Connect with us

UX/UI & Webdesign

Monoprix modernisiert Erscheinungsbild und Retail Design – Design Tagebuch


Die französische Einzelhandelskette Monoprix hat ihr Erscheinungsbild modifiziert und beginnt derzeit das neue Retail-Design zu implementieren. Die Anpassung des Markenauftritts ist Teil des Transformationsprogramms „Renouveau 2030“, das den Fokus auf urbane Nahversorgung und ein differenziertes Einkaufserlebnis legt.

Monoprix ist eine 1932 in Frankreich gegründete Einzelhandelskette mit Hauptsitz in Clichy, die seit 2013 vollständig zur Casino-Gruppe gehört. Das Unternehmen betreibt rund 736 Filialen und kombiniert Lebensmittel mit Mode, Kosmetik sowie Haushaltswaren. Neben dem französischen Kernmarkt ist Monoprix über Franchise- und Partnerstrukturen unter anderem in Belgien, Luxemburg, Tunesien, Katar, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Guadeloupe und La Réunion aktiv.

Im Rahmen des von der Casino-Gruppe verfolgten Strategieprogramms „Renouveau 2030“ werden unrentable Standorte geschlossen, einzelne Filialen verkauft oder in Franchisebetriebe umgewandelt, während gleichzeitig in die Modernisierung und teilweise auch in Neueröffnungen investiert wird. Bestandteil der Modernisierung ist auch die Aktualisierung des Markenauftritts von Monoprix.

Auszug der Pressemeldung

Dies ist ein umfassendes Projekt, das unser Produktsortiment, das Kundenerlebnis, unsere Konzepte, Rollen und die zukünftige Markenbotschaft einbezieht. Die Transformation von Monoprix beschränkt sich nicht allein auf die Modernisierung unserer Filialen. Sie dient einem einzigen Ziel: den Alltag unserer Kunden zu bereichern.

Alfred Hawawini, CEO von Monoprix

Monoprix Brand Design, Quelle: lareclame / W Conran Design

Im Zentrum steht ein visuelles Erscheinungsbild, das auf mehr Prägnanz, höhere Lesbarkeit, mehr Eigenständigkeit und eine stärkere Präsenz über digitale und physische Kontaktpunkte hinweg ausgerichtet ist. Bei der Monoprix-Wortmarke sorgen microtypographische Eingriffe für ein kräftigeres Schriftbild: der Strichstärkenkontrast wurde verringert und der Schriftschnitt angehoben.

Monoprix Wordmark Redesign, Bildquelle: Monoprix, Bildmontage: dt
Monoprix Wordmark Redesign, Bildquelle: Monoprix, Bildmontage: dt

Auch die Bildmarke von Monoprix, vom Unternehmen als „POP“-Zeichen bezeichnet, erhielt ein Refresh. Das Zeichen mit Sprechblasen-Symbolik ist nun stärker an die geometrische Grundform eines Kreises angelehnt. Die Farbpalette wurde neudefiniert und die Designsprache von Illustrationen und Symbolen harmonisiert. Die digitale Präsenz von Monoprix wird sukzessive auf das neue Design hin angepasst. Die erste umfassende Umsetzung ist im modernisierten Standort Aix-en-Provence Mirabeau zu sehen und dient als Referenz für den schrittweisen Roll-out weiterer Filialen.

Monoprix Brand Design, Quelle: lareclame / W Conran Design
Monoprix Brand Design, Quelle: lareclame / W Conran Design

Trotz vielfältiger struktureller Herausforderungen ist Monoprix wirtschaftlich vergleichsweise gut aufgestellt. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 schloss Monoprix zwar 16 Filialen, eröffnete aber gleichzeitig 19 neue Standorte. Während hierzulande Galeria infolge eines tiefgreifenden Sanierungsprozesses einen großflächigen Filialabbau betreibt, investiert das Unternehmen Casino bei Monoprix mehrere hundert Millionen Euro in die Modernisierung des gesamten Filialnetzes bis 2030.

Für das Rebranding zeichnet die internationale Branding- und Designagentur W Conran Design verantwortlich. Laut W Conran Design bestand die Aufgabe nicht darin, Monoprix neu zu erfinden, sondern die über Jahrzehnte gewachsene Markenidentität zu vereinfachen, zu vereinheitlichen und zu stärken.

Mediengalerie

Weiterführende Links



Source link

UX/UI & Webdesign

Mehr als ein Wappen: Wie Sekundärlogos die Markensprache im Sport erweitern – Design Tagebuch


Lange Zeit war das „Vereinswappen“ der einzige visuelle Absender eines Sportvereins. Oft über Jahrzehnte gewachsen und entsprechend emotional aufgeladen wird das Vereinslogo oftmals als unveränderlich angesehen. Doch die Anforderungen an Sportmarken haben sich grundlegend verändert.

