Künstliche Intelligenz
KI-Sicherheitsexperte kündigt bei Anthropic und sagt: Die Welt ist in Gefahr
Ein leitender Sicherheitsforscher für Künstliche Intelligenz hat die KI-Firma Anthropic verlassen, weil er die Welt in Gefahr sieht. Mrinank Sharma begründet diese kryptische Warnung aber nicht nur mit der Entwicklung von KI, sondern auch mit biologischen Waffen und aktuellen globalen Krisen. In einem Abschiedsbrief an Kollegen nach seiner Kündigung erwähnt er aber auch den von ihm verspürten Druck innerhalb Anthropics, was beiseiteschieben würde, was wirklich zählt. Sharma will nun für eine Weile untertauchen und sich der Poesie widmen.
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Die Kündigung Sharmas erfolgte nur einen Tag, bevor eine KI-Forscherin OpenAI verließ. Zoe Hitzig begründete ihren Abschied vom Anthropic-Konkurrenten allerdings damit, dass ChatGPT in den USA Werbung einführt. „OpenAI verfügt über die detaillierteste jemals zusammengetragene Aufzeichnung privater menschlicher Gedanken“, schreibt sie bei X. „Können wir darauf vertrauen, dass sie den Versuchungen widerstehen, diese Aufzeichnungen zu missbrauchen?“
Warnung vor Abhängigkeit von KI
Hitzig verwies auf „frühe Warnsignale“, die darauf hindeuten würden, dass die Abhängigkeit von KI-Tools „besorgniserregend“ sei. Ähnlich wie soziale Netzwerke könnte dies die psychische Gesundheit der Nutzer beeinträchtigen und sogar zu Wahnvorstellungen führen. „Es ist wirklich gefährlich, einen Wirtschaftsmotor zu schaffen, der davon profitiert, solche neuen Beziehungen zu fördern, bevor wir sie verstehen“, sagte sie im Gespräch mit der BBC.
OpenAI wiegelte jedoch ab und erklärte der BBC: „Unsere Mission ist es, sicherzustellen, dass AGI (Künstliche allgemeine Intelligenz, Anm. der Red.) der gesamten Menschheit zugutekommt; unser Werbeengagement dient stets der Unterstützung dieser Mission und dem Ziel, KI zugänglicher zu machen.“ Weiter hieß es seitens der KI-Firma: „Wir behandeln Ihre Gespräche mit ChatGPT vertraulich und verkaufen Ihre Daten niemals an Werbetreibende.“
KI-Firmen stellen eigene Werte infrage
Zwar begründen die ehemaligen Mitarbeiter der hochrangigen KI-Firmen ihre Kündigungen unterschiedlich, Hitzig und Sharma haben aber ähnliche Bedenken. Auch der Ex-Angestellte Anthropics hat nach eigenen Angaben „immer wieder gesehen, wie schwer es ist, unsere Werte wirklich unser Handeln bestimmen zu lassen“. Denn die von den Start-ups angebotene KI kann nicht nur zu nützlichen Zwecken verwendet werden, Claude von Anthropic wurde auch von Cyberkriminellen missbraucht, wie die KI-Firma selbst darstellt. Allerdings gibt es auch Zweifel an dieser autonomen KI-Cyberattacke.
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Jedenfalls ist es laut Mrinank Sharma „Zeit weiterzuziehen“, obwohl er seine Zeit bei Anthropic genossen habe. Denn „die Welt ist in Gefahr“, schreibt er bei X. „Und zwar nicht nur durch KI oder Biowaffen, sondern durch eine ganze Reihe miteinander verbundener Krisen, die sich in diesem Augenblick entfalten.“ Sharma wird nach eigener Aussage nach Großbritannien zurückkehren und „für eine gewisse Zeit unsichtbar werden“. Statt sich mit KI zu beschäftigen, hofft er, „ein Poesiestudium beginnen zu können“.
