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Marken brauchen heute mehr Mut als Applaus


Brand Management in Zeiten von Krisen, KI und Nachhaltigkeit erfordert Mut – und genau den braucht es, um Dinge wirklich anders zu machen, sagt GBA-Jurymitglied Sophia Rödiger von 1KOMMA5°.

Marken brauchen heute mehr Mut als ApplausBild: 1KOMMA5°Sophia, was macht für dich eine starke Marke aus?

Sophia: Marken haben nach wie vor eine zentrale Aufgabe: Sie stiften Identität, schaffen emotionale Verbindung und Orientierung. Zahlen, Daten und Fakten allein reichen dafür nicht aus. Neu ist jedoch: Marken müssen heute deutlich stärker Authentizität und Haltung zeigen sowie Verantwortung übernehmen. Ein klarer Wertekompass ist kein Nice-to-have mehr, sondern die Grundvoraussetzung, die uns in eine bessere Welt navigiert. Marken stehen heute mehr denn je für gesellschaftliche Themen, Hoffnung und eine Zukunft, an die wir glauben wollen. Gleichzeitig sind Marken dynamischer geworden. Marken sind nicht mehr ‚in Stein gemeißelt‘, sondern beweglich und lernfähig und damit resilient.

Macht dieser starke Wertefokus die Markenführung aus deiner Sicht als CMO heute einfacher oder schwieriger?

Schwieriger! Werte und Haltung machen Marken angreifbarer – vor allem im digitalen Resonanzraum, der stark von Zuspitzung und Polarisierung geprägt ist. Wer Position bezieht, muss mit Gegenwind rechnen. Das verlangt viel Mut, ein starkes Kommunikationsteam und Rückhalt aus der Führungsetage. Haltung zu zeigen ist heute kein Selbstläufer mehr, sondern echte Führungsarbeit.

Du bist CMO eines Unternehmens, das Werte seit der Gründung in der DNA trägt – es geht um CO₂-neutrale Energie, Wärme und Mobilität. Was ist aktuell die größte kommunikative Herausforderung beim Thema Nachhaltigkeit?

Das Problem ist, dass wir gegen jahrzehntealte Narrative kämpfen – vor allem bei uns im Klima- und Energiebereich: Nachhaltigkeit wurde lange mit Verzicht, Verbot und höheren Kosten verknüpft. Das schreckt viele Menschen ab; es fühlt sich an, als würde uns der Wandel »top-down« vorgeschrieben. Hinzu kommen politische Unsicherheiten, viele Regulierungen und eine stark polarisierte Debattenkultur. Für Unternehmen mit klarem Purpose ist das ein Spagat: Man will wirken, riskiert aber auch Ablehnung. Trotzdem braucht es den Mut, neue, positive Narrative zu setzen und dafür auch mal auf Applaus zu verzichten. Der bleibt nämlich häufig mal aus, wenn du beginnst, etwas anders zu machen und damit Altes störst.

Heißt das: Mutig sein und auch mal auf Applaus oder den schnellen Mainstream-Erfolg verzichten ist der richtige Weg, wenn man wirklich was verändern will?

Ja. Und so banal es klingt – es braucht dafür ein Führungsteam, das diesen Mut von oben vorlebt. Es muss den echten Freiraum geben, Menschen zu aktivieren und herauszufordern, anders zu denken. Wir suchen uns gezielt Inspiration außerhalb unseres eigenen Marktes. Genau daraus entsteht dieser kreative Nährboden, auf dem Menschen sich trauen, mutig zu sein, Dinge auszuprobieren und notfalls später auch zu korrigieren. Während viele Energieanbieter ausschließlich digital auf Vergleichsplattformen agieren, setzen wir bewusst auch auf Bildung, Showrooms und Events, die unsere Community aufbauen. Menschen sollen riechen, schmecken, hören, also mit allen Sinnen erleben, wofür wir stehen. Wer so arbeitet, braucht vielleicht ein dickeres Fell. Aber genau das ist die Voraussetzung für eine glaubwürdige, wirksame Markenführung in Zeiten großer Transformation.

