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Jetzt bei Umfrage mitmachen: Welche 80 Marketingthemen werden 2026 am wichtigsten?


Zweimal pro Jahr ermittelt die Marketing-Börse in einer großen Umfrage die 80 Marketingthemen, die in Unternehmen aktuell die höchste Priorität haben. Unterstützt wird die Umfrage vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und der Dmexco. HORIZONT ist Medienpartner. Machen Sie jetzt bei der Umfrage mit!
Was sind die großen Trends, die Marketer in der DACH-Region am meisten beschäftigen? Und auf welche Medienkanäle kommt es wirklich an? Um diese und weitere Fragen geht es in der Trend-Umfrage des Fachportals Marketing-Börse. Die Teilnahme an der Online-Umfrage dauert etwa zwei Minuten, die Antworten werden anonym erfasst. Wer mitmacht, erhält zur Veröffentlichung exklusiv eine Auswertung über die 80 Top-Trendthemen im Marketing, die in dieser Ausführlichkeit nirgendwo anders publiziert wird. Hier geht es direkt zur Marketing-Trend-Umfrage der Marketing-Börse!



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Ostfriesische Gelassenheit: So gechillt reagiert Langeoog auf die Mobile.de-Kampagne


Charmant und entspannt antwortet Langeoog auf die Spitzen in der jüngsten Mobile.de-Kampagne

Langeoog steht im Zentrum der neuen Mobile.de-Kampagne. Die Insel wird vom Fahrzeugmarkt liebevoll geneckt. Jetzt kontern Bürgermeister und der Tourismusverband.

Langeoog ist derzeit ziemlich angesagt. Im ZDF gab es am Sonntag im Länderspiegel eine Reportage über die ostfriesische Insel. Seit ein paar Tagen schon spielt Langeoog in einer Kampagne von Mobile.de die Hauptrolle. Der Fahrzeugmarkt zieht das Eiland darin liebevoll wegen seiner Autofreiheit auf: „Aber zum Glück lebst du nicht auf Langeoog“, heißt es unter anderem in dem Film.

Über diesen Satz könnten sich die Bewohner aufregen. Sie könnten auch tief beleidigt sein. Doch stattdessen reagieren sie im Ostfriesen-Chill, statt aufzubrausen wie ein Nordseesturm. Lässig, gewitzt und entspannt. Onno Brüling, Bürgermeister von Langeoog, antwortet mit einem offenen Brief und preist darin die Autofreiheit als echten Luxus: „Ins Rollen bringen wir hier Koffer, ‚hupen‘ tun hier nur Möwen, Staus entstehen hier nur in der Schlange zum Lieblingseis oder Lieblingsfischbrötchen“, heißt es darin unter anderem.
Kurz darauf folgt ein Reel, in dem er selbst im Strandkorb Platz nimmt und mit einem Insulaner friesisch-trocken über die Mobile.de-Werbung spricht. Seit heute dreht sich die Geschichte weiter. Der Langeoog Tourismus-Service veröffentlicht einen Film, der im Stil der Mobile.de-Kampagne gedreht ist – mit heiterer Musik und freundlichen Bildern. Natur. Fahrrad. Entspanntheit. Das Leben ohne Auto auf der Insel wird gegen dem Dauerstau in der Großstadt gegenübergestellt. „Zum Glück lebst du auf Langeoog.“

Die Liebeserklärung an die Insel und ihre Bewohner verantwortet St. Elmo’s als kreativer Partner. Das Ergebnis ist beste Tourismuswerbung, die unter anderem über Youtube gestreut wird. Und das Verhältnis zu Mobile.de? Bleibt entspannt. Denn Autos gucken sie sich die Insulaner durchaus gerne an: auf Mobile.de.



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ChatGPT zitiert Grokipedia – und das ist ein Problem


ChatGPT nutzte Grokipedia mehrfach als Wissensbasis – ausgerechnet dort, wo Nutzer:innen besonders stark auf KI vertrauen. Der Fall zeigt, wie sich automatisiertes Wissen verselbstständigt, warum klassische Korrektive fehlen und weshalb Transparenz zur zentralen Frage für Medien, Bildung und Öffentlichkeit wird.

OpenAI betont regelmäßig, wie wichtig eine breite und ausgewogene Quellenbasis für verlässliche KI-Antworten ist. Umso genauer lohnt sich der Blick auf eine Entwicklung, die sich aktuell abzeichnet: Inhalte aus Grokipedia, Elon Musks KI-basierter Wikipedia-Alternative, tauchen offenbar zunehmend in Antworten von ChatGPT auf.

Wie The Guardian berichtet, griff ChatGPT in der Version GPT-5.2 bei mehr als einem Dutzend unterschiedlicher Anfragen insgesamt neunmal auf Grokipedia als Quelle zurück. Entscheidend ist dabei weniger die Häufigkeit als das Muster. Grokipedia wurde kaum bei Themen genutzt, die breit dokumentiert und von vielen etablierten Medien und Fachpublikationen eingeordnet sind. Stattdessen diente sie als Quelle bei weniger bekannten Sachverhalten. Genau dort also, wo Nutzer:innen besonders stark auf die Einordnung durch KI vertrauen.


