Entwicklung & Code

März-Update: Android Canary-Version bringt neue App-Sperre und alte WLAN-Kachel


Die März-Version von Googles „Entwicklerspielplatz“ Android Canary ist da. Sie richtet sich primär an Entwickler, in der neuen Version stecken jedoch einige interessante Funktionen, die auch für Nutzerinnen und Nutzer relevant sein dürften.

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Die Canary-Version mit der Buildnummer ZP11.260220.007 steht zum Testen für eine Reihe von Google-Geräten bereit: Google bietet System-Images für das Pixel 10a, Pixel 10, Pixel 10 Pro (XL), Pixel 10 Pro Fold, Pixel 9a, Pixel 9, Pixel 9 Pro (XL), Pixel 9 Pro Fold, Pixel 8a, Pixel 8, Pixel 8 Pro, Pixel 7a, Pixel 7 Pro, Pixel 7, Pixel 6a, Pixel 6 Pro, Pixel 6, Pixel Fold sowie das Pixel Tablet an. Zudem gibt es Generische System-Images (GSI), die auf Geräten anderer Hersteller ausgeführt werden können. Ein aktualisiertes SDK wird laut Google in den kommenden Tagen veröffentlicht.

Laut Google sind Canary-Builds, die das Unternehmen im Juli 2025 eingeführt hatte und die Developer-Previews ersetzen, experimentell und werden nicht für den allgemeinen Gebrauch empfohlen. Sie enthalten Funktionen, die sich noch in der aktiven Entwicklung befinden. Sie könnten daher noch Fehler oder Probleme enthalten, die den normalen Einsatz beeinträchtigen könnten. Zudem macht Google darauf aufmerksam, dass manche in Canary getestete Funktionen möglicherweise nicht immer in eine stabile Android-Version einfließen.

Ein erster Blick in die Canary lohnt sich dennoch, denn der Hersteller testet einige interessante Funktionen: Zum einen vollzieht Google in den Schnelleinstellungen eine Kehrtwende und bringt separate Kacheln für WLAN- und Mobilfunkempfang. Google hatte mit Android 12 eine einzige Kachel für beide Konnektivitäts-Optionen in die Schnelleinstellungen gebaut, sodass es umständlicher war, eine der beiden Funktionen abzuschalten.



Android Canary März-Update – Buttons WLAN und mobile Daten sind in den Schnelleinstellungen wieder getrennt.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Zudem können Entwicklerinnen und Entwickler die mit der Beta 2 von Android 17 angekündigten App-Bubbles testen. Ein Langdruck auf eine App öffnet ein überarbeitetes Dialogfenster, in dem man die Funktion „Bubbles“ findet.

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Die „Bubble“ lässt sich an eine beliebige Stelle auf dem Bildschirm verschieben, sie bewegt sich jedoch stets automatisch an den Bildschirmrand, um nicht im Weg zu sein. Um die Bubble zu schließen, bewegt man sie einfach in den unteren Bildschirmbereich, wo ein großes „X“ erscheint. Zudem findet man in der linken unteren Ecke das Feld verwalten – ein Tipp darauf öffnet einen Dialog, mit dem man die Blase schließen kann. Es lassen sich außerdem mehrere App-Blasen gleichzeitig nutzen.



Neu in Android Canary: die App-Bubbles.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Erste Hinweise auf diese Funktion hatte Android Authority schon in einer Beta von Android 15 QPR1 entdeckt. Damals spekulierte man, dass das Feature Teil von Android 16 werden könnte. Einen Vorläufer der App-Bubbles hatte Google schon mit Android 11 im Jahr 2020 eingeführt. Die „Bubbles API“ war aber nur für Messaging-Apps bestimmt, um Unterhaltungen in einem schwebenden Fenster anzeigen zu können.

Im neuen App-Dialog findet man noch eine weitere Funktion: die App-Sperre. Mit dieser Funktion können Nutzerinnen und Nutzer ausgewählte Apps mit einem zusätzlichen Schutz versehen und vor unbefugtem Zugriff schützen. Zum Öffnen der mit App-Sperre versehenen Apps muss man erneut den Fingerabdruck oder die PIN nutzen.



Google testet mit Android Canary eine App-Sperre.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Laut Google werden Benachrichtigungen bei entsprechend geschützten Apps ausgeblendet und Widgets und Verknüpfungen entfernt. Jedoch können KI-Agenten und -Dienste, denen man Zugriff erlaubt hat, weiterhin auf die App zugreifen, heißt es. Übrigens bietet auch Apple eine ähnliche Funktion zum Sperren von Apps in iOS und iPadOS an.

Abgesehen von den ersten entdeckten neuen Funktionen weitet Google auch die mit Material 3 Expressive eingeführte Transparenz weiter aus. Nun ist sie auch in der Widgets-Übersicht zu finden.



Weniger und mehr Transparenz: die Widgetansicht in Android 16 QPR3 und in Android Canary.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Android Authority hat außerdem neue Optionen für Hörgeräteträgerinnen und -träger entdeckt. Damit nicht jede eingehende Nachricht im Hörgerät zu vernehmen ist, können Nutzer künftig Benachrichtigungstöne auf den Lautsprecher des Smartphones beschränken. Darüber hinaus können Nutzer die Wiedergabe von Klingeltönen und Benachrichtigungen über die Lautsprecher des Telefons sowie über ihre Hörgeräte oder In-Ohr-Implantate vollständig unterbinden. Hierfür werden Pixel-Geräten auf der Seite „Hörgeräte“ unter den Einstellungen für Barrierefreiheit zwei neue Schaltflächen angezeigt: eine für Benachrichtigungstöne und eine für Klingeltöne und Wecktöne.

Ob und wann einige der noch unangekündigten Funktionen Einzug in das stabile Android halten, ist ungewiss, wie Google sagt. Jedoch könnte die eine oder andere früher erscheinen als später. Schließlich sagte Google jüngst, dass Funktionen erscheinen, wenn sie fertig sind. Das nächste größere Update ist übrigens Android 17, das im Juni erwartet wird.


(afl)



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