Wie viel Macht haben Marken bei der Transformation und der Lösung von gesellschaftlichen Herausforderungen?

In meinen Augen ist die Marke das A und O. Die Superkraft liegt darin, dass Menschen einer Sache glauben, dass sie eine positive Emotion damit verbinden. Dass sie das Gefühl entwickeln: Ich bin Teil davon, ich gestalte hier aktiv mit. Nachhaltige Bindung entsteht nur dann, wenn Produkt und Marke zusammen funktionieren. Du brauchst ein starkes Produkt. Aber erst die Marke baut die emotionale Brücke zum Menschen. Nur so können wir Aha-Momente erzielen und ein neues Normal gestalten. Wir erleben das ganz konkret in der Praxis bei unseren Pioneer-Events: Menschen laden Nachbarn in ihre Gärten ein, zeigen die Wärmepumpe, ihre PV-Anlage und ihren Heartbeat im Keller, grillen gemeinsam und sprechen über neue Formen der Energie. Zu Weihnachten haben wir kleine Plaketten mit unserem Logo verschenkt. Sie hängen jetzt an vielen Gartenzäunen in ganz Deutschland. Und das funktioniert nur deswegen, weil sich Menschen mit der Marke identifizieren. Sie gibt ihnen das Gefühl, selbstwirksam zu sein und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Genau das ist die gleiche Mechanik, die auch Unternehmen wie Apple stark gemacht hat: Marke als Teil der eigenen Identität.

Für 1KOMMA5° wurdet ihr in diesem Jahr beim German Brand Award mit dem Ehrenpreis »Startup of the Year« ausgezeichnet. Was hat das verändert?

Zunächst einmal hat uns diese Auszeichnung unglaublich stolz gemacht, es war ein echter Ritterschlag. Wir sind ja erst seit zweieinhalb Jahren aktiv in der Markenarbeit, umso schöner war es zu sehen, wie schnell wir Sichtbarkeit und Strahlkraft aufgebaut haben, und dass das auch in einem hochkarätigen Jury-Umfeld gesehen wird. Es ist eine Anerkennung für eine konsequente und sehr mutige Markenarbeit, bei der wir alles selbst machen, ohne Agenturen. Markenwirkung lässt sich ja nicht immer direkt messen und vieles von dem, was wir anstoßen, ist Erleben, Stimmung und Gefühl. Dafür war der Award für uns auch wichtig: als greifbares Zeichen von Credibility – auch für Menschen, die sonst wenig Berührung mit Markenstrategien haben. Er hat uns darin bestärkt, unseren Weg weiterzugehen und vielleicht sogar noch ein bisschen mutiger zu sein.

»Wenn wir für neue Werte, für Wandel und Verantwortung stehen, dann muss sich das durch das gesamte Konzept ziehen.«

2026 bist du nun selbst Jurymitglied des GBA. Worauf wirst du in der Bewertung ganz besonders achten – und warum ist das für die Markenarbeit der Zukunft so wichtig?

Auf Mut, Andersartigkeit und echte Authentizität. Mich interessiert: Wo haben sich Menschen etwas wirklich Neuartiges ausgedacht? Wo ist jemand vielleicht einen Umweg gegangen, eine Extrameile? Wo wurde bewusst etwas anders gemacht? Mich interessiert, wo Marken selbst Verantwortung übernehmen, statt nur Konzepte einzukaufen. Außerdem achte ich sehr stark auf den Wertekompass und den Umgang mit Ressourcen. Wenn wir für neue Werte, für Wandel und Verantwortung stehen, dann muss sich das durch das gesamte Konzept ziehen. Nicht nur in der Inszenierung, sondern auch in der Umsetzung.

Mit »Circular Brand of the Year« und »AI Project of the Year« gibt es auch zwei neue Kategorien beim GBA. Warum gehören diese aus deiner Sicht beim Brand Management inzwischen unbedingt dazu?