(fds)
Künstliche Intelligenz
Wissen schnell wiederfinden: Mächtige Suche und smarte Lesezeichen in Obsidian
Schnell wächst eine Notizensammlung in Obsidian so an, dass sie zu unübersichtlich wird, um in den Ordnern eine bestimmte Textstelle oder Notiz zu finden. Doch Obsidian enthält verschiedene Funktionen, um in umfangreichen Notizsammlungen oder Knowledge Bases Informationen schnell wiederzufinden. Sie können aktuelle Notizen anpinnen, mit Ordnern mehr Übersicht schaffen und häufig benötigte Notizen mit einem Lesezeichen versehen. Komplexere Notizsammlungen können Sie in einer Datenbankstruktur (Base) organisieren und dort nach Bedarf filtern und sortieren, um etwa zu erledigende Aufgaben anzuzeigen.
Doch häufig führt der schnellste Weg zu einer Datei oder Textstelle über die Suchfunktion von Obsidian. Die kann deutlich mehr als nur Suchbegriffe entgegennehmen, die wichtigsten Parameter stellen wir hier durch Beispiele vor. Das Suchergebnis können Sie als Lesezeichen oder in einer Notiz speichern – auch so, dass die Suche bei jedem Aufruf erneut aktualisiert wird.
Ein Beispiel: In einem Obsidian-Vault – also einer Notizensammlung – liegen unter anderem selbst geschriebene Texte für eine Zeitschrift. Um an einem davon weiterzuarbeiten, können Sie ein Lesezeichen dafür anlegen. Doch das müssten Sie für jeden aktuellen Artikel aufs Neue erledigen und natürlich die Lesezeichen für abgeschlossene Artikel wieder entfernen. Praktischer wäre da ein Lesezeichen, das automatisch die noch nicht abgeschlossene Texte listet. Ein dynamisches Lesezeichen präsentiert eine solche Liste stets aktuell. Wir zeigen, welche praktischen Möglichkeiten die Suche in Obsidian bietet und wie Sie diese für ein dynamisches Lesezeichen nutzen.
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Künstliche Intelligenz
YouTuber baut simplen Elektromotor aus Klemmbausteinen
Der YouTuber Jamie vom YouTube-Kanal „Jamie’s Brick Jams“ hat einen funktionsfähigen Gleichstrom-Elektromotor aus Klemmbausteinen gebaut, der ohne komplizierte Steuerplatine auskommt und lediglich auf elektromagnetischen Prinzipien basiert. Zusätzlich zu den Klemmbausteinen werden nur Magnete, etwas Kupferdraht, ein Transistor und eine Batterie benötigt.
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Jamies Ziel war es, einen möglichst einfachen Elektromotor zu bauen, der ohne Steuerungselektronik, Drehzahlregler und mechanischen Kommutator auskommt. Der Bastler führte dazu die Funktionsweise eines Elektromotors auf dessen Kernprinzipien zurück.
Prinzipiell handelt es sich um eine einfache Sache: Sobald Strom durch Leiterspulen fließt, wird ein Magnetfeld erzeugt. Laufen sie in einem Magnetfeld eines Permanentmagneten (Permanentmagnetstator), führen die gegenseitigen Anziehungs- und Abstoßungskräfte zu einer Bewegung. Um einen kontinuierlichen Motorlauf zu erzielen, muss die Stromrichtung fortwährend umgepolt werden. Dadurch wird das Magnetfeld in der Leiterspule umgedreht. Um den Stromwechsel hinzubekommen, wird bei einfachen Elektromotoren ein Kommutator verwendet, der auf der Achse des Rotors sitzt.
Elektromotor aus Klemmbausteinen
Jamie baute den Rotor aus Klemmbausteinen und zwei starken runden Neodymmagneten mit 20 mm Durchmesser und 10 mm Dicke, die er auf einer Achse gegenüberliegend mit etwas Klebstoff so ausgewuchtet fixierte, dass ein leichtgängiger runder Lauf gewährleistet ist. Der Bastler nutzte nur eine einzige Antriebsspule für seinen Motor. Dazu wickelte er 0,6 mm starken Kupferdraht mit 150 Windungen um eine Klemmbaustein-Konstruktion auf.
