Künstliche Intelligenz
MacBook-Neo-Konkurrenten starten in China für unter 500 Euro
Apples Einstiegs-MacBook Neo bekommt eine ganze Reihe an Konkurrenten: Hersteller wie Asus, Chuwi, Honor, HP und Lenovo stellen Windows-11-Notebooks vor, die umgerechnet 460 bis 650 Euro kosten. Das MacBook Neo ist ohne Rabatte ab rund 610 Euro erhältlich. Die Windows-Konkurrenzmodelle sind alle mit neuen Core-300-Prozessoren alias Wildcat Lake ausgestattet.
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Intel selbst startet mit dem Projekt Firefly eine Initiative, um Gerätepreise nach unten zu drücken. Prozessorleistung und Bauqualität sollen dabei höher liegen als bei anderen typischen Billig-Notebooks. Auch Microsoft steuert womöglich mit Windows-Preisnachlässen bei.
Asus hat schon im März einen Ausblick auf so eine Allianz zwischen Notebook-Herstellern, Intel und Microsoft gegeben. Die ersten bestellbaren Modelle sind allerdings außerhalb dieser Allianz entstanden.
Das einzige Manko: Bisher beschränken sich die Vorstellungen auf China. Intel hat auf Nachfrage bestätigt, dass Firefly-Notebooks bislang nicht für den Westen vorgesehen sind. Günstige Modelle mit Core 300 sollen aber ab Juni auch in Europa erscheinen.
Moderne Prozessoren an Bord
Core 300 ist der kleine Bruder des Intel Panther Lake alias Core Ultra 300. Core 300 nutzt die gleiche Architektur und Intels aktuellen Fertigungsprozess 18A, allerdings ist es für günstigere Preise abgespeckt. Statt 16 CPU-Kernen sind es maximal sechs, das Speicher-Interface ist halbiert, die Grafikeinheit ist kleiner und es gibt weniger PCI-Express-Lanes.
Das Chuwi Unibook ist die günstigste Neuvorstellung für umgerechnet 460 Euro. Der 14-Zöller ist eins von wenigen Modellen mit dem Fünfkerner Core 3 304. Die Speicherausstattung deckt mit 8 GByte LPDDR5X-7467-RAM und einer 256-GByte-SSD das Nötigste ab. Das IPS-Display stellt 1920 × 1200 Pixel im 16:10-Format dar. Überraschend vielseitig sind die Anschlüsse: Es gibt reichlich USB, HDMI 2.0, Ethernet, eine Audioklinke und einen Schacht für microSD-Karten. Sogar die Pro-Version von Windows 11 ist laut Hersteller vorinstalliert.
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Chuwis Unibook.
(Bild: Chuwi)
Für umgerechnet 560 bis 650 Euro gibt es in China Notebooks mit dem Sechskerner Core 5 320, 16 GByte RAM und 512-GByte-SSD, etwa Asus‘ Vivobook 14SE und 16SE, Honors X14 und HPs Omnibook 3. Teilweise steigt die Auflösung auf 2560 x 1600 Pixel und die Bildwiederholrate auf bis zu 144 Hertz.
Intel will Premiumanstrich erhalten
Zu Intels Projekt Firefly gehören zum Start Lenovos Lecoo Air 14 und HPs Omnibook Plus 14. Das HP Omnibook Plus 14 kostet mit 16 GByte RAM und 512-GByte-SSD umgerechnet etwa 760 Euro.
HPs Omnibook Plus 14.
(Bild: HP)
Intel liefert hier die Blaupause für die zugrundeliegende Plattform. Notebook-Hersteller sparen, weil sie nicht jeweils eigene Plattformen entwerfen müssen. „Optimiere einmal, profitiere global“ schreibt Intel in einer Mitteilung.
Projekt Firefly guckt demnach bei Smartphones ab, was Mainboard-Aufbau und die Lieferketten angeht. Mainboards sind in den Notebooks modular und mit einheitlichen Steckverbindungen aufgebaut. Die Platinenfläche sinkt so laut Intel um fünf Prozent, die Anzahl der benötigten aufgelöteten Komponenten um sieben Prozent.
Die Notebooks sollen mit flachen Gehäusen trotzdem einen Premiumanstrich behalten. Eine Dicke von zugeklappt unter 14 mm spricht sogar für Metallgehäuse; Kunststoffgehäuse sind typischerweise dicker, um Stabilität zu wahren. Und HP bewirbt ein beiliegendes 65-Watt-Netzteil mit Galliumnitrid (GaN) zum Schnellladen.
(mma)