Künstliche Intelligenz

Kostensenkung und Profitsteigerung: Snap baut 1.000 Stellen ab


Der US-Social-Media-Konzern Snap entlässt rund 1.000 Vollzeitbeschäftigte, darunter 16 Prozent seiner weltweiten Belegschaft. Dies geht aus einer internen Mitteilung von Snap-CEO Evan Spiegel an die Belegschaft hervor, die dem aktuellen Bericht an die US-Börsenaufsichtsbehörde United States Securities and Exchange Commission (SEC) vom Mittwoch beigefügt ist.

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Spiegel erklärte, die Kürzungen seien notwendig, um Kosten zu senken und die Profitabilität zu steigern. Er verwies dabei auf die Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI), die es den Snap-Mitarbeitern ermöglichen, schneller zu arbeiten. Spiegel zeigte sich überzeugt, „dass die rasanten Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz es unseren Teams ermöglichen, repetitive Aufgaben zu reduzieren, die Geschwindigkeit zu erhöhen und unsere Community, Partner und Werbekunden besser zu unterstützen“.

Die Maßnahme umfasst zusätzlich die Streichung von mehr als 300 offenen Stellen. Die Stellenstreichungen und der Einstellungsstopp werden demnach die jährlichen Kosten von Snap bis zum zweiten Halbjahr um mehr als 500 Millionen US-Dollar senken. Laut der Nachrichtenagentur Reuters beschäftigte der Konzern im Dezember 5.261 Vollzeitmitarbeiter.

Snap hat massiv in seine Augmented-Reality-Brillen-Sparte Specs investiert und will noch in diesem Jahr seine AR-Brille auf den Markt bringen. In aktualisierten Investorenunterlagen schätzte Snap, dass der Gesamtumsatz im ersten Quartal dieses Jahres um zwölf Prozent auf 1,53 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Die Snap-Aktie legte nach Bekanntwerden des Stellenabbaus an der New Yorker Börse kräftig zu; seit Jahresbeginn war der Aktienkurs um fast ein Drittel gefallen.

Die Stellenstreichungen erfolgten nur wenige Wochen, nachdem der aktivistische Investor Irenic Capital Management Anteile an dem Snapchat-Mutterkonzern erworben und rasche Veränderungen zur Verbesserung der finanziellen Performance gefordert hatte. Dazu gehörte auch die Empfehlung, dass Snap die Belegschaft reduzieren solle, um den Aktienkurs zu steigern, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Auch andere große Tech-Konzerne haben ihre Belegschaften stark reduziert. Meta strich im März weltweit Hunderte Stellen, darunter in Reality Labs. Bereits im Januar hatte der Facebook-Konzern 1.500 Stellen in der Abteilung gestrichen, während gleichzeitig die Investitionen im Bereich KI erhöht wurden. Auch Snap hat in den vergangenen Jahren erhebliche Personalreduzierungen vorgenommen. Aufgrund eines verlangsamten Wachstums der Werbeeinnahmen entließ das Unternehmen im Jahr 2022 rund 20 Prozent seiner Belegschaft und 2024 weltweit weitere 10 Prozent.

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(akn)



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