Grokipedia-Start:
„Besseres“ Wikipedia mit KI und ersten Problemen

Ein Bild der Grokipedia Startseite
© Grokipedia

Was ist Grokipedia und warum ist es umstritten?

Grokipedia wurde von xAI entwickelt und startete im Oktober 2025. Elon Musk hatte zuvor wiederholt Wikipedia kritisiert und der Online-Enzyklopädie politische Voreingenommen vorgeworfen. Grokipedia versteht sich als Gegenentwurf zur von Menschen kuratierten Wissensplattform.

Der zentrale Unterschied: Grokipedia ist vollständig KI-generiert. Sämtliche Inhalte stammen vom Sprachmodell Grok, das auch auf Musks Plattform X eingesetzt wird. Eine offene Community, redaktionelle Kontrolle oder transparente Diskussionsprozesse wie bei Wikipedia existieren nicht.

Schon kurz nach dem Start dokumentierten Journalist:innen erhebliche Probleme. Viele Einträge wirkten nahezu wortgleich aus Wikipedia übernommen, teils inklusive formaler Strukturen. Andere Artikel enthielten sachliche Fehler, einseitige Deutungen oder politisch aufgeladene Narrative. Fragen nach Verantwortung, Korrekturen und Transparenz blieben offen.

Erschwerend wirkt die Serie an Kontroversen rund um Grok selbst. Musks KI-Chatbot fiel in den vergangenen Monaten durch antisemitische Inhalte auf, glorifizierte Adolf Hitler als „Mecha Hitler“ und wird derzeit zur Erstellung sexualisierter, nicht einvernehmlicher Deepfakes genutzt – vor allem von Frauen und sogar Minderjährigen. In mehreren Ländern folgten daraufhin Ermittlungen und zeitweise Zugriffsbeschränkungen.

Auffällig selektiv: Wann ChatGPT Grokipedia nutzt

Besonders heikel ist nicht nur, dass ChatGPT auf Grokipedia zurückgreift, sondern wie. Laut The Guardian wurde Grokipedia nicht herangezogen, wenn es um stark dokumentierte oder intensiv diskutierte Themen ging, etwa den Sturm auf das US-Kapitol oder die HIV/AIDS-Epidemie.

Stattdessen diente Grokipedia als Quelle bei weniger bekannten Sachverhalten, etwa zu einzelnen Historiker:innen oder Nischenthemen. Genau dort, wo externe Einordnung schwieriger ist und Nutzer:innen stärker auf die Autorität der KI vertrauen, wird es problematisch. Fehler oder Verzerrungen lassen sich in solchen Fällen nicht so schnell erkennen. Das Risiko liegt also nicht bei offensichtlichen Kontroversen, sondern bei Antworten, die plausibel wirken, aber auf fragiler Wissensbasis stehen.

Wenn KI KI zitiert

OpenAI reagierte gegenüber dem Guardian defensiv. Ein:e Sprecher:in erklärte, man greife auf „ein breites Spektrum öffentlich zugänglicher Quellen und Standpunkte“ zurück. Dieses Vorgehen entspricht gängigen Retrieval-Ansätzen moderner Sprachmodelle, bei denen externe Inhalte je nach Anfrage eingebunden werden.

Der Fall Grokipedia zeigt jedoch die Kehrseite dieses Prinzips. Wenn KI-Systeme auf andere KI-generierte Wissenssammlungen zurückgreifen, entsteht ein Kreislauf. KI zitiert KI-Inhalte, die wiederum von KI erzeugt wurden. Fehler, Verzerrungen oder ideologische Narrative können sich so verstärken, ohne dass ein menschliches Korrektiv eingreift.

Weltwissen unter KI-Druck

Der größere Kontext macht die Entwicklung noch relevanter. Wikipedia steht nach 25 Jahren exemplarisch für ein zentrales Problem des Internets 2026. Offenheit allein schützt Wissen nicht mehr. Inhalte werden automatisiert abgegriffen, neu zusammengesetzt und weiterverwertet, während Transparenz über Herkunft und Kontext verloren geht.

Die Wikimedia Foundation reagiert darauf, indem sie den Zugriff von KI-Systemen neu ordnet. Über Angebote wie Wikimedia Enterprise wird automatisierter Zugang erstmals gesteuert und kommerziell geregelt. Neben Google kooperiert Wikimedia inzwischen auch mit Amazon, Meta, Microsoft, Mistral AI und Perplexity.

Während Wikipedia versucht, Kontrolle über die eigene Wissensbasis zurückzugewinnen, richtet OpenAI den Blick nach vorn. CEO Sam Altman kündigte kürzlich an, an einer „neuen Generation von Tools“ zu arbeiten. Begleitend plant OpenAI ein öffentliches Town Hall für Entwickler:innen, bei dem vor dem Start erste Einblicke und Feedback gesammelt werden sollen.

