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Künstliche Intelligenz

Kleinster QR-Code der Welt misst nur knapp 2 Quadratmikrometer


Die TU Wien arbeitet seit einiger Zeit mit dem Münchener Unternehmen Cerabyte zusammen, um eine neue Technik der Langzeitarchivierung zu entwickeln: das Schreiben von Informationen auf eine beschichtete Glasscheibe. Im Labor nutzen die Forscher QR-Codes, da sich diese recht einfach wieder auslesen lassen – und einer der Forscher hatte die Idee, den kleinsten QR-Code der Welt zu generieren.

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Der aktuelle Rekord lag den Angaben zufolge bei einem Code mit einer Kantenlänge von mehr als 2 Mikrometern. Die Wiener Forscher frästen mit fokussierten Ionenstrahlen einen QR-Code mit einer Kantenlänge von rund 1,4 Mikrometer in eine mit Chromnitrit beschichtete Glasscheibe. Da die einzelnen Punkte dieses Codes lediglich knapp 50 Nanometer breit sind, sind sie mit sichtbarem Licht nicht auflösbar, geschweige denn mit bloßem Auge erkennbar. Unter einem Elektronenmikroskop aber ließ sich der Code erkennen und auch wieder auslesen. Würde man eine komplette DIN-A4-Seite mit solch kleinen QR-Codes beschreiben, hätte diese eine Speicherkapazität von mehr als 2 Terabyte.


QR-Code vor grauem Hintergrund

QR-Code vor grauem Hintergrund

Der Mini-QR-Code führt zu einem Artikel der TU Wien. Smartphones können ihn nur derart vergrößert auslesen.

(Bild: TU Wien)

Das Institut entwickelt die Beschichtung für die Glasscheiben, mit der Cerabyte in seinem Labor eine neue Methode der Langzeitarchivierung erprobt. Cerabyte nutzt bislang weitaus größere Strukturen, aktuell passen auf eine Scheibe mit einer Kantenlänge von knapp 10 Zentimetern rund 3 GByte Daten. Später soll die Kapazität um mehrere Größenordnungen steigen.



Bei unserem Besuch im Cerabyte-Labor im Sommer 2025 konnten wir die Muster noch mit einem einfachen Mikroskop auslesen.

(Bild: Lutz Labs / heise medien)

Die Keramikschicht auf den nur 0,1 Millimeter dicken Glasscheiben ist sehr robust; sie soll viele hundert Jahre halten und gegen jegliche Umwelteinflüsse immun sein. Cerabyte plant, mehr als 100 dieser Scheiben in eine Kassette in der Größe eines Band vom Typ Linear Tape Open (LTO) zu packen. Diese können handelsübliche Bandroboter von ihrem Ablageplatz zu einem Lesegerät bringen.

Zum Beschreiben der Scheiben nutzt Cerabyte aktuell einen Femtosekundenlaser, zum Auslesen kommt eine hochauflösende Kamera zum Einsatz. Mehr dazu im Artikel Langzeit-Datenarchivierung mit Glasplatten und Femtosekundenlaser.

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(ll)



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Künstliche Intelligenz

Neues 3D-Druckverfahren ist schnell und präzise


3D-Druck kann ein langwieriges Geschäft sein: Ein Werkstück wird Schicht für Schicht aufgebaut. Ein Team aus China hat nun ein 3D-Druck-Verfahren entwickelt, bei dem ein Werkstück nach Angaben der Entwickler in Sekundenschnelle komplett aufgebaut werden kann.

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Digital Incoherent Synthesis of Holographic Light Fields (DISH) nennt das Team um Xukang Wang, Yuanzhu Ma und Yihan Niu von der renommierten Tsinghua University in Peking das Verfahren. Damit ließen sich Objekte im Millimeterbereich mit einer Auflösung von etwa 19 Mikrometern in nur 0,6 Sekunden drucken, berichtet das Team in der Fachzeitschrift Nature.

Das Verfahren ähnelt der Stereolithografie, bei der ein Harz durch Licht ausgehärtet wird. Allerdings handelt es sich um ein volumetrisches Verfahren. Hierbei wird ein Werkstück nicht schichtweise aufgebaut. Stattdessen wird ein Licht aus verschiedenen Winkeln in das Harz projiziert, sodass das Werkstück als Ganzes erstellt wird.

Das Tsinghua-Team nutzt zum Belichten einen kohärenten Laser mit einer Wellenlänge von 405 Nanometern, der durch ein digitales Mikrospiegelsystem mit einer Frequenz von 17 Kilohertz moduliert wird. Ein Periskopsystem, das bis zu zehn Mal pro Sekunde um den Harzbehälter rotiert, lenkt die Laserstrahlen in das Harz. So wird ein Muster in das Harz projiziert, damit in der richtigen Tiefe die Lichtenergie ankommt, die nötig ist, um das Harz zu härten.

DISH ist nicht das erste volumetrische 3D-Druck-Verfahren. Bei bisherigen Ansätzen wie der Computed Axial Lithography müssen jedoch Zugeständnisse bei der Präzision oder bei der Druckgeschwindigkeit gemacht werden.

