Künstliche Intelligenz
KI-Update: Grok auf Abwegen, Suizid durch KI?, ChatGPT Health, SleepFM, CES-KI
Groks KI-Bilder von Kindern, EU erhöht den Druck auf X
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Eine KI-Forscherin hat 24 Stunden lang die Antworten von Grok analysiert, dem Chatbot von Elon Musks xAI. Ergebnis: Das System erstellt im Schnitt fast 7000 sexualisierte Deepfakes pro Stunde. Das ist mehr als 80-mal so viel wie auf fünf anderen Plattformen zusammen. Nutzer verlinken einfach ein Foto und fordern den Chatbot auf, die abgebildete Person in Bikini, Unterwäsche oder kurzer Kleidung darzustellen. Grok generiert dann entsprechende Bilder, teilweise auch von Minderjährigen und Kindern.
Das US-Magazin Wired fand heraus, dass auf der eigenständigen Grok-Website noch problematischere Inhalte entstehen. Wer dort Bilder erstellen lässt und auf den Teilen-Button klickt, generiert einen Link, den Google indexiert. Über die Suchmaschine lassen sich diese Inhalte dann finden. Dort erstellt die KI auch komplett nackte Darstellungen und sexuelle Handlungen. Ob es überhaupt Schutzmaßnahmen gegen verbotene pornografische Inhalte gibt, ist unklar. Grok prüft das Alter nicht. Am Freitagmorgen begann Grok damit, Bildgenerierungen abzulehnen. Dafür sei nun ein kostenpflichtiges Abo nötig.

Suizid nach KI-Chats: Google und Character.ai wenden womöglich Urteile ab
Google und Character.ai haben sich außergerichtlich mit Klägern geeinigt, die den Plattformen vorwerfen, Jugendliche zu Selbstverletzung oder Gewalt angestiftet zu haben. In einem Fall soll ein Jugendlicher nach monatelangen Chats mit einem Chatbot, der sich als Figur aus Game of Thrones ausgab, Suizid begangen haben. Die Mutter klagte. Es handelt sich um einen der ersten Fälle in den USA, in denen KI-Unternehmen wegen möglicher psychischer Schäden zur Verantwortung gezogen werden.
Character.ai hat inzwischen reagiert und unter 18-Jährige von der Plattform ausgeschlossen. Google war in die Rechtsstreitigkeiten verwickelt, weil Ex-Mitarbeiter des Konzerns Character.ai gründeten und Google-Technik lizenzierten. Details der Einigung bleiben geheim, auch ob Geld fließt. Die Gerichte in vier US-Bundesstaaten müssen dem Vergleich noch zustimmen.
ChatGPT Health: OpenAI startet KI-Gesundheitsassistent
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OpenAI hat „ChatGPT Health“ vorgestellt, einen separaten Gesundheitsbereich innerhalb von ChatGPT. Der KI-Assistent verknüpft persönliche Gesundheitsdaten mit dem Chatbot und soll Nutzern helfen, medizinische Befunde zu verstehen, Arztbesuche vorzubereiten und Fitnessdaten auszuwerten. Die EU, die Schweiz und Großbritannien sind vorerst ausgeschlossen. Zunächst ist die Funktion nur für eine kleine Gruppe früher Nutzer zugänglich, über eine Warteliste. Laut OpenAI stellen weltweit über 230 Millionen Menschen pro Woche Gesundheitsfragen an ChatGPT.
Das Herzstück ist die Integration mit Apple Health auf dem iPhone. ChatGPT kann auf Daten wie Schritte, Herzfrequenz oder Schlafmuster zugreifen. Fitness-Apps wie MyFitnessPal oder Peloton lassen sich verknüpfen, in den USA auch elektronische Patientenakten. OpenAI verspricht besondere Schutzmaßnahmen: Gesundheitschats werden getrennt gespeichert, mit Verschlüsselung. Die Daten sollen nicht zum Training der KI-Modelle dienen. Konkrete technische Details nennt OpenAI nicht. Warum die EU draußen bleibt: Gesundheitsdaten gelten nach der Datenschutzgrundverordnung als besonders sensibel. Datenübermittlungen in die USA brauchen spezielle Garantien. Würde ChatGPT Health als medizinisches Produkt eingestuft, müsste es die EU-Medizinprodukteverordnung erfüllen. Auch der AI Act könnte zum Problem werden.