Ich finde es großartig, dass solche Kategorien beim Award ergänzt wurden. Solche Auszeichnungen bieten Sichtbarkeit für Projekte, die mutig neue Wege gehen. Das sind Leuchttürme, die die Richtung weisen. Gerade für Projekte, die noch nicht im Mainstream angekommen sind, vielleicht noch nicht alle messbaren KPIs liefern, aber die inhaltlich und in ihrer Idee zukunftsweisend sind: Genau diese gehören doch auf die Bühne! Und Nachhaltigkeit und KI sind gerade die Themen, die wir in der Gesellschaft beleuchten müssen. Sie brauchen Geschichten, die sichtbar machen, was dahintersteckt. Nur Lösungen im Hintergrund reichen nicht – Markenarbeit, Sichtbarkeit und eben auch Awards wie der GBA helfen, diese Themen für die Gesellschaft greifbar zu machen.

Welchen Tipp gibst du Marken, die Projekte beim GBA ins Rennen schicken wollen und warum lohnt sich das?

Es lohnt sich immer, Bühnen und Netzwerke zu suchen. Oft ist die Arbeit nach der Veranstaltung spannender als das Event selbst – die Kontakte, das Networking, der Austausch mit Gleichgesinnten. Mein Tipp: Habt Mut, selbst mehr zu machen! Gebt Arbeit nicht einfach ab an Agenturen, Influencer oder andere an Dritte ab. Holt Inspiration aus anderen Branchen, schaut über den Tellerrand, lasst euch von externen Ideen inspirieren und adaptiert diese für eure eigene Marke. Gerade im Bereich Nachhaltigkeit oder erneuerbare Energie kann man viel von anderen Transformationsprozessen lernen und diese auf die eigene Branche übertragen.

Jetzt einreichen: Registration Deadline bis zum 27. Februar 2026

Du hast eine spannende Karriere hinter dir – von der Automobilbranche über ein Blockchain-Start-up bis hin zu 1KOMMA5°. Was treibt dich persönlich an?

Energie (lacht)! Für mich ist das immer ein zentrales Thema gewesen – erst die psychologische, neuronale, also wie unser Gehirn Energie nutzt. Und: wie wir Energie im echten Leben transformieren. Mich motiviert es, dort zu arbeiten, wo etwas technisch funktioniert, das aber noch nicht im Mainstream angekommen ist. Mein Ziel ist es, diese Innovationen zu skalieren und Menschen zu zeigen: What’s in it for you? Energie bedeutet für mich, Menschen zu begeistern, sie mitzunehmen und Prozesse zu gestalten, die Transformation möglich machen. Das treibt mich jeden Tag an und gibt mir kreative Kraft, neue Wege zu finden, Menschen zu erreichen und Projekte zum Erfolg zu führen. Voller Energie.

Über Sophia:

Sophia Rödiger ist Chief Marketing Officer bei 1KOMMA5°, CleanTech-Unicorn und Technologieplattform für CO2-neutrale Energie, Wärme und Mobilität. Sie ist Wirtschaftspsychologin, Autorin und gestaltet seit mehr als 15 Jahren Innovation im digitalen Energie- und Mobilitätsumfeld. Zuletzt gründete und leitete sie als CEO das Blockchain-Technologie Unternehmen bloXmove, das nach einem Management Buy Out mit Mercedes-Benz entstand. Hier, beim Automobilhersteller, begann Sophias Karriere in verschiedenen Management Positionen rund um Startup Investment und digitale Transformation. Sie legt einen besonderen Schwerpunkt auf (digitale) Bildung und hostet hierzu auch eigene Podcast-Formate wie aktuell die NEW ENERGY TALKS.

