Künstliche Intelligenz
Kühles Blau trifft feuriges Rot: Die Bilder der Woche 8
Im Wettbewerb „Blau versus Rot” liegen aktuell die kühlen Töne vorn, aber eins steht fest: Fast jedes Bild dieser Woche spielt mit diesen Farben. Dass der Himmel dabei eine entscheidende Rolle als Motiv spielt, erklärt sich von selbst, aber auch das Rauchmuster einer Zigarette und spiegelnde Hochhausfronten reihen sich in die kühlen Bilder ein. Als Gegensatz dazu ziehen rote Lichtspuren durch die Nacht oder ein roter Teppich zieht die Blicke der Betrachter ins Bild. Machen Sie sich am besten selbst einen Eindruck von unserer Auswahl diese Woche.
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AHB VI von K P K

(Bild: K P K)
Im Berliner Abgeordnetenhaus führt ein roter Teppich in das Atrium. Ein weitgespanntes Glasdach erstreckt sich über das Foyer, sodass das Tageslicht von oben fällt und die Architektur betont. Die zentrale Perspektive setzt auf konsequente Symmetrie. Linien von Geländern und Treppen führen direkt ins Bildzentrum. Der rote Teppich setzt einen starken Farbakzent und lenkt den Blick. Ein Bild über Ordnung, Klarheit und die Wirkung von Architektur.
Atme den Augenblick von Ivan im Abstrakten

Atme den Augenblick
(Bild: Ivan im Abstrakten)
Eine Frau mit einer Zigarette im Mund. Rauch steigt auf und legt sich sanft über das Bild. Ihr Blick ist nicht zu sehen, da das Porträt einiges ausspart. Dennoch wirkt sie ruhig und gesammelt. Die Komposition nutzt Licht und Schatten gekonnt: Der Rauch zeichnet feine Linien und verleiht dem Bild Tiefe. So entsteht die Ästhetisierung eines Moments. Zwar schadet Rauchen der Gesundheit, jedoch geht es hierbei um einen kontemplativen Augenblick, um Zeit und das Bewusstsein dafür.
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Moon over La Défense von bkl

Moon over La Défense
(Bild: dg9bkl)
Ein Meer aus Hochhäusern, darüber der Mond als klarer Kontrastpunkt. Blau dominiert das gesamte Bild und taucht Stadt und Himmel in eine kühle Stimmung. Klare Vertikalen geben dem Bild Struktur, während der helle Mond sofort den Blick auf sich zieht. Bei der Fotomontage wurde eine Langzeitbelichtung der Gebäude mit einem separaten Mondbild vor homogenem Himmel kombiniert. Hier trifft Großstadt auf Stille und Technik auf Poesie.
Abendstimmung von MR1701

Abendstimmung
(Bild: MR1701)
In Zingst an der Ostsee herrschte Eiseskälte, die sowohl Mensch als auch Technik stark herausforderte. Das Meer und der Himmel zeigen sich in Strukturen, die ruhig und rau zugleich wirken, was eine eindrucksvolle Szenerie schafft. Am Horizont glüht das Abendlicht und bildet einen starken farblichen Kontrast zum kühlen Blau. Die Landschaft erscheint hier beinahe wie auf einem anderen Planeten.
Sony Alpha 7 IV| 20 mm | ISO 1250 | f/ 1.4
Silos von Mike_FJ

Silos
(Bild: Mike_FJ)
Vor einem Schotterhaufen in Oberfranken ragen zwei Silos aus dem Nebel empor. Durch die monochrome Gestaltung wirken Oberflächen und Strukturen besonders deutlich. Der Dunst umhüllt die beiden Silos und nimmt ihnen so ihre Härte. Die reduzierte Komposition lenkt den Blick auf Proportionen und Formen, wodurch das Bild an die sachliche Fotografie der Bechers erinnert. Es ist kein spektakuläres Motiv, sondern ein gezielter Blick auf industrielle Bauten, der durch Zurückhaltung seine Wirkung entfaltet.
Der Fotograf berichtet: „Von den Silos ragt hier nur etwa ein Drittel aus dem dunklen Schüttkegel heraus. Diese reduzierte Perspektive fand ich besonders spannend – das eigentliche Bauwerk tritt in den Hintergrund, die Form, die Linien und die Struktur des Materials übernehmen die Hauptrolle. Der Fördersteg wirkt wie eine Verbindung zwischen Technik und Landschaft, fast schon surreal im dichten Grau des Himmels. Die Entscheidung für Schwarz-Weiß war für mich konsequent. Der Nebel hat die Farben ohnehin geschluckt, also habe ich den Kontrast zwischen Schnee, Kohle und Metall betont. So entsteht eine klare, grafische Wirkung, die die raue Atmosphäre unterstreicht.
Es ist sicher kein Motiv, das Menschenmassen anzieht. Für mich aber bietet dieser Ort viel Raum zum Experimentieren – mit Perspektiven, mit Reduktion und mit der Frage, wie viel Architektur man zeigen muss, damit sie wirkt.“
Light Trails 2 – Gilbert Photography von forms