SleepFM: KI-Modell sagt Krankheitsrisiken auf Basis von Schlafdaten vorher
Wissenschaftler der Stanford University haben ein KI-Modell entwickelt, das auf Basis von Schlafdaten Krankheitsrisiken vorhersagen soll. Sleep-FM nutzt riesige Datensätze von Schlafaufzeichnungen, um das Risiko für über 130 verschiedene medizinische Erkrankungen vorherzusagen. Trainiert wurde das Modell mit über 585.000 Stunden an Aufzeichnungen aus der Polysomnographie, bei der gleichzeitig Hirnströme, Herzaktivität, Muskelbewegungen und Atmung aufgezeichnet werden.
Das Modell erkennt zuverlässig Risiken für über 130 Erkrankungen. Besonders präzise waren die Vorhersagen für Alzheimer, Prostatakrebs und Diabetes. Damit übertrifft Sleep-FM klassische medizinische Risikofaktoren wie Alter oder den Body Mass Index. Die KI liefert selbst dann verlässliche Daten, wenn ein Sensor ausfällt oder die Aufnahmequalität schwankt. In Kombination mit modernen Wearables wie Smartwatches könnten diese Erkenntnisse bald den Weg aus dem Schlaflabor in den Alltag finden und eine kontinuierliche Gesundheitsüberwachung ermöglichen.

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.
Humanoide Roboter auf der CES 2026
Auf der CES 2026 in Las Vegas liegt ein großer Schwerpunkt auf humanoiden Robotern. Auf vielen Messeständen laufen diese Roboter umher, wo sie vor wenigen Jahren noch nach drei Schritten umgefallen wären. Das Thema Physical AI kommt zum Tragen, Bewegungsdaten, mit denen sich solche Roboter trainieren lassen. Nvidia sammelt solche Daten. Das kanadische Start-up Happly Robotics hat ein Eingabegerät für Roboterhände entwickelt, das dem Nutzer über Motoren taktisches Feedback gibt. Er spürt, was der Roboter spürt. Das chinesische Unternehmen Agibot stellt sehr agile Roboter her. Boston Dynamics hat erstmals seinen Atlas-Roboter live vor einem großen Publikum vorgestellt. Hyundai plant, in Zukunft 30.000 solcher Roboter in seinen Fabriken einzusetzen.
Künstliche Intelligenz spielt auch im Automotive-Bereich eine große Rolle. Das niederländische Unternehmen HIA hat Behavioral Maneuvers vorgestellt, die Lenk- und Bremsbewegungen wie beim Menschen ausführen sollen. Grundlage dafür bilden Daten von Millionen von Fahrzeugen. Bosch verfolgt einen ähnlichen Ansatz mit seiner Software Vehicle Motion Management. Sie steuert Bremse, Lenkung, Antrieb und Fahrwerk so, dass Rollbewegungen in Kurven und Nick-Bewegungen beim Stop-and-Go-Verkehr vermieden werden. Das soll Reiseübelkeit mindern. Das US-Startup iMogul integriert ChatGPT in seine gleichnamige App, um Drehbücher zu analysieren, Zusammenfassungen zu erstellen und passende Regisseure und Schauspieler vorzuschlagen. Die App soll Autoren mit Produzenten vernetzen.
AMD zeigt riesige Chipkonstrukte Epyc Venice und Instinct MI455X
AMD hat mit einem neuen KI-Beschleuniger eines der weltweit größten Chipkonstrukte entwickelt. Insgesamt 12 Compute- und I/O-Chiplets sowie 12 Speicherstapel ergeben einen Chipverbund, der etwa so groß ist wie die Hand von AMD-Chefin Lisa Su. Bei Hardware für Rechenzentren folgt AMD immer mehr Nvidias Vorgehensweise. AMD entwirft das eigene Server-Design Helios mit möglichst viel eigener Hardware: Epyc-Prozessoren aus der neuen Venice-Generation, Instinct-MI455X-Beschleuniger, und Netzwerktechnik der übernommenen Firma Pensando.
Venice mit 256 CPU-Kernen nutzt etwa 20 Quadratzentimeter Siliziumfläche, der KI-Beschleuniger noch mehr. Die Chiplets entstehen mit 2- und 3-Nanometer-Technik von TSMC. Damit kommt die MI455X auf 320 Milliarden Transistoren. Die Chipspezifikation hält AMD bislang geheim. Die MI455X hat 12 HBM4-Stapel mit einer Gesamtkapazität von 432 GByte und einer gebündelten Übertragungsrate von fast 20 TByte pro Sekunde. Damit überholt AMD selbst Nvidias aktuellen Blackwell Ultra. Dessen Steckenpferd ist allerdings der fortschrittliche Software-Stack. Ob AMD dagegen ankommen kann, zeigt sich später im Jahr.