Über 1KOMMA5°:

1KOMMA5° steht für CO₂-neutrale Energie, Wärme und Mobilität. 2021 in Hamburg gegründet, ist das Energieunternehmen heute mit weltweit rund 80 Standorten in sieben Märkten der One-Stop-Shop für intelligente Energielösungen wie Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpen, Klimaanlagen und Wallboxen. Kerntechnologie ist Heartbeat AI: Die KI automatisiert die gesamte Stromversorgung eines Haushalts und ist ein Paradigmenwechsel in der Energieversorgung, weil sie Kunden direkt an die Strombörse anbindet und Erzeugung, -verbrauch und -handel im Einklang mit Wind und Sonne steuert.

Logos PAGE und German Brand Award 2026, grafische Darstellung



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Was ist eigentlich Accompanying Content? › PAGE online


Wer viel mit Online-Videowerbung zu tun hat, sollte sich das genauer anschauen. Denn begleitende Inhalte können die User-Experience verbessern und haben immer größeren Einfluss auf zukünftige Videowerbeformate im Web.

Was ist eigentlich Accompanying Content? › PAGE online

Das digitale Video-Ökosystem sortiert sich neu; nicht erst seit gestern. Ein erneuertes Marktumfeld entsteht, in dem »Accompanying Content« eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Diese Content-Art wird zum Baustein – und der wird zukünftig für Reichweitenaufbau und Markenkommunikation immer relevanter. Daher lohnt es für Publisher, Werbungtreibende, Kreativagenturen und Tech-Anbieter, sich damit auseinanderzusetzen.

Bei einigen Werbungtreibenden der Kreativbranche mag das längst angekommen sein, bei anderen vielleicht weniger. PAGE fasst die Thematik  zusammen und erklärt anhand eines Whitepapers vom BVDW, wo die Vorteile liegen können.

Das Video-Ökosystem

Um zu verstehen, dass es heutzutage Mischformen von Online-Videowerbung gibt, sollte man sich kurz nochmals vor Augen führen, wie das Video-Ökosystem bislang aufgebaut war. Es gab die »Instream-(Click-to-Play)-Videos, die vor, während oder nach einem Hauptvideo abgespielt werden«. Und es gab »die Outstream-Videoanzeigen in textbasierten Umfeldern, also außerhalb von Video-Content«.

Im Zuge der Entwicklungen von Mischformen hatte das IAB Tech Lab eine neue Kategorie geschaffen: Accompanying Content. Das sind begleitende Inhalte, die vor, während oder nach Videos zu sehen sind. Das Ganze wird automatisch abgespielt und ohne Unterbrechung der Streams. Dies war ein wichtiger Schritt, um die Marktstruktur hinsichtlich Preisen, Budgets oder Kampagnenqualität wieder transparenter und vergleichbarer zu machen.

Per definitionem ist die Kategorie wie folgt beschrieben:

»Accompanying Content (plcmt=2) beschreibt Pre-Rolls, Mid-Rolls oder Post-Rolls, die vor, während oder nach einem Content Stream wiedergegeben werden, wobei der Player in Text- oder Bildinhalte eingebettet ist. Die Wiedergabe startet per Autoplay ohne Ton, sobald der Player in den sichtbaren Bereich der Nutzer:innen gelangt. Beim Scrollen kann der Player in ein Sticky- oder Floating-Format wechseln. Der Ton kann optional von Nutzer:innen aktiviert werden.« (Quelle: IAB Tech Lab)

Unterscheidungsmerkmal User Intent

Für Kampagnen und deren Videowerbungen sollten Kreative und Werbeplanner sich die Unterscheidungsmerkmale genau ansehen, denn hier erschließt sich, wen man womit in welchem Format erreicht. Ein Beispiel: Bei Accompanying Content konsumiert ein:e User primär Text- oder Bild-Inhalte, das Video läuft nur ergänzend. Beim klassischen Instream besteht seitens der User der klare Wunsch, ein Video zu sehen. Das lässt Rückschlüsse auf Gestaltungselemente und Formate ziehen, die man einplanen sollte.

Weitere Unterscheidungsmerkmale finden sich im Whitepaper.

