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Kulturkampft im US-Außenministerium? › PAGE online


Es kommt nicht oft vor, dass Schrift für solche Wellen sorgt. Doch seit US-Außenminister Marco Rubio ankündigte, die Calibri durch die Times New Roman zu ersetzen, wird weltweit darüber diskutiert. Wir haben Typedesigner:innen und Foundrys gefragt, was sie von der Entscheidung halten – typografisch und politisch.

Kulturkampft im US-Außenministerium? › PAGE online

Im Januar 2023 hatte das US-Außenministerium unter Joe Biden und mit Antony J. Blinken aus Außenminister die Verwendung der Calibri eingeführt. Um ein leichteres und barrierefreies Lesen zu ermöglichen und zudem Technologien wie Bildschirmreader zu unterstützen, die Menschen mit Sehschwächen oder Legasthenie unterstützen.

Anfang Dezember verkündete der jetzige Außenminister Marco Rubio, dass die Umstellung auf Calibri nichts gebracht hätte, »außer einer Verschlechterung der offiziellen Korrespondenz der Abteilung« und wies unter dem Betreff »Return to Tradition« an: »Times New Roman 14-Point Font Required for All Department Paper«.

Seither steht das Telefon des niederländischen Typografen Lucas de Groot, der die Calibri in den frühen 2000ern zeichnete, nicht mehr still. Zudem widmete alleine die New York Times dem Thema bisher drei Artikel und wird weltweit darüber diskutiert.

Wir haben bei Typedesigner:innen und Foundrys aus Deutschland, Großbritannien und den USA nachgefragt, was sie von der Entscheidung halten.

Weder professionell noch effizient

Unter ihnen: Jakob Runge und Natalie Rauch von den TypeMates, deren herrlich exzentrische Gregory Poster wir zuletzt vorgestellt haben.

Jakob Runge: »Willkommen im Kulturkampf. Mit der Umstellung der Schriftart des US-Außenministeriums entbrennt eine Debatte und zack fertig: Ressourcen werden gebunden, um sich über das Für und Wider von ideologisch motivierten Entscheidungen zu unterhalten, statt sich mit wirklich wichtigen oder schwierig zu lösenden Themen auseinanderzusetzen. Das funktioniert wunderbar, und weil es diesmal um das Thema Schrift geht, sind die Knöpfe bei uns allen hier im Artikel gedrückt.

Den Impuls, per Rollback zurück zur Vergangenheit zu ziehen, ohne sich konstruktiv weiterzuentwickeln, kann ich in der politischen Strategie nachvollziehen. Im Ergebnis ist er aber weder professionell noch effizient: Schon nach weniger als drei Jahren Dokumente und Templates erneut umzustellen, kostet Ressourcen. Wäre das US-Außenministerium eine Marke, würde man erstmal abwägen, was das Re-Branding an Folgekosten nach sich zieht, und evaluieren, ob die neue Schrift den Aufwand wert ist.

Spoiler: Das ist sie kaum. Lucas de Groots Calibri ist spezifisch für das Lesen am Bildschirm entwickelt worden, da kann die Times New Roman als Digitalisierung einer Zeitungsschrift für Print nicht mithalten – sie ist schlichtweg zu fein im Strichstärkenkontrast und zerbricht schnell. Aus meiner Sicht ist auch die hohe Barrierefreiheit kein Argument gegen die Schrift; ganz sicher gibt es genug anti-woke Menschen mit visuellen Beeinträchtigungen, die sich über eine gute Leserlichkeit freuen.

