Künstliche Intelligenz

Kosmonauten arbeiten an hartnäckigem Leck: ISS-Crew bringt sich in Sicherheit


Während zwei russische Kosmonauten zum wiederholten Mal versucht haben, ein Leck auf der Internationalen Raumstation ISS abzudichten, hat die NASA drei Raumfahrer und zwei Raumfahrerinnen aufgefordert, sich in einer Raumkapsel in Sicherheit zu bringen. Das hat eine Sprecherin der US-Weltraumagentur auf dem Kurznachrichtendienst X bekannt gegeben und versichert, dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handelt. Neben der ESA-Astronautin Sophie Adenot haben sich damit ihre NASA-Kollegin Jessica Meir sowie Jack Hathaway und Christopher Williams in die Raumkapsel Dragon zurückgezogen. Zu ihnen hat sich demnach aber auch der Kosmonaut Andrej Fedjajew gesellt, er ist mit der Kapsel von SpaceX zur ISS geflogen. Inzwischen durften die fünf zurück, die Arbeiten wurden pausiert.

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Die „umfangreichen Reparaturarbeiten“, zu denen sich die russische Raumfahrtagentur auf ihrem Modul Swesda jetzt entschlossen hat, bedeuten auch, dass das hartnäckige Leck dort offenbar doch nicht geschlossen wurde. Seit Jahren entweicht aus dem sogenannten PrK-Tunnel, der das Modul mit jener Luftschleuse verbindet, an der russische Raumkapseln andocken, Luft. Erst Anfang des Jahres hieß es dann aber von der NASA, dass der Druck im betroffenen PrK-Tunnel stabil sei. Das war wohl etwas verfrüht, laut Roskosmos wurde ab 1. Mai 2026 erneut ein langsamer Druckabfall in dem Tunnel festgestellt. Öffentlich ist nicht bekannt, wie viel Luft dadurch entwichen ist, aber das Vorgehen legt zumindest nahe, dass die Lage ernster sein könnte.

Erstmals entdeckt wurde ein Leck in dem russischen Teil der ISS bereits 2019, Anfang 2024 war die Menge der entweichenden Luft dann merklich größer geworden. Danach entwichen zwischenzeitlich etwa 900 Gramm der Kabinenluft pro Tag. Weil es sich aber hinter einer Schleuse befunden hat, die versiegelt werden konnte, passierte das nur, wenn sie offen war. Die NASA hat wiederholt versichert, dass das Problem „beherrschbar“ war und innerhalb der zulässigen Spezifikationen gelegen hat. Trotzdem wurde immer weiter daran gearbeitet, das Leck zu schließen. Zwischenzeitlich war sogar die Rede von einem „Flächenbrand“, den die Verantwortlichen in ihren Händen hätten, den sie aber nicht gelöscht bekämen. Was genau die beiden Kosmonauten jetzt versucht haben, ist nicht bekannt. Laut der NASA-Sprecherin sollen jetzt erst einmal weitere Daten gesammelt werden.


(mho)



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