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Künstliche Intelligenz

Mecpow M1 im Test: Günstiger Laser-Cutter & Engraver ab 135 Euro


Der kompakte Lasergravierer Mecpow M1 ist vielseitig einsetzbar und einfach zu bedienen. Doch wie steht es um die Sicherheit?

Mit dem M1 bringt Mecpow einen kompakten Lasergravierer mit 5‑Watt‑Diode auf den Markt, der laut Klasse‑1‑Zertifizierung als sicher gilt und sich an Einsteiger wie Fortgeschrittene richtet. Der Hersteller verspricht vielseitige Einsatzmöglichkeiten und eine einfache Bedienung im kompakten Format.

Wir haben den günstigen Laser ab 135 Euro ausführlich getestet und zeigen, was er tatsächlich leistet.

Wirklich Laser-Klasse 1?

Der Mecpow M1 ist laut Hersteller ein Gerät der Laser-Klasse 1. Das bedeutet eigentlich, dass keinerlei gefährliche Laserstrahlung austreten kann, die etwa das Augenlicht schädigen kann. Nur Laser-Graviermaschinen der Klasse 1 sind für den Einsatz durch Privatpersonen geeignet. Geräte ohne ausreichenden Schutz fallen in die Klasse 4, sie dürfen nur von Profis benutzt werden.

Wirklich ungefährlich ist das Arbeiten mit dem M1 trotz der vom Hersteller beworbenen Klasse-1-Qualifizierung unserer Ansicht nach nicht. So gibt es etwa einen Spalt zwischen Gehäuse und Sichtfenster. Im Test traten hier keine Laserstrahlen aus, aber mit einem ungünstigen Blickwinkel und reflektierender Oberfläche des zu gravierenden Objekts könnte es hier aber durchaus zu Lichtaustritt kommen.

Zweifelsfrei problematisch ist aber eine weitere Funktion des M1. Zur Bearbeitung höherer Objekte kann der Mecpow nämlich mittels anschraubbarer Füße aufgebockt werden. Durch den dann offenen Boden kann sehr wohl Laserstrahlung austreten, was eine erhebliche Gefahr für das Augenlicht darstellt. Nur mit geschlossenem Gehäuse lässt sich das Gerät gefahrlos ohne Schutzbrille betreiben, aber es funktioniert eben auch anders – der Xtool F2 ist genau deswegen ganz offiziell ein Gerät der Laser-Klasse 4. Die Klasse 1 beim Mecpow darf also zumindest bezweifelt werden.

Abgesehen davon sollte man nie ohne Vorwissen mit so einem Laser hantieren. Es geht hier nicht nur um den Schutz der Augen, sondern etwa um das Verhüten von Bränden und um giftige oder ätzende Gase, die beispielsweise beim Bearbeiten von bestimmten Kunststoff-Sorten entstehen.

Wer sich solch ein Werkzeug in die Werkstatt stellt, muss immer mit Vorsicht und Bedacht arbeiten: Ein Laser ist kein Spielzeug!

Design und Ausstattung

Der M1 fällt positiv durch sein geschlossenes Gehäuse mit dem klappbaren Sichtfenster auf – in der Regel sind die günstigen Geräte offen und somit deutlich unsicherer. Das weiß-grüne Design wirkt modern und aufgeräumt. Mit Abmessungen von 220 × 264 × 194 mm und einem Gewicht von knapp 2,4 kg ist der Laser sehr kompakt. Er passt problemlos auf jeden Schreibtisch und lässt sich leicht transportieren oder beiseitestellen. Die Verarbeitung macht einen ordentlichen und stabilen Eindruck. Herzstück ist das 5 Watt starke Lasermodul mit einer Wellenlänge von 455 nm. Es ermöglicht Gravuren auf einer Arbeitsfläche von 100 × 100 mm, laut Hersteller, mit einer Genauigkeit von bis zu 0,01 mm.

Der transparente Deckel filtert laut Hersteller 99 Prozent des Laserlichts. Öffnet man das Gehäuse während des Betriebs, stoppt der Laser sofort automatisch. In den Tests klappt das zuverlässig. Ein Neigungsalarm warnt zusätzlich bei Verkippung um mehr als 15 Grad. Eine Schutzbrille liegt bei.