Shopping im Chat: Microsoft und Stripe machen Copilot zur Kasse
Microsoft und der Zahlungsdienstleister Stripe integrieren eine direkte Einkaufsfunktion in den KI-Assistenten Copilot. Nutzer in den USA können künftig Waren von ausgewählten Händlern erwerben, ohne das Chat-Fenster zu verlassen. Zum Start beteiligen sich Plattformen wie Etsy sowie Einzelhändler wie Urban Outfitters. Technisch basiert die Funktion „Copilot Checkout“ auf dem „Agentic Commerce Protocol“, einem offenen Standard für den KI-gestützten Handel, den Stripe mitentwickelt hat. Das System ermöglicht es KI-Agenten, den gesamten Kaufprozess von der Auswahl bis zur Bezahlung autonom oder teilautonom durchzuführen. OpenAI nutzt dieses Protokoll bereits für ChatGPT.
Die Umsetzung solcher Shopping-Funktionen gestaltet sich in der Praxis schwieriger als erwartet. Obwohl OpenAI bereits im September eine breite Shopping-Offensive ankündigte, verläuft der Start schleppend. Selbst Produkte prominenter Partner wie des Kofferherstellers Away sind bislang nicht über den Chatbot kaufbar. Das Kernproblem liegt in der Datenqualität: KI-Modelle haben Schwierigkeiten, unstrukturierte Produktdaten korrekt zu interpretieren. Oft ist für die KI nicht eindeutig erkennbar, ob ein Artikel tatsächlich auf Lager ist oder nur vorbestellt werden kann. Stripe versucht, dieses Problem durch eine Standardisierung der Händlerdaten an der Wurzel zu packen, doch die Bereinigung der Datenbanken erfordert viel manuelle Arbeit. Google arbeitet parallel an einem eigenen Standard, dem „Agent Payments Protocol“, das bereits über 60 Unternehmen unterstützen.
Ärger um Amazon: KI listet ungefragt Produkte externer Shops
Mehrere Online-Händler üben Kritik an Amazons neuem KI-Tool „Buy For Me“. Das Programm listet laut einem Bericht von Modern Retail Produkte von externen Webseiten automatisch auf dem Amazon-Marktplatz, ohne dass die betroffenen Shop-Betreiber zugestimmt haben. Händler berichten, dass sie erst durch ungewöhnliche Bestellungen von einer speziellen Amazon-E-Mail-Adresse auf den Vorgang aufmerksam wurden. Das System nutzt KI-Agenten, um Produkte auf Drittanbieter-Seiten zu identifizieren und Bestellungen im Namen des Kunden dort auszuführen. Amazon integriert diese Artikel dann in die eigene Suche, versehen mit einem „Buy for Me“-Button. Immer wieder sollen darin auch Fehler wie falsche Beschreibungen oder Bilder enthalten sein.
Amazon verteidigt die Funktion als Service für Kunden, die so neue Marken entdecken sollen. Wer nicht mitmachen will, muss sich aktiv per E-Mail melden, um aus dem Programm entfernt zu werden. Während der Konzern externe Inhalte für den eigenen Marktplatz nutzt, geht er juristisch gegen andere Firmen vor, die Ähnliches tun. So mahnte Amazon kürzlich Perplexity ab, weil dessen Browser Nutzern ermöglichte, via KI auf Amazon einzukaufen, ohne sich dabei auf der Amazon-Nutzeroberfläche aufzuhalten.
Gemini-Update: Google integriert KI-Suche tief in Gmail
Google erweitert seinen E-Mail-Dienst Gmail in den USA um neue KI-Funktionen. Im Zentrum steht eine neue Suchfunktion, die es Nutzern ermöglicht, den eigenen Posteingang mit natürlicher Sprache zu bedienen. Anwender können dann beispielsweise erfragen, wann der letzte Termin mit einem bestimmten Handwerker war. Die KI extrahiert die Antwort aus den entsprechenden E-Mails. Zusätzlich führt Google sogenannte „AI Overviews“ ein. Diese fassen lange E-Mail-Verläufe automatisch zusammen und heben die wichtigsten Punkte hervor.
Während die Zusammenfassungen kostenlos sind, bleibt die komplexe Frage-Funktion zahlenden Abonnenten vorbehalten. Die Schreibhilfe „Help Me Write“, mit der E-Mails erstellt oder überarbeitet werden können, schaltet Google hingegen für alle Nutzer frei. In einer Testphase befindet sich zudem eine Funktion zur Priorisierung des Posteingangs. Die KI analysiert dabei Kommunikationsmuster und Inhalte, um wichtige Nachrichten wie Rechnungen oder Arzttermine von weniger relevanter Post zu trennen. Wann die Funktionen nach Deutschland kommen, ist noch nicht bekannt.

