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Meta-Partner EssilorLuxottica fertigt Smart Glasses künftig auch in Europa


Der italienisch-französische Brillenkonzern und Meta-Partner EssilorLuxottica wird künftig auch in Europa smarte Brillen fertigen. Das Unternehmen hat angekündigt, in Italien erste Produktionskapazitäten für Smart Glasses aufzubauen. Die Initiative konzentriert sich zunächst auf den Standort Agordo, wo ein kompletter Produktionsbereich für die neuen industriellen Aktivitäten umgebaut werden soll. Die Aufnahme des Betriebs ist für Anfang 2027 vorgesehen. Dem Vorhaben ging ein Abkommen mit italienischen Industriegewerkschaften voraus.

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Mit dem Projekt will EssilorLuxottica die Rolle seiner italienischen Standorte als Innovationszentren sichern und ausbauen. Das Unternehmen verweist dabei auf den „hohen Technologieanteil von Wearables“. In der Ankündigung deutet CEO Francesco Milleri an, dass ein Ausbau der europäischen Produktionskapazitäten an anderen italienischen Standorten folgen könnte.

EssilorLuxottica ist der weltweit größte Brillenkonzern mit einem Portfolio, das Marken wie Ray-Ban, Oakley und Persol umfasst. Seit 2021 stellt EssilorLuxottica gemeinsam mit Meta Smart Glasses her, 2024 wurde die Partnerschaft bis in die 2030er Jahre verlängert. 2025 erwarb Meta zudem einen Anteil von drei Prozent an EssilorLuxottica. Die Partner sind mit weitem Abstand Marktführer bei smarten Brillen und haben im vergangenen Jahr sieben Millionen Geräte verkauft.

EssilorLuxottica sagt nicht, ob in Italien Produkte aus dieser Partnerschaft hergestellt werden oder nur eigene Wearables wie die Hörhilfe Nuance Audio. Es liegt jedoch nahe, dass die europäischen Fertigungslinien nicht nur für dieses Nischenprodukt gedacht sind.

Eine starke europäische Produktion könnte EssilorLuxottica einen entscheidenden Vorteil bringen. Die Ray-Ban Meta-Brillen rücken in der EU wegen datenschutzrechtlicher Bedenken zunehmend in den Blick von Regulierern. Dass das Flaggschiffprodukt Meta Ray-Ban Display bislang nicht in Europa erhältlich ist, dürfte auch mit regulatorischen Hürden zusammenhängen.

Wenn ein europäischer Konzern diese Gerätekategorie nicht nur mitentwickelt, sondern auch in der EU fertigt und dort Arbeitsplätze schafft, dürfte das gegenüber EU-Regulierern argumentativen Spielraum schaffen, gerade, wenn EssilorLuxottica im entstehenden Markt für Smart Glasses eine zentrale Rolle einnimmt.

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(tobe)



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