Entwicklung & Code
Microsoft Store: Entwicklerkonto für Unternehmen wird kostenlos
Microsoft vereinfacht die Veröffentlichung von Anwendungen im Microsoft Store für Unternehmen. Firmen müssen für ein Entwicklerkonto künftig keine Registrierungsgebühr mehr bezahlen. Außerdem können sie sich mit Microsoft-Entra-ID-Arbeitskonten anmelden. Ein überarbeiteter Registrierungsprozess soll den Weg von der Kontoerstellung bis zur ersten App-Veröffentlichung verkürzen.
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Der Microsoft Store ist Microsofts zentrale Plattform für die Verteilung von Anwendungen unter Windows. Entwickler können dort Apps bereitstellen, aktualisieren und sowohl Endanwender als auch Unternehmenskunden erreichen. In Unternehmensumgebungen lassen sich Anwendungen unter anderem über Microsoft Intune verwalten und verteilen. Nach Angaben von Microsoft zählt der Store mehr als 250 Millionen monatlich aktive Nutzer.
Unterstützt werden verschiedene Anwendungstypen, darunter klassische Win32-Anwendungen, UWP-Apps, Progressive Web Apps (PWA), .NET-MAUI- und Electron-Anwendungen. Microsoft versucht seit einigen Jahren, den Store auch für Anbieter klassischer Desktopsoftware attraktiver zu machen.
Kostenloses Entwicklerkonto für Unternehmen
Die auffälligste Änderung betrifft die Registrierungskosten. Bislang mussten Unternehmen eine einmalige Gebühr von 99 US-Dollar entrichten, um ein Entwicklerkonto für den Microsoft Store anzulegen. Diese Gebühr entfällt nun.
Microsoft hatte bereits im vergangenen Jahr die Registrierungsgebühr für Einzelentwickler abgeschafft. Nun gilt die Gebührenfreiheit auch für Unternehmen. Im Vergleich zu anderen großen App-Plattformen fällt Microsoft damit aus der Reihe: Apple verlangt für die Teilnahme am Apple Developer Program weiterhin 99 US-Dollar pro Jahr, während Google für ein Entwicklerkonto in der Play Console eine einmalige Gebühr von 25 US-Dollar erhebt.
Anmeldung mit Microsoft Entra ID
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Neu ist außerdem die Anmeldung über Microsoft Entra ID. Die Plattform, die früher unter dem Namen Azure Active Directory bekannt war, dient Unternehmen zur Verwaltung von Identitäten und Zugriffsrechten.
Mitarbeiter können damit ihr bestehendes Firmenkonto nutzen, statt ein separates Microsoft-Konto anzulegen. Laut Microsoft vereinfacht das die Zuordnung von Entwicklerkonten zu Organisationen und reduziert den Verwaltungsaufwand.
Einfachere Verifizierung
Parallel dazu hat Microsoft den Registrierungsprozess überarbeitet. Die neue Oberfläche führt Unternehmen schrittweise durch die Anmeldung, prüft Eingaben frühzeitig auf mögliche Fehler und zeigt den Status von Verifizierungen in Echtzeit an. Viele Prüfungen laufen laut Microsoft automatisch ab.
Benachrichtigungen per E-Mail informieren über den Fortschritt und weisen auf fehlende Angaben oder erforderliche Nachweise hin. Das soll Rückfragen reduzieren und den Zeitraum bis zur ersten App-Einreichung verkürzen.
Für eine möglichst schnelle Freischaltung empfiehlt Microsoft Unternehmen, bereits vor der Registrierung bestimmte Informationen bereitzuhalten. Besonders hilfreich sei eine D‑U‑N‑S-Nummer. Mit der von Dun & Bradstreet vergebenen Unternehmenskennung lassen sich Firmendaten automatisch abgleichen, was die Verifizierung beschleunigen kann.
Unternehmen ohne D‑U‑N‑S-Nummer können stattdessen Dokumente wie Handelsregisterauszüge, Gewerbenachweise oder andere offizielle Nachweise hochladen. Damit kann die Prüfung jedoch länger dauern. Zudem sind Verifizierungsversuche auf maximal drei Einreichungen begrenzt, weshalb Microsoft empfiehlt, nur korrekte und vollständige Dokumente hochzuladen. Außerdem empfiehlt Microsoft die Verwendung einer E-Mail-Adresse aus der eigenen Unternehmensdomäne, da andernfalls zusätzliche Nachweise erforderlich sein können.
Mehr Einnahmen für Entwickler
Mit den Änderungen will Microsoft den Store als Vertriebskanal für Windows-Anwendungen attraktiver machen. Der Konzern verweist darauf, dass sich viele Anwendungen ohne größere Anpassungen veröffentlichen lassen. Für Nicht-Spiele-Anwendungen erlaubt Microsoft weiterhin eigene In-App-Bezahlsysteme. In diesen Fällen behalten Entwickler die gesamten Umsätze. Die Neuerungen sollen vor allem die Einstiegshürden für Softwareanbieter und interne Entwicklungsteams senken, schreibt Microsoft in seinem Blogbeitrag zur vereinfachten Veröffentlichung von Unternehmensanwendungen im Microsoft Store.
(fo)