Im Lieferumfang sind neben dem Lasermodul auch ein Stromkabel, Schraubendreher, Schutzbrille, Benutzerhandbuch, Positionierungsplatte, Markierungsstift, Speicherkarte und diverses Montagematerial enthalten. Optional sind Erweiterungen wie ein 1,2 Watt starkes Infrarotmodul zum Gravieren von Metallen, Rotationsaufsätze für zylindrische Objekte und der im Test genutzte Luftfilter erhältlich.

Praxistest

Im Vergleich zu vielen anderen günstigen Modellen ist hier kein zeitaufwendiger Aufbau nötig. Nach dem Auspacken und dem Verbinden mit dem Computer ist der M1 direkt einsatzbereit. Was hier auffällt, ist der unangenehm hochfrequente Lüfter – zum Glück ist der aber nicht mehr zu hören, sobald der optional erhältliche und sehr laute Luftfilter loslegt.

Über WLAN oder USB-Kabel können Designs von PC, Smartphone oder Tablet an den Laser gesendet werden – zumindest theoretisch. Die mitgelieferte Software für den PC ist nämlich nur wenig intuitiv. Die App des M1 bekommen wir zwar verbunden, beim Hochladen von Aufträgen friert das Programm dann aber ein. Bevor wir uns lange ärgern, nutzen wir die alternative Software Lightburn. Die hatten wir schon bei anderen Lasern im Einsatz und auch mit dem Gerät von Mecpow gibt es keine Probleme. Lightburn ist zwar kostenpflichtig, die Investition lohnt sich aus unserer Sicht aber. Bei Interesse gibt es eine zeitlich begrenzte Demoversion.

Die Sicherheitsfunktionen des M1 überzeugten im Praxiseinsatz – zumindest auf den ersten Blick. Das geschlossene Gehäuse filterte das Laserlicht zuverlässig. Der Spalt zwischen Sichtscheibe und Gehäuse macht zumindest bei ebenen und nicht reflektierenden Oberflächen keine Probleme. Rauch und Gerüche wurden dank angeschlossenem Filter effektiv abgesaugt. Dessen Anschaffung ist aus unserer Sicht sinnvoll – selbst wenn er nur einen Teil der Gerüche abfangen kann. Alternativ sollte die Abluft unbedingt aus dem Fenster geleitet werden.

Problematisch wird es allerdings, wenn der M1 mit den mitgelieferten Füßchen aufgebockt wird, um höhere Objekte zu gravieren. Hier raten wir unbedingt zu großer Vorsicht und zur Nutzung des Schutzbrille – besser noch wäre eine zusätzlicher Sichtschutz oder der Verzicht auf die Erhöhung. Hinzukommt, dass der M1 keinerlei Flammenerkennung an Bord hat. Wenn der Laser arbeitet, muss man ihn also immer im Auge behalten!

Ansonsten zeigt sich der Mecpow M1 als vielseitiger Graveur für zahlreiche Materialien. Hölzer, Jeansstoff, Leder und beschichtete Metalle stellten kein Problem dar. Mit dem 5-Watt-Laser ließen sich 2- und 3-mm-Sperrholz in nur einem Durchgang sauber schneiden. Die maximale Gravurgeschwindigkeit liegt theoretisch bei 10.000 mm/min – dann aber wäre vom Ergebnis kaum etwas zu sehen. In der Praxis graviert und schneidet der Laser deutlich langsamer. Für Flächengravuren auf Holz nutzen wir etwa 2300 mm/min bei 30 Prozent Leistung. Geschnitten wird dann mit 150 mm/min bei 90 Prozent Leistung.

Die Gravurqualität war durchweg hoch. Selbst feine Details und kleine Schriften wurden präzise umgesetzt. Die perfekte Platzierung der Gravuren ist allerdings gar nicht so einfach. Da es hier kein Livebild per Kamera gibt, muss man sich zur besseren Orientierung mit dem Abfahren des Rahmens um die Grafik begnügen. Das klappt zwar, ist allerdings weniger genau und bedarf etwas Übung.

Preis und Einschätzung

Mit einem Preis ab 135 Euro ist der Mecpow M1 im Vergleich zu anderen Lasern sehr günstig. Das wirkt sich zwar auch auf den eher kleinen Arbeitsraum und die mitgelieferte Software, aber immerhin nicht auf die Qualität der Gravuren und Schnitte aus.