(mali)
Künstliche Intelligenz
MacBook Neo: Gute Reparierbarkeit, Tastatur einzeln ersetzbar
Apples neues MacBook Neo ist nicht nur das günstigste Notebook, das der Konzern jemals hergestellt hat, sondern auch eines der am einfachsten zu reparierenden – und erinnert damit an ältere Generationen. Das zeigt ein erster Teardown, den ein Reparaturdienstleister durchgeführt hat, sowie Apples hauseigenes Reparaturhandbuch für das Modell, das bereits vorliegt. Demnach benötigt man zum Auseinanderbauen nur Torx-Schraubendreher. Die Verwendung eines Heißluftgeräts zum Entfernen von Verklebungen oder das Ziehen sogenannter Pull-Tabs (Klebestreifen), die man nachher mühsam ersetzen muss, fallen weg.
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Viele Komponenten leicht entnehmbar
Der gesamte Prozess der Zerlegung soll deutlich unter zehn Minuten gedauert haben, meldet die Firma TECH RE-NU aus Maidstone bei Melbourne. Komponenten wie die extrem kleine Hauptplatine, das Trackpad, die beiden Lautsprecher oder die beiden USB-C-Anschlüsse lassen sich einzeln abschrauben und tauschen. Auch der Akku lässt sich nach Lösen von 18 Schrauben entfernen. Beim ganzen Teardown gab es nur ein einziges minimal verklebtes Flexkabel. Der Bildschirm wurde in dem Video als Gesamtkomponente entnommen.
Beim australischen Teardown nicht entnommen wurde die Tastatur aus dem Topcase. Diese lässt sich aber, im Gegensatz zu allen MacBooks aus den vergangenen Jahren, einzeln austauschen – und nicht nur zusammen mit dem Topcase aus Alu. Alle drei Komponenten, die Apple in diesem Bereich verbaut, also reguläre Tastatur, Tastatur mit Touch-ID-Fingerabdrucksensor (beim teureren MacBook Neo) und Topcase, wird es offenbar als Ersatzteile geben. Im Self-Service-Repair-Laden des Herstellers sind sie derzeit aber noch nicht gelistet. Das Neo taucht dort derzeit noch nicht auf.
Positive Entwicklung bei Apple
Es wird spannend, welchen „Repairability Score“ (Reparierbarkeitswertung von 0 bis 10) vom renommierten Reparaturdienstleister iFixIt das MacBook Neo erhalten wird. Das Gerät dürfte auf den vorderen Plätzen landen. Die wie erwähnt extrem kleine Hauptplatine, auf der das A18-Pro-SoC samt integriertem RAM sowie der NAND-Flash-Speicher mit 256 oder 512 GByte sitzen, dürfte sich ohne Chip-Auslötkenntnisse wohl nicht weiter auseinanderbauen lassen. Apples Reparaturhandbuch zeigt hier nur, wie man die Hauptplatine (Logic Board) ausbaut und wieder einsetzt.
Insgesamt ist es erstaunlich, dass Apple sich bei der Reparierbarkeit des MacBook derart viel Mühe gegeben hat. Das Gerät ist damit nicht nur günstig, sondern dürfte auch lange halten, weil Nutzer alle wichtigen Komponenten – inklusive solchen, die gerne kaputt gehen wie etwa die USB-C-Ports oder das Trackpad – austauschen lassen können. Es handelt sich also keineswegs um ein Wegwerfprodukt. TECH RE-NU lobt Apple in dem Video denn auch. Man freue sich darauf, die Maschine für seine Kunden künftig reparieren zu dürfen.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Google Chrome kommt für ARM64-Linux
Google will Linux im zweiten Quartal 2026 eine native Version von Chrome für ARM64-Linux-Geräte veröffentlichen. Damit schließt der Konzern eine Lücke, die Nutzer der Plattform seit Jahren bemängeln: Zwar war der quelloffene Chromium-Browser längst für ARM64-Linux verfügbar, doch die proprietären Google-Funktionen fehlten bislang.
