Künstliche Intelligenz

Microsoft: Entwicklerversion der nächsten Xbox kommt nicht vor 2027


Microsoft verspricht „einen Quantensprung in Leistung und Möglichkeiten des Raytracing“ für die nächste Generation seiner Spielkonsole. Damit soll die neue Xbox „realistischere, immersivere und dynamischere Welten für die Spieler“ bieten. Das erklärte Jason Ronald, Vizepräsident der nächsten Xbox-Generation, gestern auf der Game Developers Conference 2026 (GDC). Grundlage soll eine neue Version von AMDs KI-Upscaler namens „FSR Diamond“ sein. Allerdings müssen sich selbst Entwickler von Xbox-Spielen gedulden. Alpha-Versionen der nächsten Xbox sollen erst 2027 zur Verfügung stehen.

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Dass die neue Xbox nicht vor 2027 präsentiert wird, ist bereits seit mindestens letztem Monat bekannt. Anfang Februar sagte AMD-Chefin Lisa Su, dass AMD den nächsten Xbox-Prozessor 2027 fertigstellt. Microsofts nächste Spielkonsole basiert erneut auf einem Semi-Custom-Prozessor von AMD, der demnach aber erst nächstes Jahr fertig ist. Aus AMD-Sicht steht einer Markteinführung 2027 damit wohl nichts im Wege. Microsoft könnte sie aber auch ins Jahr 2028 schieben, wenn die aktuelle Speicherkrise die Konsole deutlich verteuern würde.

Zu den Spezifikationen des neuen AMD-Prozessors ist nichts bekannt, aber jetzt schreibt Jack Huynh, Leiter von AMDs Computing and Graphics Group, dass der neue KI-Upscaler „FSR Diamond“ heißen wird. AMDs künstliche Frame-Generierung basiert auf maschinellem Lernen und soll für ein flüssiges Gameplay sorgen, indem Zwischenbilder auf Basis vorheriger und folgender Bilder erzeugt werden. FSR Diamond wurde laut Huynh „entwickelt für die native Optimierung für Project Helix und tief integriert in das GDK“, Microsofts Game-Development-Kit für Entwickler.

Den Codenamen der nächsten Xbox, „Project Helix“, hat die neue Xbox-CEO Asha Sharma erst vor wenigen Tagen bekannt gegeben. Bei einem Teaser der neuen Konsolengeneration bestätigte Microsoft, dass Project Helix PC-Spiele spielt. Das hat auch Jason Ronald auf der GDC jetzt bekräftigt. „Der PC wird ein immer wichtigerer Bestandteil von Xbox“, sagte er laut The Verge auf der GDC. „Wir bringen das Beste von Xbox direkt auf Windows.“

Dafür soll der Konsolenmodus für Windows sorgen, der Xbox-Spiele auch auf dem Windows-PC nutzbar macht. Das hatte sich bereits letztes Jahr abgezeichnet, als die Handheld-Konsole ROG Xbox Ally mit Windows 11 und einer angepassten Oberfläche erschien. Die zugrundeliegenden Grafik-APIs für die Spielentwicklung hat Microsoft mit DirectX 12 schon lange angeglichen. Jetzt verspricht Ronald, dass dieser Xbox-Modus für Windows 11 „für ausgewählte Märkte ab April“ zur Verfügung stehen wird.

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Damit sollen Entwickler Spiele nur einmal programmieren müssen, um sie auf Windows-PC und Xbox zu bringen, statt sie entsprechend anzupassen oder umzuschreiben. Unklar bleibt, ob dies alle kommenden Xbox-Spiele einschließen wird und ob es genügt, einmal für ein Spiel zu zahlen, man es aber sowohl am PC als auch auf der Xbox spielen zu können. Ronald deutete dies immerhin an. Im Rahmen des Programms „Xbox Play Anywhere“ sei es möglich, „Spiele nahtlos über verschiedene Bildschirme hinweg mitzunehmen“.

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(fds)



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