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Das Video zeigt den Bau und die Funktion des Elektromotors aus Klemmbausteinen.
Fließt Strom durch diese Spule, entsteht ein Magnetfeld, das die Permanentmagnete des Rotors abstößt oder anzieht. Dabei reicht es aus, exakt getaktete Stromimpulse von der angeschlossenen 9-Volt-Batterie abzugeben, um den Rotor in einen gleichmäßigen Lauf zu versetzen. Um dafür das genaue Timing zu erreichen, erstellte Jamie eine Sensorspule mit 100 Windungen aus dünnem Kupferdraht. Sobald einer der beiden Magnete an der Sensorspule vorbeifährt, wird ein Strom induziert. Dieses Signal verwendet der YouTuber, um damit einen TIP31C-Transistor anzusteuern. Der Transistor nutzt das Signal, um einen kurzen Stromimpuls von der Batterie an die Ansteuerungsspule zu schalten. Die so genau getakteten Stromimpulse sorgen für einen kontinuierlichen Umlauf des Rotors. Eine optionale LED zeigt durch das Blinken die Taktung des Stromimpulses an.
Der Rotor des Elektromotors aus Klemmbausteinen muss zu Beginn angestoßen werden, erreicht dann aber eine Drehzahl von knapp 4000 U/min. Ein 1:3-Getriebe reduzierte die Drehzahl auf etwa 1300 U/min, erhöhte jedoch das Drehmoment.
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Der Maker baute einen weiteren Elektromotor mit insgesamt acht Permanentmagneten auf einer größeren Rotorscheibe, was den Lauf gleichmäßiger werden ließ und zu einem höheren Drehmoment bei niedrigerer Drehzahl von 480 U/min führte.
Den ersten Motor montierte er auf ein einfaches Fahrzeug mit Klemmbausteinen, das er mit einer fernsteuerbaren Lenkung versah. Der Elektromotor aus Klemmbausteinen trieb das Fahrzeug problemlos an. Eine Regulierung der Geschwindigkeit über die Drehzahl des Elektromotors ist jedoch nicht möglich.
(olb)
Künstliche Intelligenz
Smart Home: Home Assistant mit nützlichen Apps erweitern
Schnell einen Streaming-Dienst wie Plex einrichten, VPN per Wireguard nutzen oder Werbung mit AdGuard aus dem Heimnetz filtern: Auf einem eigenen Server zuhause lassen sich viele nützliche Dienste betreiben. Allerdings kann es recht umständlich sein, all diese Dienste zu installieren und einzurichten.
- Home Assistant lässt sich mit einer Mischung aus offiziellen Apps und Community-Erweiterungen flexibel an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen.
- Neue Apps lassen sich über einen Store in den Einstellungen von Home Assistant hinzufügen.
- Community-Apps bieten zusätzliche Flexibilität und ermöglichen es, spezialisierte Dienste wie Lebensmittelverwaltung, Medienstreaming oder Visualisierungen direkt neben Home Assistant zu betreiben.
Wer bereits Home Assistant verwendet, kann diese Dienste und viele weitere nebenher auf der genutzten Hardware installieren. Eine Mischung aus offiziellen Apps und Community-Erweiterungen bieten weitgehende Möglichkeiten und machen das System flexibler. Während offizielle Apps vor allem die Kernfunktionen von Home Assistant erweitern, liefern Community-Apps viel weitgehendere Möglichkeiten.
In diesem Artikel gehen wir auf die Grundlagen von Apps ein: Wir zeigen, wie Nutzer sie installieren, ihre Einstellungen ändern und einen Schnellzugriff einrichten. Außerdem machen wir einen kleinen Streifzug durch die vorhandenen Apps und zeigen, welche Erweiterungen man auf jeden Fall installieren sollte.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Smart Home: Home Assistant mit nützlichen Apps erweitern“.
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