Der Chelsea FC hat eins, ebenso Chicago Fire, seit Kurzem auch der SV Werder Bremen und die KSV Holstein: ein Sekundärlogo. In den US-Major-Leagues (MLS, NFL, NHL, NBA, MLB) sind Sekundärlogos, auch als „Alternate Logo“ oder „Secondary Mark“ bezeichnet, seit langem integraler Bestandteil eines Brand-Toolkits. Nahezu alle US-Teams nutzen sie.

Auch in europäischen Fußball-Ligen sind Sekundärlogos mittlerweile weit verbreitet. In den vergangenen Jahren sind eigenständige Zweitzeichen neben dem klassischen Vereinslogo zu ein…

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.



Source link

Weiterlesen

UX/UI & Webdesign

Vorsicht vor der Scheinselbständigkeit › PAGE online


Eine alleinige saubere Vertragsgestaltung ist für eine freie Zusammenarbeit nicht ausreichend. Vielmehr entscheidend ist die tatsächlich gelebte Praxis. So schützt ihr euch vor der Scheinselbständigkeit.

Emojis vor einem farbigen Hintergrund
Bild: PAGE

Maximale Flexibilität und trotzdem ein regelmäßiges Einkommen – viele Freelancer:innen in der Kreativbranche wünschen sich genau das. Aber vor allem Berufseinsteiger:innen sollten das Thema Scheinselbständigkeit im Blick haben.

Übrigens sehen viele Freie (Branchen-übergreifend), die schon länger auf dem freien Markt arbeiten, – ganze 62 % – den Punkt der Scheinselbstständigkeit als größtes rechtliches Defizit!

Leider ist die Problematik also allgegenwärtig und die Grenzen zwischen echter Freiberuflichkeit und Scheinselbständigkeit sind oft fließend – ein finanzielles und rechtliches Risiko, das Kreative wie auch Agenturen häufig unterschätzen.

Kurz erklärt: Von Scheinselbständigkeit spricht man, wenn jemand vertraglich als freie:r Mitarbeiter:in geführt wird, in der alltäglichen Praxis jedoch wie ein:e festangestellte:r Arbeitnehmer:in agiert. In der Kreativszene entsteht diese Grauzone oft schleichend – zum Beispiel durch monatelange Projektarbeit für einen Hauptauftraggeber.

Die Warnsignale

Es gibt einige typische Warnsignale, die man daher im Kopf haben sollte.

  • Weisungsgebundenheit: Ein Kunde bestimmt feste Arbeitszeiten, den Arbeitsort oder detaillierte Prozessschritte.
  • Tiefe Eingliederung: Nutzung von Kunden-Hardware, feste Schreibtische in der Agentur sowie die Teilnahme an internen Teamevents oder täglichen Stand-ups.
  • Wirtschaftliche Monostruktur: Mehr als 80 % des Gesamteinkommens stammen dauerhaft von einem einzigen Auftraggeber.
  • Fehlendes Unternehmertum: Es gibt keinen eigenen Marktauftritt, keine eigene Website und kein unternehmerisches Risiko.

Die Konsequenzen einer Nachprüfung durch die Deutsche Rentenversicherung (DRV), die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls sowie die Krankenkassen treffen Auftraggeber und Freelancer:innen hart. Es drohen rückwirkende Beitragsnachzahlungen zur Sozialversicherung, Säumniszuschläge und steuerliche Korrekturen.

Für Kreative bedeutet die nachträgliche Einstufung als Arbeitnehmer oft den Verlust geschätzter Freiheiten und möglicherweise das Ende der Geschäftsbeziehung.

Arbeitet für mehrere Kunden und achtet auf eure gelebte Praxis

Man kann sich merken, dass hier eine alleinige saubere Vertragsgestaltung nicht ausreichend ist. Vielmehr entscheidend ist die tatsächlich gelebte Zusammenarbeit.

Kreative schützen sich in erster Linie, indem sie für mehrere Kunden arbeiten, eigene Arbeitsmittel nutzen, Projektpreise frei kalkulieren und als eigenständige Marke am Markt auftreten. Im Zweifel schafft ein offizielles Statusfeststellungsverfahren der DRV vorab Klarheit.

Das ist ein offizielles Prüfverfahren und es ist dafür da, rechtssicher festzustellen, ob eine konkrete Tätigkeit als abhängige Beschäftigung (sozialversicherungspflichtige Anstellung) oder als selbstständige Tätigkeit einzustufen ist.

In der Praxis kann man das aber umgehen, wenn man die Warnsignale kennt und mehrere Auftraggeber hat.

Aktuell ist eine Verbesserung dieser Situation leider erstmal nicht in Sicht. Und das, obwohl verschiedene Kreativ-Verbände seit Jahren grundlegende Anpassungen von der Politik fordern.