Zusammen mit dem Luftfilter steigt der Preis dann auf 219 Euro. Optional sind auch Bundles mit IR-Laser, Drehmodul oder einem schwächeren 3,5-Watt-Laser erhältlich.

Fazit

Der Mecpow M1 ist ein günstiger und ordentlich funktionierender Desktop-Laser für Einsteiger. Kompaktes Design, hohe Gravurqualität und zumindest ein gewisser Grad an Lasersicherheit bilden ein verlockendes Gesamtpaket. Narrensicher ist dieser Laser trotz der Herstellerangabe Laser-Klasse-1 aber nicht, weswegen wir zur Vorsicht raten.

Mit 5 Watt Leistung, einer Präzision von 0,01 mm und Kompatibilität zu vielen Materialien eröffnet der Mecpow M1 trotzdem kreative Möglichkeiten vom personalisierten Geschenk bis zu Modellbau-Teilen. Für eine vernünftige Bedienung empfehlen wir allerdings den Kauf der Software Lightburn – diese ist intuitiver und deutlich umfangreicher als das mitgelieferte Programm.



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Besser texten mit Office-Alternativen: LanguageTool in LibreOffice einrichten


In allen Modulen von LibreOffice steht eine ordentliche Rechtschreibprüfung zur Verfügung. Sie nutzt die freie Hunspell-Bibliothek, die unter anderem auch in Firefox und Thunderbird arbeitet. Eine deutlich leistungsfähigere Alternative, die zudem auch Grammatik, Interpunktion und Schreibstil kontrolliert, ist das ursprünglich als kostenloses Open-Source-Projekt gestartete LanguageTool. Mittlerweile wird es von einem kommerziellen deutschen Anbieter auch als Webdienst angeboten, und zwar in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen KI-unterstützten Version.

LanguageTool nutzen Sie entweder über eine Webseite, in die Sie die zu prüfenden Texte per Zwischenablage einfügen, oder über ein Browser-Add-in. Letzteres ist webseitenübergreifend überall da aktiv, wo Sie Texte eingeben. In LibreOffice können Sie LanguageTool zudem parallel oder alternativ zum integrierten Spellchecker einrichten. Wenn Sie dem Onlinedienst keine Inhalte schicken möchten, haben Sie zudem die Möglichkeit, einen LanguageTool-Server lokal zu installieren. Somit verlassen Ihre zu prüfenden Texte nie den eigenen Rechner. Dieser Artikel zeigt alle Möglichkeiten, LanguageTool in LibreOffice zu integrieren.

  • LanguageTool prüft Texte deutlich umfangreicher als die eingebaute Rechtschreibkorrektur von LibreOffice. Sie können es nahtlos integrieren.
  • Wie gründlich LanguageTool prüft, hängt davon ab, ob Sie die kostenlose Version von LanguageTool nutzen oder für ein Premium-Abo zahlen. Erstere lässt sich auch offline auf dem eigenen Rechner installieren.
  • Wir zeigen unterschiedliche Installationsvarianten auf allen drei Desktop-Betriebssystemen.

Die Onlineversion des LanguageTools gibt es in zwei Varianten. Die kostenlose reicht für Standardprüfungen auf Rechtschreib‑, Satzzeichen‑ und Grammatikfehler. Nicht zahlende Nutzer der Onlineversion können Texte nur bis zu einer maximalen Länge von 2000 Zeichen prüfen lassen. Die als Abo buchbare Premium‑Version findet deutlich mehr Fehler, bewertet den Schreibstil und bietet KI‑gestützte Verbesserungsvorschläge. Die Abo-Version kostet bei jährlicher Zahlweise rund fünf Euro pro Monat. Kürzere Abrechnungszeiträume sind signifikant teurer.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Besser texten mit Office-Alternativen: LanguageTool in LibreOffice einrichten“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



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Donnerstag: Meta-Schadenersatz wegen Datensammlung, Googles Investitionen in KI


