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Künstliche Intelligenz

KI und Data Science im Unternehmen – von Rohdaten zu verwertbaren Erkenntnissen


Viele Unternehmen verfügen über einen immensen Datenschatz zu eigenen Produkten, Userinnen und Usern, internen Arbeitsabläufen und mehr. Lange Zeit galt als Maxime, so viele Daten wie möglich zu sammeln, irgendwann könnten sie schließlich hilfreich werden. Diese Datensammlungen sind aber derart umfangreich, dass eine händische Analyse außerordentlich zeitintensiv wäre. Künstliche Intelligenz kann hier helfen, Muster erkennen und Rohdaten vorstrukturieren, um daraus Strategien abzuleiten. Unser Classroom KI und Data Science im Unternehmen – von Rohdaten zu verwertbaren Erkenntnissen, vermittelt praxisnah Datenquellen zu erschließen und von den ersten Analysen bis zur überzeugenden Datenstory zu gelangen.

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In fünf aufeinander aufbauenden Sessions lernen Teilnehmende die Fähigkeiten, um Daten strategisch zu nutzen und datengetriebene Entscheidungen im Unternehmen zu etablieren. Unser Experte etabliert dafür zunächst die notwendigen KI-Grundlagen. Darauf aufbauend widmet er sich etablierten Frameworks, etwa dem ACHIEVE-Framework und der Impact-vs-Effort-Matrix, um Use Cases systematisch zu bewerten und priorisieren. Im Folgenden lernen Teilnehmende alles Notwendige über Datenerfassung und -aufbereitung. Damit identifizieren sie strukturierte und unstrukturierte Datenquellen, führen explorative Datenanalysen (EDA) durch und wenden Techniken zur Datenbereinigung an. Dabei behandelt unser Experte auch ethische Aspekte der Datenanalyse und zeigt auf, wie man darin Bias erkennt und vermeidet.

Im weiteren Verlauf des Classrooms lernen Teilnehmende die praktische Anwendung von Python und Jupyter Notebooks, um traditionelle Analysemethoden und modernen KI-Tools zu kombinieren und so Arbeitsprozesse erheblich zu beschleunigen. Unser Experte widmet sich zudem der Visualisierung von Analyseergebnissen. Dabei erklärt er, wann statische oder interaktive Darstellungen sinnvoll sind und wie man komplexe Daten verständlich präsentiert.




Bereits ab dem zweiten Classroom oder einem Classroom und drei Videokursen rechnet sich unser Professional Pass mit Zugriff auf den gesamten heise academy Campus!

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Abschließend steht das Storytelling mit Daten im Fokus, um eine überzeugende Datenstory für verschiedene Zielgruppen zu entwickeln, einen strukturierten Kommunikationsplan zu erstellen und eine fokussierte Mini-Datenstrategie für einen konkreten Use Case zu entwerfen. Mit diesem Wissen sind Teilnehmende dazu in der Lage, nachhaltige und datengetriebene Initiativen im Unternehmen zu etablieren. Die Termine der Sessions sind:

  • 03.06.26: Künstliche Intelligenz strategisch nutzen – vom Buzzword zum konkreten Use Case
  • 10.06.26: Explorative Datenanalyse (EDA) – Datenquellen identifizieren und Datenqualität sichern
  • 17.06.26: Datenanalyse mit Python – Jupyter Notebooks, Pandas und ChatGPT als Analyse-Werkzeuge
  • 24.06.26: Datenvisualisierung mit Python und Tableau – von der Analyse zum aussagekräftigen Dashboard
  • 01.07.26: Datenanalyse erfolgreich kommunizieren – zielgruppenorientierte Präsentation und Strategieplanung

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Die Sessions haben eine Laufzeit von jeweils vier Stunden und finden von 9 bis 13 Uhr statt. Alle Teilnehmenden können sich nicht nur auf viel Praxis und Interaktion freuen, sondern haben auch die Möglichkeit, das Gelernte mit allen Aufzeichnungen und Materialien im Nachgang zu wiederholen und zu vertiefen. Fragen werden direkt im Live-Chat beantwortet und Teilnehmer können sich ebenfalls untereinander zum Thema austauschen. Der nachträgliche Zugang zu den Videos und Übungsmaterialien ist inklusive. Weitere Informationen und Tickets finden Interessierte auf der Website des Classrooms.