Harmonisch eingebettet, ohne zu stören

Im Paper sind außerdem einige Vorteile für Werbungtreibende aufgelistet. Diese betreffen Reichweite und Skalierbarkeit, Zielgruppenansprache und Relevanz, Sichtbarkeit und Werbewirkung, Kosten sowie Messbarkeit.

Wenn Werbeinhalte näher an den jeweils relevanten Contents integriert werden können, beispielsweise innerhalb eines Artikel-Layouts, lässt sich bestenfalls die Akzeptanz der User erhöhen. Weil Accompanying Content – ergänzender Content automatisch (Autoplay, muted) – in die User Experince im Web »harmonischer eingebettet ist«, kommt die Botschaft besser an. Das Stichwort dazu lautet qualitativ hochwertige Content-Nähe, ohne den eigentlichen Lesefluss von Usern zu stören.

Visuelle Einbettung fürs Auge

Ebenso die visuelle Einbettung im Design der jeweiligen Website ist enorm wichtig, denn nur so lassen sich rundum sehr gute Nutzungserlebnisse schaffen. Hier sind dann nicht nur die Werbungtreibenden oder die Kampagnenentwickler:innen gefragt, sondern auch Webdesigner:innen. Man sieht, dass hier viele verschiedene Akteure teilhaben, wenn Accompanying Content sinnvoll geplant und umgesetzt wird.

Die Bedeutung von begleitenden Inhalten für Videowerbung steigt, die Bewegtbildnutzung verlagert sich zunehmend ins Open Web. Gründe genug, sich das Thema anzuschauen. Zum Whitepaper.



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L’Université Claude Bernard Lyon 1 ändert Name und Logo – Design Tagebuch


Die L’Université Claude Bernard Lyon 1, eine der größten Hochschulen Frankreichs, ändert ihren Namen in „Lyon 1 Université“. Damit verbunden ist die Umstellung auf ein neues Corporate Design.

Mit über 47.000 Studierenden gehört die L’Université Claude Bernard Lyon 1 zu den größten Hochschulen Frankreichs. Sie ist Teil der Université de Lyon. Bis Ende der 1960er Jahre gab es in Lyon nur eine einzige große staatliche Universität (l’Université de Lyon). Infolge der Studentenproteste vom Mai 1968 wurde durch das sogenannte Loi Edgar Faure (1968) beschlossen, die riesigen, zentralisierten Universitäten Frankreichs in kleinere, autonomere Einheiten aufzuteilen. Die Verwendung der Ziffer „1“ geht auf eine tiefgreifende Reform des französischen Hochschulsystems im Jahr 1970 zurück.

In Lyon führte dies im Dezember 1970 zur Gründung von zunächst zwei (später drei) eigenständigen Universitäten, die zur Unterscheidung schlicht durchnummeriert wurden: Lyon 1 – (Claude Bernard): Zusammenschluss der ehemaligen Fakultäten für Naturwissenschaften und Medizin. Lyon 2 – (Lumière): Fokus auf Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften (später folgte eine weitere Abspaltung). Lyon 3 – (Jean Moulin): Entstand 1973 durch eine Abspaltung von der Lyon 2 (Schwerpunkte: Rechtswissenschaften, Sprachen und Betriebswirtschaft). Die „1“ im Namen ist also das Erbe der Dezentralisierung von 1970, durch die die spezialisierten Teiluniversitäten in Lyon entstanden sind.

Lyon 1 Université Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Lyon 1 Université, Bildmontage: dt
Lyon 1 Université Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Lyon 1 Université, Bildmontage: dt

Vor wenigen Tagen hat die Universität eine Umbenennung und ein damit einhergehendes Rebranding angekündigt. Künftig tritt die Universität unter dem Namen „Lyon 1 Université“ auf. Die Ziffer „1“ wird auf diese Weise von einer rein administrativen Nummer zu einem zentralen Bestandteil des Eigennamens. In gewisser Weise unterstreicht die Uni damit ihren Führungsanspruch als wissenschaftliche Institution der Stadt.