Lediglich in ihrer Wirkung bietet die Times New Roman für Marco Rubio einen ernsthaft argumentativen Vorteil: Ihre Serifen verleihen ihr einen weniger informellen, umso mehr staatstragenden Charakter. Diesen Effekt hätte jedoch zum Beispiel die Constantia besser einlösen können – sie stammt sogar aus derselben Microsoft-ClearType-Font-Collection und bietet ähnliche Vorteile wie die Calibri

Natalie Rauch: »Inklusion ist keine Ideologie oder Modeerscheinung, sondern eine menschliche und gesellschaftliche Pflicht. Es geht um Gleichberechtigung und um ethisch wie praktisch notwendige gesellschaftliche Teilhabe. Barrierefreiheit ist universell und umfasst funktionale Verbesserungen, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen und reale Nachteile ausgleichen: Gute Leserlichkeit erhöht die Nutzbarkeit für alle. Die Entscheidung zum Schriftwechsel ist ideologisch und nicht fachlich begründet, denn Barrierefreiheit sollte der Mindeststandard verantwortungsvollen Handelns sein.«

 

Lenkt von anderen Entscheidungen ab

Aus New York hat sich die Schweizer Typedesignerin Nina Stössinger gemeldet, die dort seit vielen Jahren lebt und für die bekannte Foundry Frere-Jones Type arbeitet, die gerade ihr 10-jähriges Jubiläum feierte. Und die im November die Schrift Edgar launchte, die auf eindrucksvolle Weise gleich mehrere Geschichten erzählt.

Nina Stössinger: »Die Entscheidung der Regierung, wieder zu Times New Roman zurückzukehren, ist weder hilfreich noch überraschend. Ich kann mir vorstellen, dass die Times von einigen Laien als Ausdruck altmodischer Autorität angesehen wird. Aber sie wurde auch für den Zeitungsdruck entwickelt und ihre digitale Version ist weder für kleine Schriftgrößen noch für Bildschirme besonders gut geeignet und ist weniger augenschonend ist als die benutzerfreundliche, digital native Bildschirmschrift Calibri. Das wissen wir alles. Aber die Aufmerksamkeit, die diese kleine Entscheidung erhält, ist wirklich unverhältnismäßig, und wir sollten uns dagegen wehren, dass sie die Aufmerksamkeit von den wesentlicheren politischen Entscheidungen ablenkt, die sie verdienen.«

 

Staatstragender, aber …

Gerade erst haben die neueste Schrift von Identity Letters, der Boutique Foundry von Moritz Kleinsorge vorgestellt. Die Flink Slab, die einmal mehr Kleinsorges Credo »Typography is not just words. It’s identity« unterstreicht. Die perfekt ausgebaute Allrounder Grotesk und Allrounder Grotesk Mono hingegen nutzen wir im PAGE Magazin.

Moritz Kleinsorge: »Times New Roman wurde als behördliche Schrift des US-Außenministeriums vor etwa zwei Jahren durch Calibri ersetzt. Wenn ich mich richtig erinnere, war das damals medial nur eine Randnotiz. Im Vergleich dazu ist der Wechsel zurück zur Times New Roman in jeder Tageszeitung ein großes Thema.

Gestalterisch ist die Times New Roman seriöser und wirkt vielleicht staatstragender als die Calibri mit ihren abgerundeten, weichen Strichenden. Leserlicher ist Times New Roman dagegen nicht. Hier liegt in meinen Augen das Problem. Gerade Behörden sollten eine Schrift verwenden, die von so vielen Menschen wie möglich ohne Probleme gelesen werden kann. Das ist bei Calibri eher der Fall als bei Times New Roman.

Statt der Times New Roman hätte man vielleicht sogar die bereits 2018 von der US-Regierung entwickelte Public Sans in Erwägung ziehen können.«

 

In vielerlei Hinsicht ein Rückschritt

In Stuttgart führt der Typedesigner und Art Director Julien Fincker seine Fincker Font Cuisine. In ihr entstand gerade die Marblis, eine moderne und persönliche Interpretation des klassischen Grotesk-Schrift-Genres – und eine Alternative zur omnipräsenten Helvetica sozusagen.

Julien Fincker: »Einerseits freut es mich, dass das Thema Schrift in den Fokus gerückt wird. Andererseits wäre mir ein weniger polarisierender Anlass doch lieber gewesen. Times New Roman vs. Calibri – the ultimate font battle – Wahnsinn, größer geht es nicht. Dass tatsächlich zwei Schriften zum ideologisch-politischen Kampfmittel auserkoren werden, zeigt deutlich, dass es absolut Zeit wird, wieder zu einem sachlichen Diskurs zu kommen, frei von starker Emotionalisierung und Polarisierung.

