Entwicklung & Code

KI-Agent zieht Adobe Lightroom erfolgreich auf Linux um


Offiziell gibt es keine Linux-Version von Adobe Lightroom. Eine inoffizielle liegt nun aber vor, denn ein Open-Source-Projekt hat die professionelle Fotoverwaltungs- und Bildbearbeitungssoftware kurzerhand mit Hilfe von Claude Code portiert. Abgesehen von kleineren Bugs bei der Grafikbeschleunigung soll das Linux-Lightroom nahezu fehlerfrei laufen.

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Initiiert wurde das Open-Source-Projekt vom User Sander110419. Sein Prompt an den Claude Code CLI agent lautete „get Lightroom CC working on Linux, then publish a reproducible recipe.“ Einige Rückfragen des Modells Claude Opus 4.7 und 55 Millionen Token später lag schließlich die Linux-Version der Desktop-App vor, deren Entstehungsprozess hier dokumentiert ist. Das Linux-Lightroom benötigt neben Wine 11.8 Staging unter anderem auch eine NVIDIA-, AMD- oder Intel-GPU mit Vulkan-Treibern.

Mit seinem Projekt begehe er keinen Copyright-Verstoß, meint Sander110419. Einmal, weil die Software kostenpflichtig bleibt, da sie nur mit einem Adobe-Creative-Cloud-Abo läuft, das Lightroom CC einschließt. Zum anderen habe die Arbeit von Claude Code größtenteils darin bestanden, Platzhalter-Bibliotheken und gepatchte DLLs zu erstellen, um inkompatible oder nicht implementierte Funktionsaufrufe abzufangen.

Der auf GitHub beschriebene Installationsprozess läuft skriptgesteuert ab. Selbst tätig werden müssen Anwenderinnen und Anwender lediglich beim Creative Cloud Offline Installer, da er sich nicht in die Set-up-Routine einbinden lässt. Nach der Anmeldung am Adobe-Account findet sich der Offline-Installer auf der Adobe-Download-Seite. Die heruntergeladene Datei ACCCx*.zip gilt es dann noch ins installers/-Verzeichnis zu verschieben. Anschließend ist die Linux-Version von Lightroom startklar.

Das Open-Source-Projekt zu Adobe Lightroom ist lange nicht das komplexeste Beispiel für KI-gestützte Softwareentwicklung. Ein anderes Kaliber: Erst kürzlich hat Claude Code die Codebasis der JavaScript- und TypeScript-Runtime und des Bundlers Bun in Rust neu geschrieben.


(mro)



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