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Mit erster deutscher HBO-Serie nach wahrer Geschichte
Ein Fußballplatz, eine Verhaftung und eine Frage, die alles entscheidet. Eine neue deutsche Crime-Serie erzählt eine wahre Geschichte von Schuld, Loyalität und Verrat – und markiert einen wichtigen Moment für den deutschen Streaming-Markt.
Wenn ein neuer Streamingdienst in Deutschland startet, braucht er mehr als ein bekanntes Logo. Er braucht eine Serie, über die gesprochen wird. Genau diese Rolle soll „Banksters“ übernehmen. Kurz nach dem Deutschland-Start von HBO Max geht die erste deutsche Originalserie des Dienstes an den Start – und setzt dabei auf harten Realismus statt Hochglanz.
Der Start von HBO Max bekommt ein deutsches Gesicht
Am 13. Januar 2026 startet HBO Max offiziell in Deutschland. Nur wenige Wochen später, am 20. Februar 2026, folgt mit „Banksters“ die erste deutsche Eigenproduktion des US-Streamingdienstes. Die Serie erscheint weltweit exklusiv bei HBO Max und setzt auf ein klassisches Wochenmodell: Jeden Freitag gibt es eine neue Episode. Die erste Staffel umfasst sechs Folgen, jeweils rund 45 Minuten lang. Das Format ist kompakt, die Geschichte klar umrissen. Kein endloses Dehnen, sondern ein klarer Spannungsbogen, ganz im Stil moderner Crime-Miniserien.
Eine wahre Geschichte als Ausgangspunkt
Im Mittelpunkt steht Yusuf, ein Berliner Auszubildender, der während eines Fußballspiels plötzlich von einer Spezialeinheit der Polizei verhaftet wird. Der Vorwurf: mehrfacher Bankraub. Das Problem dabei? Niemand weiß, wer seine Komplizen waren – und Yusuf selbst weiß nicht, wer ihn verraten hat.
Genau hier entfaltet die Serie ihre eigentliche Stärke. „Banksters“ ist weniger Heist-Show als moralisches Kammerspiel. Verrät Yusuf andere, um sich selbst zu retten? Oder schweigt er und riskiert eine jahrzehntelange Haftstrafe? Die Geschichte basiert auf realen Ereignissen aus dem Jahr 2004 und spielt gezielt mit Misstrauen, Loyalität und Schuld.
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Bewährte Namen hinter der Kamera
Produziert wird „Banksters“ von Wiedemann & Berg, dem Studio hinter Serien wie „4 Blocks“, „Dark“ und „Der Pass“. Allein dieser Name setzt die Messlatte hoch. Erfinder und Autor ist Bernd Lange, der bereits mit historischen Stoffen überzeugen konnte. Die Regie teilen sich Gregor Schnitzler und Cüneyt Kaya. Das Ergebnis ist eine Serie, die nicht auf Effekte setzt, sondern auf Figuren, Dialoge und Konsequenzen.
Ein starkes Ensemble ohne Star-Allüren
In der Hauptrolle ist Eren M. Güvercin zu sehen. Unterstützt wird er unter anderem von Merlin von Garnier, Michelangelo Fortuzzi und Maria Dragus. Dazu kommen bekannte Gesichter wie Andreas Pietschmann, die dem Ensemble zusätzliche Tiefe verleihen. Die Figuren wirken bewusst nahbar. Niemand ist klarer Held oder Bösewicht. Genau das passt zur Geschichte – und macht „Banksters“ unangenehm spannend.
Warum „Banksters“ für HBO Max so wichtig ist
„Banksters“ ist mehr als nur eine neue Serie. Sie ist ein Signal. HBO Max zeigt damit, dass deutsche Produktionen international mithalten sollen – und nicht nur Lückenfüller im Katalog sind. Wenn Ihr Crime-Serien mögt, die weniger auf Action und mehr auf psychologischen Druck setzen, solltet Ihr Euch den Start vormerken. „Banksters“ will nicht gefallen, sondern hängen bleiben. Und genau das könnte der Serie helfen, sich im wachsenden Streaming-Angebot durchzusetzen.
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Auto-Notrufsystem: NG eCall mit LTE-Unterstützung geht bei Netzbetreibern online

Das Auto-Notrufsystem der nächsten Generation geht heute bei den drei großen Netzbetreibern in Deutschland parallel zur alten Lösung online. NG eCall (Next Generation Emergency Call) setzt nicht mehr auf das alte 2G-Netz, dessen Abschaltung bevorsteht, sondern kommt mit LTE-Unterstützung und mehreren Verbesserungen.
Der seit dem 31. März 2018 für alle neuen Pkw-Modelle und leichte Nutzfahrzeuge verpflichtende eCall kann bei einem Unfall automatisch einen Notruf auslösen und überträgt dabei eine Reihe essenzieller Informationen wie unter anderem Unfallzeitpunkt, Standort und Fahrtrichtung. Parallel dazu wird eine Sprachverbindung aufgebaut, falls Insassen im Fahrzeug noch ansprechbar sind. Der eCall lässt sich über eine entsprechend markierte Taste im Auto auch (von Dritten) manuell auslösen.
2G-Abschaltung ab Sommer 2028
Der aktuelle eCall basiert noch auf dem bald 40 Jahre alten 2G-Netz, das über die kommenden Jahre bei allen Netzbetreibern abgeschaltet werden soll. Bei der Deutschen Telekom ist dies für Juni 2028 geplant, während Vodafone im September 2028 damit anfangen will, bevor bis Ende 2030 auch die Abschaltung bei kritischen IoT-Systemen wie dem eCall geplant ist. Telefónica hat noch keinen Termin für die 2G-Abschaltung genannt.
NG eCall setzt auf LTE
Nach rückt deshalb der NG eCall, der auf das neuere LTE-Netz setzt und perspektivisch auch 5G unterstützen soll. Bei der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica ist dafür heute der Startschuss erfolgt. Im Mobilfunknetz von 1&1 besteht derzeit kein Bedarf für diese Funktion, da aktuell noch keine Verträge für Flotten-SIM-Karten mit Fahrzeugherstellern bestehen. Sobald sich entsprechende Partnerschaften ergeben, will auch 1&1 den neueren NG eCall implementieren.
Der NG eCall ist seit Januar dieses Jahres für Autohersteller verpflichtend. Zunächst gilt die Regelung für neue Fahrzeugmodelle, die nur damit eine Zulassung erhalten können. Im kommenden Jahr soll der NG eCall auf alle Neufahrzeuge ausgeweitet werden.
Breiterer Datenkanal für mehr Informationen
Mit der nächsten Generation des Auto-Notrufsystems soll der Rufaufbau deutlich schneller erfolgen. Aufgrund des moderneren Netzes bestehen auch keine Einschränkungen mehr bei der Datenübertragung, sodass den Netzbetreibern zufolge auch neue Anwendungen möglich seien. Zum Beispiel ließen sich medizinische Daten der Insassen oder Live-Bilder aus dem Fahrzeug übertragen. Ziel sei es, Rettern schon vor dem Eintreffen am Unfallort einen Überblick zu verschaffen, damit diese sich schon während der Fahrt auf den Einsatz vorbereiten können.
Parallelbetrieb geplant
Die heutige Aktivierung von NG eCall bedeutet nicht das sofortige Aus des alten eCall. Vorgesehen ist ein Parallelbetrieb beider Generationen. Der Nachfolger kommt zum Einsatz, wenn sowohl die Fahrzeuge als auch die Leitstellen das neue System unterstützen. Trifft dies nicht zu, wird der Notruf über das alte System abgewickelt.
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Amazon: E-Books künftig auch als DRM-freies Epub und PDF

Amazon steht offenbar vor einer Kehrtwende und will künftig im eigenen Online-Shop angebotene E-Books auch im Epub- und PDF-Format bereitstellen – allerdings nur ohne DRM, dafür aber sogar herunterladbar. Einen offiziellen Grund für das Umdenken hat das Unternehmen bisher nicht genannt.
Plötzlicher Sinneswandel?
Die Abkehr von der bisherigen Praxis, vor allem auf eigene Formate zu setzen, geht aus einem Bericht von Good E Reader hervor. Bereits im Dezember des vergangenen Jahres soll Amazon Verlage und Selfpublishing-Autoren, die Bücher über Kindle Direct Publishing im Kindle Bookstore einreichen, über diesen Schritt informiert haben. Dem Artikel zufolge bleibt es den Verlagen und Autoren zudem freigestellt, ob sie ihre Bücher künftig mit oder ohne digitales Rechtemanagement veröffentlichen möchten.
Nur ungeschützte Bücher erhalten Option
Ungeschützte Bücher sollen dabei künftig über „Meine Inhalte und Geräte verwalten“ heruntergeladen werden können – eine überraschende Entscheidung, da Amazon diese Funktion zur Sicherung eigener Bücher erst vor rund einem Jahr eingestellt hatte. Der Zugriff auf die angebotenen EPUB- oder PDF-Dateien ist jedoch nur für verifizierte Käufer eines digitalen Buches möglich. Für über Kindle Unlimited angebotene Inhalte gilt die Download-Funktion weiterhin nicht, auch wenn diese kein DRM besitzen sollten. An der Ausrichtung der Kindle-Reader ändert sich dadurch allerdings nichts, das Epub-Format wird weiterhin nicht nativ unterstützt, eine Umwandlung bleibt somit erforderlich.
Verlage können wählen
Verlage und Autoren können ihre Werke künftig kennzeichnen, um Käufer über die Unterstützung der zusätzlichen Formate zu informieren. In der Vergangenheit hatte Amazon auch von Verlagen oder Autoren ohne Schutz versehene Bücher mit dem eigenen DRM versehen, wodurch sich diese nicht auf Lesegeräte außerhalb des Amazon-Ökosystems übertragen ließen. Auf Tablets bestand immerhin die Möglichkeit, entsprechende Inhalte über die Kindle-App zu lesen.