Ganz sachlich betrachtet ist die Times New Roman eine sehr klassische Serifen-Schrift, sehr formell, eher etwas altmodisch und konservativ. Die Calibri hingegen ist eine eher moderne, offen gestaltete serifenlose Schrift, die eine verbesserte Lesbarkeit vorweist, insbesondere für Personen mit Beeinträchtigung.

Aus genau diesem Grunde wurde sie auch seit etwa zwei Jahren eingesetzt. Die Rückkehr zur Times New Roman ist also in vielerlei Hinsicht ein Rückschritt. Ob das ganze Thema jedoch eine solch große politische Debatte auslösen sollte, sei mal dahingestellt. Nicht fraglich ist dabei aber auch, dass es bei der ganzen Diskussion eigentlich überhaupt nicht um die Schriften geht.

 

Choose your font wisely!

Kreativ-Direktoren und Typo-Exterten Tom Hoßfeld und Livius Dietzel, haben nicht nur das Berliner Designstudio LIT mitgegründet, sondern auch die Foundry Fuego Type, die, mit einem scharfen Fokus auf Branding, vor drei Wochen live ging.

Tom Hoßfeld und Livius Dietzel: »Die Entscheidung, zur Times New Roman zurückzukehren, ist absolut »On Brand« und reiht sich nahtlos in die Entscheidungen der derzeitigen US-Regierung ein. Einen Schritt zurückgehen, nachdem zuvor einer in die richtige Richtung gemacht wurde. Hard Times.

Hier werden »Würde und Professionalität« oder die »Rückkehr zur Tradition« über Barrierefreiheit, Funktionalität und Accessibility gestellt. Ein traditionsbewusster, formeller Auftritt obsiegt über fortschrittliches und soziales Denken. Natürlich lässt sich bei der Calibri über Geschmack streiten, aber alleine die Absicht die dahintersteckte, sich für eine maximal barrierefreie und funktionale Schrift zu entscheiden war die richtige.

Vor allem aber wird hier deutlich, welch ideologische Dimension Schrift haben kann – oder wie sie zum Werkzeug einer Ideologie gemacht wird. Dabei offenbart sich auch eine klischeehafte Denkweise: »Serife = Tradition, Würde und Professionalität. Und Serife ist dann eben die Times.« Hätte man diesen Gedanken konsequent zu Ende geführt, wären mit Sicherheit typografische Lösungen gefunden worden, die sowohl diese traditionellen Werte als auch die Funktionalität und eine bessere Anwendung über alle digitalen Touchpoints hinweg gewährleistet hätten.

Was lernen wir daraus? Typografie ist immer ein Statement und kommuniziert mit. Sie kann Botschaften verstärken oder abschwächen, Innovationskraft oder Rückwärtsgewandtheit signalisieren. Wir sollten den Einfluss und die Tragweite einer typografischen Entscheidung also nicht unterschätzen. So choose your font wisely!«

 

Typografie als Stellvertreter für Werte

Die Foundry The Northern Block ist bekannt für radikale Projekte wie die Mynor-B und auch für ihre enge Verbindung zu Kunst und Kultur, durch die dann Schriften wie die Lintel Next entstehen, die den Stil des legendären finnischen Architekten Alvar Aalto zitiert.

Senior Type Designer Tasos Varipatis: Aus typografischer Sicht wurden die Calibri und Times New Roman entwickelt, um ganz unterschiedliche Probleme zu lösen. Die Calibri wurde speziell für die Verwendung auf modernen Bildschirmen entworfen, mit offenen Formen, sorgfältigen Abständen und für Screens optimierten Details, die eine konsistente Darstellung bei kleinen Schriftgrößen und auf Standard-Bürobildschirmen ermöglichen. Die Times New Roman wurde ursprünglich für den Zeitungsdruck entwickelt, wo Tinte, Papier und Spaltenökonomie im Vordergrund standen und nicht die digitale Klarheit.