LighLight Trails 2 – Gilbert Photography
(Bild: forms)
In einer schneebedeckten Alpenlandschaft im Kanton Uri ziehen leuchtende Spuren in den Farben Weiß und Rot durch das Bild. Diese Langzeitbelichtung verwandelt Bewegung in reine Grafik. Die Lichtspuren, die diagonal durch das Foto führen, geben ihm eine klare Dynamik.
Der Berg im Hintergrund bildet einen ruhigen Gegenpol zu den fließenden Linien. Hier trifft alpine Stille auf rastlosen Verkehr.
Angry bird von analoochjehtooch

angry bird
(Bild: analoochjehtooch)
Dieser Glanzstar zeigt klare Kante. In der ungewöhnlichen Nahaufnahme füllt sein Gesicht fast das gesamte Bild aus. Der Vogel blickt mit einem bösen Ausdruck, der an einen „Angry Bird“ erinnert, frontal in die Kamera. Die Perspektive auf Augenhöhe erzeugt eine direkte Spannung. Sein auffällig lilafarbenes Gefieder schimmert intensiv, während der ruhige Hintergrund Farbe und Struktur leuchten lässt.
(hoh)
Künstliche Intelligenz
Sammelklage gegen Telekommunikationsanbieter 1N Telecom
Nach Tausenden Beschwerden über den Düsseldorfer Telekommunikationsanbieter 1N Telecom ziehen Verbraucherschützer vor Gericht. Das Bonner Bundesamt für Justiz veröffentlichte eine entsprechende Sammelklage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) im Verbandsklageregister, die Klage ist am Oberlandesgericht Hamm anhängig (Aktenzeichen I-13 VKl 3/25).
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Betroffene können auf Rückzahlung hoffen
Nun haben betroffene Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit, sich in das Register einzutragen und bei der Klage kostenlos mitzumachen. Möglicherweise können sie knapp 420 Euro zurückbekommen.
Diesen Geldbetrag hatte 1N Telecom in den vergangenen Jahren von neuen Kunden gefordert, aus Sicht der Verbraucherschützer zu Unrecht. Zwischen Januar 2023 und Juni 2025 beschwerten sich deutschlandweit rund 15.000 Menschen bei den Verbraucherzentralen über die Firma, viele von ihnen waren Senioren. Nicht immer ging es bei diesen Beschwerden um die 420 Euro, sondern auch um andere Anliegen bezüglich 1N Telecom.
Verwirrte Verbraucher
Verbraucherinnen und Verbraucher hatten von der Düsseldorfer Firma ein Angebot eines 24-Monats-Vertrags für das Festnetz-Telefon und DSL-Internet zugeschickt bekommen, ein Teil von ihnen nahm es an. Von denen wiederum merkten nach Darstellung des vzbv viele erst nach Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist, dass sie nicht auf Post der Deutschen Telekom reagiert, sondern einen Vertrag mit einem anderen Anbieter abgeschlossen hatten.
Manch einer von den Verbrauchern verhinderte daraufhin die Portierung seiner Telefonnummer, woraufhin 1N Telecom den noch frischen Vertrag kündigte und 419,88 Euro gewissermaßen als eine Art Schadenersatz forderte. Das zahlten viele Verbraucher. Eingeholt wurde das Geld über eine andere, mit 1N Telecom verbundene Firma, gegen die sich die Klage ebenfalls richtet.
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1N Telecom wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Sachverhalt äußern. Es handele sich um ein noch laufendes Verfahren, teilte ein Firmensprecher mit.
Anderes Gericht entschied 2023 gegen 1N Telecom
Es ist nicht das erste Mal, dass 1N Telecom wegen seines damaligen Vorgehens juristischen Gegenwind bekommt. 2023 entschied das Düsseldorfer Landgericht, dass 1N Telecom Werbebriefe nicht mehr massenhaft an Kunden der Deutschen Telekom verschicken durfte.
Die Anschreiben an die Kunden seien in der Aufmachung irreführend und machten nicht ausreichend deutlich, dass es sich nicht um einen bloßen Tarifwechsel handele, sondern es um einen Wechsel des Telekommunikationsanbieters gehe, entschied das Gericht im Sommer 2023.
Es befand die Schadenersatzpauschale von knapp 420 Euro schon damals für unzulässig (38 O 182/23). Die Sammelklage vor dem Oberlandesgericht Hamm soll nun dazu führen, dass die Verbraucher, die diesen Betrag zahlten, ihn endlich zurückbekommen.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Teurer als eine PS5: Razers neue Edel-Tastatur knackt die 500-Euro-Marke
Razer bringt mit der Huntsman Signature Edition eine auf 1.337 Stück begrenzte Sonderedition seiner bekannten Gaming-Tastatur auf den Markt. Der Preis liegt bei satten 550 Euro, der Verkaufsstart ist für den 22. Februar 2026 exklusiv über Razer geplant. Technisch basiert das Modell auf der Huntsman V3 Pro 8KHz.
