Künstliche Intelligenz

Montag: Britisches Stargate nur Medien-Coup, Identitätsdiebstahl bei WhatsApp


Stargate UK sollte OpenAI & Co. in die britische Wirtschaft bringen. Durch Milliardeninvestitionen sollten große KI-Modelle im landeseigenen Rechenzentrum trainiert und betrieben werden. Doch am Großteil des Projekts wurde nie wirklich gearbeitet. Derweil warnen Sicherheitsexperten, dass Kriminelle die kürzlich angekündigten WhatsApp-Benutzernamen bekannter Personen etwa zu Betrugsversuchen missbrauchen könnten. Reservierungen sind bereits möglich, aber Meta will prominente Nutzernamen vor fremder Registrierung geschützt haben. In China dürfen Alibaba-Mitarbeiter aus Angst vor Überwachung die Anthropic-KI Claude nicht mehr nutzen. Der chinesische Konzern wirft der KI-Firma das Ausspähen der Anwender vor. Dabei hatte Anthropic die Nutzung von Claude in China eigentlich schon vorher verboten – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das prestigeträchtige Rechenzentrumsprojekt „Stargate UK“ gerät weiter unter Druck. OpenAI-Vertreter haben offenbar eines der zentralen Grundstücke, das für den Aufbau der geplanten KI-Infrastruktur vorgesehen war, nie vor Ort besichtigt. Obwohl die britische Regierung bereits mit einem potenziellen Investitionsvolumen von bis zu 20 Milliarden britischen Pfund geworben hatte, nachdem OpenAI Stargate UK im September 2025 als KI-Infrastruktur-Partnerschaft mit Nvidia und dem britischen Rechenzentren-Betreiber Nscale vorgestellt hatte. Ziel war, die „souveränen Rechenkapazitäten des Vereinigten Königreichs“ zu stärken. Doch weder OpenAI noch Nscale waren jemals vor Ort. Lediglich eine Delegation von Nvidia sah sich das Gelände an: 20-Milliarden-Pfund-Investment in Stargate UK war nicht mehr als ein PR-Stunt.

Unter Druck kommt auch Meta Platforms, denn die kürzlich angekündigte Einführung von Benutzernamen bei WhatsApp lässt Sicherheitsexperten aufhorchen. Wenn Anwender die Namen bekannter Personen für den Messaging-Dienst registrieren, könnte diese Art von Identitätsdiebstahl für Betrugsversuche genutzt werden. Doch WhatsApp-Betreiber Meta wiegelt ab. Die Benutzernamen bekannter Persönlichkeiten seien bereits für diese reserviert und entsprechend geschützt. Allerdings schließt das offenbar nicht die Benutzernamen anderer großer Online-Plattformen ein, wie der bekannte Gründer der weltgrößten Kryptobörse herausfinden musste. Sein bei Twitter und jetzt X registrierter Nutzername ist schon von jemand anderem reserviert worden: WhatsApp-Benutzernamen wecken Befürchtungen an möglichem Identitätsdiebstahl.

Illegale Aktionen befürchtet auch das chinesische Onlinehandelsunternehmen Alibaba und verbietet seinen Mitarbeitern ab sofort die Nutzung von Anthropics KI-Modell Claude. Beschäftigte sind auch angewiesen, alle Claude-Modelle von ihren Dienstrechnern zu löschen. Hintergrund soll eine versteckte Funktion im Claude-Quellcode sein, die es Anthropic erlaubt, zu sehen, ob ein Nutzer aus China zugreift oder mit einem chinesischen KI-Entwickler in Verbindung steht, berichten die Mitarbeiter. Obwohl Anthropic die Nutzung seiner Modelle in China generell verbietet, finden chinesische Unternehmen Wege, die Modelle trotzdem unerkannt zu nutzen. Damit verbietet Alibaba seiner Belegschaft etwas, das Anthropic ohnehin nicht mit seiner KI erlaubt: Nach Diebstahlsvorwürfen bannt Alibaba Claude-KI.

Mit „Willkommen auf der Erde!“ begrüßt Will Smith das schleimige Tentakel-Alien, nachdem er es mit einem Faustschlag außer Gefecht gesetzt hat. So etwas hat man im Kino noch nicht gesehen. Genauso wenig wie kilometergroße Raumschiffe, die Metropolen wie New York und Los Angeles in Schutt und Asche legen. Am 2. Juli 1996 startet „Independence Day“ auf der großen Leinwand – passenderweise an dem Tag, an dem auch die Handlung einsetzt. Das Feuerwerk der Effekte wird zum Welterfolg für den „schwäbischen Spielberg“ Roland Emmerich und seinen Produzenten und Co-Autor Dean Devlin. „ID4“, so der Spitzname, leitet die Wiedergeburt des Katastrophen-Blockbusters ein. Mit spektakulären Effekten, ikonischen Bildern und der Zerstörung ganzer Metropolen setzt der Film neue Maßstäbe: 30 Fakten zu 30 Jahren „Independence Day“.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.

