Entwicklung & Code

KI-Slop vs. Open Source: KI-Branche will mit 12,5 Millionen US-Dollar helfen


Die Linux Foundation hat 12,5 Millionen US-Dollar eingesammelt, mit denen Open-Source-Projekte bei der Bewältigung der rasch wachsenden Zahl von KI-generierten Änderungswünschen geholfen werden sollen. Das hat das gemeinnützige Konsortium jetzt mitgeteilt und erklärt, dass das Geld von Anthropic, AWS, GitHub, Google, Google DeepMind, Microsoft und OpenAI stammt. Damit sollen „langfristige, nachhaltige Sicherheitslösungen“ für die weltweite Open-Source-Gemeinschaft entwickelt werden. Mit dem Geld soll den Verantwortlichen für die Projekte direkt geholfen werden, man habe damit die „außergewöhnliche Gelegenheit“, sicherzustellen, dass jene an der Front die Werkzeuge und Standards hätten, um der Entwicklung voraus zu sein.

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Das Problem des sogenannten KI-Slops im Open-Source-Bereich war in den vergangenen Wochen in den Fokus gerückt. Dafür verantwortlich sind KI-Coding-Tools wie Claude Code, mit denen seit einiger Zeit auch Menschen ohne IT-Hintergrund Pull-Requests einreichen, also Codeänderungen innerhalb von Open-Source-Projekten beantragen können. Die Hüter des Codes, die Maintainer, sind davon häufig überfordert. Deshalb war beispielsweise das Bug-Bounty-Projekt von curl im Januar eingestellt worden, später kam aber ein Rückzug vom Rückzug. Mitte Februar hat GitHub dann erste Maßnahmen dagegen angekündigt und erklärt, dass Maintainer Änderungsvorschläge leichter löschen können sollen. Das war eine der Hauptforderungen vieler überlasteter Projektverantwortlicher.

Das Geld für den Kampf gegen die „KI-Abfälle“ kommt nun von Firmen, die allesamt selbst KI-Werkzeuge anbieten und damit an der Entwicklung nicht ganz unschuldig sind. Gleichzeitig weiß man bei Anthropic & Co. aber um den Wert von Open Source. Das Ökosystem „bildet die Grundlage für fast jedes Softwaresystem der Welt und seine Sicherheit darf nicht für selbstverständlich erachtet werden“, begründet etwa Vitaly Gudanets, CISO von Anthropic, die Geldspritze. Bei OpenAI spricht man sogar von einem kritischen Moment für die globale Cybersicherheit, die ein nie dagewesenes Maß an Zusammenarbeit erfordere. Die Verteilung des Gelds soll von den Initiativen Alpha-Omega und der Open Source Security Foundation (OpenSSF) verantwortet werden.


(mho)



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