Connect with us

Datenschutz & Sicherheit

KI-Bot: OpenClaw (Moltbot) mit hochriskanter Codeschmuggel-Lücke


Der dienstbare KI-Bot OpenClaw, auch als Moltbot oder ehedem ClawdBot bekannt, enthält eine schwerwiegende Sicherheitslücke. Angreifer können dadurch Authentifizierungstoken abgreifen und damit am Ende beliebigen Code auf dem Gateway eines Opfers ausführen.

Weiterlesen nach der Anzeige

In der Schwachstellenbeschreibung erklärt der Entwickler Peter Steinberger, dass die Kontroll-Bedienoberfläche dem Parameter gatewayUrl einer Anfrage ohne Prüfung vertraue und beim Laden automatisch dorthin verbindet. Dabei überträgt sie den Zugriffstoken zum Gateway in den WebSocket-Verbindungsdaten. Dadurch kann ein Klick auf einen präparierten Link oder der Besuch einer bösartigen Webseite den Token an von Angreifern kontrollierten Servern übertragen, die sich damit auf dem Gateway anmelden können. Dort können sie die Konfiguration ändern, etwa bezüglich Sandbox und Tool-Richtlinien, sowie Aktionen mit höheren Rechten ausführen (CVE-2026-25253, CVSS 8.8, Risiko „hoch“).

Es handelt sich damit um eine 1-Klick-Codeschmuggel-Lücke. Da der Webbrowser des Opfers als Brücke diene, können Angreifer die Lücke auch dann missbrauchen, wenn das Gateway nur an das loopback-Interface angebunden ist. Betroffen sind Versionen von OpenClaw/Moltbot bis einschließlich 2026.1.28. Version 2026.1.29 dichtet das Sicherheitsleck ab. Wer sich den KI-Bot installiert hat, sollte daher so schnell wie möglich auf die fehlerkorrigierte Fassung aktualisieren.

Der ursprünglich unter dem Namen „Clawdbot“ und aufgrund der Namensähnlichkeit zu Anthropics KI Claude dann in „Moltbot“ umbenannte entwickelte KI-Assistent hat einen extremen Hype ausgelöst. Allein auf Github hat er inzwischen fast 150.000 Sterne-Wertungen zum Meldungszeitpunkt – noch einmal ein großer Anstieg seit vergangener Woche. Der KI-Assistent ist sehr mächtig und kann viele Aktionen ausführen, auch mit hohen Rechten direkt auf dem System, auf dem er installiert ist. c’t 3003 hat sich in der jüngsten Ausgabe den KI-Bot genauer angesehen und mit dessen Wiener Entwickler Peter Steinberger gesprochen.


(dmk)



Source link

Datenschutz & Sicherheit

Dell Unity: Angreifer können Schadcode mit Root-Rechten ausführen


Dells Speicherarray-Software für die EMC-Serie Unity, UnityVSA und Unity XT sind verwundbar. Angreifer können an vier Sicherheitslücken ansetzen. Eine dagegen gerüstete Version steht zum Download bereit.

Weiterlesen nach der Anzeige

In einer Warnmeldung führen die Entwickler aus, dass zwei Schwachstellen (CVE-2026-21418 „hoch“, CVE-2026-22277 „hoch“) die Software direkt betreffen. An beiden Lücken kann ein lokaler Angreifer mit niedrigen Nutzerrechten ansetzen. Weil Eingaben nicht ausreichend geprüft werden, können präparierte OS-Befehle Angreifer zum Root machen. In dieser Position kann er dann Schadcode ausführen und Systeme so kompromittieren.

Zwei weitere Schwachstellen betreffen die Drittanbieter-Komponenten DOMPurify (CVE-2024-47875 „mittel“) und Urlparse, urllib.parse.urlsplit (CVE-2025-0938 „mittel“). Hier kann es unter anderem zu XSS-Attacken kommen.

Dells Entwickler versichern, die Schwachstellen in Dell Unity Operating Environment (OE) 5.5.3 geschlossen zu haben. Alle vorigen Ausgaben sollen angreifbar sein. Bislang gibt es keine Berichte, dass Angreifer die Lücken bereits ausnutzen.

Zuletzt hat Dell Data Protection Advisor repariert.


(des)



Source link

Weiterlesen

Datenschutz & Sicherheit

Notepad++: Updater-Übernahme durch staatliche Akteure


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Nachdem im Dezember ein Update für Notepad++ eine bereits zuvor attackierte Sicherheitslücke im Updatemechanismus geschlossen hat, liegen nun Untersuchungsergebnisse zu den Vorfällen vor. Demnach stecken wohl staatliche Akteure hinter den Angriffen.

Weiterlesen nach der Anzeige

In einem Blog-Beitrag berichtet der Notepad++-Entwickler Don Ho über die Untersuchungsergebnisse. Demnach hat Ho gemeinsam mit externen IT-Experten und dem jetzt ehemaligen Hosting-Provider den Vorfall untersucht. „Der Analyse der Sicherheitsexperten zufolge umfasste die Attacke eine Kompromittierung auf Infrastruktur-Ebene, die den bösartigen Akteuren das Abfangen und Umleiten von Update-Traffic für Notepad++ ermöglichte“, erklärt Ho. „Der genaue technische Mechanismus ist Gegenstand weiterer Untersuchungen, wobei klar ist, dass die Kompromittierung auf Ebene des Hosting-Providers auftrat anstatt durch Schwachstellen im Notepad++-Code selbst“, erörtert er weiter. Dadurch wurde Traffic bestimmter und gezielt ausgewählter Nutzer selektiv auf von den Angreifern kontrollierten Servern umgeleitet, die bösartige Update-Manifeste ausgeliefert haben.