Wenn es um Umbauten, Upgrades oder Neubauten von Bahninfrastruktur geht, dann sind Fahrgäste in Deutschland viel Leid gewohnt. Dass es selbst bei großen Umbauarbeiten anders geht, zeigt ein Blick auf den japanischen Bahnhof Shinagawa, wo sich unzählige Bahnlinien treffen. Tagsüber ist der Bahnhof eigentlich immer voll. Fahrgäste steigen von den „Local“-Zügen auf Expresszüge oder spezielle Pendlerzüge um. Das ist ein Bahnhof, den man nicht mal eben sperren kann, um dort etwas zu reparieren oder umzubauen. Doch obwohl beim derzeitigen Umbau aus drei Bahnsteigkanten vier werden sollen, die Bahnanlage auf einer Seite ein Stockwerk höher und auf der anderen Seite ein Stockwerk niedriger gelegt wird, soll alles weiterlaufen, berichtet Missing Link: Wie die Japaner einen Bahnhof im laufenden Betrieb umbauen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Auch noch wichtig:

  • Bei der Briefzustellung muss die Post staatliche Vorgaben einhalten, sonst drohen Bußgelder. Theoretisch. Denn die Wirklichkeit sieht anders aus: Behörde kann der Post nicht auf die Finger gucken, weil Marktforscher klagen.
  • Netzbetreiber als Backup – Warum eine staatliche Rückfalloption und gedeckelte Netzentgelte den Solarausbau sichern können, wenn die Infrastruktur digital wird: Wie kleine Dachanlagen mit PV-Direktvermarktung ohne Verluste in den Markt wechseln.
  • Noch ehe die Ursache des jüngsten GSM-R-Ausfalls bekannt war, kamen Stimmen auf, die eine Modernisierung fordern. Doch ist das so schnell überhaupt realistisch? Es geht um FRMCS oder LTE-R: Wurde die GSM-R-Nachfolge verschlafen?
  • Die drei großen Mobilfunker strecken ihre Fühler nach Frequenzen mit besonderen Eigenschaften aus. Damit könnten Anbieter Milliarden sparen – zulasten anderer: Das große Habenwollen der Frequenzen.
  • Internationale Strafverfolger haben Netzwerke identifiziert, die besonders perfide Sexualstraftaten planten und verübten, nämlich den Missbrauch von betäubten Personen: Dutzende Festnahmen im Projekt Medusa wegen sexueller Übergriffe nach Sedierung.
  • Die Bundesregierung plant eine Reform des Informationsfreiheitsgesetzes. Als Modernisierung verkauft, könnte das für manche Medien und NGOs das Ende bedeuten: Warum die geplante IFG-Reform ein massiver Einschnitt in die Pressefreiheit wäre.
  • In Hiroshima modernisiert Micron seine Chipfabrik, die bereits in zwei Jahren die Serienproduktion aufnehmen soll. Das Ziel ist mehr HBM-DRAM für KI: Für 8,2 Milliarden Euro baut Micron japanische Chipfabrik aus.
  • Standardisierte Schnittstellen und neue Hersteller sollen den Wettbewerb auf der Schiene stärken und den Modernisierungsstau bei der Deutschen Bahn auflösen: Bund zieht positive Bilanz der digitalen Schiene bei neuen Stellwerken.
  • Tausende Mercedes-Mitarbeiter gehen bundesweit auf die Straße. Bei Volkswagen in Emden gibt es ebenfalls einen großen Protest: Beschäftigte von Mercedes und VW demonstrieren gegen Sparpläne.
  • In einer gemeinsamen Stellungnahme erheben Peter Schaar und Ulrich Kelber schwere Vorwürfe gegen die Koalition aus CDU, CSU und SPD: Ehemalige Bundesbeauftragte halten Koalitionsbeschlüsse zum IFG für „verheerend“.
  • Indischen Nutzern wurde Werbung angezeigt, die zu Verkaufsplätzen für Missbrauchsdarstellungen führt. Meta wiegelt ab: Instagram-Werbung mit Bildern von Kindesmissbrauch.


(fds)



Source link

Beliebt

Die mobile Version verlassen