Kreativ & verlässlich zugleich: Very Good Looking rebranded IBB Ventures › PAGE online
IBB Ventures ist eine feste Größe in der Frühphasenfinanzierung Berliner Start-ups. Trotz starker Vorgaben gelingt es dem Studio Very Good Looking das Unternehmen mit einem spannenden und eigenständigen Redesign zu versehen.
Wie macht man die Doppelidentität von IBB Ventures sichtbar?
Einerseits ist der Frühphaseninvestor ein Venture Capital Unternehmen, das renditeorientiert auf die Risikofinanzierung junger und kreativer Berliner Start-ups setzt, auf der anderen Seite handelt es als Teil der IBB Gruppe, der Förderbankengruppe des Landes Berlin, im öffentlichen Auftrag.
Diese Doppelidentität von IBB Ventures darzustellen, es nicht aus der IBB Gruppe herauszulösen, aber dennoch eigenständig und selbstbewusst zu präsentieren, war die Aufgabe des Berliner Kreativstudios Very Good Looking.
Den Prozess starteten die Kreativen mit Zielgruppeninterviews und mit einem breit angelegten Workshop mit dem IBB-Ventures-Team.
Es ging darum, die Innen- und Außenansicht von IBB Ventures zu eruieren, welche Unklarheiten und Missverständnisse über das Unternehmen existieren – und welche von ihnen ein Rebranding klären kann.
Für das Rebranding gab es jedoch einige Vorgaben. Das Logo musste auf ausdrücklichen Wunsch der Unternehmenskommunikation unverändert bleiben und die Nähe zur IBB Gruppe erhalten bleiben.
Einzig ein heller Türkis-Ton, der vor mehreren Jahren von einer anderen Agentur eingeführt wurde, ist verändert worden. Weil er sich von dem Türkis der Gruppen-CI absetzte und vor allem auch, weil der fehlende Kontrast nicht barrierefrei war.
Um IBB Ventures innerhalb der Gruppe zu positionieren – und den Investor mit seiner Nähe zur Start-up-Szene gleichzeitig abzusetzen – konzentrierte sich Very Good Looking auf die Kreise, die so zentral für die Identity sind und interpretierte sie neu.
In verschiedensten Variationen, als Halbkreise, übereinander angeordnet, gestaffelt oder als Muster, bestimmen sie das neue Erscheinungsbild.
Gleichzeitig haben die Kreativen die Kreise mit Gradients und veränderten die Gewichtung der Farben, die allesamt aus der Gruppen-CI stammen.
Allen voran das Schwarz, das jetzt eine wesentlich stärkere Rolle einnimmt und das, wie es von Very Good Looking heißt, in einem starken Bezug zu Deep Tech steht. Es unterstreicht nicht nur die Tiefenwirkung der Kreise, sondern ersetzt auch das Weiß der Gruppen-CI.
Auch Sekundärfarben wie Sand und ein warmes Flaschengrün sind in den Vordergrund gerückt. Burnt Orange, ebenfalls eine Sekundärfarbe aus der Gruppen-CI, bestimmt jetzt die Hintergründe von Teambildern und Berlin-Ansichten, die sich zudem durch eine warme Lichtstimmung auszeichnen.
Die Typografie wird von der Tausend von Fontwerk Berlin bestimmt. Neben dem direkten Hauptstadt-Bezug nennt Very Good Looking die Wahl eine »Bauhaus-inspirierte Verneigung vor der gestalterischen Geschichte der Stadt«. Darüber hinaus kommt die ABC Social Mono von Dinamo zum Einsatz.
Die Auswahl der Schriften ist ein weiterer Baustein, mit dem Very Good Looking innerhalb der Gruppen-CI ein neues Erscheinungsbild schafft.
Selbstbewusst setzt es sich neben dem Key Visual, dem Spiel mit der Kreisform, der neuen Farbgewichtung und den neuen Bildwelten zusammen. So entsteht ein eigenständiges Erscheinungsbild von IBB Ventures, das an die kreative Start-up-Szene ebenso andockt wie an die IBB Gruppe.
Darüber hinaus ist ein Brandbook entstanden, das wie eine Bedienungsanleitung funktioniert, die keine essenziellen Fragen offenlässt, aber genug Spielraum für kreative Entscheidungen lässt, wie es von Very Good Looking heißt.