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Linux-Systemhärtung mit Lynis | heise online
Aufwendige Audits mit umfangreichen Prüfobjekten sind Teil jeder guten Sicherheitsstrategie. Ohne Unterstützung durch Tools sind größere Audits kaum zu leisten. Das Sicherheitsauditing-Werkzeug Lynis ermöglicht ein softwaregestütztes Audit, Systemhärtung sowie die Überprüfung auf Compliance auf Linux-Systemen. Als freie Software (GPLv3) erlaubt Lynis einen direkten Einstieg sowie das Konfigurieren gemäß den eigenen Bedürfnissen. Es basiert auf Shellskripten, was das Nachvollziehen und selbstständige Erweitern der Funktionalität erleichtert.
Das Tool ist dabei vergleichbar mit dem CIS-Benchmark Assessor: Eine vorkonfigurierbare Menge an Testfällen lässt sich gegen ein System prüfen und basierend darauf gibt das System einen Bericht aus, der eine Einschätzung zum Härtungsgrad erlaubt. Darüber hinaus können Nutzerinnen und Nutzer daraus Maßnahmen entnehmen, die die Sicherheit des Systems verbessern. Hinter dem Tool steht das Unternehmen CISOfy, das kommerziellen Support anbietet. Die Entwicklung ist öffentlich in einem Git-Repository dokumentiert.
- Lynis unterstützt als Open-Source-Tool bei Systemhärtung, Auditierung und Complianceprüfungen und ist flexibel an die eigene Umgebung anpassbar.
- Durch den modularen Aufbau und frei erweiterbare Tests lässt sich das Tool individuell konfigurieren und in bestehende Prozesse integrieren.
- Mit der Enterprise-Variante skaliert Lynis vom Einzelsystem bis zur gesamten Unternehmensstruktur und unterstützt CISO-Prozesse durch zentrale Ergebnisaufbereitung.
Lynis installieren
Eine Installation über den Paketmanager ist für die gängigen Distributionen verfügbar, die Pakete sind aber teilweise veraltet. Für aktuelle Versionen lässt sich das Git-Repository direkt klonen. Die Auswahl eines Release über git checkout gewährleistet die Stabilität des Programms. Lynis ist so aufgebaut, dass es ohne weitere externe Abhängigkeiten auskommt. Innerhalb weniger Minuten kann die Untersuchung eines Systems beginnen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Linux-Systemhärtung mit Lynis“.
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GoPro unter Druck: Hersteller streicht rund ein Viertel der Stellen
GoPro hat einen Restrukturierungsplan angekündigt, um Kosten zu senken und wieder profitabel zu werden. Im Zuge des Plans sollen 23 Prozent der Belegschaft entlassen werden, was laut GoPro etwa 145 von 631 Beschäftigten entspricht.
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Der Personalabbau wird im zweiten Quartal 2026 umgesetzt und soll bis Ende 2026 weitgehend abgeschlossen sein. Die Restrukturierung wird einmalige Kosten von 11,5 bis 15 Millionen US-Dollar verursachen, vor allem für Abfindungen und Sozialleistungen. Das geht aus einem Bericht hervor, den GoPro bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat.
GoPro kämpft sowohl mit sinkenden Umsätzen als auch mit rückläufigen Verkaufszahlen und einer schwächelnden Abosparte. 2025 setzte das Unternehmen mit 652 Millionen Dollar rund 19 Prozent weniger um als im Vorjahr, während der Abverkauf von Kameras im Jahresvergleich um 20 Prozent auf rund 2 Millionen Geräte sank. Die Zahl der Abonnenten lag zum Jahresende bei 2,36 Millionen und damit rund 7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Trotz um 26 Prozent gesenkter Betriebskosten schrieb GoPro im vergangenen Jahr einen Verlust von 93 Millionen Dollar, wie aus dem jüngsten Finanzbericht hervorgeht.
KI-Technik soll die Wende bringen
GoPro-Chef Nick Woodman verwies in der Analystenkonferenz auf „makroökonomische Belastungen“ im Konsumsektor, darunter Zölle, steigende Speicherkosten und Lieferengpässe, die das Geschäft derzeit belasten. Mit Schwierigkeiten hat das Unternehmen aber schon länger zu kämpfen: GoPro reduzierte seine Belegschaft bereits 2024 um rund 25 Prozent, wie aus dem Jahresbericht hervorgeht.
