Künstliche Intelligenz

Microsoft bestätigt Entlassungen und Studio-Verkauf bei Xbox


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Microsoft hat am Montag die bereits im Vorfeld bekannt gewordenen Pläne für Stellenstreichungen bestätigt. Demnach will das Unternehmen 3200 Jobs in der Gaming-Sparte Xbox sowie weitere 3200 im Geschäftskundenvertrieb streichen. 2026 ist damit bereits das dritte Jahr, in dem der Konzern zum Ende des Geschäftsjahres im Sommer Stellen abbaut, um für mehr Investitionen in KI andernorts Kosten zu sparen.

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Besonders schwer trifft es, gemessen am gesamten Konzernergebnis, die Xbox-Sparte. Wie deren neue Chefin Asha Sharma in ihrem Memo schreibt, fallen 1600 Stellen in ihrem Bereich sofort weg. Im Laufe der nächsten zwölf Monate will das Unternehmen dann weitere 1600 Stellen streichen. Das entspricht insgesamt etwa einem Fünftel der in der Xbox-Sparte Beschäftigten.

Studioschließungen seien nicht vorgesehen, erklärt Sharma, vielmehr sollen einige der Firmen verkauft werden. Compulsion Games („South of Midnight“) und Double Fine („Psychonauts”) sollen von ihren Gründern zurückgekauft werden. Microsoft will den Unternehmen ihr gesamtes geistiges Eigentum übertragen, inklusive der Rechte an den bisher veröffentlichten Spielen. Auch eine Anschubfinanzierung in nicht genannter Höhe für aktuelle Entwicklungen will Redmond beisteuern.

Für Ninja Theory („Hellblade“) wird noch ein Käufer gesucht. Das Studio hat Sharma zufolge zugestimmt, von Microsoft ausgegliedert zu werden. Bereits vor drei Wochen berichtete The Verge, dass das Studio vor der Schließung stehe. Die will Microsoft nun offenbar abwenden, auch hier schreibt Sharma von einer Finanzierung für laufende Projekte wie den dritten Teil der Hellblade-Reihe namens „Senua“. Dieser Titel ist für 2027 angekündigt. Auch Undead Labs („State of Decay“) soll auf gleiche Weise verkauft werden, den dritten Teil der Zombie-Survival-Reihe will Microsoft vorerst weiter finanzieren.

Etwas komplizierter scheint die Lage beim französischen Teil des Studios Arkane zu sein. Hier nennt die Xbox-Chefin keine Details. Das Management des Studios befinde sich noch in der „erforderlichen Konsultation mit dem Betriebsrat“ und könne sich erst danach neu ausrichten.

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Sharma betont, keiner der bereits angekündigten „First-Party-Titel“ werde eingestellt. Aufwendungen würden gegebenenfalls zugunsten „höher priorisierte“ Titel umverteilt. Das betrifft alle verbleibenden Studios – also auch das erst 2023 für 69 Milliarden US-Dollar übernommene Activision/Blizzard. Die beiden Studios Mojang und King sollen nun direkt von Asha Sharma geführt werden.

Das ist Teil einer Verschlankung der Hierarchie. Der Xbox-Chefin zufolge durchliefen manche Entscheidungen bisher bis zu 14 Ebenen, künftig sollen es höchstens fünf, im Idealfall drei Ebenen sein. „Im Zuge des Resets von Xbox werden wir die Dinge vereinfachen“ schreibt Sharma. Die nächste Microsoft-Konsole, bisher als „Project Helix“ bekannt, erwähnt sie in ihrem aktuellen Memo nicht.

Von einem generellen „Reset“ von Xbox hatte Sharma bereits in vorherigen Memos an die gesamte Belegschaft geschrieben. Dieser sei nötig, um die konzernweiten Sparmaßnahmen bei Microsoft umzusetzen. Die werden mit dem heutigen Tag auch in anderen Bereichen vollzogen.

Auch die Personalchefin für den gesamten Microsoft-Konzern, Amy Coleman, hat ein Memo veröffentlicht. Darin schreibt sie von 4800 Stellen, die jetzt insgesamt wegfallen sollen. Rechnet man die 1600 sofort entfallenen Stellen bei Xbox heraus, bleiben für den Rest von Microsoft also 3200 gestrichene Arbeitsplätze. Das betrifft die „Commercial Business“-Sparte für den Geschäftskundenvertrieb.


(nie)



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