E-Mail-Adresse

Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.


(cbo)



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Künstliche Intelligenz

Elf tote Forscher, ein vermeintliches Muster: Was die Statistik dazu sagt


Auf Social-Media-Plattformen kursieren seit einigen Monaten Listen und Schaubilder, die Todesfälle und Vermisstenmeldungen der vergangenen drei Jahre bündeln: Elf Wissenschaftler in den USA – alle mit Berührung zu sicherheitsrelevanten oder politisch sensiblen Themen – sollen unter teils ungeklärten Umständen gestorben oder verschwunden sein. Hinter den Listen stehen reale Biografien: ein Nuklearforscher am MIT, ein Astrophysiker mit langjähriger Verbindung zum NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL), eine Projektmanagerin, die nach einer Wanderung vermisst wird, eine Anti-Schwerkraftforscherin aus Alabama, mehrere Raumfahrt- und Rüstungsingenieure sowie Verwaltungsangestellte.

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Vier der elf Fälle sind klar als Tötungsdelikte oder Suizide klassifiziert, andere als natürliche Todesfälle oder Vermisstenfälle. Die Frage ist, ob sie zusammen mehr ergeben als die Summe einzelner Schicksale. Auffällig ist dabei auch, was die Fälle nicht verbindet: Sie verteilen sich über mehrere Jahre, verschiedene Bundesstaaten und unterschiedlichste Einrichtungen. Die Todesursachen reichen von Herzinfarkt über Suizid bis zu Vermisstenfällen nach Wanderungen. Eine koordinierte Serie hinterlässt typischerweise ein erkennbares Muster in Ort, Zeit und Methode – das fehlt hier vollständig.

Die kursierenden Grafiken arbeiten stark mit Logos: JPL, Los Alamos National Laboratory (LANL), Kansas City National Security Campus (KCNSC), Air-Force-Labore. Die Verbindungen zwischen den Personen und Einrichtungen sind real – allerdings handelt es sich auch um große US-Arbeitgeber im Forschungsbereich.

Rechnet man Air-Force-Forschungseinrichtungen und beteiligte Unternehmen hinzu, kommt man schnell auf 30.000 bis 50.000 Beschäftigte in dem Umfeld, aus dem die elf Fälle stammen.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC weist für die Altersgruppe 20 bis 64 Jahre jährliche Sterberaten von grob 0,3 bis 0,6 Prozent je nach Altersband aus. Forschungsjobs in sicherheitsrelevanten Bereichen sind jedoch selten „Nine-to-five“: hohe fachliche Anforderungen, enge Budgets, teils strikte Geheimhaltung, politische Erwartungen – all das trägt zu chronischem Stress bei. Arbeitsmedizinische Studien zeigen, dass beruflicher Dauerstress das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen messbar erhöht, dass hohe Anforderungen bei geringer Kontrolle über Arbeitsbedingungen mit erhöhter Suizidneigung korrelieren und psychische Belastungen und Suchtprobleme indirekt auf Unfall- und Suizidrisiko wirken.

Die folgende Beispielrechnung arbeitet mit dem mittleren Durchschnitt von 0,4 Prozent – das ist für diese Gruppe eher defensiv geschätzt, denn in Hochstress-Berufen dürften Herzinfarkt und Suizid statistisch häufiger vorkommen als im Schnitt. Für ein Institut in der Größe des JPL mit rund 5500 Beschäftigten ergibt sich folgendes Bild:

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Todesursache  Rate je 100.000/Jahr  Erwartete Fälle/Jahr bei 5.500 Erwartete Fälle in 3 Jahren 
Alle Todesursachen  ca. 400  ca. 22 ca. 65
Herz-/Kreislauf  ca. 100  ca. 5–6 ca. 15–18
Unfälle gesamt  ca. 60  ca. 3 ca. 9
Schusswaffen gesamt  ca. 12  ca. 0,7 ca. 2 
davon: Mord/Tötungsdelikt  ca. 5  ca. 0,3  ca. 1 
davon: Suizid mit Schusswaffe  ca. 7  ca. 0,4  ca. 1–1,5 

Das sind keine abstrakten Zahlen – hinter jedem dieser Fälle steht ein Mensch. Statistisch sind sie dennoch erwartbar: Schon bei einem Arbeitgeber in dieser Größenordnung wären innerhalb von drei Jahren ein Mord und ein Suizid zu erwarten.

Die Aufregung rund um die „missing scientists“ lebt von einem intuitiven Eindruck: Mehrere Todesfälle, ähnliche Berufsfelder, kurzer Zeitraum – das kann doch kein Zufall sein! Doch genau das ist es – mit hoher Wahrscheinlichkeit.

In einer Grundgesamtheit von 50.000 Beschäftigten in sicherheitsrelevanter Forschung sind bei einer Sterberate von 0,4 Prozent pro Jahr rund 200 Todesfälle pro Jahr zu erwarten – über drei Jahre also rund 600. Diese 600 Fälle verteilen sich nicht gleichmäßig über alle Einrichtungen, Berufsgruppen und Todesursachen. Sie bilden zwangsläufig Cluster: Mal sterben in einem bestimmten Labor mehrere Menschen an Herzinfarkt, mal häufen sich Suizide in einem bestimmten Segment, mal trifft es zufällig Menschen mit ähnlichen Forschungsthemen. Das sieht nach einem Muster aus – ist aber nicht zwingend eines. Ein echtes Muster lässt sich nicht aus nachträglich zusammengestellten Listen ableiten, sondern nur durch Ermittlungen belegen: durch konkrete Verbindungen zwischen Tätern, Opfern und Motiven. Die liegen hier nicht vor.

Das Modell, das dieses Verhalten beschreibt, heißt Poisson-Verteilung, benannt nach dem französischen Mathematiker Siméon Denis Poisson. Die Kernaussage: Selbst bei vollkommen zufälligen, voneinander unabhängigen Ereignissen entstehen Häufungen. Sie sind kein Hinweis auf eine verborgene Ursache, sondern eine mathematische Zwangsläufigkeit.

Die Poisson-Verteilung beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis in einem Zeitraum genau k-mal auftritt, wenn es im Durchschnitt λ-mal erwartet wird:

λ ist der Erwartungswert – im Fall der 50.000 Beschäftigten beträgt er 600 Todesfälle über drei Jahre. Das k ist die tatsächlich beobachtete Anzahl – also etwa die elf Fälle der kursierenden Listen. eλ ist vereinfacht gesagt ein Normierungsfaktor, der sicherstellt, dass sich alle Wahrscheinlichkeiten zu 1 addieren.

Zwei Eigenschaften sind für unseren Fall entscheidend: Erstens sind Erwartungswert und Varianz identisch – beide gleich λ. Je größer die Grundgesamtheit, desto größer also auch die natürliche Schwankungsbreite. Zweitens beträgt die Standardabweichung √λ – bei λ = 600 also rund 24,5. Zwischen 575 und 625 Todesfälle in drei Jahren wären damit unauffällig. Ein mögliches Muster würde die Poisson-Verteilung erst signalisieren, wenn die beobachtete Zahl den Erwartungswert um mehrere Standardabweichungen überschreitet – also grob über 670 läge. Elf Fälle liegen weit darunter.

Besonders aufschlussreich wird das Modell, wenn man es auf einzelne Todesursachen anwendet. Für ein Institut in der Größe des JPL ergibt sich über drei Jahre ein Erwartungswert von rund einem Mord (λ = 1, Standardabweichung √1 ≈ 1) und rund einem bis zwei Suiziden (λ = 1,2, Standardabweichung √1,2 ≈ 1,1). Null oder zwei Fälle je Kategorie wären damit gleichermaßen unauffällig – das ist die natürliche Schwankung. Statistisch auffällig, im Sinne einer Wahrscheinlichkeit unter zwei Prozent, würde es erst ab vier Fällen je Kategorie in drei Jahren.

Auf die gesamte Community von 50.000 Beschäftigten hochgerechnet sind über drei Jahre rund 600 Todesfälle zu erwarten – darunter statistisch etwa 15 Tötungsdelikte und 40 Suizide, verteilt über Dutzende Einrichtungen und Forschungsfelder. In dieser Menge entstehen zwangsläufig Cluster: Gruppen von Fällen, die zufällig ähnliche Merkmale teilen – denselben Arbeitgeber, dasselbe Forschungsthema, dieselbe Todesursache.

Das menschliche Gehirn ist darauf ausgelegt, genau solche Cluster zu erkennen und als bedeutsam zu interpretieren – auch dann, wenn sie rein zufällig entstanden sind. Wer im Nachhinein aus Hunderten Todesfällen gezielt jene heraussucht, die besonders dubios wirken oder thematisch zusammenpassen, wird immer ein scheinbares Muster finden. Die kursierenden Listen enthalten elf Fälle – also weniger als zwei Prozent der erwartbaren Todesfälle in dieser Gruppe. Die Frage ist daher nicht, warum so viele Forscher gestorben sind – sondern warum ausgerechnet diese elf als Muster wahrgenommen werden.

Die kursierenden Grafiken und Listen sind kein zufälliger Ausschnitt aus allen Todesfällen in diesen Einrichtungen, sondern das Ergebnis einer nachträglichen Auswahl. Aufgeführt werden bevorzugt Fälle mit spektakulären Umständen wie Mord, Suizid, Vermisstenfall oder unklarer Ursache, mit symbolträchtigen Arbeitgebern wie JPL, Los Alamos oder Air-Force-Labs, und mit Themen, die ohnehin die Fantasie anregen: UFOs und UAPs, Fusionsenergie, KI, Anti-Schwerkraft.

Gewöhnlichere Fälle – etwa Krebs im Ruhestand oder Herzinfarkt jenseits der 60 – werden nicht mitgezählt, obwohl sie statistisch den Großteil der erwartbaren Todesfälle ausmachen. In der Statistik ist das ein klassisches Beispiel für Selection Bias: Die Stichprobe wird bewusst oder unbewusst so konstruiert, dass sie den Eindruck eines Musters maximal verstärkt. Aussagen über Wahrscheinlichkeiten, die auf einer solchen Stichprobe beruhen, sind irreführend.

Online werden die US-Fälle häufig mit fünf chinesischen KI-Forschern verknüpft, die in den vergangenen Jahren früh starben – als handele es sich um eine zusammenhängende globale Serie. Öffentliche Berichte nennen als Ursachen unter anderem Herzinfarkt, akute Erkrankungen und Höhenkrankheit. Doch die Verbindung ist konstruiert: Die chinesischen und die US-Fälle teilen weder Arbeitgeber noch Themenfelder noch nachweisbare operative Verbindungen.