Metas Datensammlung auf Drittwebseiten ist illegal. Das wurde in Deutschland jetzt erstmals rechtskräftig entschieden. Vier Klägern wurde Schadenersatz zugesprochen, denn der Facebook-Konzern hat über die Meta Business Tools Nutzerdaten beim Surfen gesammelt. Das OLG Dresden lässt Meta nicht zum Bundesgerichtshof, denn die Rechtslage sei eindeutig. Derweil haben der Umsatz und die Gewinne des Google-Konzerns erneut die Erwartungen der Wall Street übertroffen, nachdem dieser seine Geschäftszahlen vorgelegt hat. 2026 sollen die Investitionen in KI nahezu verdoppelt werden, denn das Cloud-Geschäft ist die am stärksten wachsende Abteilung Alphabets. In Europa sind Geheimdienste überzeugt, dass zwei russische Satelliten gezielt westliche Kommunikationssatelliten im All verfolgen, um den Datentransfer auszuspionieren. Denn die Satelliten werden nicht nur für Fernsehen und Internet genutzt, sondern teilweise auch für Regierungs- und Militärkommunikation – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Meta Platforms muss vier sächsischen Instagram- oder Facebook-Nutzern je 1500 Euro Schadenersatz zahlen, weil der Datenkonzern über zahllose Webseiten und Apps Dritter rechtswidrig personenbezogene Daten sammelt. Das hat das Oberlandesgericht Dresden in vier parallelen Verfahren entschieden. Es sind die ersten rechtskräftigen Entscheidungen dieser Art in Deutschland. Dafür setzt Meta weltweit seine sogenannten Meta Business Tools ein. Doch das OLG untersagt Meta ab sofort, auf Drittseiten und -apps Daten über die Kläger zu sammeln. Besonders übel für Metas Position ist, dass das OLG die Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) ausschließt, weil die rechtliche Lage so deutlich sei. Nun droht eine Lawine neuer Klagen und Urteile gegen Meta: Metas Datensammlung laut OLG Dresden illegal, keine Revision zum BGH.

Alphabet hat Umsatz und Gewinne sowohl im vierten Quartal 2025 als auch im gesamten letzten Jahr erneut gesteigert und dabei auch die Erwartungen der Analysten größtenteils übertroffen, obwohl diese bereits mit ordentlichem Wachstum gerechnet hatten. 2026 wird der Google-Konzern die Ausgaben allerdings drastisch erhöhen. Sundar Pichai, Chef von Alphabet und Google, kündigte Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar an. Das entspricht praktisch einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr und soll vorwiegend der stark wachsenden Cloud-Sparte des Konzerns zugutekommen. Erfreulich ist, dass die Google-KI mittlerweile effizienter rechnet und der Konzern 2025 mehr Mitarbeiter eingestellt hat: Alphabet erhöht Einnahmen weiter und kündigt Rekordinvestitionen in KI-Cloud an.

Russische Satelliten sollen nach Erkenntnissen westlicher Geheimdienste und Militärs gezielt die Kommunikation mindestens zwölf europäischer Satelliten abgefangen haben. Zivile und militärische Stellen beobachten seit Jahren verdächtige Manöver verschiedener Kommunikationssatelliten Russlands, wie jetzt berichtet wird. Die russischen Satelliten nähern sich dabei ihren Zielen bis auf riskante Distanzen und verharren dort oft wochen- oder gar monatelang. Geheimdienstler gehen davon aus, dass sich die Satelliten gezielt in der Funkverbindung zwischen Bodenstationen und Satelliten positionieren. Sollten dabei Steuerdaten aufgezeichnet werden, könnte jemand die Kontrolle über die Satelliten übernehmen, sagen Experten: Russland fängt Daten von europäischen Satelliten ab.

Ein neuartiges Retina-Implantat soll Sehsignale mittels Nahinfrarotlicht wiederherstellen. Wie Wissenschaftler der türkischen Koç-Universität berichten, kommt die Technik ohne Kabel und externe Elektronik aus. Das macht sie deutlich kompakter als bisherige Ansätze. Das Implantat soll sich eines Tages an Menschen mit degenerativen Netzhauterkrankungen wie Makuladegeneration oder Retinitis pigmentosa richten. Millionen Betroffene weltweit leiden unter diesen Erkrankungen, für die es bislang keine heilende Behandlung gibt. Bisherige Retina-Implantate arbeiten meist mit hochintensivem sichtbarem Licht und benötigen umfangreiche Elektronikkomponenten, was Risiken für das empfindliche Augengewebe mit sich bringt: Ultradünnes Retina-Implantat nutzt Nahinfrarot zur Netzhaut-Stimulation.