Während Serifenschriften auf modernen, hochauflösenden Bildschirmen sicherlich gut funktionieren, hat die Times New Roman in ihrer weit verbreiteten digitalen Form klare Einschränkungen, darunter einen sehr begrenzten Gewichtsbereich sowie Probleme mit dem Abstand und der Konsistenz, die nur mit geschickter typografischer Bearbeitung überwunden werden können. In diesem Sinne geht es nicht wirklich um Professionalität oder Lesbarkeit allein. Es geht darum, was von der Schriftart erwartet wird.

Das Aufschlussreichste an dieser Umstellung ist daher eher symbolischer als rein funktionaler Natur. Die Wahl der Schriftart auf institutioneller Ebene ist selten neutral. Serifen- und serifenlose Schriftarten sind mit tief verwurzelten kulturellen Assoziationen verbunden, wie Tradition versus Modernität, Autorität versus Zugänglichkeit und Beständigkeit versus Anpassungsfähigkeit. Schriftarten vermitteln auch Bedeutungen und rufen bei den Lesern Gefühle hervor. Es ist erstaunlich, wie Menschen durch die einfachen Formen von Buchstaben Emotionen vermitteln können. In diesem Fall fühlt sich die Rückkehr zu Times New Roman weniger wie eine Reaktion auf die heutigen Lesebedingungen an, sondern eher wie eine Geste der historischen Kontinuität und wahrgenommenen Seriosität. Typografie wird zu einem Stellvertreter für Werte, wobei visuelle Vertrautheit und Tradition Vorrang vor den praktischen Realitäten haben, wie und wo Text heute überwiegend gelesen wird. Dies erinnert daran, dass es bei Typografie nicht nur um Buchstaben geht, sondern auch um Wahrnehmung, Emotionen und die Signale, die sie an ihr Publikum sendet.«

 



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Rebranding von Becel – Markenpflege durch Retro-Design – Design Tagebuch


Die zur Flora Food Group gehörende Marke Becel hat eine visuelle Neuausrichtung verpasst bekommen. Das Rebranding – obschon bereits im Mai 2025 angekündigt derzeit nicht durchgängig umgesetzt – steht dabei beispielhaft für den seit einigen Jahren im Konsumgüterbereich beobachtenden Trend „Back to the Roots“.

Seit Mitte 2018 gehört die Margarinenmarke Becel, ebenso wie Rama und Flora, zur Flora Food Group (ehemals Upfield). Bereits mit Rama hatte die Flora Food Group ein Jahr später gezeigt, welche Strategie das Unternehmen im Margarinegeschäft in Sachen Markenkommunikation verfolgt, nämlich die Rückbesinnung zu früheren Designs und vertrautem Story Telling. So kehrte 2019 das Rama-Mädchen auf die Verpackungen zurück.

Die gleiche Ausrichtung verfolgt der Lebensmittelhersteller Flora Food auch mit der Marke Becel. Die Marke Becel wurde 1960 vom Konsumgüterkonzern Unilever eingeführt. Der Name leitet sich vom Akronym B.C.L. (Blood Cholesterol Lowering) ab, was den funktionalen Fokus auf die Senkung des Cholesterinspiegels unterstreicht. Der aktuelle Fokus liegt auf der Positionierung als rein pflanzliche Alternative im Zuge des “Plant-based”-Trends.

Becel Brand Design, Quelle: Becel.de
Becel Brand Design, Quelle: Becel.de

Innerhalb der Markenkommunikation und im Packaging setzt Flora Food bei der Marke Becel ganz auf Nostalgie. Die im vergangenen Jahr begonnene umfassende visuelle Neuausrichtung folgt dem im Kontext Markenführung seit Jahren bestehenden Trend hinsichtlich Revitalisierung / Rekultivierung. Ein auf der Verpackung aus den 1960er-Jahren befindliches Sonnenblumensymbol wurde neu interpretiert und ins Zentrum des Designs gerückt. Farbgebung und Typo wurden so abgestimmt, dass sie die nostalgische Anmutung unterstützen.