Der Vorfall nahm seinen Anfang im Juno 2025. „Mehrere unabhängige IT-Sicherheitsforscher kommen zu dem Schluss, dass die bösartigen Akteure einer von China kontrollierten Gruppierung angehören. Das würde höchst selektive Auswahl der Ziele erklären, die bei der Kampagne zu beobachten war“, schreibt Ho weiter. Der IT-Sicherheitsexperte hat einen Notfallplan vorgeschlagen, den er zusammen mit dem Hosting-Provider verfolgt hat. Dieser hat dann eine eigene Stellungnahme zu dem Vorfall abgegeben.

Dem Provider zufolge war der Shared-Hosting-Server bis zum 2. September 2025 kompromittiert. An dem Tag hat der Provider die Maschine gewartet und in diesem Zuge Firmware und Kernel aktualisiert, im Anschluss daran konnten keine weiteren Angriffsmuster mehr festgestellt werden. „Obwohl die bösartigen Akteure den Zugriff auf den Server am 2. September 2025 verloren haben, hatten sie Zugangsdaten der internen Dienste auf dem Server, bis zum 2. Dezember 2025. Die hätten ihnen die Umleitung von Traffic zu ‚ auf ihre eigenen Server ermöglichen und die Auslieferung einer Update-Download-URL mit kompromittierten Updates ermöglichen können“, führt der Hosting-Provider aus. Die Angreifer haben den Logs zufolge gezielt nach Notepad++ gesucht und nach keinen anderen Projekten. Am 2. Dezember konnten die Systeme etwa durch Schließen von Schwachstellen und Passwortwechsel gesichert werden.

Zwar scheinen die Angriffe laut den Untersuchungsergebnissen des IT-Sicherheitsexperten am 10. November 2025 aufgehört zu haben, jedoch schätzt Dan Ho, dass bis zum 2. Dezember weitere Attacken zumindest möglich waren. Er entschuldigt bei allen Betroffenen. Um dieses gewichtige Sicherheitsproblem anzugehen, hat Ho die Notepad++-Webseite zu einem neuen Hosting-Provider umgezogen, der signifikant stärkere Sicherheitspraxis umsetzt. Innerhalb von Notepad++ hat er den WinGup-Updater in Version 8.8.9 erweitert, sodass er Zertifikate und Signaturen des heruntergeladenen Installers prüft. Auch das von der Update-URL zurückgelieferte XML ist nun signiert. Deren Prüfung forciert Notepad++ ab der kommenden Version 8.9.2, die im kommenden Monat erwartet wird. „Mit diesen Änderungen und Verstärkungen glaube ich, dass die Situation vollständig gelöst ist. Ich kreuze die Finger“, schließt Ho die Analyse.

Im vergangenen Dezember wurde bekannt, dass der Notepad++-Updater Malware auf einigen PCs installiert hatte. Die Aufräumarbeiten dauerten etwas an. Ende Dezember hat Dan Ho dann etwa Reste der zuvor genutzten Self-Signed-Zertifikate entrümpelt.

Weiterlesen nach der Anzeige


(dmk)



Source link

Weiterlesen

Datenschutz & Sicherheit

Sicherheitspatches: Root-Attacken auf IBM Db2 möglich


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Angreifer können Computer mit IBM Db2 attackieren, sich im schlimmsten Fall Root-Rechte verschaffen und Systeme im Anschluss kompromittieren. Sicherheitspatches lösen dieses Sicherheitsproblem und einige weitere. Bislang gibt es keine Berichte, dass Angreifer die Lücken bereits ausnutzen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Datenbankmanagementsystem ist insgesamt über 17 Softwareschwachstellen angreifbar. Zwei Lücken (CVE-2025-36384, CVE-2025-36184) sind mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestuft. Im ersten Fall können sich Angreifer mit Dateisystemzugriff höhere Rechte verschaffen. Im zweiten Fall ist das sogar bis zum Root-Nutzer möglich. In so einer Position ist davon auszugehen, dass Angreifer die volle Kontrolle über Systeme erlangen.

In diesen Fällen schaffen die Sicherheitsupdates Special Build #66394 für IBM Db2 11.5.9, Special Build #71609 für 12.1.3 und Special Build für 12.1.2 Abhilfe. IBMs Entwickler weisen darauf hin, dass davon wahrscheinlich auch Versionen bedroht sind, die sich nicht mehr im Support befinden. Diese Ausgaben bekommen keine Sicherheitsupdates mehr, sie bleiben deshalb verwundbar. Hier müssen Admins auf eine noch unterstützte Version upgraden.

Die verbleibenden Lücken sind mit „mittel“ eingestuft. An diesen Stellen können Angreifer etwa mit manipulierten Anfragen ansetzen, um DoS-Zustände auszulösen. Weitere Informationen zu den Lücken und Sicherheitsupdates finden sich unterhalb dieser Meldung in den verlinkten Warnmeldungen.

Erst kürzlich haben die Entwickler eine kritische Lücke in IBM Db2 Big SQL geschlossen.

Liste nach Bedrohungsgrad absteigend sortiert:

Weiterlesen nach der Anzeige


(des)



Source link

Weiterlesen

Beliebt