 

Das könnte dich auch interessieren



Source link

Weiterlesen

UX/UI & Webdesign

Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt: Die Kampagne #stolzaufVielfalt › PAGE online


Nach der Landtagswahl am 6. September plant die AfD eine »patriotische Wende« in Sachsen-Anhalt. Mit #stolzaufVielfalt starten dortige Kulturinstitutionen eine gemeinsame Kampagne, die auf Vielfalt setzt – und auf ein leuchtendes Design, das vom Bauhaus Dessau stammt.

Was die »patriotische Wende« der AfD Sachsen-Anhalt, die als »gesichert rechtsextrem« eingestuft wird, für die Kultur bedeutet, das konnte man bereits erahnen, als die Partei im letzten Jahr eine Kampagne gegen das Bauhaus startete, in der sie die Institution als »Irrweg der Moderne« bezeichnete.

Wenige Wochen vor der Wahl hat jetzt ein breit aufgestelltes Bündnis von Kulturinstitutionen und Stiftungen  #stolzaufVielfalt ins Leben gerufen und lädt zum Mitmachen ein.

Es ist eine Kampagne, die für »Vielfalt, demokratische Offenheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt« steht und zeigen möchte, wie viele verschiedene Gesichter Sachsen-Anhalt hat und dass genau das die Stärke des Bundeslands ausmacht – von der Wissenschaft über das reiche Kulturerbe, das Handwerk und den Erfindergeist, das Engagement und vieles mehr.

Bereits im April hatte die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt eine, von mittlerweile 67 Kulturinstitutionen unterschriebene Erklärung veröffentlicht, in der sie sich gegen die »neue patriotische Kulturpolitik der AfD« wendet.

Jetzt geht es erneut darum, die Mehrheit im Bundesland sichtbar zu machen, die Vielfalt schätzt und sich gegen eine Gleichschaltung wehrt.

V wie Vielfalt – und wie Victory

Die Gestaltung der Kampagne selbst, die in ihren leuchtenden Farben nicht zu übersehen ist, stammt vom Bauhaus Dessau selbst, von dem Designer Oliver Klimpel, der als Professor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst unterrichtet hat und heute die Kuratorische Werkstatt am Bauhaus Dessau leitet.

Wir haben bei ihm nachgefragt, wie die das Visual das die Kampagne prägt, zustande kam:

Im Mittelpunkt steht das V – für Vielfalt und als Victory-Zeichen für Vielfalt.

Es ist ein aktives Symbol, das für zivilgesellschaftliches Engagement steht und es gleichzeitig mit (Pop)kultur verbindet und nicht nur in den Social Media, sondern auch auf Buttons und Badges funktioniert.

Begleitet wird das von einem rahmenden und verbindenden Layoutsystem, das sich über die unterschiedlichen Visuals legen kann, deren Vielfalt bewahrt und gleichzeitig einen hohen Wiedererkennungswert hat. Und das sich bei Bedarf auch animieren ließe, wie Klimpel sagt.

Leuchtend sichtbar werden

Damit auch Teilnehmende, die nicht so Illustrator-, Photoshop- oder InDesign-affin sind, es problemlos nutzen können, ist das Visual nicht zu komplex. Aber es ist umso einprägsamer.

Und das mit seinen leuchtenden Farben, die kräftig und positiv sind und die, wie Klimpel sagt, gleichzeitig versuchen, sich einer vereinfachten und eindeutigen Zuschreibung zu entziehen und nationale oder hoheitszeichenartige Stereotypen nicht zu bedienen.

Inspiriert sind erste Entwürfe unter anderem von dem innovativen Grafikdesign osteuropäischer Bürgerbewegungen aus den 1980er- und 90er-Jahren, die, gerade auch in der Tschechoslowakei, Witz und Optimismus mit Aktivismus verbunden haben.

Einladung an alle

Zu den Institutionen der Initiative #stolzaufVielfalt, die ab sofort im Einsatz ist, gehören neben dem Bauhaus Dessau unter anderem die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, die Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, die Stiftung Evangelisches Anhalt, der Landesheimatbund und viele mehr.

Vor allem aber versteht die Kampagne sich als offene Einladung an alle, die interessiert sind, sich zu beteiligen – von Einzelpersonen über Kultureinrichtungen, Stiftungen, Vereinen, Unternehmen und Kommunen.

Es geht darum, ein gemeinsames Zeichen für ein weltoffenes und vielfältiges Sachsen-Anhalt zu setzen – und das sichtbar zu machen. Denn selbst wenn aktuelle Wahlprognosen zutreffen, steht die Mehrheit in Sachsen-Anhalt genau dafür.

 





Source link

Weiterlesen

Beliebt