Premiere feierte das mit einem rot-magentafarbenen Verlauf ausgestattete Universitätslogo im Rahmen der Zeremonie zum Gelübde von Bruno Lina, seit 12. Januar Präsident der Uni. Das neu geschaffene Logo löst das im Jahr 2007 eingeführte Logo mit Farbringen und eingebetteter UCLB-Wortmarke ab.

Wie die Uni mitteilt, wurde das Logo / Corporate Design in einem mehrmonatigen Prozesses unter Einbindung von fast 1.000 Mitarbeitern und Studenten entwickelt. Entsprechende Workshops zur Neugestaltung der Marke wurden durchgeführt, Umfragen durchgeführt und ausgewertet. „Wir wollten ein lesbares und modernes Logo“, so die Uni. Das Design sei das Ergebnis einer kollektiven Reflexion und eines partizipativen Prozesses. „Für die Schaffung des neuen Lyon 1 University-Logos haben wir nach einem zeitgenössischen Zeichen gesucht, das in der Lage ist, die aktuellen Ambitionen unserer Universität zu verkörpern, in der sich jeder gegenseitig erkennen und ein kollektives Stolzmuster finden kann“, wie es in der von der Uni veröffentlichten Meldung zum Rebranding heißt.

Die Umstellung auf das neue Design solle schrittweise ab dem ersten Quartal 2026 erfolgen.

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NEW STANDARD.S kurbelt Kreislaufwirtschaft an › PAGE online


Das Berliner Designstudio NEW STANDARD.S macht vieles eindrucksvoll anders. Es setzt sich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein – und launcht jetzt ein Pro-bono-Programm zur Stärkung zirkulärer Start-ups. Noch kann man sich bewerben!

NEW STANDARD.S kurbelt Kreislaufwirtschaft an › PAGE online
© Philotheus Nisch

»Unsere Branche – Werbung und Kommunikation – ist für die Klimakrise mitverantwortlich«, heißt es von dem Designstudio NEW STANDARD.S aus Berlin-Neukölln. »So wie wir Teil des Problems sein können, können wir auch Teil der Lösung sein«.

Und dafür setzten sich die Kreativen mit gezielten Kampagnen und Corporate Designs ein – und jetzt auch mit einem jährlichen Pro-bono-Programm, das zirkuläre Start-ups unterstützen möchte.

Damit möchte das Studio die Transformation zur Kreislaufwirtschaft, beschleunigen.

Noch bis zum 31. Januar 2026 können sich Start-Ups aus der Circular Economy bewerben. Und das für ein Programm, in dessen Mittelpunkt ein sechswöchiger Brand- und Communication-Sprint (Gegenwert: 50.000 Euro) mit Fokus auf Marke, Messaging und Pitch Deck steht.

Zirkuläre Marken stark machen

Und nicht nur die Expertise von NEW STANDARD.S, sondern auch ihr Portfolio ist eindrucksvoll. Darin finden sich Kampagnen für den A-GAIN Guide gegen Fast Fashion, für Zero Waste und dazu unterstützt das Studio den »Kreisler« Reparatur- und Leihladen.

Gemeinsam mit dem zirkulären Start-up, das ausgewählt wird, arbeitet NEW STANDARD.S an zentralen Grundlagen der Markenführung, an der Identity, verständlichem Messaging sowie der Überarbeitung oder Entwicklung eines überzeugenden Pitch Decks.

Viele Circular Start-ups hätten bereits funktionierende Lösungen, tragfähige Geschäftsmodelle und böten echte Alternativen, häufig aber fehle ihnen eine Marke, die das vorhandene Potenzial klar und überzeugend vermittelt, heißt es von Maximilian Mauracher, Mitgründer und Geschäftsführer von NEW STANDARD.S.

Wer das ändern möchte, kann sich für das Pro-bono-Programm bewerben.

Dafür gibt es keine formalen Branchen- oder Größenanforderungen. Voraussetzung ist allein, dass man als Start-up die Phase der reinen Ideenfindung hinter sich hat und eine marktreife oder bereits getestete Lösung vorweisen kann.

 

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