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Microsoft: Azure Linux 4.0 steht als Vorschauversion zum Testen bereit
Microsoft hat die erste öffentliche Preview-Version von Azure Linux 4.0 zum Download bereitgestellt. Die für Microsofts Cloud-Plattform Azure angepasste Linux-Distribution ist unter anderem für die Nutzung in virtuellen Maschinen angepasst. Mit Version 4.0 wird erstmals Fedora Linux als Basis verwendet.
Azure Linux 4.0 ist aus Microsofts interner Linux-Distribution CBL-Mariner hervorgegangen. Dabei soll aufgrund der direkten Nutzung von Fedora-Quellen der Wartungsaufwand reduziert werden. Allerdings ist Azure Linux nicht für die Desktop-Nutzung gedacht, sondern speziell auf Cloud- und Server-Anwendungen zugeschnitten.
Für die Azure-Cloud gedacht
Die aktuelle Vorschauversion von Azure Linux kann im Azure Marketplace heruntergeladen werden und auf virtuellen Azure-Maschinen, VM Scale Sets und als Container-Image genutzt werden. Der Vorteil dieser Linux-Distribution liegt in der Anpassung auf Cloud-Anwendungen, wobei die RPM-basierte Distribution nur mit einer für Cloud-Workloads gedachten und entsprechend klein gehaltenen Paketbasis ausgeliefert wird.
Zu den Neuerungen von Azure Linux 4.0 zählen der Kernel 6.18, der von Fedora bekannte Paketmanager dnf5 sowie systemd in Version 258. Hierbei ist der Kernel speziell auf den Betrieb in Azure-Umgebungen zugeschnitten, während dnf5 weniger Speicher nutzen und schneller laufen soll. Zudem wird die Vorschauversion dieser Linux-Distribution mit glibc 2.42, OpenSSL 3.5, Python 3.14 und RPM 6.0 ausgeliefert.
Durch die Nutzung von Azure Linux will Microsoft eine einheitliche Basis für die Nutzung in Azure-Umgebungen zur Verfügung stellen, statt auf unterschiedliche Distributionen zurückgreifen zu müssen. Während Microsoft für finale Releases von Azure Linux auch Support bereitstellt, ist die Version 4.0 noch als Vorschauversion gekennzeichnet und damit noch nicht für den Einsatz in Produktumgebungen geeignet.
Sobald Azure Linux 4.0 als finale Version zur Verfügung steht, soll eine einfache Integration in unterschiedliche Azure-Dienste möglich sein. Dazu zählen laut Microsoft der Microsoft Defender für die Cloud, Azure Monitor, Azure Migrate, Azure Portal und mehr. Wann Azure Linux 4.0 jedoch als „Production-ready“ gekennzeichnet wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt.