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Mazda MX-5: Mehr Dynamik, weniger Hubraum


Mit der Modellpflege für den Mazda MX-5 für 2027 bekommt der meistverkaufte Roadster der Welt ein leichtes Leistungsplus für den 1,5-Liter-Motor und optional ein dynamischeres Fahrwerk. Den Zwei-Liter-Vierzylinder nimmt Mazda wegen des Flottenverbrauchs aus dem europäischen Programm.

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Der verbleibende Vierzylinder leistet künftig 100 statt bisher 97 kW, sein Drehmoment steigt von 152 auf 155 Nm. Der kombinierte Verbrauch sinkt im WLTP leicht auf 6,1 Liter pro 100 Kilometer bei einem CO₂-Ausstoß von 139 g/km (CO₂-Klasse E). Zur großen Erleichterung der Fangemeinde wird ihm auch künftig kein effizienzsteigernder Turbolader beim Atmen helfen. Mazda spricht lediglich von „überarbeiteten Antriebsstrangkomponenten“, die den Verbrauch hinter dem Motor mit verbessertem Wirkungsgrad und optimierter Akustik senken helfen sollen. An der traditionellen Standardkonfiguration mit längs eingebautem Antrieb ändert Mazda aus guten Gründen nichts. Es bleibt auch beim handgeschalteten Sechsganggetriebe.



Runduhren mit Zeigern unter einem Blendschutz. Ergonomischer kann man auch 2027 keine Instrumente bauen. Nur billiger: mit Bildschirmen.

(Bild: Mazda)

Neuerungen im Fahrwerk bekommt der MX-5 in seiner damit nun sportlicher positionierten Ausstattungslinie Homura. Diese erhält ab Modelljahr 2027 serienmäßig ein Bilstein-Sportfahrwerk, eine Domstrebe an der Vorderachse zur Verbesserung der Karosseriesteifigkeit sowie 16-Zoll-Leichtmetallfelgen von RAYS. Die Sportbremsanlage aus dem Hause Brembo und die Integralsitze von Recaro bleiben.

Neu im Programm ist das Sondermodell Yakudo, ein Name, der auf „dynamische Bewegung und Vitalität“ hinweisen soll. Es basiert auf der Homura-Ausstattung, ist aber ausschließlich als Softtop erhältlich. Äußerlich setzt es sich durch ein hellgraues Stoffverdeck, silbern lackierte Bremssättel und silberne Exterieur-Akzente ab. Innen erkennt man die Version an Alcantara-Applikationen, beleuchteten Fußmatten und Yakudo-Badges. Als neue Außenfarbe bietet Mazda „Zinc Green“ an, die laut Hersteller eine industriell inspirierte Anmutung mit eleganter Metalloptik verbinden soll.



Neue Farbe Zinkgrün

(Bild: Mazda)

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Ab Modelljahr 2027 gehört der Fahreraufmerksamkeits-Assistent Driver Attention Alert (DAA) zum Serienumfang aller Varianten. Das System überwacht das Fahrverhalten anhand von Lenkbewegungen und warnt bei Anzeichen von Müdigkeit oder Unaufmerksamkeit. Mazda betont, der Assistent warne lediglich optisch und akustisch, greife jedoch nicht in die Fahrdynamik ein. Für Puristen, die jede elektronische Intervention kritisch sehen, dürfte das noch verkraftbar sein.

Mazda folgt damit dem Regulierungsdruck durch die EU-Vorschriften zur Fahrzeugsicherheit, ohne den analogen Charakter des Roadsters grundsätzlich zu verändern. Es bleibt weiterhin beim Grundkonzept aus Leichtbauweise mit rund 1,1 Tonnen in Grundausstattung und manuellem Getriebe. Die präzise und feinfühlige Lenkung ermöglicht der nicht grundlos seit rund 120 Jahren bewährte Standardantrieb, der Lenkung und Traktion sauber trennt. Mazda nennt das Gefühl, dass Fahrer und Fahrzeug als Einheit agieren, „Jinba Ittai“.



Dem MX-5 wird der große Motor nicht fehlen.

(Bild: Mazda)

Mit 139 g/km CO₂ ist der Roadster zwar kein Effizienzwunder, liegt aber weit unter den Werten großer Sportwagen. Mazda kann das Nischenmodell im Flottenverbrauch durch elektrifizierte Volumenmodelle wie den MX-30 kompensieren. Offiziell äußert sich Mazda nicht dazu, ob der aktuelle MX-5 der letzte seiner Art sein könnte. Branchenbeobachter sehen das Modelljahr 2027 allerdings als typisches End-of-Cycle-Update vor einem möglichen Generationswechsel. Ob dieser dann einen Hybrid- oder Elektroantrieb bringen wird, bleibt offen.

Der MX-5 gehört zu den letzten Vertretern der klassischen, leichten und bezahlbaren Roadster mit Verbrennungsmotor. Er zeigt, was wahrer Luxus ist, indem er beweist, dass die größte Fahrfreude weder mit überbordender Leistung noch mit enormen Hubräumen und auch nicht mit Fahrdynamikregelungen zu bekommen ist. Ironischerweise ist er selbst ein Epigone dieses vor Jahrzehnten schon einmal untergegangenen Segments, das er seit seiner Premiere 1989 auf der Chicago Auto Show über mehrere Generationen erfolgreich wiederbeleben konnte: Weltweit hat Mazda über 1,2 Millionen Exemplare verkauft, davon 404.000 in Europa. 2016 wurde er zum „World Car of the Year“ gekürt.

Der Produktionsbeginn des Modelljahrs 2027 ist für Oktober 2026 geplant. In Deutschland beginnen die Preise bei 34.190 Euro für den Roadster und 36.990 Euro für die RF-Version mit elektrisch versenkbarem Hardtop.

Mehr über die japanische Traditionsmarke


(fpi)



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