Dieser Trend dürfte auf wachsenden Wettbewerb und den Verlust von Marktanteilen an Konkurrenten wie DJI und Insta360 zurückzuführen sein, während der Actioncam-Markt zugleich als zunehmend gesättigt gilt. Drohnen mit automatischen Tracking-Funktionen übernehmen zudem zunehmend klassische Einsatzbereiche von Actioncams. GoPro versuchte mit der Karma-Drohne selbst in diesen Markt einzusteigen, zog sich nach technischen Problemen und starkem Wettbewerbsdruck jedoch wieder zurück. Zusätzlicher Druck könnte künftig auch von Smart Glasses wie der Oakley Meta ausgehen, die Aufnahmen aus der Ich-Perspektive vereinfachen und damit in einzelnen Anwendungsfällen mit Actioncams konkurrieren.
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Um dem Abwärtstrend entgegenzuwirken, setzt GoPro auf KI-Technik. Ab dem zweiten Quartal 2026 will GoPro mit dem Bildprozessor „GP3“, einem speziell für KI-Anwendungen entwickelten Chip, eine neue Generation von Premium-Kameras einführen. Der Chip soll laut GoPro sowohl die Bildqualität als auch die Verarbeitungsleistung deutlich steigern.
(tobe)
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VeraCrypt und WireGuard: Trubel bezüglich Treibersignierung, Lösung in Sicht
Die Entwickler des Laufwerksverschlüsselers VeraCrypt und der VPN-Software WireGuard waren in den letzten Tagen mit dem Umstand konfrontiert, dass Microsoft ihre Entwickler-Konten gesperrt hat. Dadurch war eine Signierung der Windows-Treiber nicht mehr möglich, was am Ende Softwareupdates unmöglich macht. Aktuelles Windows akzeptiert nur signierte Treiber.
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Der VeraCrypt-Entwickler Mounir Idrassi hat das Ende März bereits im VeraCrypt-Forum thematisiert. Dort beschwerte er sich, dass er keine Benachrichtigung oder Erklärung dazu erhalten hat, dass sein Microsoft-Konto gesperrt wird, mit dem er Bootloader und Windows-Treiber signiere. Idrassi beklagt weiter, dass er versucht hat, Microsoft über diverse Kanäle zu erreichen. Aber stets stieß er auf Bots und automatische Antworten, Kontakt zu Menschen sei unmöglich.
Die aufkommenden Berichte haben den WireGuard-Entwickler dazu veranlasst, seine ähnliche Erfahrung auf X zu posten. WireGuard hat nach vier Jahren größere Updates für die Windows-Fassung geplant – Modernisierungen und Verbesserungen, Fehlerkorrekturen, neue Funktionen und mehr. Das Release ist jedoch durch die Kontosperrung seitens Microsoft blockiert, der WireGuardNT-Treiber lässt sich nicht signieren. „Anscheinend haben sie eine Richtlinie zur Identitätsprüfung eingeführt, mich aber nicht darüber informiert und dann wohl Konten gesperrt, deren Nutzer die Verifizierung nicht durchgeführt haben“, schreibt er dort.
Langwieriger Berufungsprozess
Der Programmierer führt aus, dass er die Verifikation mittels Personalausweis (ID Card) unmittelbar nachgeholt habe, dafür jedoch ein Berufungsverfahren (Appeal) nötig sei. Dafür muss ein Support-Ticket ausgefüllt werden – was nur mit einem nicht gesperrten Konto geht. Über einen Umweg in Azure und die Weiterleitung an die richtige Abteilung war das in diesem Fall aber lösbar. Das sei nun zwei Wochen her. Microsoft hat ihn informiert, dass der Berufungsprozess 60 Tage dauern kann.
Das könnte im Falle von kritischen Zero-Day-Codeschmuggel-Lücken zumindest problematisch sein, gibt er zu bedenken: „Sorry, du musst 60 Tage warten“. Er glaube jedoch, dass das lediglich ein Fall von überbordender Bürokratie sei, was mal passieren könne.
