Social Media

KI Trends ohne Ende: Hilft uns das im Social Media Marketing wirklich weiter?


Und wie steht es um deine KI-Skills? Im Social Media Marketing scheint es derzeit keine andere Frage mehr zu geben als, wie es um die eigenen Fähigkeiten mit der KI bestellt ist. Prompting ist gefühlt schon wieder out. Prompten ist gewissermaßen so selbstverständlich geworden wie ein Office-Programm zu nutzen. Kann man in der Vita angeben, löst aber wenig Bewunderungsstürme aus.

Das neue Schlag-, Hype-, Trend- oder Was-auch-immer-Wort heißt: KI-Agenten. Wer nicht geschätzt fünf KI-Agenten am Tag als Marketing-Expert*in entwickelt, fällt zurück auf die letzten Plätze im ewigen Trend-Wettrennen, das im Social Media Bereich besonders rasant ist.

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Müssen wir wirklich mit jeder KI-Entwicklung mithalten?

Nützlich können die Agenten zwar sein. Aber wir wollen mit diesem Text auf etwas anderes hinaus, und falls du eine Anleitung zum Zusammenbau eines supergenialen KI-Agenten fürs Social Media Marketing erwartet hast, muss ich dich leider enttäuschen. Wir wollen in diesem Beitrag darüber sprechen, ob wir wirklich mit der KI-Entwicklung mithalten müssen?

Klar, die Frage gilt wohl für alle Lebensbereiche, aber ich will es heute vorrangig bei unserem Metier, dem Social Media Marketing und -Management, belassen. Schon aus praktischer Sicht: Wenn wir unsere gesamte Arbeitszeit nur noch mit dem Verfolgen oder besser gesagt Hinterherlaufen der neuesten KI-Entwicklungen verbringen, wo bleibt da noch Zeit für unsere eigentliche Arbeit, nämlich Kanäle der Kunden möglichst ansprechend zu betreuen und zu begleiten?

Die Zeitersparnis, die keine ist

Moment mal, heißt es nicht immer, mit KI können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren, weil plötzlich so viel Zeit für anderes bleibt als für schnöde Routineaufgaben? So einfach ist es dann leider nicht im wahren Social Media Leben. KI macht vieles schneller, aber durch den endlosen Output an KI-Inhalten müssen wir eben neben der Bewältigung unserer eigentlichen Aufgaben noch den gesamten KI-Output kuratieren und einordnen. KI-gemacht ist noch lange kein Gütesiegel.

Ebenso mögen KI-Tools ganz praktisch anwendbar sein als Privatnutzer*innen. Da nutzt man die KI für sich und gut ist. In einem Unternehmen, einer Agentur oder einem Social Media Team sieht das etwas anders aus. 

Plötzlich muss man sich darum kümmern, die passenden KI-Anwendungen auszuwählen, die KI-Inhalte mit der Markenidentität in Einklang zu bringen, und Datenschutz usw. darf auch nicht vernachlässigt werden. Bis das richtige KI-Set-up gefunden ist, dauert es ein wenig, und das Set-up wiederum muss auch regelmäßig überprüft werden, ob es überhaupt etwas bringt, außer den Tool-Stack noch weiter zu vergrößern, als er eh schon ist.

Neugier statt Mithalten mit KI-Trends

Vielleicht ist die eigentliche Erkenntnis ganz einfach: Es geht nicht darum, jeden Trend zu kennen, sondern die richtigen Fragen für sich selbst zu stellen. Statt „Welcher KI-Agent ist angesagt?“ lieber „Welches Problem habe ich eigentlich gerade und kann mir KI dabei wirklich helfen?“. Diese kleine Verschiebung macht einen großen Unterschied. Sie nimmt den Druck raus, ständig mitzuhalten, und gibt stattdessen wieder Raum für das, was unsere Arbeit eigentlich ausmacht: gute Inhalte, echte Community-Pflege und Strategien, die zur Marke passen.

Und ganz ehrlich: Das heißt nicht, dass wir KI komplett meiden sollten. Im Gegenteil. Es darf und soll Spaß machen, neugierig auszuprobieren, was ein neues Tool kann, einen KI-Agenten zu bauen, nur um zu sehen, ob er hält, was er verspricht, oder sich von einem cleveren Anwendungsfall überraschen zu lassen. 

Diese Neugier ist wertvoll und doch auch typisch als Social Media Manager*in. Ohne Neugier keine ansprechenden und authentischen Inhalte für unsere Follower*innen. Haben wir das nicht schon immer so gemacht, sogar lange bevor wir über diese ganzen KI-Begrifflichkeiten gesprochen haben?

Vergiss LinkedIn-FOMO!

Der Unterschied liegt in der Herangehensweise. Experimentieren aus Interesse statt aus Angst oder FOMO, etwas zu verpassen. Auch nicht, wenn der eigene LinkedIn-Feed mal wieder voll ist, von allen, die scheinbar weiter sind als man selbst. Probiere trotzdem alles in Ruhe aus und finde für dich heraus, was du für deine Ziele mit KI alles erreichen kannst. Oder eben ohne KI. Unter uns gesprochen: Es gibt noch genug Aufgaben auf Social Media, die man besser nicht der Maschine überlässt und wenn es einfach mal wieder ein kleiner Plausch mit der eigenen Community ist: von Mensch zu Mensch.



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