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Die volumetrischen Verfahren erfordern, dass der Behälter mit dem Harz gedreht wird. Wird der Behälter zu schnell gedreht, kann das zu Vibrationen oder Bewegungen im Harz und damit zu Ungenauigkeiten beim Druck führen. Für langsame Drehungen ist ein sehr viskoses, also zähflüssiges Harz nötig, um die Positionsstabilität bei langsameren Belichtungen zu erhalten.

Das Team hat zudem gezeigt, dass sich mit dem DISH-Verfahren Objekte aus verschiedenen Materialien aufbauen lassen: Neben Harzen mit unterschiedlicher Viskosität druckten die Forscher auch mit biobasierten Hydrogelen wie Gelatinemethacrylat (GelMA) und Seidenfibroinmethacrylat (SilMA).

Anwendungen für ihr Verfahren sehen die Forscher beispielsweise in der Medizin oder in der Robotik. Langfristig soll es sich auch für den Einsatz in der Industrie eignen.


(wpl)



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Künstliche Intelligenz

Russland verabschiedet Gesetz zur Mobilfunkabschaltung


Russland weitet die Kontrolle über das Internet erheblich aus und erlaubt nun auf Forderung des Inlandsgeheimdienstes FSB die Abschaltung des Mobilfunks. Die Staatsduma in Moskau verabschiedete in einem Eilverfahren in zweiter und dritter Lesung eine Änderung des Kommunikationsgesetzes, das Mobilfunkbetreiber verpflichtet, auf Verlangen des FSB Mobilfunkverbindungen und stationäres Internet zu sperren.

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Medien zufolge verschwand im letztlich verabschiedeten Text unter anderem eine Formulierung, nach der solche Entscheidungen zum Schutz der Bürger und des Staates vor Sicherheitsbedrohungen getroffen werden. Vielmehr lege die Führung nun selbst die Gründe fest. Damit könnte etwa Präsident Wladimir Putin selbst die Abschaltung des Internets im ganzen Land oder einer Region verfügen, berichteten Medien.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete, dass mit den Änderungen vor allem auch Mobilfunkanbieter aus der Verantwortung genommen werden, wenn etwa Kunden sich über die Sperren beklagen. Schon bisher wird der Mobilfunk zum Beispiel bei Drohnengefahr durch ukrainische Gegenangriffe im russischen Angriffskrieg etwa in der Nähe von Flughäfen immer wieder abgeschaltet.

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Kremlchef Putin muss das Gesetz noch unterzeichnen, was als Formalie gilt – dann tritt es laut Tass zehn Tage nach Veröffentlichung in Kraft. Unter Putin, der selbst einmal Geheimdienstchef war, sind die Vollmachten des FSB stark ausgeweitet worden. Besonders gefürchtet bei Bürgern ist die Überwachung durch den Geheimdienst im Internet – etwa bei kriegskritischen Posts in sozialen Netzwerken. Die russischen Behörden haben Tausende Internetseiten gesperrt.


(afl)



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Künstliche Intelligenz

Nach Druck aus Hollywood: ByteDance setzt Seedance 2.0 Grenzen


ByteDance gibt dem Druck aus Hollywood nach. Der chinesische Konzern will Änderungen an seinem KI-Videogenerierungsmodell vornehmen, damit dieses keine urheberrechtlich geschützten Inhalte mehr erzeugen kann.

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Seedance 2.0 soll zukünftig nicht mehr für die Generierung von Videos verwendet werden können, in denen durch das Urheberrecht geschützte Charaktere und prominente Personen vorkommen. Das geht aus einer Stellungnahme von ByteDance hervor, die dem US-Fernsehsender CNBC vorliegt. ByteDance ergreife Maßnahmen, um eine unerlaubte Nutzung von geistigem Eigentum und Abbildungen zu verhindern, erklärte ein Sprecher des chinesischen Konzerns. Wie dies technisch vonstatten gehen soll, ließ ByteDance offen.

Erst am Wochenende hatten Hollywood-Unternehmen wie Disney und Paramount Skydance dem TikTok-Eigentümer Abmahnungen zukommen lassen, nachdem mit Seedance 2.0 KI-generierte Videoclips im Internet kursiert waren, die Figuren aus „Star Wars“ oder dem Marvel-Universum enthielten. Für besonderes Aufsehen hatte auch ein Video gesorgt, das eine realistische Kampfszene zwischen den Hollywood-Schauspielern Brad Pitt und Tom Cruise auf einem Hausdach zeigte.

Disney wirft ByteDance in seiner Abmahnung vor, dass Seedance 2.0 eine mutmaßlich raubkopierte Bibliothek aus urheberrechtlich geschützten Charakteren enthalte, die Gemeinfreiheit suggeriere.

Bereits am vergangenen Donnerstag hatte die Motion Picture Association (MPA) scharfe Kritik an ByteDance geäußert. Der Branchenverband, der große Hollywood-Studios wie Netflix, Paramount Skydance, Sony, Universal, Warner Bros. Discovery und Disney vertritt, forderte den chinesischen Konzern im Rahmen einer öffentlichen Stellungnahme auf, die „urheberrechtsverletzenden Aktivitäten“ sofort einzustellen.

„Innerhalb eines einzigen Tages hat der chinesische KI-Dienst Seedance 2.0 in großem Umfang urheberrechtlich geschützte Werke aus den USA unerlaubt verwendet“, sagte Charles Rivkin, Vorsitzender und CEO der MPA, in der Stellungnahme.

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(rah)



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