Screenshot eines X Posts von OpenAI CEO Sam Altman, in dem er ein öffentliches Town Hall für KI-Entwickler:innen ankündigt und Feedback zur Entwicklung einer neuen Tool-Generation einlädt.
Sam Altman kündigt ein öffentliches Town Hall für Entwickler:innen an und stellt eine „neue Generation von Tools“ bei OpenAI in Aussicht, © Sam Altman auf X

25 Jahre Wikipedia:
Der Kampf ums Weltwissen im KI-Zeitalter


Nicht jede KI-Antwort ist Wissen

Bei KI geht es längst nicht mehr nur darum, was ein System antwortet, sondern woher diese Antworten stammen. Wenn KI-Dienste zunehmend auf andere KI-generierte Wissensquellen zurückgreifen, wird die Herkunft schwerer nachvollziehbar – und Vertrauen zur offenen Frage. Vor allem dann, wenn diese Quellen selbst umstritten sind.

Da KI-Antworten immer häufiger als Referenz genutzt werden – in Redaktionen, im Marketing, in Bildungskontexten und im Alltag –, wird Quellenbewusstsein zur Schlüsselkompetenz. Plausibilität reicht nicht mehr aus. Wer KI nutzt, muss lernen, Antworten einzuordnen. Und wer Wissen veröffentlicht, gewinnt an Relevanz, wenn Herkunft, Einordnung und Verantwortung klar erkennbar bleiben.





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Größte Kampagne ever: So liebevoll trommelt Gustavo Gusto für seine Pizza Amore


Gustavo Gusto wirbt auch auf Außenwerbeflächen für seine Amore-Range

Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Das weiß man auch bei Gustavo Gusto. Die für ihr kreatives Packaging bekannte Food-Marke umgarnt Fans neuerdings mit der „Pizza Amore“. Bei der Einführungskampagne unter dem Kampagnendach „Deine erste Amore vergisst du nie“ ist der Name Programm.

Bereits seit Ende 2025 ist die neue „Pizza Amore“ von Gustavo Gusto in deutschen Supermärkten erhältlich. Um ihre jüngste Kreation für den heimischen Herd bekannt zu machen, legt sich die Marke jetzt auch werblich mächtig ins Zeug. Die Kommunikationsoffensive ist laut Unternehmensangaben die größte in der Geschichte von Gustavo Gusto. 

Im Mittelpunkt der inhouse kreierten Kampagne, die noch bis Mitte März deutschlandweit läuft, steht ein TV-Spot. In dem gemeinsam mit Cobblestone (Filmproduktion) und German Wahnsinn (Musik und Sounddesign) umgesetzten Commercial sind echte Menschen zu sehen, die in einer Interviewsituation jeweils erzählen sollen, wie sich „ihre erste Amore angefühlt“ hat.
Das Besondere dabei: Den 50 Befragten war vorab überhaupt nicht klar, worauf sie sich einließen. Sie erfuhren beim Casting weder, um welche Marke es sich drehte, noch um welches Produkt. Das erkannten sie erst, als die Kameras liefen. Auf diese Weise wollte Gustavo Gusto nach eigenen Angaben möglichst authentische Momente einfangen – auch beim Verzehr der Pizza im Anschluss an die Befragung. Damit sind auch die Reaktionen auf die neue „Pizza Amore“ echt, heißt es bei dem Unetrnehmen. 
„Für viele Menschen ist die erste Liebe die prägendste im ganzen Leben. Sie hinterlässt einen so tiefen Eindruck, dass sie unvergessen bleibt. Diesen Insight wollten wir nutzen, um unsere Tiefkühlpizza möglichst emotional aufzuladen“, erklärt Michael Götz, CMO von Gustavo Gusto, den Kampagnenansatz. Seine Hoffnung: „Was für die echte erste Liebe gilt, gilt auch für unsere Amore: Wer sie das erste Mal probiert, kriegt sie nicht mehr aus dem Kopf“, so Götz weiter. 
Neben dem gemeinsam mit Regisseurin Tatia Pilieva umgesetzten Werbefilm, der auch im CTV geschaltet wird, kommen auch diverse Riesenposter, (D)OOH-Motive sowie Social-Media- und POS-Maßnahmen zum Einsatz. Dass Gustavo Gusto kommunikativ nicht kleckert, sondern klotzt, kommt nicht von ungefähr. Das Unternehmen muss schließlich die neue Pizza-Range Amore im Markt etablieren. Was einiges an Überzeugungskraft erfordern dürfte. Zwar soll die neue, mit italienischem Semolina verfeinerte Teigkomposition eine „Liebeserklärung an neapolitanische Pizza“ sein, wie es heißt. Aber anders als die 16 herkömmlichen Pizzen von Gustavo Gusto haben die Amore-Pizzen keinen Durchmesser von 30, sondern lediglich von 24 Zentimetern. Es bleibt also abzuwarten, ob die Kundschaft bereit ist, für mehr Liebe, aber weniger Pizza auch den entsprechenden Preis zu zahlen.



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