Für sich betrachtet sind die chinesischen Fälle statistisch ebenfalls nicht ungewöhnlich. Chinas KI-Industrie beschäftigt Zehntausende Forschende, vielfach unter extremen Arbeitsbedingungen. Einzelne frühe Todesfälle sind vor diesem Hintergrund eher Ausdruck eines breiteren Problems – hoher Arbeitsstress und unzureichender Gesundheits- und Arbeitsschutz – als Hinweis auf ein gezieltes Vorgehen. Einige bringen die Fälle gar mit Liu Cixins Science-Fiction-Klassiker „Die drei Sonnen“ (“The 3 Body Problem“) in Verbindung – in dem Roman eliminiert eine hoch entwickelte außerirdische Zivilisation gezielt hochrangige Wissenschaftler der Erde. Doch auch für die Todesfälle unter den chinesischen Forschern gilt: Die Dramaturgie der Erzählung ist überzeugend – die Datenlage deckt sie nach bisherigem Kenntnisstand nicht.

Die vorliegenden Daten, die Struktur der betroffenen Einrichtungen und die Aussagen von Ermittlungsbehörden deuten in der Summe auf zufällige Häufungen in einer großen Grundgesamtheit hin – nicht auf eine koordinierte Serie von Tötungen. Die relevante Arbeitswelt umfasst Zehntausende, in der weiteren Definition Hunderttausende Beschäftigte in sicherheitsrelevanten Bereichen. Für diese Gruppe sind über wenige Jahre Hunderte Todesfälle zu erwarten – darunter statistisch leider auch Morde, Suizide und spektakuläre Unfälle. Die elf US-Fälle bilden eine kleine, nach auffälligen Kriterien selektierte Untermenge dieser Grundgesamtheit. Wo Ermittlungsbehörden Fälle abgeschlossen haben, ergaben sich bisher persönliche oder zufällige Hintergründe – kein Hinweis auf eine operative Verknüpfung.

Das nimmt den einzelnen Schicksalen nichts von ihrer Tragik. Für die Beurteilung möglicher Muster ist aber entscheidend, zwischen emotional nachvollziehbarer Beunruhigung und statistisch belastbaren Aussagen zu unterscheiden.

Wichtig: Dieser Artikel behauptet nicht, dass es keine Zusammenhänge gibt – das lässt sich auf Basis der vorliegenden Daten weder beweisen noch ausschließen. Er zeigt nur: Was als unheimliches Muster erscheint, lässt sich mit bekannten statistischen Gesetzmäßigkeiten erklären. Für mehr braucht es mehr als nachträglich zusammengestellte Fallsammlungen.


(vza)



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iScooter i8M im Test: Kompakter E-Scooter mit ABE, Luftreifen & App für 199 Euro


Der iScooter i8M will als Einsteiger-E-Scooter mit Straßenzulassung und 8,5-Zoll-Luftreifen punkten. Er kostet nur 199 Euro.

E-Scooter mit deutscher Straßenzulassung für unter 200 Euro sind selten. Der iScooter i8M will diese Lücke füllen. Für 199 Euro tritt er als günstige Einstiegsvariante an und zielt auf preisbewusste Pendler sowie Gelegenheitsfahrer.

Der i8M positioniert sich leicht unterhalb des Schwestermodells iScooter i9M, das für rund 259 Euro zu haben ist. Die Unterschiede betreffen vor allem vier Bereiche: Reifen (8,5 Zoll statt 10 Zoll), Akku (187 Wh statt 270 Wh), offizielle Reichweite (20–25 km statt 25–30 km) und Gewicht (13 kg statt 14 kg). Beide Modelle treten in Deutschland als ABE-Versionen mit 20 km/h Höchstgeschwindigkeit, 120 kg Traglast und IPX4-Spritzwasserschutz an. Ob das Gesamtpaket überzeugt, klärt dieser Test.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau geht zügig: Lenksäule hochklappen, Verriegelung schließen, Lenker aufsetzen, vier Schrauben festziehen – fertig. Der Lieferumfang fällt schlicht aus. Mit dabei sind Scooter, Bedienungsanleitung, sechs Schrauben inklusive zwei Ersatzschrauben, T-Hex-Schlüssel, Ladegerät und EU-Netzkabel. iScooter legt außerdem einen Ersatzschlauch bei. Wir empfehlen das Tragen eines Helms bei jeder Fahrt.