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Laut dem Chromium-Blog markiert der Launch „einen wichtigen Meilenstein in unserem Engagement für die Linux-Community und das ARM-Ökosystem“. Chrome für ARM64-Linux soll sämtliche Google-spezifischen Funktionen mitbringen, die Chromium fehlen: Konto-Synchronisierung für Lesezeichen, Verlauf und Tabs, direkter Zugang zum Chrome Web Store ohne Umweg über Entwicklereinstellungen, integrierte Webseiten-Übersetzung sowie Google Pay mit Autofill. Hinzu kommen Sicherheitsfunktionen wie Enhanced Protection in Safe Browsing, die mithilfe von KI vor Phishing und Malware schützen sollen, sowie der Google Password Manager mit Breach-Monitoring.
Google hatte Chrome bereits 2020 nativ für ARM-basierte Macs und 2024 für ARM-Windows bereitgestellt. Linux war die letzte große Plattform ohne native ARM64-Unterstützung. Die Installation soll über chrome.com/download möglich sein.
Alternativen
Wer bereits jetzt einen vollwertigen Browser auf ARM64-Linux nutzen möchte, kann Firefox nutzen: Mozilla bietet seinen Open-Source-Browser seit 2025 mit nativen ARM64-Linux-Builds an. Microsoft Edge hingegen unterstützt ARM64-Linux nach wie vor nicht offiziell; für Linux gibt es lediglich x86_64-Builds.
(fo)
Künstliche Intelligenz
Tinder jetzt auch mit Events, live und mit KI
Offline neue Kontakte knüpfen – das ist der neue Plan von Tinder. Der Online-Dating-Dienst bietet eine ganze Reihe neuer Funktionen an. Das klassische Modell des Swipens auf dem Sofa scheint langsam abgelöst zu werden. Zuletzt hatten das auch die Nutzerzahlen bestätigt. Online-Dating ist zumindest bei jüngeren Leuten nicht mehr so beliebt wie früher.
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Die Events sollen allerdings zunächst in Los Angeles getestet werden. Es geht dabei nicht um Events, die Tinder veranstaltet, sondern darum, Matches bei Events zu finden. Die App bekommt eine Discovery-Funktion, in der Veranstaltungen auftauchen. Man kann dann selbst angeben, vor Ort sein zu werden. Tinder schreibt in der Ankündigung, es könne sich sowohl um Quizabende als auch Töpferkurse handeln.
Offenbar auch außerhalb der USA soll es ein neues Video-Speed-Dating geben. Das sind Live-Video-Chat-Events, bei denen man also in Echtzeit Leute kennenlernen kann. Erste Veranstaltungen sind für das Frühjahr geplant. Drei Minuten haben Teilnehmer, sich kennenzulernen und zu entscheiden, ob es ein Match ist. Dann lässt sich die Gesprächszeit verlängern.
KI soll Menschen matchen
Und weil die Welt nicht ohne KI auskommt, setzt freilich auch Tinder auf diese Hilfe. KI soll passendere Matches vorschlagen. Chemistry nennt sich die Funktion, die zunächst in Neuseeland und Australien getestet wurde und nun in die USA und nach Kanada kommt. Warum die EU weiterhin außen vor bleibt, ist unklar.
Die Match Group, die hinter Tinder und auch der Dating-App Hinge steckt, hat eine Kooperation mit OpenAI. Entsprechend dürften GPT-Modelle für die KI-Funktionen genutzt werden. Um welche Version es sich genau handelt, ist allerdings ebenfalls nicht bekannt.
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Um Chemistry zu nutzen, kann man Tinder – oder eben OpenAI – Zugriff auf die eigene Fotobibliothek geben. Daraus leitet die KI dann „Insights“ ab, die auf die Persönlichkeit schließen. Der Learning-Mode soll in Echtzeit lernen, bei welchen Typen man einen grünen Daumen gibt und entsprechend eher weitere Personen vorschlagen, die dazu passen.
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Zur Sicherheit und als Identitätsnachweis muss jeder Nutzer und jede Nutzerin künftig eine Selfie-Prüfung durchlaufen – die wird nun global eingeführt.
KI überprüft zudem bereits das Geschriebene. Bei potenziell verletzender Sprache fragt Tinder nach, ob man das wirklich abschicken möchte. Wer eine erhaltene Nachricht unangemessen findet, kann dies direkt melden. Möglicherweise respektlose Inhalte werden verpixelt.
Zu den bereits vorhandenen Modi, College-Mode und Double-Date-Mode, führt Tinder einen Music-Mode ein. Dahinter verbirgt sich, dass man sein Konto mit dem von Spotify verbinden kann und ein Gegenüber den eigenen Musikgeschmack entdecken kann. Außerdem gibt es künftig einen Astrology-Mode – dabei geht es, na klar, um passende Sternzeichen. Nicht, dass einem Krebs noch ein Widder vorgeschlagen wird.
(emw)
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