Künstliche Intelligenz
LG Haushaltsroboter CLOiD soll künftig kochen und waschen
LG Electronics hat auf der CES 2026 den Haushaltsroboter LG CLOiD vorgeführt. Der Roboter ist Teil von LGs Konzept eines weitgehend automatisierten Haushalts, in dem Maschinen alltägliche Aufgaben selbstständig erledigen. Das Motto: „Zero labor Home“.
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Aufgaben im vernetzten Haushalt
LG zeigte CLOiD in einer nachgebildeten Wohnumgebung dabei, wie er Wäsche in eine Waschmaschine lud. Das erledigte er zwar sehr langsam und bedächtig, aber am Ende erfolgreich.
Der Roboter soll ferner Lebensmittel aus dem Kühlschrank holen, Backwaren in den Ofen legen oder Waschprogramme starten können. Nach dem Trocknen faltet und stapelt er Kleidungsstücke. Grundlage dafür ist die Anbindung an LGs vernetzte Haushaltsgeräte und die Steuerungsplattform ThinQ.
CLOiD soll Abläufe im Haushalt erkennen und eigenständig koordinieren. Das System berücksichtigt dabei laut LG Gewohnheiten der Bewohner und passt seine Aufgaben entsprechend an.
Aufbau und Mechanik
Der Roboter besteht aus einem Kopfmodul, einem Oberkörper mit zwei Armen und einer mobilen Basis mit Rädern. Der Oberkörper lässt sich neigen, um Gegenstände in unterschiedlichen Höhen zu erreichen. Beide Arme verfügen über jeweils sieben Bewegungsachsen, die Hände über jeweils fünf einzeln bewegliche Finger. Damit soll der Roboter auch kleine Objekte sicher greifen können.
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Über die fahrbare Basis navigiert der Roboter autonom durch die Wohnung; Grundlage dafür bildet die Software von Saugrobotern. Der niedrige Schwerpunkt von CLOiD gewährleistet die nötige Stabilität und beugt Umkippen im Kontakt mit Menschen oder Haustieren vor.

Der Bildschirm in CLOiDs Kopf zeigt Mimik, über Lautsprecher macht er sich verständlich. Die Arme und Hände sind voll beweglich.
(Bild: LG Electronics)
Kopf als mobiles Steuerzentrum
Im Kopf arbeitet die Recheneinheit des Roboters. Er enthält außerdem einen Bildschirm, Lautsprecher, Kameras und Sensoren. CLOiD kommuniziert mit Sprache und zeigt einfache Gesichtsausdrücke auf dem Kopf-Display.
Das System lernt, wie die Räume der Wohnung beschaffen sind, erkennt Objekte und steuert verbundene Geräte selbstständig. LG setzt dabei auf KI-Modelle, die visuelle Informationen in beschreibbare Inhalte umwandeln und daraus Handlungen ableiten. Sie wurden mit Daten aus typischen Haushaltstätigkeiten trainiert. So soll der Roboter Türen öffnen, Geräte bedienen und Gegenstände transportieren können.
Schöne neue Haushaltswelt
LG nennt weder einen Verkaufstermin noch einen Preis, sondern beschreibt CLOiD vielmehr als Teil einer langfristigen Vision für einen automatisierten Haushalt. Der Hersteller will schrittweise Roboter in Haushaltsgeräte integrieren. Ziel ist ein Haushalt, in dem Maschinen und nicht mehr Menschen alltägliche und wiederkehrende Arbeiten erledigen.
heise online ist Medienpartner der CES 2026
(akr)
Künstliche Intelligenz
Last Call: c’t-Webinar – Wärmepumpentechnik für Einsteiger erklärt
Wärmepumpen gelten als Alternative zu klassischen Heizsystemen, weil sie den CO₂-Ausstoß senken und vor steigenden Heizkosten schützen können. Trotzdem fällt die Entscheidung vielen schwer. Zweifel betreffen vorwiegend den Einsatz in Bestandsgebäuden, die Effizienz ohne Fußbodenheizung und die als hoch empfundenen Investitionskosten.
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Vorurteile unter die Lupe nehmen
Die Veranstaltung richtet sich an Einsteiger ohne Vorkenntnisse. Schnurer räumt mit gängigen Vorurteilen auf, beleuchtet technische Grenzen und erklärt, was hinter dem Schlagwort Effizienz im Zusammenhang mit Wärmepumpen steckt. Sie erfahren außerdem, wie Wärmepumpen mit Photovoltaikanlagen zusammenspielen und welche Investitionskosten Sie grob einkalkulieren sollten.
Das Webinar ersetzt zwar keine persönliche Energieberatung, da eine fundierte Entscheidung stets eine detaillierte Gebäudeanalyse erfordert. Dennoch vermittelt das rund zweistündige Webinar Ihnen das nötige Wissen, um Angebote von Heizungsbauern besser beurteilen zu können. Im Anschluss bleibt in einer 45-minütigen Fragerunde Raum für individuelle Fragen.
Frühbucherrabatt sichern
Der Crashkurs findet am 29. Januar 2026 von 17:00 bis 20:00 Uhr online statt und kostet 69,00 Euro. Ein aktueller Browser reicht für den Livestream aus. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie auf der heise-academy-Seite zum Webinar.
(abr)
Künstliche Intelligenz
Elon Musk fordert 109 Milliarden US-Dollar von OpenAI
Der Multimilliardär und wohl reichste Mann der Welt Elon Musk legt im Rechtsstreit mit dem KI-Softwareunternehmen OpenAI nach, das unter anderem ChatGPT betreibt. Seine Anwälte hätten von einem Experten Ansprüche in Höhe von bis zu 109,4 Milliarden US-Dollar errechnet. Musk hatte OpenAI 2015 einst mitbegründet und 38 Millionen US-Dollar Risikokapital beigesteuert, stieg 2018 aufgrund von Interessenkonflikten jedoch aus und reichte 2024 Klage wegen Vertragsbruch ein.
