Künstliche Intelligenz

KI-Chatbots in WhatsApp: Meta muss Konkurrenten zulassen


Die Europäische Kommission wird Meta anweisen, konkurrierende KI-Chatbots in seinem Messengerdienst WhatsApp zuzulassen. Das gab die Kommmission am Mittwoch bekannt. Der Schritt erfolgt, nachdem der US-amerikanische Tech-Konzern Anfang März eine Zugangsgebühr eingeführt hatte.

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Im Februar leitete die EU-Kommission eine Untersuchung gegen Meta ein. Die Kommission ist der Ansicht, dass Meta seinen Konkurrenten den Zugang zu WhatsApp-Daten erschwert und damit gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstößt. Die Wettbewerbshüter drohten mit Zwangsmaßnahmen, woraufhin Meta im März konkurrierende KI-Assistenten temporär für ein Jahr und gegen eine Gebühr wieder auf WhatsApp zuließ.

Nach einer Analyse der Auswirkungen dieser Änderungen teilte die Kommission nun Meta mit, „dass die überarbeitete Richtlinie offenbar denselben Effekt hat, nämlich den Ausschluss von KI-Assistenten von Drittanbietern aus WhatsApp, und somit auf den ersten Blick gegen EU-Wettbewerbsregeln verstößt“.

„Um dem Wettbewerb ernsthaften und irreparablen Schaden zu ersparen, beabsichtigt die Kommission, Meta anzuweisen, den Zugang für KI-Assistenten von Drittanbietern unter den gleichen Bedingungen wie vor dem 15. Oktober 2025 wiederherzustellen“, hieß es in einer Erklärung, aus der die Nachrichtenagentur Reuters zitiert. Die einstweilige Maßnahme der Kommission gilt demnach bis zum Abschluss der Untersuchung.

Nach EU-Recht können die Wettbewerbsbehörden Unternehmen anweisen, mutmaßlich gegen europäisches Recht verstoßende Geschäftspraktiken vorübergehend einzustellen. Diese Anweisungen wiederum können vor den Gerichten der EU angefochten werden.

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„Die Europäische Kommission plant, ihre Regulierungsbefugnisse zu nutzen, um einigen der weltweit größten Unternehmen die kostenlose Nutzung des kostenpflichtigen Produkts WhatsApp Business zu ermöglichen“, erklärte ein Meta-Sprecher in einer E-Mail. „Das bedeutet, dass eine kleine Bäckerei in Frankreich, die für die Nutzung des Dienstes zur Annahme von Croissant-Bestellungen bezahlt, die Kosten für OpenAI tragen wird. Kleine europäische Unternehmen sollten nicht für OpenAI aufkommen müssen.“

Die Kommission teilte am Mittwoch zudem mit, ihre Untersuchung auf Italien auszuweiten. Das war zuvor von den Ermittlungen ausgenommen, da die italienische Wettbewerbsbehörde im vergangenen Jahr eine eigene Untersuchung zu mutmaßlichen Wettbewerbsverzerrungen durch die KI-Politik von WhatsApp wegen des Verdachts auf Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung im Bereich der KI-Chatbot eingeleitet hatte.


(akn)



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