Künstliche Intelligenz
KI-Wettlauf: Meta und CoreWeave mit 21-Milliarden-Dollar-Deal
Meta investiert weitere Milliarden, um im hart umkämpften KI-Wettbewerb aufzuholen. Der US-Social-Media-Konzern baut seine Partnerschaft mit dem Rechenzentrumsbetreiber CoreWeave aus. Der Deal sieht die Bereitstellung von KI-Cloud-Kapazität bis Dezember 2032 im Wert von rund 21 Milliarden US-Dollar vor. Das teilte CoreWeave am Donnerstag mit. Die neue Vereinbarung ergänzt eine ähnliche Übereinkunft vom September über 14,2 Milliarden US-Dollar.
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CoreWeave stellt seinen Kunden Hardware- und Cloud-Ressourcen bereit und ist spezialisiert auf das Training und Ausführen (Inferenz) von KI-Modellen. Dabei setzt das Unternehmen primär auf GPU-Beschleuniger von Nvidia. Das macht CoreWeave für die großen Tech-Konzerne zu einem interessanten Partner bei der Suche nach leistungsstarker Infrastruktur, die komplexe und umfangreiche KI-Workloads unterstützt.
Zugang zu Vera-Rubin-Chips von Nvidia
Die Partnerschaft mit CoreWeave verschafft Meta Zugang zu den ersten Implementierungen der Vera-Rubin-Chips der nächsten Generation von Nvidia, die doppelt so schnell sind wie die aktuellen Blackwell-Chips. „Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass führende Unternehmen die KI-Cloud von CoreWeave für ihre anspruchsvollsten Workloads nutzen“, sagte CoreWeave-CEO Michael Intrator in der Erklärung.
Im Mai vergangenen Jahres schloss CoreWeave bereits einen Deal über die Bereitstellung von Cloud-Computing-Kapazitäten im Wert von bis zu vier Milliarden US-Dollar über vier Jahre mit ChatGPT-Entwickler OpenAI. Dem war bereits eine Vereinbarung mit OpenAI über 11,9 Milliarden US-Dollar vorausgegangen.
Meta steckt Milliarden in KI-Entwicklung
Meta verstärkt durch die Zusammenarbeit mit CoreWeave seine KI-Entwicklung und -Implementierung. Der US-Konzern investierte zuletzt bereits Milliardensummen in den Ausbau seiner KI-Kapazitäten. Zentraler Baustein von Metas Strategie ist die im Sommer 2025 gegründete Einheit Meta Superintelligence Labs. Metas Chief AI Officer, der 29-jährige ehemalige CEO von Scale AI, Alex Wang, wechselte im Rahmen eines 14,3 Milliarden US-Dollar schweren Deals zu Meta.
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Mitte Februar vereinbarte der Facebook-Konzern bereits eine Partnerschaft mit Nvidia, in deren Zuge er GPUs und CPUs verschiedener Generationen für dutzende Milliarden US-Dollar einkauft. Zudem kündigte der Konzern-Chef Mark Zuckerberg an, Hunderte Milliarden US-Dollar in neue Rechenzentren zu investieren. Am gestrigen Mittwoch präsentierte Meta sein neues Flaggschiff-KI-Modell Muse Spark, das erste Modell der neu aufgebauten KI-Abteilung Meta Superintelligence Labs.
(akn)