Die auf diese Weise geschaffene vertraut wirkende Gestaltung schlägt eine Brücke zur eigenen Markenhistorie und trägt so zur Emotionalisierung des Packaging-Designs bei. Diese Art von Rückbesinnung auf nostalgische Elemente fungiert im übersättigten Markt als Vertrauensanker; sie suggeriert Beständigkeit und Herkunft in einer Zeit schnellen Wandels.

Beispielhaft zeigt das Redesign, wie Marken ihre Identität nicht gänzlich neu erfinden, sondern durch ein „Back to the Roots“ revitalisieren. Ziel dabei ist, sowohl Bestandskunden zu binden als auch neue Kunden hinzuzugewinnen, um so Relevanz im Bereich der pflanzlichen Ernährung auszubauen bzw. zurückzugewinnen. Ein Weg, den auch Marken in anderen Branchen wie Volkswagen, Pizza Hut, Reebok, Burger King oder Aston Villa beschritten haben, und der zeigt: Die Zukunft der Marke liegt oft in ihrer Vergangenheit.

Becel Classic – vorher und nachher, Bildquelle: Flora Food Group, Bildmontage: dt
Becel Classic – vorher und nachher, Bildquelle: Flora Food Group, Bildmontage: dt

Mit der Einführung der Markenidentität mit Retro-Anmutung wurde bereits im Mai 2025 begonnen. Kein Herz, sondern nunmehr eine Sonnenblume sowie der blaue Markenschriftzug mit markanter Typo stehen im Mittelpunkt des neuen Designs. Letzterer ist statt in Gemischtschreibweise nun in Minuskeln in einer Serifenlose mit betont geometrischen Lettern angelegt – rechtsseitig platziert die Sonnenblume.

Durchgängig implementiert wurde das Becel-Markendesign bislang jedoch nicht. Im Supermarkt finden sich in den Regalen derzeit Verpackungen im alten und neuen Design nebeneinander (siehe Foto). Auch innerhalb der Promotion sehen Konsumenten derzeit noch beide Designlinien. Das Produkt „Becel ProActiv“ wird von Flora Food zudem losgelöst vom Becel-Sortiment als eigene Submarke positioniert, samt eigener digitaler Präsenz (pro-activ.com). Eine ungewöhnliche Maßnahme, die die Präsenz als Marke eher schwächt.

Ob der Spagat zwischen Nostalgie-Zitaten und modernem Minimalismus die gewünschte Differenzierung im umkämpften Wettbewerbsumfeld erreicht, bleibt abzuwarten.

Entwickelt wurde die neue Markenidentität von der Branding-Agentur Jones Knowles Ritchie (JKR).

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Das verdient ihr im Bereich Informationstechnologie › PAGE online


Das Jobprofil von Software-Entwickler:innen verändert sich durch und mit Künstlicher Intelligenz stark. Bisher sind die Gehälter stabil. Und neue Profile stehen in den Startlöchern, für die es aber noch keine Gehaltsdaten gibt.

Das verdient ihr im Bereich Informationstechnologie › PAGE online

Zum Gehaltsreport 2026 haben wir bereits über die Berufsgruppe Medien und Kommunikation berichtet. Jetzt werfen wir einen Blick auf die Gehälter in der Informationstechnologie (IT). Und hier beträgt der Bruttomediangehalt 66.750 .

Zum Vergleich: Es sind 57.250 € in der Gruppe »Marketing, Medien & Kommunikation«. Die IT-Gehälter bewegen sich demnach – wenn man die Gesamtheit aller betrachtet – ziemlich weit vorne. Hinter Human- & Zahnmedizin, Ingenieurwesen und Technische Entwicklung & Konstruktion.

Was macht der Gender-Pay-Gap?