Optisch erinnert der i8M an längst vergangene Zeiten. So sahen E-Scooter vor fünf Jahren fast alle aus: schmaler Lenker, Display direkt im Lenker integriert, sehr minimalistisches Auftreten. Der Metallrahmen wirkt nüchtern, statt auffällig. Klare Linien, eine rutschfeste Trittfläche und ein klassisches Pendlerlayout ohne Spielereien prägen das Bild. Eine Premium-Anmutung sucht man vergebens.

Immerhin ist die Kabelführung ordentlich gelöst, im verriegelten Zustand klappert nichts auffällig. Der IPX4-Spritzwasserschutz reicht für den Alltagseinsatz aus, längere Fahrten im starken Regen sollte man trotzdem meiden. Mit 120 kg Traglast trägt der i8M auch schwerere Fahrer.

Der kleine E-Scooter überzeugt beim Klappmechanismus. Verriegelung öffnen, Lenksäule absenken, Haken am Heck einrasten lassen – schon liegt das Faltmaß bei kompakten 115 × 44 × 48 cm. Damit passt der i8M in jeden Kofferraum. Mit nur 13 kg Eigengewicht trägt er sich angenehmer als der 14 kg schwere i9M und lässt sich an der Lenkstange sicher hochheben.

Lenker & Display

Der Lenker fällt schmaler aus als bei modernen E-Scootern. Die genoppten Lenkergriffe wirken eher einfach und sind nicht ergonomisch geformt. Der Vorbau lässt sich nicht in der Höhe verstellen und die Lenker können nicht geklappt werden. Trotzdem reichen Lenkerhöhe und Trittbrett auch für größere Fahrer aus.

Rechts sitzt der Daumenhebel für die Beschleunigung. Er bietet einen angenehmen Widerstand, sitzt nicht zu stramm – auch nach längeren Fahrten ermüdet der Daumen kaum. Auf der linken Seite befindet sich der kombinierte Bremshebel.

iScooter i8M

Das Display ist schön in die Mitte des Lenkers integriert. Es zeigt die Basisdaten: Akkuanzeige, aktuelle Geschwindigkeit und Fahrstufen. Auch bei direktem Sonnenlicht bleibt es ablesbar – wenn auch schwer. Die Logik der einzigen Taste ist schlicht: lang drücken für Ein/Aus, einmal drücken fürs Licht, doppelt für den Moduswechsel, dreifach für den Wechsel zwischen km/h und mph.

Das StVZO-konforme LED-Lichtsystem mit Frontscheinwerfer und Rücklicht hängt am Stromkreislauf. Die Lichtleistung reicht eher fürs Gesehenwerden als fürs schnelle Fahren auf dunklen, unbeleuchteten Wegen. Eine Bremslichtfunktion fehlt – das Rücklicht leuchtet beim Bremsen also nicht zusätzlich auf. Auch Blinker sucht man vergeblich. Wer Wert auf höhere Sicherheit legt, findet in unserer Top 5: Der beste Blinker für E-Scooter zum Nachrüsten passende Lösungen.

App

Die iScooter-App steuert beim i8M nur Grundfunktionen. Dazu gehören Fahrmodus wechseln, Batteriestand in Prozent anzeigen, sperren und entsperren sowie das Licht ein- und ausschalten. Besondere Zusatzfunktionen wie Navigation, detaillierte Fahrstatistiken oder ein Sicherheitspaket mit Alarmfunktion bietet sie aber nicht. Im Vergleich zu Apps von Segway oder Navee bleibt iScooter klar im Einsteigerbereich.

