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Meta AI warnt Eltern jetzt bei Suizidrisiken ihrer Kinder


Nach mehreren tragischen Fällen und wachsendem Druck auf KI-Dienste führt Meta neue Schutzfunktionen für Meta AI ein. Eltern sollen künftig bei möglichen Suizidrisiken ihrer Kinder automatisch informiert werden – langfristig soll die KI in akuten Fällen sogar Rettungsdienste alarmieren.

Meta und andere Anbieter von KI-Chatbots geraten zunehmend unter Druck. Behörden, Gerichte und Eltern diskutieren immer intensiver, wie KI-Chatbots auf Menschen in psychischen Krisen – insbesondere auf Minderjährige – reagieren und welche Verantwortung die Anbieter dafür tragen. Erst kürzlich sorgte eine Untersuchung der Organisation Center for Countering Digital Hate (CCDH) für Schlagzeilen, wonach ChatGPT Jugendlichen unter anderem gefährliche Ratschläge zu Drogen, Alkohol und Suizid gab und sich Schutzmechanismen vergleichsweise leicht umgehen ließen.

Vor diesem Hintergrund baut Meta den Schutz von Meta AI weiter aus. Bereits seit April können Eltern nachvollziehen, über welche Themen ihre Teenager mit Meta AI gesprochen haben. Schon damals hatte der Konzern angekündigt, eine Funktion einzuführen, die Eltern bei Gesprächen über Suizid oder Selbstverletzung automatisch informiert. Diese wird nun schrittweise ausgerollt. Künftig werden Eltern benachrichtigt, wenn Gespräche ihrer Teenager mit Meta AI auf ein Risiko für Suizid oder Selbstverletzung hindeuten.

Illustration der neuen Benachrichtigungsfunktion von Meta AI, die Eltern bei möglichen Hinweisen auf Suizid oder Selbstverletzung in Gesprächen ihrer Teenager informiert.
Neue Benachrichtigungsfunktion von Meta: Erkennt Meta AI Hinweise auf Suizid oder Selbstverletzung in Gesprächen von Teenagern, können beaufsichtigende Eltern automatisch informiert werden. © Meta

Die Funktion ist ab sofort für Nutzer:innen der Instagram-Kindersicherung in den USA, Großbritannien, Australien und Kanada verfügbar. Bis Ende des Jahres soll sie weltweit für alle beaufsichtigenden Eltern ausgerollt werden. Außerdem arbeitet der Konzern an einer weiteren Funktion, die bei akuter Suizidgefahr künftig Rettungsdienste verständigen soll.


Meta droht Milliardenstrafe:
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Meta erweitert den Schutz für Teenager und Menschen in psychischen Krisen

Mit mehreren neuen Funktionen will Meta den Schutz von Nutzer:innen im Umgang mit Meta AI ausbauen. Künftig sollen Eltern automatisch benachrichtigt werden, wenn Gespräche ihrer Teenager auf Selbstverletzung oder Suizidgedanken hindeuten. Zudem verschärft das Unternehmen die Jugendschutzeinstellungen für den KI-Chatbot und arbeitet an einer Funktion, die bei akuter Suizidgefahr künftig auch Rettungsdienste alarmieren soll.

Nach Angaben von Meta wurden die Erkennungsmechanismen gemeinsam mit Expert:innen für Suizidprävention entwickelt. Sie sollen sowohl eindeutige als auch weniger offensichtliche Warnsignale erkennen. Bei uneindeutigen Fällen will der Konzern im Zweifel lieber die Eltern benachrichtigen als ein mögliches Risiko zu übersehen.

Eltern werden bei Warnsignalen automatisch informiert – Menschen prüfen jeden Fall

Nach Angaben des Unternehmens erkennt jetzt ein speziell entwickeltes KI-System Gespräche, in denen Jugendliche eindeutig auf Selbstverletzung oder Suizidgedanken anspielen. Bevor jedoch eine Benachrichtigung verschickt wird, prüft ein Mensch alle von der KI markierten Chats.

If a teen’s intent is ambiguous, we’ll err on the side of caution and alert the parent. While that means we may sometimes notify parents when there may not be real cause for concern, we feel this is the right starting point,

schreibt Meta im Unternehmensblog. Die nachfolgende Abbildung zeigt die neue Benachrichtigungsfunktion von Meta.

Illustration der neuen Benachrichtigungsfunktion von Meta, mit der Eltern über mögliche Suizid- oder Selbstverletzungsrisiken in Gesprächen ihrer Teenager mit Meta AI informiert werden.
Meta informiert Eltern künftig, wenn Gespräche ihrer Teenager mit Meta AI auf ein mögliches Risiko für Suizid oder Selbstverletzung hindeuten, © Meta

Die Funktion startet zunächst in den USA, Großbritannien, Australien und Kanada und soll bis Ende des Jahres weltweit verfügbar sein. Sie ergänzt bestehende Warnmeldungen, die Eltern bereits erhalten, wenn ihre Kinder auf Instagram wiederholt nach Begriffen zu Suizid oder Selbstverletzung suchen.

