heise online.

Über KI-Sprachmodelle können sich Nutzer mit den Puppen unterhalten. Die Sprachausgabe ist mit den Bewegungen von Lippen und Kiefer gekoppelt, um das Gesprochene visuell zu begleiten. Stationäre Roboter werden über Netzstrom betrieben, mobile Varianten kommen mit integrierten Akkus für zeitlich begrenzten autonomen Betrieb.

Die Androiden von Realbotix sehen hochwertigen Sexrobotern von RealDoll oder Irontech Doll täuschend ähnlich. Solche Nutzungszwecke wies das Unternehmen aber im Gespräch mit heise online kategorisch zurück.

Realbotix bietet im Wesentlichen zwei verschiedene Module an: Büsten- und Ganzkörpervarianten in Lebensgröße. Köpfe, Gesichter und Gehäuseteile lassen sich austauschen. Preise für die Büsten beginnen bei 20.000 US-Dollar, für komplette Roboter bei 95.000 US-Dollar.

Einzeln ansteuerbare Aktuatoren bewegen Mund, Augenlider, Augenbrauen und Wangen. Servomotoren mit Positionsrückmeldung steuern Kopfbewegungen sowie Arme und Oberkörper. Laufen können die animierten Puppen nicht.

Optionale Kameras in den Augen nehmen das Gesichtsfeld der Roboter auf. Software zur Gesichts- und Objekterkennung verarbeitet das Kamerabild. So kann der Roboter Objekte im Blick behalten und über die Pupillen verfolgen können. Mikrofone mit Richtungsfilterung erfassen gesprochene Sprache. Auf der Messe funktionierte die Kommunikation aufgrund des Hintergrundlärms jedoch nur über Handmikrofone.

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Eins von drei Realbotix-Modellen für die Interaktion etwa auf Messen oder in Empfangsbereichen heißt David.

(Bild: heise medien / André Kramer)

Realbotix bietet Erweiterungen gegen Aufpreis an. Die angesprochene Gesichtserkennung ist so ein Extra. Erhältlich sind ferner zusätzliche austauschbare Köpfe, individuell angepasste Stimmen sowie die Einbindung eigener KI‑Modelle der Nutzer.

Auf Wunsch fertigt Realbotix individuelle Charaktere an. Die zusätzlichen Kosten beginnen laut Unternehmen bei 20.000 US‑Dollar, etwa für eigens modellierte Gesichter. Der Grad der Individualisierung reicht von einfachen Änderungen wie einem anderen Hautton bis hin zu vollständig neu gestalteten humanoiden Figuren.



Warum nicht eine Cyberpuknt-Büste? Gegen Aufpreis geht Realbotix detailliert auf Kundenwünsche ein. Dieses Modell verfolgt Gesprächspartner über Kameras in den Pupillen.

(Bild: heise medien / André Kramer)

Die Roboter nutzen firmeneigene, angepasste KI-Modelle. Weitere Angaben zu den KI-Modellen oder zum Training machte das Unternehmen nicht. Über WLAN verbinden sich die Roboter mit dem Internet. Je nach Anwendung verarbeiten sie die Daten lokal oder in der Cloud. Auch externe KI‑Modelle lassen sich einbinden. etwa über Schnittstellen von OpenAI, Hugging Face oder lokale Installationen wie LM Studio.

Parallel arbeitet Realbotix an einer eigenständigen KI unabhängig von der Hardware. Nutzer sollen damit KI‑Figuren über ein Abonnement auf beliebigen Geräten verwenden können, ohne einen Roboter zu besitzen.

Die aktuell in den Robotern eingesetzte KI konzentriert sich auf Dialogfunktionen und die Steuerung der mechanischen Komponenten. Gespräche unterstützt das System derzeit ausschließlich auf Englisch. Grund dafür sind laut Realbotix Einschränkungen bei der Lippensynchronisation in anderen Sprachen innerhalb der genutzten Cloud‑Dienste. Das Unternehmen will künftig aber auch andere Sprachen unterstützen.

Über eine mobile App lassen sich Dialoge, Bewegungsprofile und Persönlichkeitsparameter konfigurieren. Dadurch können die Roboter für unterschiedliche Einsatzszenarien angepasst werden.

heise online ist Medienpartner der CES 2026


(akr)



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