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Mega-Exit: OpenAI kauft das Kieler Startup Ona


Das Kieler Startup Ona wird von OpenAI übernommen – in einem der größten deutschen Exits der letzten Jahre. Was hinter dem Deal steckt.

Hat einen Exit geschafft, von dem die meisten Gründer träumen: Ona CEO und Gründer Johannes Landgraf.
Ona

Einmal von Kiel ins Silicon Valley zu OpenAI bitte. Genau das hat Johannes Landgraf geschafft, Gründer und CEO von Ona. Sein Startup, welches 2020 gegründet wurde und sich auf sichere Cloud-Umgebungen spezialisiert hat, wurde vom KI-Riesen OpenAI gekauft. Dabei soll es sich laut Insidern um einen der größten deutschen Exits der letzten Jahre handeln.

Die Idee hinter Ona: Statt Code lokal auf dem eigenen Rechner zu schreiben und auszuführen, sollen Entwickler in gesicherten, reproduzierbaren Umgebungen in der Cloud arbeiten. Nach Unternehmensangaben haben schon mehr als zwei Millionen Entwickler die Plattform genutzt.

Strategischer Kauf für OpenAIs Codex

Für OpenAI sei der Kauf ein strategischer Schritt: Codex, der KI-Assistent für Softwareentwicklung, verzeichne inzwischen mehr als fünf Millionen wöchentliche Nutzer — ein Wachstum von 400 Prozent seit Jahresbeginn, wie OpenAI mitteilt.

Europäische Gründer bauen Technologien, die selbst die führenden KI-Unternehmen brauchen, um KI in die praktische Anwendung zu bringen.

Oliver Holle

CEO Speedinvest

Die Herausforderung dabei: Immer mehr Unternehmen wollen Codex nicht nur für schnelle Aufgaben nutzen, sondern für komplexe Workflows, die über Stunden oder Tage laufen. Dafür brauche der KI-Assistent einen sicheren Ort, an dem er dauerhaft arbeiten könne — in der Infrastruktur des jeweiligen Unternehmens, nicht auf einem einzelnen Gerät.

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„Agenten brauchen mehr als Intelligenz — sie brauchen einen vertrauenswürdigen Arbeitsbereich“, sagt Landgraf dazu. Ona solle genau das liefern: Cloud-Umgebungen mit der Kontrolle und den Compliance-Anforderungen, die Unternehmen verlangen.

Thibault Sottiaux, der bei OpenAI das Codex-Produkt verantwortet, ergänzt: Unternehmen wollten leistungsfähige Agenten, die echte Arbeit erledigen — aber unter den Sicherheits- und Kontrollbedingungen ihrer eigenen Umgebungen. Ona solle helfen, genau das zu ermöglichen.

Zweiter großer Exit für Speedinvest

Erster und größter Investor in Ona war dabei Speedinvest. Für den Wiener VC ist es bereits der zweite große KI-Exit innerhalb weniger Wochen: Erst kürzlich hatte das österreichische Startup Emmi AI den Sprung zu Mistral geschafft.

Oliver Holle, CEO von Speedinvest, deutet das als Signal: „Europäische Gründer bauen Technologien, die selbst die führenden KI-Unternehmen der Welt brauchen, um KI in die praktische Anwendung zu bringen.“

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