Außerdem baut Meta eine bereits bestehende Funktion aus, mit der Eltern nachvollziehen können, welche Themen ihre Teenager in den vergangenen sieben Tagen mit Meta AI besprochen haben. Dabei erhalten sie keine Einsicht in die vollständigen Chat-Verläufe, sondern lediglich eine Übersicht der behandelten Themen.

Meta weitet Jugendschutzeinstellungen auf Meta AI aus

Zusätzlich verschärft Meta die Jugendschutzmaßnahmen für Meta AI. Teenager Accounts von Nutzer:innen zwischen 13 und 17 Jahren unterliegen bereits standardmäßig altersgerechten Inhaltsbeschränkungen. So ist Meta AI darauf trainiert, keine sexuellen oder romantischen Gespräche mit Teenager:innen zu führen oder Rezepte für alkoholische Getränke bereitzustellen.

Künftig gilt die strengere Einstellung „Eingeschränkte Inhalte“, die Eltern bereits für Instagram aktivieren können, auch für Gespräche mit Meta AI. Dadurch weist der Chatbot künftig eine noch größere Bandbreite sensibler Anfragen zurück.

Meta will bei akuter Suizidgefahr Rettungsdienste informieren

Neben den neuen Jugendschutzfunktionen plant Meta eine weitere Schutzmaßnahme für alle Nutzer:innen. Künftig soll Meta Rettungsdienste verständigen können, wenn Gespräche mit Meta AI auf eine akute Suizidgefahr hindeuten – unabhängig davon, ob es sich um erwachsene oder minderjährige Nutzer:innen handelt.

Die Funktion befindet sich derzeit in der Entwicklung und baut auf einem bestehenden Verfahren bei Facebook und Instagram auf. Erkennt Meta dort Beiträge, die auf ein glaubwürdiges Suizidrisiko schließen lassen, informiert der Konzern bereits heute die zuständigen Notdienste. Nach eigenen Angaben veranlasste Meta im vergangenen Jahr weltweit mehr als 19.000 solcher Meldungen, damit Einsatzkräfte das Wohlbefinden potenziell suizidgefährdeter Personen überprüfen konnten.

Nach tragischen Fällen wächst der Druck auf KI-Chatbots

Die neuen Schutzfunktionen dürften auch eine Reaktion auf den wachsenden regulatorischen und gesellschaftlichen Druck sein. In den vergangenen Jahren gerieten mehrere KI-Chatbots wegen ihres Umgangs mit psychischen Krisen und minderjährigen Nutzer:innen in die Kritik. Besonders erschütternd war der Fall des KI-Start-ups Character.AI, das von den ehemaligen Google-Forschern Noam Shazeer und Daniel De Freitas gegründet wurde. Die Mutter des 14-jährigen Sewell Setzer III wirft dem Unternehmen vor, ihr Sohn habe nach monatelangen Gesprächen mit dem Character.AI-Chatbot „Dany“, der auf der Figur Daenerys Targaryen basiert, eine emotionale Bindung entwickelt und sich schließlich das Leben genommen. Ein US-Gericht entschied im vergangenen Jahr, dass die Klage gegen Character.AI und Google weitergeführt werden kann. Der Fall gilt als einer der bislang wichtigsten Rechtstreitigkeiten zur Verantwortung von KI-Anbieter:innen und führte bei Character.AI zu umfangreichen neuen Sicherheitsmaßnahmen.

Auch OpenAI sieht sich mit Klagen wegen des Umgangs von ChatGPT mit psychischen Krisen konfrontiert. So werfen die Eltern eines 15-jährigen Jungen aus Kalifornien dem Unternehmen vor, ChatGPT habe auf suizidbezogene Äußerungen ihres Sohnes nicht angemessen reagiert und problematische Antworten gegeben. OpenAI weist die Vorwürfe zurück und verweist auf bestehende sowie kontinuierlich ausgebaute Schutzmechanismen. Ein rechtskräftiges Urteil steht bislang aus.

Meta selbst geriet Anfang des Jahres durch geleakte interne Dokumente unter Druck. Diese zeigten, dass der Konzern im Wettbewerb mit TikTok die Rückgewinnung von Teenagern zur Chefsache erklärt hatte, obwohl einzelne Maßnahmen den öffentlich kommunizierten Zielen beim Jugendschutz widersprachen. Vor diesem Hintergrund wächst der Druck auf Meta, den angekündigten Schutzmaßnahmen auch tatsächliche Verbesserungen für minderjährige Nutzer:innen folgen zu lassen.