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Elon Musk wirft OpenAI und dem derzeitigen CEO Sam Altman vor, das ursprünglich gemeinnützige Unternehmen mehr und mehr in eine profitorientierten Firma zu verwandeln. Damit sei die Gründungsvereinbarung von OpenAI verletzt. Zudem gäbe es eine Verletzung treuhänderischer Pflichten sowie unlauteren Wettbewerb. Inzwischen leitet Musk mit xAI ein eigenes KI-Unternehmen, dessen Chatbot Grok unter anderem Teil des sozialen Netzwerks X (früher Twitter) ist.
Im März 2025 wies ein Gericht den Eilantrag von Elon Musk ab, OpenAIs Umstrukturierung zu stoppen. Zugleich entschied es aber, das Hauptsacheverfahren aufzunehmen. Der Prozessbeginn wird für April erwartet.
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(chh)
Künstliche Intelligenz
Überwachung der Reisewege: EU plant Ausweitung der Passagierdatenspeicherung
Die digitale Überwachung von Reisenden innerhalb der EU soll deutlich erweitert werden. Was bisher primär Fluggäste betraf, wollen viele Mitgliedstaaten auf nahezu alle grenzüberschreitenden Verkehrsmittel ausdehnen. Ein internes Dokument des EU-Rates, das die Bürgerrechtsorganisation Statewatch veröffentlicht hat, offenbart die Pläne der früheren dänischen EU-Ratspräsidentschaft zur Weiterentwicklung der Beschattung von Touristen und Geschäftsreisenden. Das zunächst als vertraulich eingestufte Papier verdeutlicht, dass Sicherheitsbehörden eine „verkehrsträgerneutrale“ Überwachung anstreben.
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Seit 2016 verpflichtet die Richtlinie über Passenger Name Records (PNR) Fluggesellschaften, umfangreiche Datensätze ihrer Passagiere an Polizeibehörden wie hierzulande das Bundeskriminalamt (BKA) zu übermitteln. Diese Daten umfassen etwa Namen, Adressen, Zahlungsinformationen und sogar die Menüwahl. Algorithmen filtern diese Informationen, um „Personen von Interesse“ zu identifizieren. Die neue Initiative zeigt, dass dieses Prinzip auf den maritimen Sektor sowie den Fernverkehr auf Schiene und Straße übertragen werden soll.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Seeverkehr. Der ehemalige Ratsvorsitz hat vorgeschlagen, den Zugriff auf maritime Reisedaten zu harmonisieren. Dies betrifft Informationen, die Reedereien bei Kreuzfahrten und Fähren bereits erheben. Eine spezielle Arbeitsgruppe aus Mitgliedstaaten und der EU-Kommission soll technische Hürden abbauen.
Parallel soll die Überwachung des Landwegs forciert werden: Das Dokument nennt explizit Langstreckenbusse und internationale Züge. Auch die Ausweitung der automatischen Autokennzeichen-Erfassung ist Teil der Strategie, um Fahrzeugbewegungen über Grenzen hinweg präziser nachverfolgbar zu machen. Damit würde das bisherige Überwachungsnetz engmaschig über den gesamten Kontinent gespannt.
Zweckentfremdung und rechtliche Grauzonen
Ein kritischer Punkt ist die geplante Zweckänderung der Daten. Ursprünglich wurde die PNR-Speicherung mit der Bekämpfung von Terrorismus begründet. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) setzte 2022 enge Grenzen und untersagte die anlasslose Massenspeicherung bei Flügen innerhalb der EU. Die neue Strategie lässt erkennen, dass die Mitgliedstaaten nun eine Nutzung über die Strafverfolgung hinaus anstreben, etwa fürs Grenzmanagement und die Migrationskontrolle.
Statewatch warnt, dass damit höchstrichterliche Vorgaben gezielt umgangen würden. Wenn Daten zur Terrorbekämpfung plötzlich zur Kontrolle des Aufenthaltsstatus oder zur Aufdeckung von Sozialbetrug nutzbar wären, drohe die Erosion von Datenschutzrechten. Die EU-Kommission müsse prüfen, ob „transportneutrale“ Regeln anstelle spezifischer Vorschriften für einzelne Verkehrsgattungen tatsächlich sinnvoll sind.
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Die Wirksamkeit der PNR-Sammlung wird generell hinterfragt. In Deutschland führte die Auswertung von 548 Millionen Datensätzen 2024 zu nur 1525 Verhaftungen. Dennoch drängen viele Mitgliedstaaten auf ein schnelles Vorgehen. Einige Delegationen fordern zwar, dass neue Ansätze verhältnismäßig sein und auf soliden Folgenabschätzungen basieren müssten. 2019 stellte sich die damalige Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) auch noch gegen erste EU-Überlegungen, Reiseinformationen von Bahn- und Schiffspassagieren auf Vorrat zu sammeln. Doch die Zeichen deuten auf eine Ausdehnung einschlägiger Programme hin.
Die kommenden Monate dürften entscheidend werden: Im Sommer steht die nächste Evaluation der PNR-Richtlinie an, die als Basis für weitere Gesetzesvorschläge dienen dürfte. Ziel scheint Beobachtern zufolge der Bau eines lückenlosen digitalen Schutzwalls zu sein, der schier jede Reisebewegung innerhalb der Gemeinschaft registriert und analysiert.
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