Microsoft reagiert, Entwickler bald wieder einsatzfähig
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Auf Anfrage von heise online dazu antwortete Microsoft mit einem Link auf eine Stellungnahme auf X. Das Unternehmen schreibt dort, dass es diese Berichte gesehen hat und die Probleme so schnell wie möglich lösen möchte. Der Präsident der Sparte Windows und Geräte von Microsoft, Pavan Davuluri, erklärt, dass sie den VeraCrypt-Entwickler kontaktiert und mit einem Entwickler namens Jason von WireGuard gesprochen hätten. Die sollten bald wieder einsatzbereit sein. Mounir Idrassi hat das im VeraCrypt-Forum in den frühen Morgenstunden des Donnerstags bestätigt.
Als Hintergrundinformation verweist Microsoft auf einen Blog-Beitrag aus dem Oktober 2025. Dort erklärt das Unternehmen, dass die Konto-Verifikation für das Windows-Hardware-Programm am 16. Oktober 2025 startet und insbesondere von den Partnern Maßnahmen erfordert, die keine Verifikation seit dem April 2024 vorgenommen hätten. Pavan Davuluri führt aus, dass Microsoft E-Mails dazu versendet habe, Banner geschaltet und Erinnerungen angezeigt hat. Microsoft wolle jedoch daran arbeiten, die Kommunikation zu verbessern.
Ein Problem könnte vielleicht sein, dass reine Software-Entwickler sich nicht unbedingt als Teil des Windows-Hardware-Programms fühlen und entsprechende E-Mails womöglich als fehlgeleitet angesehen haben.
(dmk)
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„007 First Light“: James-Bond-Spiel verzögert sich auf der Switch 2
Das James-Bond-Spiel „007 First Light“ verzögert sich auf der Switch 2: Die Fassung für Nintendos Konsole soll erst im Verlauf des Sommers erscheinen, teilten die Entwickler von IO Interactive in einem X-Beitrag mit. Die Fassungen für PC, Xbox Series X/S und PS5 erscheinen dagegen am 27. Mai. Ursprünglich sollten alle Versionen des Spiels gemeinsam im März erscheinen.
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Auf dem Papier liegen zwischen dem Switch-2-Release und den anderen Versionen also maximal ein paar Monate – solange IO Interactive den Zeitrahmen einhalten kann. Selbst im besten Fall wäre es aber bemerkenswert, dass die Switch-2-Version länger benötigt. Es ist ein Hinweis darauf, dass bei der Portierung Probleme aufgetreten sein könnten.
Switch 2 mit Hardware-Rückstand
Auf die Gründe für den späteren Switch-2-Release von „007 First Light“ geht IO Interactive in dem X-Beitrag nicht näher ein. Ein Switch-2-Port ist für Entwicklerstudios eine technische Herausforderung, aber potenziell lukrativ: Die Nintendo Switch 2 legte im Juni 2025 zunächst einen rekordverdächtigen Start mit 3,5 Millionen verkauften Einheiten in den ersten vier Tagen hin. Zuletzt hat Nintendo die Produktion laut einem Bloomberg-Bericht angesichts schwacher US-Verkaufszahlen aber gedrosselt.
Die Switch 2 ist zwar deutlich mächtiger als die erste Switch-Konsole, hinkt den aktuellen Konsolen von Microsoft und Sony aber immer noch stark hinterher. IO Interactive wäre nicht das erste Entwicklerstudio, das mit den technischen Einschränkungen der Switch 2 nicht zurechtkommt: Auch die Switch-2-Version von „Borderlands 4“ des Entwicklerstudios Gearbox wurde erst verzögert und schließlich auf Eis gelegt. Der Switch-2-Port von „Elden Ring“ wurde ebenfalls verschoben.
„007 First Light“ ist ein Action-Spiel der „Hitman“-Entwickler, das sich um einen jungen James Bond dreht: Es soll einen der früheren Einsätze des Kult-Agenten näher beleuchten. Bisher gezeigte Gameplay-Szenen lassen einen Mix aus „Hitman“ und „Uncharted“ vermuten.
(dahe)
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