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Kampagne zum Produktlaunch: So inszeniert Jung von Matt die Hingabe zum BMW 7er


Der Hero-Film zum Produktlaunch des neuen BMW 7er setzt auf Ästhetik

BMW startet den Produktlaunch des neuen 7er mit einer internationalen Kampagne von Jung von Matt. Auftakt war die Beijing Auto Show – ein strategisches Signal an den wichtigsten Einzelmarkt der Marke.

Die 360-Grad-Kampagne, die die BMW-Leadagentur Jung von Matt Hamburg entwickelt hat, startet mit dem globalen Rollout zeitgleich mit dem offiziellen Fahrzeuglaunch am 28. Mai. Ausgerichtet ist sie auf die Kernmärkte USA, Europa, Südkorea – und China. Dort feierte der neue BMW 7er im April seine Weltpremiere: Auf der Beijing Auto Show hat das Unternehmen das umfassende Facelift der BMW 7er-Reihe und der vollelektrischen Variante i7 präsentiert. Die Wahl des Ortes unterstreicht die enorme Relevanz des chinesischen Marktes für BMW.

Zentraler Bestandteil der jetzt veröffentlichten Kampagne ist ein Hero Film, der das Fahrzeug nicht klassisch inszeniert, sondern es in eine abstrahierte Bildwelt aus Landschaft, Architektur und Bewegung einbettet. Das Auto wird erst spät vollständig gezeigt, der Mensch bleibt fragmentarisch.

Produziert wurde der Film von Sterntag, Regie führte Zika Liu, Director of Photography war Denis Guth. Ergänzt wird der Film durch TV-Spots, Produktfilme in unterschiedlichen Längen sowie Bewegtbild-Assets für digitale Plattformen. Hinzu kommen Print- und Out-of-Home-Motive, die laut Agentur mit einer Kombination aus Fotografie und KI gestützten Prozessen entstanden sind.

Inhaltlich verzichtet die Kampagne weitgehend auf klassische Leistungsversprechen. Stattdessen rückt sie eine Haltung in den Mittelpunkt, die BMW mit dem 7er verbindet: nämlich die kontinuierliche Weiterentwicklung statt einem demonstrativen Status. „A Tribute To Dedication“ lautet das Motto, eine Hommage an die Hingabe also. Der Ansatz folgt der strategischen Rolle des Modells innerhalb des Portfolios. Der 7er gilt bei BMW seit jeher als technologisches und kommunikatives Flaggschiff – mit Ausstrahlung auf die gesamte Marke.

Dass die Präsentation in Peking stattfand, ist weniger symbolisch als strategisch zu bewerten. China ist seit Jahren der wichtigste Einzelmarkt für BMW, insbesondere im Luxussegment. Oberklasse Limousinen wie der 7er spielen dort eine deutlich größere Rolle als in Europa, nicht zuletzt wegen der starken Nachfrage nach repräsentativen Chauffeursfahrzeugen. Der 7er wird für den chinesischen Markt seit Jahren in spezifischen Varianten angeboten – inklusive lokal produzierter Versionen.

Allerdings: Die Marke ist vor Ort durchaus unter Druck, so dass sich die Premiere weniger als kulturelle Geste, sondern als wirtschaftliche Priorisierung lesen lässt – der Absatz ging zuletzt merklich zurück. Die Kampagne selbst bleibt bewusst global lesbar und verzichtet auf lokal spezifische Symbolik.

Dass Jung von Matt für den Launch eine reduzierte, fast distanzierte Bildsprache wählt, passt zu dieser Strategie. Statt regionaler Anpassung setzt BMW auf eine universelle Erzählung von Fortschritt und Ambition – mit dem Anspruch, in allen Märkten gleichwertig zu funktionieren. China wird damit nicht kommunikativ exotisiert, sondern als gleichberechtigter Leitmarkt behandelt.



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