Fahren

Der i8M fährt mit Frontantrieb. Die Produktseite nennt 500 Watt Nennleistung. Die ABE-Datenbestätigung weist jedoch nur 0,42 kW Nennleistung aus – also 420 Watt, während die offizielle Beschleunigungsangabe bei 1–3 Sekunden auf 20 km/h und die Steigfähigkeit bei 20 bis 25 % liegt.

iScooter i8M

Im Test wirkt der Motor erstaunlich schwach. Bei 85 kg Zuladung auf flachem Asphalt benötigt der i8M recht lange, bis er die 20 km/h erreicht. Einen derart kraftlosen Antrieb hatten wir schon länger nicht mehr im Test. Wer bergauf fährt, muss schon bei etwa 10 Prozent Steigung mit dem Fuß mittreten. Der i8M ist eindeutig kein Kraftpaket.

Eine Besonderheit ergibt sich daraus: Der schwache Motor verhindert, dass das Vorderrad beim Beschleunigen auf losem Untergrund durchdreht – ein typisches Problem von Frontantrieben. So gleicht der i8M ungewollt einen Nachteil seiner Bauart aus.

Die 8,5-Zoll-Luftreifen reichen für die Stadt und Asphalt aus. Eine Federung gibt es nicht. Für normale Stadtfugen, Flickstellen und kleine Bordsteinkanten reicht der i8M noch. Auf grobem Kopfsteinpflaster, schlechten Wegen oder rauem Belag verliert er aber schnell an Komfort und Ruhe. Ein wirklich weiches Fahrgefühl darf man nicht erwarten.

iScooter i8M

Trotzdem fährt sich der kleine E-Scooter angenehm kompakt. Die Spurtreue ist gut, die Lenkreaktionen bleiben gelassen. Er passt eher als günstiger Kurzstrecken-Scooter denn für längere tägliche Fahrten.

Bremsen

Der i8M nutzt zwei unabhängige Bremssysteme. Beide werden über den kombinierten Bremshebel gleichzeitig aktiviert. Vorn bremst er elektrisch über die Motorbremse, hinten mechanisch über eine Scheibenbremse mit 81 mm effektivem Durchmesser und 110 mm Außendurchmesser. Das Bremsgefühl wirkt gut dosierbar und berechenbar. Das System erfüllt den Alltagseinsatz, liefert aber keine besondere Reserve.

Akku

Im i8M steckt ein 36-V-Akku mit 5,2 Ah und 187 Wh Kapazität. Damit gehört er zu den kleinsten Akkus im aktuellen E-Scooter-Markt. Die offizielle Reichweite liegt bei 20 bis 25 km, gemessen im Labor bei 100 Prozent Ladung, 70 kg Fahrergewicht und konstanten 15 km/h.

In der Praxis fällt die Reichweite deutlich geringer aus. Bei 85 kg Zuladung, gemischter Stadt-Fahrt mit Stop-and-Go, kühlem Wetter und konstanten 20 km/h erreichen wir realistisch nur 10 bis 15 km. Damit eignet sich der i8M nur für kurze Strecken. Wer mehr Reichweite benötigt, sollte eher zum i9M oder einem anderen Modell greifen.

Das mitgelieferte 42-V/1,5-A-Ladegerät füllt den Akku in gut vier Stunden komplett auf – etwas schneller als beim i9M.

Preis

Auf der offiziellen deutschen iScooter-Seite kostet der i8M 199 Euro. Der i9M liegt mit 259 Euro 60 Euro darüber. Achtung beim Kauf: Bei „Nichtgefallen“ akzeptiert iScooter eine benutzte Rückgabe nur innerhalb von 30 Tagen und bei unter 10 km Kilometerstand.

Fazit

Der iScooter i8M bedient preisbewusste Käufer, die einen kompakten und leichten Stadt-Begleiter für kurze Strecken suchen. Mit nur 13 kg Eigengewicht und einem Faltmaß von 115 × 44 × 48 cm gehört er zu den platzsparendsten ABE-zertifizierten E-Scootern am Markt. Schlichtes Display, solide Bremse und einfache App erfüllen ihren Zweck.