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Im Vergleich zur rund 290 Euro teuren V3 Pro 8KHz unterscheidet sich die Signature Edition vor allem durch Materialwahl und Ausstattung. Genannt werden ein aus einem Aluminiumblock gefrästes Gehäuse mit spezieller Oberflächenbehandlung, handgefertigte PBT-Tastenkappen, zusätzliche Schalldämmung sowie eine auf fünf Jahre verlängerte Garantie. Die Kerntechnik bleibt identisch.
Premium-Tastatur für Sammler
Wie aus der Produktübersicht hervorgeht, kommen Razers „Analog Optical Switches“ der zweiten Generation zum Einsatz. Diese erfassen Eingaben per Lichtsignal statt über mechanische Kontakte. Dadurch soll die die sogenannte Entprellzeit entfallen, also die Verzögerung durch mechanisches Nachfedern. Der Auslösepunkt lässt sich zwischen 0,1 und 4,0 Millimetern einstellen.
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Hinzu kommen Funktionen wie „Rapid Trigger“, bei dem eine Taste bereits beim minimalen Zurücksetzen erneut auslöst, sowie eine Polling-Rate von 8.000 Hertz, was besonders schnelle Signalübertragung bedeutet. Die Lebensdauer bei Huntsman-Modellen liegt laut Razer bei bis zu 100 Millionen Anschlägen.
Die Huntsman Signature Edition kommt in einer edlen Kunstleder-Box, einer Unterlage, dem passenden USB-Kabel und Zubehör für Reinigung und Wartung. Trotz der edlen Ausstattung dürfte der satte Preissprung gegenüber der V3 Pro bei Fans zumindest für Naserümpfen sorgen. Der Aufpreis zahlt vor allem auf Optik und Limitierung ein, nicht auf messbare Leistungsgewinne. Razer spricht also klar Sammler, Technik-Enthusiasten und Profis an, weniger Hobby-E-Sportler.
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(joe)
Künstliche Intelligenz
„Wirtschaftlich bedeutsam“ – KI sorgt für Produktivität
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz steigert die Produktivität von Unternehmen innerhalb der EU um rund vier Prozent. Das legt ein Arbeitspapier der Europäischen Investitionsbank (EIB) nahe. Das sei zwar „wirtschaftlich bedeutsam“, aber eine geringere Steigerung, als andere Szenarien prognostiziert hätten.
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Entgegen verbreiteten Befürchtungen konnte kein Stellenabbau aufgrund von KI festgestellt werden. Die Mitarbeitenden würden in KI-anwendenden Unternehmen zum Teil sogar von höheren Löhnen profitieren. Entscheidend dafür sei nicht bloß die Anschaffung der Software, sondern besonders Investitionen in entsprechende Fort- und Weiterbildungen des Personals.
Ob diese Entwicklungen langfristig anhalten, lasse sich bisher nicht absehen. Die Forschenden betonen, dass es sich hierbei um eine Momentaufnahme handeln könnte, die wieder abreißt.
Für ihre Analyse haben die Forschenden der Bank über 12.000 Nichtfinanzunternehmen in der EU mit 800 vergleichbaren US-Unternehmen in einem Zeitraum von fünf Jahren gegenübergestellt und mithilfe der Instrumentalvariablenmethode analysiert. So solle nicht nur Repräsentativität hergestellt, sondern auch KI als eindeutiger Grund für steigende Produktivität identifiziert werden.
KI sorgt auch für Ungleichheit
Von dieser Produktivitätssteigerung haben jedoch nicht alle EU-Staaten etwas, erklären die Forschenden. Während Unternehmen in wirtschaftlich weiter entwickelten Staaten, etwa Schweden oder Deutschland, vielfach auf KI setzen, bleiben wirtschaftlich weniger entwickelte Staaten auf der Strecke. Besonders seit 2023 wachse diese Schere im KI-Vorbereitungsindex.
Auch bei den europäischen Firmen sei dies erkennbar. Demnach profitieren besonders große und mittelgroße Unternehmen von der Produktivitätssteigerung. Kleinen Unternehmen in der EU mit weniger als 50 Mitarbeitenden fehle es oft an Ressourcen und Expertise, um KI im erforderlichen Maße einzusetzen.
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Jetzt soll die EU handeln
Die EU sollte kleine Unternehmen finanziell dabei unterstützen, die erforderliche Größe für eine KI-Implementation zu erreichen, führen die Autorinnen und Autoren daher als Handlungsempfehlung für die EU an. Dafür müsse man die europäischen Finanzmärkte stärken. Neben Investitionen in KI-Software und Lizenzen sei es außerdem wichtig, Fortbildungen und Lehrgänge zum Umgang mit KI zu fördern.
Mehr Produktivität auch in den USA
Vor einigen Tagen berichtete der Direktor des Stanford Digital Economy Lab, Erik Brynjolfsson, dass ein Produktivitätsschub in den USA in einer ähnlichen Größenordnung mit KI erklärt werden kann. Der jährliche nationale Produktivitätszuwachs habe sich dort 2025 im Vergleich zu den vorherigen zehn Jahren auf 2,7 Prozent verdoppelt. Grund dafür seien die einsetzenden Wirkungen von Investitionen in den KI-Markt.
(mho)
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