Behörden und Gesetzgeber:innen beschäftigen sich deshalb zunehmend mit der Frage, welche Schutzmaßnahmen Anbieter:innen von KI-Chatbots für Minderjährige und Menschen in psychischen Krisen vorhalten müssen. Auch in der EU wächst der regulatorische Druck. Während der AI Act Anforderungen an Sicherheit und Transparenz von KI-Systemen festlegt, verpflichtet der Digital Services Act große Online-Plattformen dazu, Risiken für Minderjährige zu begrenzen und geeignete Schutzmaßnahmen umzusetzen.


Instagram Leaks:
Kampf um Teens verdrängt Jugendschutz


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Redesign: Das ist der neue Markenauftritt von Instagram


Das neue Instagram-Schriftzug

Mehr als zehn Jahre ist es her, dass Instagram seine Wortmarke verändert hat. Aus Sicht von Adam Mosseri war es jetzt dringend Zeit für ein Refresh. Wie der Chef der Meta-Plattform ankündigt, bekommt Instagram ein Redesign. Der Schriftzug ist aber längst nicht das einzige CI-Element, das überarbeitet wird. Das sind die Änderungen.

Die 2,3 Milliarden Menschen, die sich jeden Monat auf Instagram herumtreiben, müssen jetzt ganz stark sein. Grund: Das Social Network bekomm

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GPT-5.6 Sol wird ultrafast und ChatGPT smarter


Codex and ChatGPT can now understand the context of your recent work.

Opt into Computer History to give ChatGPT richer context, so it can pick up where you left off, understand patterns in your work, and suggest skills or scheduled tasks for work you repeat. pic.twitter.com/bWbA7A6QrT

— OpenAI Developers (@OpenAIDevs) August 13, 2026

Computer History kann außerdem wiederkehrende Abläufe erkennen und dazu passende Skills oder Scheduled Tasks vorschlagen. Das macht die Funktion nicht nur zu einer Art Arbeitsgedächtnis: Sie soll aus wiederholten Tätigkeiten auch Workflows ableiten, die sich künftig einfacher automatisieren lassen.

Was Computer History tatsächlich erfasst

User entscheiden selbst, welche Apps und Websites in Computer History einfließen. Screenshots, Bildschirmaufnahmen, Mikrofoneingaben oder Systemaudio zeichnet die Funktion nicht auf. Stattdessen erfasst sie Interaktionen wie Klicks, Eingaben, Tastaturkürzel und App-Wechsel sowie Kontext, den macOS über sein Accessibility-System bereitstellt. Private Browser Sessions bleiben außen vor.

Die Erfassung lässt sich jederzeit pausieren, einzelne Apps und Websites können ausgeschlossen und Einträge wieder gelöscht werden. Voraussetzung ist außerdem, dass Memories aktiviert sind.

Bei der Datenspeicherung lohnt sich ein genauerer Blick: Die Interaktionsereignisse werden zunächst temporär auf dem Mac gespeichert. Zur Erstellung der Erinnerungen verarbeitet OpenAI sie anschließend in einer kurzlebigen Codex Session auf den eigenen Servern. Die Event-Dateien danach nicht gespeichert und nicht zum Training verwendet, betont OpenAI. Auf dem Mac werden die temporären Dateien spätestens nach 48 Stunden gelöscht; daraus erstellte Memory-Dateien bleiben lokal erhalten, bis der User sie entfernt.

In Deutschland kommt die Funktion später

Computer History wird zunächst in der ChatGPT Desktop App für Mac für Pro, Business und Enterprise ausgerollt. Bei Business und Enterprise muss ein Admin den Zugang für den Workspace vorab freigeben. Aktiviert wird Computer History dadurch noch nicht automatisch – jeder User entscheidet anschließend selbst, ob die Funktion genutzt werden soll.

Deutschland gehört zum Start noch nicht dazu. Im Europäischen Wirtschaftsraum, in Großbritannien und in der Schweiz ist Computer History zunächst nicht verfügbar. OpenAI kündigt den Zugang für diese Regionen in den kommenden Wochen an.


ChatGPT Work:
OpenAIs Super-Agent verbindet Codex und GPT-5.6 für deine Arbeit

dunkler Hintergrund, Interface von ChatGPT Work
© OpenAI via Canva

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Deutlicher Rückgang im Juli: Deutscher TV-Werbemarkt rutscht noch tiefer ins Minus


Die TV-Werbung steckt in der Krise

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Beim Blick auf die Gesamtentwicklung bleibt der große Schrecken noch aus: Gut 2,4 Milliarden Euro haben hiesige Unternehmen im Juli fü

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