Für bereits im Shop verfügbare Bücher bietet der Online-Händler Urhebern nun die Option an, diese in die beiden neu unterstützten Formate zu konvertieren. Für Bücher, die ab dem 9. Dezember 2025 veröffentlicht wurden, erfolgt die Konvertierung automatisch. Autoren und Verlage müssen dabei jedoch explizit angeben, dass eine DRM-freie Version erstellt und angeboten werden soll. Bei vor diesem Datum veröffentlichten Büchern muss die Umwandlung manuell angestoßen werden.
Kritik endlich gehört?
Lange Jahre wurde Amazon dafür kritisiert, digitale Bücher nur im eigenen Format für das eigene Öko-System anzubieten und damit Käufer an die eigenen Kindle-Reader zu binden. Mit der nun angekündigten Änderung können auch Nutzer anderer E-Book-Reader wie PocketBook oder Tolino auf Amazon-Titel zugreifen. Damit werden auch viele Selfpublisher-Bücher, die bislang ausschließlich im Amazon-Katalog verfügbar waren, auf weiteren Geräten lesbar. Warum das Unternehmen seine Haltung zu offenen Formaten geändert hat, bleibt bislang unklar.
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Neue KI-Siri im Frühjahr: Apple soll fast alle versprochenen Funktionen nachliefern

Auch zu Beginn des Jahres 2026 ist Siri bislang keine KI-Sprachassistentin. Erwartet vor einem Jahr, soll das große KI-Update nun im Frühjahr an den Start gehen und fast alle versprochenen Funktionen von zwei Jahren Versprechen nachliefern. Nur die App-Steuerung soll weiter auf sich warten lassen.
Neue Siri schon dieses Frühjahr
Noch bevor der Konzern einen neuen Siri-Chatbot vorstellen könnte, soll Bloomberg zufolge die lange erwartete KI-Siri veröffentlicht werden. Hier haben Google und Apple erst kürzlich eine Partnerschaft angekündigt, das Update der neuen KI-Siri wird mit iOS 26.4 in den kommenden Wochen erwartet. Aktuell testet der Konzern noch iOS 26.3.
Versprochene Funktionen werden nun nachgeliefert
Die Funktionen der neuen KI-Siri sollen die Versprechen des Konzerns aus Juni 2024 erfüllen: Dort hatte Apple vollmundig eine neue Siri angekündigt, die den Bildschirm begreifen, Apps steuern und auf Dateien/Termine des Nutzers zurückgreifen kann. Erschienen sind bisher jedoch nur ein neues Design und ein etwas verbessertes Sprachverständnis. Wirklich einlösen konnte der Konzern seine KI-Versprechen bisher nur bei anderen Teilen von Apple Intelligence, der KI-Suite für Schreibtools, Bildgenerierung und Zusammenfassungen in Apps.
Apple begann Arbeit von vorne
Der Konzern hat Fehler im Laufe der vergangenen Monate mehr oder weniger eingestanden, ist zurück ans Reißbrett und hat laut Gerüchten von vorn angefangen, um eine neue KI-Siri mit den zuvor versprochenen Funktionen zu entwerfen: Ursprünglich wollte der iPhone-Entwickler die bis heute existierende Nicht-KI-Siri nur um ein KI-Standbein erweitern, das für die neuen Aufgaben zuständig ist. Doch dieser Ansatz ging nicht auf, die Umsetzung blieb intern deutlich hinter den Erwartungen zurück und war zu unzuverlässig.
Apple verschob die Veröffentlichung auf dieses Jahr, ohne einen konkreten Zeitpunkt zu nennen. Schlussendlich wurde sogar der KI-Chef entmachtet und ersetzt. Mittlerweile liegt Siri in der Zuständigkeit der Softwareabteilung, die auch an iOS, iPadOS und macOS arbeitet.
Fast alle Funktionen dann ausgeliefert
All diese Ereignisse könnten bald Früchte tragen: Diesen Frühjahr soll Siri laut Bloomberg den Bildschirm verstehen, auf persönliche Daten zugreifen können und das Internet selbst durchsuchen dürfen, um Informationen zu zitieren. Diese Funktionen werden, wie bereits erwähnt, auch in der Chatbot-Siri verfügbar bleiben. Demnach holt Apple damit in Kürze eine Großzahl seiner Versprechen von vor zwei Jahren nach. Bis Siri dann auch wie versprochen das iPhone steuern darf, wird es jedoch wohl noch bis iOS 27 dauern – dann soll Siri auch gleichzeitig zum Chatbot werden. Damit könnte Apple seine Versprechen aus dem Juni 2024 eventuell sogar übertreffen – aber hier gilt es abzuwarten. Denn Ankündigungen gab es schließlich schon sehr viele.
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