In der heutigen Ausgabe der #heiseshow sprechen wir unter anderem über die geplante Abschaltung der GSM-Netze. Dies könnte die Erreichbarkeit von Notrufen gefährden, warnt die Vereinigung der Leitstellen. Welche technischen Probleme entstehen dadurch? Brauchen wir ein Moratorium, um die Notruf-Infrastruktur anzupassen? Zudem geht es um KI-Agenten. Auf einem Reddit-Klon diskutieren diese nun miteinander, während Menschen nur zuschauen dürfen. Was unterscheidet KI-Agenten wie OpenClaw von herkömmlichen Chatbots? Welche Erkenntnisse liefert das Experiment über autonome Systeme? Weiterhin diskutieren wir, wo wir nach 100 Jahren Fernsehen stehen. Wie hat sich das Medium von mechanischen Anfängen über Röhren bis zum Streaming entwickelt? Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: GSM-Abschaltung, OpenClaw, 100 Jahre Fernsehen.

Auch noch wichtig:

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  • Unitrees humanoider Roboter G1 hält auch niedrige Temperaturen aus. Bei Minusgraden stapfte er das Logo der Olympischen Winterspiele 2026 in den Schnee: Humanoider Roboter Unitree G1 stapft bei -47,4 °C durch Eis und Schnee.
  • Die Talfahrt für die Software-Branche an den Finanzmärkten setzt sich fort. Für den nächsten großen Ausverkauf sorgte nun wohl ein neues KI-Tool von Anthropic: Nächster schwarzer Börsentag für Software-Branche.
  • Microsoft beendet den Verkauf eigenständiger SharePoint- und OneDrive-Lizenzen. Bis 2029 sollen Kunden auf teure M365-Suites umsteigen: Microsoft zwingt Nutzer in teure Suites nach Aus für SharePoint und OneDrive.
  • Zum Jahreswechsel wurden diverse interne Informationen von Apple bekannt. Was bedeutet das für das Produktjahr 2026? Das beleuchtet unser Kommentar: Apple leakt sich diesmal selbst.
  • Hinter dem Ende gibt es noch etwas zu lachen. Auch in Staffel 2 ist „Fallout“ dann am besten, wenn es gemeine Witze macht: „Fallout Season 2“ mit Pointen, bis der Kopf platzt.
  • Dass Microsoft dem FBI Wiederherstellungsschlüssel übergibt, kriegen viele in den falschen Hals, meint Peter Siering. Das Problem ist die Erwartungshaltung, so sein Kommentar: Nein, doch, oh! Bitlocker ist unsicher.
  • Die Document Foundation hat LibreOffice 26.2 veröffentlicht. Die neue Version der freien Office-Suite bietet zahlreiche Performance-Verbesserungen: Schneller, Markdown-Support und bessere Office-Kompatibilität mit LibreOffice 26.2.
  • Die Januar-Updates haben Probleme mit dem Herunterfahren und mit Schlafmodi verursacht. Windows 10 ist ebenfalls betroffen: Auch Windows 10 von Problemen mit Herunterfahren betroffen.
  • Die ESA will die durch Weltraumschrott erzeugten Probleme verringern. Dafür lässt sie nun zwei Satelliten so abstürzen, dass das direkt beobachtet werden kann: Flugzeug soll Verglühen zweier ESA-Satelliten vor Ort beobachten.
  • Das Jahr 2025 lief für AMD erfreulich, unter anderem mit einem Verkaufsrekord von Ryzen-CPUs. Die Aktie fällt trotzdem um über 15 Prozent, obwohl AMD mehrere Rekorde meldet: Umsatz hoch, Aktie kracht runter.
  • In München eröffnet die Telekom ihr bislang größtes KI-Rechenzentrum mit Nvidia-Technik und politischer Prominenz: Telekom-Rechenzentrum soll deutsche KI-Leistung um die Hälfte steigern.


(fds)



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Alphabet erhöht Einnahmen weiter und kündigt Rekordinvestitionen in KI-Cloud an


Alphabet hat Umsatz und Gewinne sowohl im vierten Quartal 2025 als auch im gesamten letzten Jahr erneut gesteigert und dabei auch die Erwartungen der Analysten größtenteils übertroffen, obwohl diese bereits mit ordentlichem Wachstum gerechnet hatten. Nur die Werbeeinnahmen YouTubes fallen etwas niedriger aus als erwartet. 2026 wird der Google-Konzern die Ausgaben allerdings drastisch erhöhen. Sundar Pichai, Chef von Alphabet und Google, kündigte Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar an. Das entspricht praktisch einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.

