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„Kostengünstig“: Kioxia bringt OEM-SSD EG7 mit schnellem BiCS8 QLC

Für den Einsatz in Notebooks und Desktop-PCs hat Kioxia die neue SSD-Serie EG7 vorgestellt. Dank QLC-Speicher der 8. Generation (BiCS8) soll sie „kostengünstig“ sein, was auch immer das in Zeiten mit hohen Speicherpreisen bedeutet. In drei M.2-Formaten gibt es bis zu 2 TB und PCIe 4.0 mit maximal 7.000 MB/s.
Erst im Januar hatte Kioxia für das OEM-Segment die BG7-Serie eingeführt, die auf TLC-Speicher der 8. Generation (BiCS8) setzt. Jetzt folgt die EG7-Serie, die wiederum BiCS8-QLC-NAND nutzt. Mit 4 Bit statt 3 Bit pro Speicherzelle ist die Flächendichte von QLC höher und die Kosten pro Bit fallen geringer aus. Daher wirbt Kioxia nun mit einer „kostengünstigen“ Lösung „für preisgünstige, schlanke Laptops sowie kommerzielle Consumer-Notebooks und -Desktops“.
Allerdings werden für solche Produkte, die vom Hersteller direkt an Geschäftskunden und nicht an Endkunden verkauft werden, öffentlich keine Preise kommuniziert. Inwieweit die neue Kioxia EG7 mit QLC günstiger als die BG7 mit TLC ist, bleibt also geheim.
Leistung auf TLC-Niveau
Kioxia verspricht aber eine mit der BG7-Serie vergleichbare Leistung. Angesichts der bisher gesehenen Fortschritte beim QLC-Speicher von Kioxia klingt das gar nicht so abwegig. Der BiCS8 QLC, den Kioxia gemeinsam mit Partner Sandisk entwickelt hat, kommt zum Beispiel auch bei der Consumer-SSD WD Blue SN5100 (Test) zum Einsatz. Diese konnte sich im Testparcours von ComputerBase ausgezeichnet gegen Konkurrenten mit TLC-NAND behaupten oder diese sogar schlagen. Die früher eklatante Schreibschwäche von QLC ist bei diesem Modell deutlich abgemildert, sodass das 2-TB-Modell im QLC-Modus nach dem SLC-Puffer immer noch rund 400 MB/s erreichte.
Noch liegt kein ausführliches Datenblatt zur Kioxia EG7 vor, doch nennt der Hersteller einen maximalen sequenziellen Durchsatz von 7.000 MB/s beim Lesen und 6.200 MB/s beim Schreiben (im SLC-Cache). Die Werte dürften für das größte Modell mit 2 TB (2.048 GB) gelten. Es ist gut möglich, dass die Leistung der Varianten mit 1 TB (1.024 GB) und 512 GB etwas darunter liegen.
Zum Controller werden keine näheren Angaben gemacht. Er kann zumindest mit NVMe 2.0d umgehen und unterstützt Host Memory Buffer (HMB). Damit ist klar, dass die SSD keinen dedizierten DRAM besitzt.
Wieder in drei Formaten
Seit kurzem fährt Kioxia bei seinen OEM-SSDs dreigleisig, was die angebotenen Formfaktoren angeht. Und so gibt es auch die EG7-Serie im herkömmlichen M.2-2280-Format sowie in den kürzeren Fassungen M.2 2242 und M.2 2230. Die ersten beiden Ziffern bestimmen dabei die Breite der Platine (22 mm) und die letzten beiden Ziffern deren Länge.
Im zweiten Quartal bereits in PCs
Nach Angaben von Kioxia erfolgt gerade die Bemusterung der EG7-Serie bei „ausgewählten PC-Herstellern“. Noch im Laufe des zweiten Quartals sollen die ersten damit bestückten Systeme ausgeliefert werden.