Künstliche Intelligenz
Messenger: Microsoft entfernt den „Together Mode“ aus Teams
Microsoft schickt mit dem „Together Mode“ von Teams eine Darstellungsform in den Ruhestand, die während der Coronapandemie eingeführt wurde und die digitale Zusammenarbeit verbessern sollte. Das hat die Microsoft-Produktmanagerin Katarina Tranker in einem Blogeintrag mitgeteilt. Da kündigt sie auch an, dass der Modus ab dem 30. Juni aus Teams entfernt werden soll. Damit soll primär dafür gesorgt werden, dass sich Meetings in Teams auf unterschiedlichen Geräten stärker gleichen. Zudem sollen sich die für die Entwicklung Verantwortlichen dadurch besser darauf konzentrieren können, die Videoqualität, die Stabilität und die Performance des Messengers zu verbessern.
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Weniger Ermüdung
Der „Together Mode“ von Teams wurde Anfang Juli 2020 vorgestellt. Es handelte sich um eine von mehreren Darstellungsformen für Teams-Meetings mit mehreren Teilnehmerinnen oder Teilnehmern. Die ließen sich dabei nicht mehr nur freistellen und vor einem alternativen Hintergrund platzieren, sondern in ein gemeinsames Bild montieren. Zur Auswahl standen unter anderem die Sitze in einem Hörsaal oder der Tresen eines Cafés. Zur Einführung hatte der Konzern erklärt, dass in eigenen Studien eine erhöhte Hirnstrom-Aktivität bei Probanden festgestellt wurde, die den Modus benutzt haben. Das Unternehmen meinte, dass mit einer solchen Darstellungsform die Ermüdung geringer und die Aufmerksamkeit höher auszufallen schien.
Im Rahmen des jetzt angekündigten Updates soll der „Together Mode“ aus Teams entfernt werden; Organisationen, die ihn zur Darstellung ihrer Marke genutzt haben, sollen stattdessen auf eigene Hintergründe ausweichen. Im Gegenzug soll eine moderne Galerie eingeführt werden, die je nach Zahl von Teilnehmenden automatisch angepasst werden soll. Ziel seien bessere Bildwiederholraten und eine einheitlichere Qualität über Gerätegrenzen hinweg. Die Verringerung der Auswahl bei den Darstellungsformen soll jetzt unter anderem die kognitive Belastung für die Teilnehmenden verringern, ergänzt die Produktmanagerin noch.
(mho)