Künstliche Intelligenz

Microsoft nutzt in manchen Apps offenbar eigene KI statt OpenAI und Anthropic


Microsoft verabschiedet sich schrittweise von der Nutzung fremder KI-Modelle in der eigenen Software. Bislang wurden manche Office-Aufgaben von OpenAI und Anthropic erledigt, doch das wird in manchen Apps nun durch Microsofts eigene KI-Modelle ersetzt, wie jetzt berichtet wird. Als Grund wird Kostensenkung genannt, denn KI-Anfragen, die von anderen KI-Modellen in Excel oder Outlook beantwortet werden, kosten schließlich Token.

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Das betrifft nicht nur Microsoft. Zuletzt hatten andere Konzerne aufgrund explodierender KI-Kosten Zugänge gesperrt oder zu älteren Modellen geraten. Damit soll die KI-Nutzung der Angestellten eingedämmt oder diese für bestimmte Aufgaben zumindest auf weniger leistungsfähige Modelle umgeleitet werden. Immer mehr Unternehmen würden genauer prüfen, wie die Angestellten KI-Technik nutzen. Statt zu immer mehr KI-Nutzung zu drängen, sollen jetzt die Kosten gedrückt werden.

Microsoft steht allerdings ein Ausweg zur Verfügung, hatte der Konzern doch Anfang Juni bei der Microsoft Build 2026 sieben neue KI-Modelle vorgestellt. Darunter war das erste Reasoning-Modell MAI-Thinking-1 von Microsoft. MAI-Image-2.5 und eine Flash-Variante davon beherrschen Text-to-Image, sie sollen Google Nano Banana Pro überholen. MAI-Transcribe-1.5 verschriftlicht Ton in 43 Sprachen. MAI-Voice-2 und eine Flash-Variante davon bedienen 15 Sprachen und haben neue Stimmen-Optionen bekommen.

Diese internen MAI-Modelle werden nun auch für Aufgaben etwa in Excel und Outlook verwendet, die bislang KI-Modelle von OpenAI und Anthropic genutzt haben, wenn Anwender Fragen zu Tabellen oder E-Mails an die integrierte KI stellen. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Eine entsprechende Anfrage dazu wollte Microsoft selbst aber nicht kommentieren.

Obwohl die MAI-Modelle bislang erst einen kleinen Teil der KI-Nutzung Microsofts darstellen sollen, zeige dies aber deutlich, dass der Konzern Fortschritte bei wettbewerbsfähigen KI-Modellen zu niedrigeren Kosten macht. Denn Microsoft verbraucht eine enorme Anzahl von Token für seinen KI-Assistenten Copilot, ist dieser doch mittlerweile in einer Vielzahl der Microsoft-Software integriert. Zwar bekommt der Windows-Konzern besondere Vergünstigungen aufgrund der engen Kooperation mit sowie der Investitionen in OpenAI, doch auch langjährige Partnerschaften enden irgendwann.

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Das war eventuell auch einer der Gründe, dass Microsoft Copilot um Anthropic-KI erweitert hat. Diese Alternative zu OpenAI wurde letztes Jahr zunächst für Microsoft Copilot Studio eingeführt, jener Anwendung, mit der KI-Agenten erstellt werden können. Gleichzeitig versprach der Konzern, Anthropic-Modelle auch für Microsoft 365 Copilot einzuführen. Doch dieses Jahres folgte ein Sinneswandel. Anlässlich der Vorstellung der eigenen KI-Modelle im Juni erklärte ein Microsoft-Manager: „Wir zahlen viel Geld an Anthropic – unser Ziel ist es daher, diese Kosten zu reduzieren und letztendlich ganz zu eliminieren.“

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(fds)



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