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Im Ende Dezember abgeschlossenen vierten Quartal konnte Alphabet den Umsatz auf 113,83 Milliarden Dollar und den Betriebsgewinn auf 35,93 Milliarden Dollar steigern. Das entspricht Wachstumsraten von 18 und 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als Alphabets Wachstum die Anleger enttäuschte. Der Nettogewinn des letzten Quartals ist im Jahresabstand sogar um 30 Prozent auf 34,45 Milliarden Dollar gewachsen.

Im gesamten letzten Jahr ist der Umsatz Alphabets gegenüber 2024 um 15 Prozent auf 402,84 Milliarden Dollar gestiegen. Der Betriebsgewinn wuchs 2025 um 7 Prozent auf 129,04 Milliarden Dollar und der Nettogewinn im Jahresvergleich sogar um 32 Prozent auf 132,17 Milliarden Dollar. Gleichzeitig scheint die Zeit der Massenentlassungen vorüber zu sein, zumindest bei Google. Alphabet zählte Ende 2025 mit 190.820 Mitarbeitern 4 Prozent mehr Angestellte als Ende 2024.

Google-CEO Pichai bezeichnet die Finanzergebnisse als „großartiges Quartal für Alphabet“ und betont, dass der Jahresumsatz erstmals 400 Milliarden Dollar übertroffen hat. Gleichzeitig hat der YouTube-Umsatz mit Werbung und Abonnements 60 Milliarden Dollar überstiegen. Pichai verweist auch auf mehr als 325 Millionen zahlende Abonnenten für die verschiedenen Dienste des Konzerns, angeführt von Google One und YouTube Premium.

Den größten Teil des Umsatzes von Alphabet machen weiterhin die Werbeeinnahmen aus. Diese sind im letzten Quartal um fast 14 Prozent auf 82,28 Milliarden Dollar gestiegen. Einnahmen durch Abonnements, Plattformen und Geräte fallen mit 13,58 Milliarden Dollar dagegen bescheiden aus, sind gegenüber dem Vorjahr aber immerhin um fast 17 Prozent gestiegen. Das Cloud-Geschäft zeigt allerdings das größte Wachstum. Hier konnte Google den Quartalsumsatz im Jahresabstand um enorme 48 Prozent auf 17,66 Milliarden Dollar steigern.

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Genau hier will der Datenkonzern 2026 mehr investieren, wohl um das Wachstumspotenzial voll ausschöpfen zu können. Die für dieses Jahr angekündigten Investitionen von 175 bis 185 Milliarden Dollar sollen vorrangig in KI-Computing-Kapazitäten für Google DeepMind fließen, erklärte Alphabet-Finanzchefin Anat Ashkenazi laut CNBC im Gespräch mit Analysten, „um der signifikanten Kundennachfrage im Cloud-Bereich gerecht zu werden und strategische Investitionen in andere Bereiche zu tätigen“. Zudem sollen die Ausgaben dazu genutzt werden, um „die Benutzererfahrung verbessern und einen höheren ROI für Werbetreibende in Google-Diensten erzielen“.

Weiterhin betont Alphabet, dass Googles Künstliche Intelligenz in Form der Gemini-App mittlerweile mehr als 750 Millionen Nutzer zählt, die die App mindestens einmal im Monat verwenden. Im letzten Quartal waren es noch 650 Millionen monatlich aktive Nutzer. „Mit zunehmender Größe werden wir deutlich effizienter“, sagte Pichai dazu. „Durch Modelloptimierungen sowie Effizienz- und Nutzungsverbesserungen konnten wir die Gemini-Servicekosten pro Einheit bis 2025 um 78 Prozent senken.“

Anleger waren trotz dieser höheren KI-Effizienz nicht begeistert. Googles Aktienkurs hat nachbörslich teilweise um rund 3 Prozent nachgegeben. Das Papier hat sich aber schnell erholt und liegt mittlerweile wieder fast auf dem Niveau zum Abschluss des gestrigen Börsentages.


(fds)



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