Die Schwachpunkte wiegen aber schwer. Der Motor ist erstaunlich kraftlos. An Steigungen ab 10 Prozent muss der Fahrer mittreten. Die fehlende Federung und die kleinen 8,5-Zoll-Reifen machen Fahrten auf rauem Untergrund unbequem. Die reale Reichweite von 10 bis 15 km enttäuscht. Blinker und Bremslicht fehlen ebenfalls.

Wer einen günstigen Zubringer-Scooter für kurze Wege im flachen Stadtverkehr sucht, bekommt mit dem i8M einen passenden Begleiter. Für längere Pendelstrecken oder hügeliges Gelände lohnt sich der Aufpreis von 60 Euro auf den i9M.



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177 Petabyte pro Rack: Microns größte SSD ist da


Mitte letzten Jahres zeigte Micron seine SSD-Serie „6600 Ion“ mit besonders hohen Kapazitäten für Rechenzentren. Jetzt hat das Unternehmen die Kapazität verdoppelt: Bis zu 245 TByte pro Laufwerk sind geboten. Die Ions setzen noch auf PCIe 5.0 mit vier Lanes, auch wenn Micron wie auch andere Hersteller schon PCIe-6-SSDs im Angebot hat.

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Bei der Ion 6600 ist das höchste Tempo gar nicht nötig, weil sie mit Quadruple Level Cells (QLC) arbeitet, also vier Bits pro Zelle speichern kann. Das lässt sich im Vergleich zu TLC oder anderen NAND-Bauformen nur vergleichsweise langsam beschreiben, aber noch flott lesen. Für die 245-TByte-Version gibt Microns Datenblatt (PDF) 13,7 GByte pro Sekunde beim Lesen und 3 GByte/s beim Schreiben an. Beides gilt für sequenzielle Zugriffe. Beim zufälligen Schreiben von 4K-Blöcken kommt die Ion nur auf 42.000 IOPS, viele PC-SSDs schaffen hier viel mehr.

Aber darum geht es bei Microns neuen Laufwerken, die in den Formfaktoren U.2 oder E3.L gebaut sind, auch gar nicht: Sie sind für besonders hohe Kapazitäten pro Rack in Rechenzentren gedacht. Dabei sollen sie große Datenmengen vorwiegend lesend schnell zur Verfügung stellen. Ein naheliegendes Anwendungsszenario sind Trainingsdaten für KI-Modelle. Gegenüber Festplatten sind solche SSD nicht nur schneller, sondern sie fassen mehr Daten bei geringerer Leistungsaufnahme.

Die 245-TByte-SSD benötigt laut Micron nur 30 Watt im Betrieb, was die Hälfte von Festplatten gleicher Gesamtkapazität ausmachen soll. Für fünf Jahre Dauerbetrieb gibt es Garantie, dabei darf das Laufwerk einmal pro Tag komplett vollgeschrieben werden – was rein rechnerisch gerade so klappt. Mit optimierten Storage-Racks lassen sich beeindruckende Kapazitäten erreichen. Micron gibt hier 4,9 Petabyte pro Höheneinheit, oder knapp 177 Petabyte für eine komplettes Rack an (36U). Mit Festplatten soll ein ganzer Schrank nur 31,7 Petabyte fassen können.

Laut Microns Ankündigung der SSD wird sie bereits ausgeliefert. Preise nennt das Unternehmen nicht. Angesichts der aktuellen Kosten für die Vorgängerserie 6500 Ion dürfte das 245-TByte-Modell leicht im massiv sechsstelligen Bereich landen. Microns Beispiel eines Racks mit 720 der Laufwerke dürfte dann grob überschlagen einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Da solche Geräte aber meist direkt vom Hersteller über Rahmenverträge oder im Projektgeschäft von spezialisierten Dienstleistern verkauft werden, sind große Rabatte nicht unwahrscheinlich.

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