Männer verdienen 67.500 € und Frauen 62.250 €. Der Report kommt damit auf einen Gap von -7,8 %, bereinigt -5 %. Hier ist er demnach etwas kleiner als in der Mediengruppe.

Und insgesamt lässt sich eine langsame, aber kontinuierliche Schließung sehen.

Berufserfahrung in der IT

Einsteiger:innen verdienen 53.000 €, Personen mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung erhalten 62.750 €. Und die Senior:innen bilden mit 83.250 € die Spitze.

Die Berufserfahrung zahlt sich aus, wenn man lange dabei bleibt. Das konnte man auch im letzten Jahr sehen.

Verantwortung, Unternehmensgröße & Bundesländer

Die Bundesländer, in denen ITler am besten verdienen, decken sich mit denen der Berufsgruppe Medien und Kommunikation. Und auch bei der Personalverantwortung und der Größe des Unternehmens gibt es Parallelen, denn zum einen sind Chef:innen-Positionen weiterhin sehr gut bezahlt. Zum anderen sind die großen Unternehmen generell mit höheren Gehältern dabei als die kleineren.

Der Überblick zur Unternehmensgröße: 

1–50 Mitarbeitende: 58.750 €
51–500 Mitarbeitende: 65.000 €
>5.000 Mitarbeitende: 76.750 €

Was verdienen Software-Entwickler:innen?

Dieses Jobprofil liegt mit 65.250 € in der Mitte. Vor ihnen liegen Projektmanager:innen mit 74.250 € sowie die Ingenieur:innen (75.000 €). Danach kommen IT-Systemadministrator:innen mit 58.000. Zuletzt sind die Fachinformatiker:innen für Systemintegration mit 46.750 € angegeben.

Hier machen die Branchen teils große Unterschiede. Wer beispielsweise als Software-Entwickler:in dem Bereich IT & Internet arbeitet, verdient 63.000 €. Wer aber im Fahrzeug- oder Maschinenbau tätig ist, bringt es auf bis zu 77.500 €.

Und die neuen Berufe?

Spannend wären an dieser Stelle Auswertungen zu neuen KI-getriebenen Bereichen wie Softwareentwicklung für ein KI-getriebenes Web-Tool oder Projektmanagement für eine verbesserte User Experience eines KI-Tools. Zu vermuten ist, dass sich die Gehälter irgendwo dazwischen ansiedeln. Für viele neue Berufsfelder gibt es ja noch keine genauen Berufsbezeichnungen beziehungsweise Jobprofile.

Orientierung geben die Angaben aus dem Gehaltsreport aber in jedem Fall.

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Pentagram redesignd das National Building Museum › PAGE online


Das National Building Museum in Washington, DC, erzählt eindrucksvoll von Design und Architektur und das in einem Gebäude, das selbst ikonisch ist. Das alles brachte Pentagram jetzt in dem neuen Auftritt des Museums zusammen.

Pentagram redesignd das National Building Museum › PAGE online

Wenn man schon das National Building Museum ist, dann muss man natürlich auch in einem besonderen Building untergebracht sein.

Und so befindet es sich seit mehr als 40 Jahren in dem historischen Pension Building, einem eindrucksvollen Backsteinkoloss aus dem 19. Jahrundert, der in Washington, DC, so bekannt ist wie das Ausstellungshaus selbst.

Man traut seinen Augen kaum, wenn man es betritt und plötzlich vor 23 Meter hohen korinthischen Säulen steht, während im Hintergrund ein großer Springbrunnen plätschert, und alles, mehrstöckige Säulengänge inklusive, im Stil der Renaissance gehalten ist.

Es sei einer der großartigsten öffentlichen Räume der Stadt, heißt es von Pentagram selbst.

Das Museum, das dort beherbergt ist, beschäftigt sich auf vielfältige Weise damit, wie unsere Welt gebaut und designt ist – und das jetzt mit einer bemerkenswerten Visual Identity, die von Michael Gericke von Pentagram New York und seinem Team entwickelt wurde.

 



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